News Apples Angst vor Zöllen: Biete 100 Milliarden US-Dollar, erhalte iPhone-Zollausnahme

Sir_Noob schrieb:
Müssen ja nur 3,5 Jahre noch mitspielen und groß ankündigen. [...] Und wenn er weg ist, wirds anders gemacht.
Da könntest du daneben liegen, denn obwohl Richard Nixon Republikaner war und auf Lyndon B. Johnson folgte, einem Demokraten, setzte er wesentliche außenpolitische Entscheidungen seines Vorgängers nicht nur fort, sondern intensivierte sie:
  • Entspannungspolitik (Détente): Nixon setzte die begonnene Entspannung mit der Sowjetunion konsequent fort. Höhepunkt war die Unterzeichnung des SALT-I-Vertrags 1972.
  • China-Politik: Während Johnson vorsichtig blieb, leitete Nixon den historischen Besuch in Peking 1972 ein – ein Schritt, den kein Präsident zuvor gewagt hatte. Das war eine Weiterentwicklung, keine Revision.
Nixon hat keine Kehrtwende gemacht, sondern auf Bestehendem aufgebaut – trotz ideologischer Differenzen mit seinem Vorgänger.
Ronald Reagan ist für seine scharfe antikommunistische Rhetorik bekannt. Doch auch hier zeigt sich, dass ein neuer Präsident nicht zwangsläufig radikale Revision bedeutet:
  • Rüstungskontrolle: Reagan unterzeichnete 1987 den INF-Vertrag mit Gorbatschow, obwohl er anfangs gegen Abrüstungsverhandlungen war – er setzte damit eine Linie fort, die bereits unter Carter und Nixon vorbereitet wurde.
  • Steuerpolitik: Auch wenn Reagan massive Steuersenkungen durchsetzte, revidierte er in seiner zweiten Amtszeit einen Teil davon durch das Tax Equity and Fiscal Responsibility Act (TEFRA, 1982) – ein pragmatischer Schritt, nicht parteipolitische Kehrtwende.
Reagan baute auf Vorgängerentscheidungen auf, statt sie pauschal zu verwerfen.
  • Trump zu Obama: Zwar versuchte Trump die Obamacare teilweise rückgängig zu machen, scheiterte aber an einem republikanisch dominierten Kongress. Viele Grundelemente bestehen bis heute.
  • Biden zu Trump: Biden kündigte an, viele Trump-Politiken rückgängig zu machen (z. B. im Klimabereich). Doch die großen Handelszölle gegen China bestehen fort – eine indirekte Bestätigung der Trump-Linie.

Warum nicht alles revidiert wird: Politische Realität

  • Institutionelle Trägheit: Gesetze und internationale Verträge lassen sich nicht einfach per Dekret rückgängig machen.
  • Mehrheitsverhältnisse im Kongress: Auch ein neuer Präsident braucht Mehrheiten – die fehlen oft.
  • Langfristige Planung: Großprojekte (z. B. Infrastruktur oder Militärstrategien) werden über Parteigrenzen hinweg entwickelt und können nicht kurzfristig gestoppt werden, ohne immensen Schaden.
Ein Präsidentenwechsel bedeutet nicht zwangsläufig eine Revision politischer Entscheidungen. Vielmehr wird häufig an bestehende Programme angeknüpft, sie werden modifiziert, aber selten radikal rückgängig gemacht. Nixon, Reagan, Biden und selbst Trump sind Beispiele dafür, dass Kontinuität trotz Rhetorik oft die Regel ist.

Der Präsidentenwechsel wirkt dabei häufig wie ein Blitzableiter: Er zieht die öffentliche Erwartung eines politischen Donners auf sich – laut, sichtbar, dramatisch. Doch am Ende wird der Schlag abgeleitet, die Struktur bleibt stehen, und das Fundament der Politik bleibt erstaunlich stabil.
 
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Ich nicht nur, wenn ich das lese... mir wird schon beim betrachten des Fotos übel! :kotz:

Was für ein widerliches, geldgeiles Gesindel ohne Anstand und Moral. Sorry, dass ich so krasse Worte gebrauche, aber jeder der sich so verhält darf mindestens als das betitelt werden. Kriminell, korrupt, undemokratisch, politisch radikal, infantil, emotional zurückgeblieben, unsozial, machtgeil - es trifft alles mehr oder weniger auf diese Menschen zu! Leider lässt das System es zu, dass diese kriminelle Gruppe Menschen das Geschick von Millionen arbeitender u. steuerzahlender Bürger bestimmt und die im Ansatz vorhandene Demokratie (die ihnen auch zu dieser Macht verholfen hat) gleich mit zu zerstören. Dumm!

PS: Die "24-Karat-Gold-Trophäe", die sich the orange man dann vermutlich zuhause ins Regal stellt, ist nur noch das i-Tüpfelchen auf das, was gerade abläuft...
 
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Im Grunde kommt das einer Bestechung gleich. Sollte es nach Trump wieder eine echte seriöse Regierung geben, sollte man sich solche Speichelleckereien vor diesem Hintergrund genauer anschauen.
 
Das ist doch alles nur noch lächerlich , genauso wie Trumpel das er die EU bzw. D mit 15 Prozent Zölle belegt hat , die Rechnung zahlen das Ami Volk auch mit das ist den wahrscheinlich noch nicht ganz klar .
 
kacke sowas von gepflegt auf Apple & iPhone, kann mir alles für immer und ewig gestohlen bleiben! Würde ich nicht mal geschenkt nutzen wollen! Android ist für mich das einzig wahre!
 
Alle die hier rufen, dass die WTO sich einschalten soll... bitte nicht!
Sonst bekommt die Schweiz noch höhere Zölle 😁.

Bin gespannt, ob die Zölle kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Seven2758 schrieb:
wenn zwischen internationale Unternehmen und dem Governance Gelder fließen.
Was meinst Du? Davon habe ich nichts im Artikel gelesen? Meiner Meinung nach steht da nur, dass Apple nun noch mehr Geld als geplant in den USA investieren "will". Das (Schmier)geld an DT fliesst, habe ich da nicht gelesen, aber Du zeigst mir das sicherlich. Falls Du auf die Gold Trophäe anspielst, die ist höchstens peinlich, aber sicherlich kein Compliance Fall.

Flutefox schrieb:
Die beiden CB Apple Fanboys sind dazu erstaunlich ruhig.
Welche meinst Du? Mal abgesehen davon ist es mittlerweile nur noch maximal ermüdend hier in den Apple Artikeln gegen Windmühlen zu kämpfen/diskutieren, da von vorneherein klar ist, das zu 90% nur wieder die üblichen Verdächtigen wutgetrieben mit Schaum vor dem Mund ihren Blödsinn absondern, ohne wirklich auf Fakten eingehen zu wollen... :rolleyes:
 
coxon schrieb:
Anhang anzeigen 1644684
Cook und Trump. Die neuen BFFs - bis sie es übermorgen nicht mehr sind.

Aber hey, so funktioniert nunmal Kapitalismus: schmeiß Geld drauf bis du hast was du willst.
Würde ich nicht anders machen. Wenn du deine Firma retten willst, ist jedes Mittel recht. Ich kann Apple verstehen. Mir soll’s recht sein. Ich werde das neue IPhone 17 Pro Max zweimal kaufen. Eins für mich und eins für meine Freundin. Die 13 er werden eingetauscht.
Ergänzung ()

Seven2758 schrieb:
Da kann man sehen, was Apple von Compliance und Integrity hält.
Hauptsache die Verkäufe der neuen iPhones stimmen und es gibt keine Einbuße bei den Umsätzen.
Leitest du eine Firma? Bist du für Angestellte verantwortlich? Nein? Dann solltest du besser nichts schreiben, so wie viele Apple-Hater hier auch.
Ergänzung ()

downunder4two schrieb:
Ich weiß ja, dass er diese anbiedernden Aussagen so treffen muss, aber innerlich muss Tim Cook doch kotzen, oder?
Wer glaubt, dass Tim Cock das gut findet, glaubt auch an den Weihnachtsmann
 
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coxon schrieb:
@aid0nex Ich hätte wirklich ein /s am Ende der Nachricht einfügen sollen.

Es ist schwierig aus einem Text ohne Emojis oder sonstige Zeichen von einer Person die man nicht kennt eine Metaebene raus bzw. zwischen den Zeilen zu lesen.

coxon schrieb:
Cook versucht natürlich das Unternehmen vor den ganzen Zöllen zu bewahren, wie er das macht, ist ganz allein seine Sache.

Eben. Er wäre fahrlässig und untätig, wenn er das nicht tun würde. Das ist sein Job als CEO.

coxon schrieb:
Dennoch ist es bedenklich, dass man massive Investitionen im eigenen Land annoncieren muss um von Zöllen befreit zu werden.

Die Welt wird aufgrund aufbrodelnder Konflikte nunmal protektionistischer.

coxon schrieb:
Sollen alle da drüben in der Techbrange so verfahren?

Wenn es nach Trump geht, ja.

coxon schrieb:
Was machen die, die es sich nicht leisten können?

Gemäß den Grundregeln des Kapitalismus pleite gehen.
 
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Syrato schrieb:
Alle die hier rufen, dass die WTO sich einschalten soll... bitte nicht!
Sonst bekommt die Schweiz noch höhere Zölle 😁.
Als Schweizer lohnt es sich Richtung Brasilien zu schielen. Die haben mit teilweise 50% Zöllen zu kämpfen und haben die WTO involviert. Je nachdem was da rauskommt, kann man dann entscheiden, was sinnvoll wäre. Wobei das vermutlich viele Jahre dauern wird.
 
Plonktroll schrieb:
genauso wie Trumpel das er die EU bzw. D mit 15 Prozent Zölle belegt hat , die Rechnung zahlen das Ami Volk auch mit das ist den wahrscheinlich noch nicht ganz klar .

Ich habe eher das Gefühl dem EU Bürger ist nicht klar was für Versprechungen gemacht wurden, damit die 15% Zölle zu halten waren.

750 Mrd an Energieprodukten müssen in 3 Jahren aus den USA gekauft werden.
Im Moment kauft die EU keine 70 Mrd an Energie pro Jahr aus den USA und im Ganzen 300 Mrd pro Jahr.
Sprich der grösste Teil der kompletten Energieimporte müsste aus den USA kommen, was komplett unrealistisch ist. Und die USA wird die Mengen auch nicht liefern können.

Dann noch müssen 600 Mrd in die USA investiert werden, wo ich mir solche Versprechungen nicht so ganz erklären kann. Die EU Kommission wird Firmen aus der EU kaum zwingen können in die USA zu investieren.
Und DT tönt schon rum, dass er 600 Mrd bekommt, mit denen er tun kann was er will.
Da gibts wohl Missverständnisse.

Dann noch müssen Rüstungsgüter in den USA gekauft werden.


Also alles in allem ein grauenhaft schlechter Deal, wo man sich sicher nicht besonders drüber freuen kann.
 
AuroraFlash schrieb:
China-Politik: Während Johnson vorsichtig blieb, leitete Nixon den historischen Besuch in Peking 1972 ein – ein Schritt, den kein Präsident zuvor gewagt hatte. Das war eine Weiterentwicklung, keine Revision.
Richtig und wurde damit zum Sprichwort: Only Nixon could go to China. Gerade weil Nixon Hardliner gegen den Kommunismus war, war er der einzige der da verhandeln konnte, weil niemand ihm Vorwerfen könnte zu sehr links zu sein.

Davon ab, setzt Trump hier nur etwas fort, das bei beiden Parteien schon quasi unumstößlich feststeht.
China ist ein Sicherheitsrisiko, der Dollar muss aufgewertet werden und die USA re-industrialisiert werden. Das ist politischer Konsens in den USA, die Streiten nicht ob man das macht, sondern nur wie.

Natürlich erzählt niemand der Bevölkerung das dies dem Wohlstand schaden wird, man spricht halt nur von den Arbeitsplätzchen die das schafft, aber Grundlegend war das auch Bidens Politik.. und die Anfänge sah man doch schon unter Obama, oder?
 
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Toll das sich reiche Unternehmen freikaufen können.
 
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LikeHike schrieb:
Läuft für Trump. 100 Milliarden Investitionen ins eigene Land geholt...
Nope, Versprechungen bzw. Absichtserklärungen für 100 Millarden Dollar Investitionen. Alles was Trump bisher geholt.hat z.B. auch in dem EU Deal sind Absichtserklärungen. Das ist nur PR für Trump und wird sich beim nächsten Präsidenten in Luft auflösen und falls der auch aus dem MEGA Lager kommt gibt es halt neue Versprechungen mit denen der dann auch PR machen kann.
 
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So sollte es sein, investiert ihr in den USA dann bekommt man halt ein paar Boni. Schade das wir in DE einfach von der Politik her viel zu viele Idioten haben in der Regierung. Hoffe 2029 kommt der große Knall bei der Bundestagswahl.
 
Das ist alles so willkürlich. Ich kann mir nichtmal vorstellen, dass das vor einem US-Gericht Bestand hätte.
Sie wollen den Verfall der US-Hegemonie, über die Weltwirtschaft, mit allen Mitteln erhalten, aber beschleunigen deren Verfall über alle Maßen. Unglaublich.
 
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