schmadde schrieb:
Wie sollte der Staat das finanzieren? Da wird ja schon bis aufs Messer gestritten wie die Renten finanziert werden sollen, damit die, die sich 40 Jahre+ lang krumm gebuckelt haben im Alter überleben können.
Kurz „offtopic“ zum Thema Rente!
Weißt du eigentlich, wie sich dein Bruttoeinkommen auf deine zukünftige Rentenhöhe auswirkt?
Um
im Jahr 2025 einen Rentenpunkt zu erhalten, musst du 50.493 Euro brutto im Jahr verdienen, was 4.207,75 Euro brutto im Monat entspricht.
Das bringt dir dann 40,79 Euro Brutto-Rente für deinen vollen Rentenpunkt.
Zig Millionen Vollzeitbeschäftigte in Deutschland verdienen jedoch wesentlich weniger als 4.207,75 Euro brutto/Monat.
Der Mindestlohn liegt aktuell bei ca. 2.220 € brutto/Monat, also 1.987,75 € unter dem Durchschnitts-Brutto-Monatseinkommen, das dir einen vollen Rentenpunkt im Jahr bringt.
Genau daran liegt es, dass viele Menschen in Altersarmut landen werden, weil sie trotz Arbeit keine ausreichend hohen Rentenansprüche erwerben konnten/können, weil sie zu wenig verdienen.
Deutschland ist die drittgrößte Volkswirtschaft auf der Welt, unser BIP lag im letzten Jahr bei 4,47 Billionen Euro, das private Geldvermögen liegt bei 9 Billionen Euro, die Steuereinnahmen lagen bei 948 Milliarden Euro.
Seit über vier Jahrzehnten ist der Politik das Demografieproblem der geburtenstarken Baby-Boomer-Generation (1955 bis 1969 Geborene) bekannt, die zu wenige Kinder bekommen hat.
Die Rentenversicherung ist ein Umlagesystem, das bedeutet, dass die Arbeitnehmer über Sozialabgaben die zukünftigen Renten der Babyboomer bezahlen.
Deshalb brauchen wir gute Jobs, einen starken Binnenmarkt und gute Einkommen, denn nur dann gibt es auch armutssichere Renten. Staatsdiener und Politiker wissen, warum sie für sich das steuerfinanzierte Pensionssystem zusätzlich zum Rentensystem eingerichtet haben: Dort gibt es bis zu 71,5 Prozent Pension, während die Rente bei maximal 48 Prozent gedeckelt ist.
Es gibt also eine Zwei-Klassen-Altersabsicherung, die Pensionäre gegenüber Rentnern stark privilegiert.