News Bis zu 1 Gbit/s: Vodafone macht Glasfaser-Tarife schneller und teils günstiger

Bei uns hat der Gemeinderat wohl grade erst beschlossen den Glasfaserausbau mit der "Deutschen Glasfaser" zu machen. Klar kostet so ein Anschluss Geld, aber wenn ich sehe, dass ein Gigabit-Anschluss hier 90€ pro Monat kosten soll frage ich mich schon, ob es mir das Wert ist im Vergleich zu Vodafone Kabel mit derzeit ziemlich genau der Hälfte. Gut, ist 1000/500 statt 1000/50.

Wie sieht das bei Deutsche Glasfaser mit der Zuverlässigkeit aus und mit DS-Lite oder so?
 
Glasfaser: Digitalminister bringt alle an einen Tisch | heise online https://share.google/lbjbXZ5aXJ7bw4cbO

Nicht vergessen, der deutsche Staat Bund/Länder/Kommunen geben weitere >20 Mrd.€ bis Ende 2028 für den Ausbau Glasfaser aus.

Die Provider wollen die Staatlohle - auch die Telekom. Zudem, die Kommunen haben Stanortnachteile ohne ultraschnelles Internet,was es sonst europaweit gibt.
 
schmadde schrieb:
ob es mir das Wert ist im Vergleich zu Vodafone Kabel
Da solltest du dir erst einmal die Frage stellen, ob du überhaupt 1000 Mbit/s Download benötigst. Ist natürlich preislich eine schwierige Messlatte.

schmadde schrieb:
Wie sieht das bei Deutsche Glasfaser mit der Zuverlässigkeit aus und mit DS-Lite oder so?
Die Zuverlässigkeit kann man nicht pauschalisieren, wir kennen ja nicht die Stabilität deines Vodafone-Anschlusses.

Mein Kumpel mit Vodafone Kabel hatte zusammen mit seinem halben Dorf dieses Jahr mehrere Wochen Dauerausfall durch einen Ruckwegstörer, der Fall hat es sogar in die Zeitung geschafft. Die Wahrscheinlichkeit für solche Störungen ist mit Glasfaser deutlich geringer.

DS Lite setzt DG nicht ein, sondern CG-NAT. Dies leider aber ohne Chance als Privatkunde davon wegzukommen. Überlastungen dort sind mir aber nicht bekannt. Der Fokus liegt so oder so immer mehr auf IPv6, das solltest du als Kunde der DG nicht abschalten.

Fragen solltest du dich nur, ob du nach den zwei Jahren zurück zu Vodafone Kabel wechselst. Mitnehmen solltest du den Anschluss auf jeden Fall.
 
RKCPU schrieb:
Zudem, die Kommunen haben Stanortnachteile ohne ultraschnelles Internet,was es sonst europaweit gibt.
Manche EU-Länder sind hinter uns und bieten dabei noch schlechtere Tarife an.
 
RKCPU schrieb:
Zumindest liegt Holland deutlich vor uns.
Sicher gibt es welche, die da vor uns sind. Halt auch welche, die hinter uns sind. Insofern ist dein "die es sonst europaweit gibt" einfach nur Trollen.
 
DLMttH schrieb:
Da solltest du dir erst einmal die Frage stellen, ob du überhaupt 1000 Mbit/s Download benötigst. Ist natürlich preislich eine schwierige Messlatte.
Die Frage habe ich mir ja schon gestellt, bevor ich den Gigabit Anschluss bestellt habe. Wenn ich das mit neine beantworten würde hätte ich ihn wohl nicht abgeschlossen. Aber selbst wenn mir die Hälfte reicht: es steht ja der Tarif den ich jetzt habe gegen den neuen.

DLMttH schrieb:
Die Zuverlässigkeit kann man nicht pauschalisieren, wir kennen ja nicht die Stabilität deines Vodafone-Anschlusses.
Habe grade geschaut: Den Anschluss habe ich seit etwas über 11 Jahren, damals noch bei Kabel Deutschland abgeschlossen. Seit 5 Jahren habe ich den Gigabit Anschluss bei Vodafone. Es gab ein paar ärgerliche Ausfälle vor allem in diesem und im vergangenen Jahr. Aber wenn ich das so über die gesamte Zeit betrachte, dann waren die Ausfälle gar nicht so häufig - und ein paar davon gehen wahrscheinlich aufs Konto der schlecht gemachten Verkabelung zwischen den Häusern der Eigentümergemeinschaft des alten Hauses.

DLMttH schrieb:
DS Lite setzt DG nicht ein, sondern CG-NAT. Dies leider aber ohne Chance als Privatkunde davon wegzukommen.

Für mich ist DS-Lite und CG-NAT das selbe. Abseits von Spitzfindigkeiten der Implementierung gehts mir hauptsächlich darum, mein Netz bzw. mindestens einen exposed Service von aussen jederzeit erreichen zu können, auch wenn ich grade keinen IPv6 tauglichen Anschluss remote habe (was leider immer wieder vorkommt). Wenn DG das nicht kann ist das Angebot für mich gestorben. Ob ich den Anschluss trotzdem realisieren lasse muss ich mir dann wohl noch überlegen.

Bin ich dann auf immer und ewig auf DG als Provider festgelegt oder müssen die irgendwann auch einen anderen Provider dran lassen?

DLMttH schrieb:
Überlastungen dort sind mir aber nicht bekannt. Der Fokus liegt so oder so immer mehr auf IPv6, das solltest du als Kunde der DG nicht abschalten.
Ich nehme gerne IPv6, aber nur IPv6 ist halt nix. Und im Zweifel nehme ich lieber einen dünnen upstream und ne public IPv4 als einen fetten Upstream mit dem ich nix anfangen kann.
 
schmadde schrieb:
Für mich ist DS-Lite und CG-NAT das selbe
Das ist keine Meinungsfrage, es handelt sich um unterschiedliche Techniken. Bei DS Lite bist du angewiesen auf IPv6 und der Router muss DS Lite explizit unterstützen. CG-NAT kann jeder Router und es ist dann auch kein Weltuntergang, wenn IPv6 mal streikt.

schmadde schrieb:
Wenn DG das nicht kann ist das Angebot für mich gestorben.
Sie können es schon, du kriegst es nur nicht als Privatkunde. Ja, ich mag diese Entscheidung auch nicht.

schmadde schrieb:
Bin ich dann auf immer und ewig auf DG als Provider festgelegt oder müssen die irgendwann auch einen anderen Provider dran lassen?
Sie müssen nicht, tun es aber schon heute. Allen voran Vodafone, die Beiden liegen sich aber gerade in den Haaren. Die Kooperation mit 1&1 ist gerade angelaufen, die Buchbarkeit aber noch löchrig. Regional gibt's noch manch andere Kooperation, aber wenig Erfahrungsberichte.

Wenn alles nach Plan läuft, nehme ich am Freitag den ersten in der Community bekannten NetCologne-Anschluss auf dem DG-Netz in Betrieb, ich erhoffe mir recht viel davon. DG lief bis auf ein zwei kleinere Störungen die letzten vier Jahre aber auch ganz ordentlich dort.

Hol dir den Anschluss wenn er kommt, später wird's nur teurer.
 
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@Howdegen Hat mit dem inhalt der Diskussion nichts zu tun. von demher nutzloser beitrag.

Es geht darum, dass man nicht auf die schweiz zeigen kann, da man dort für beispielsweise 10gbit bezahlt, diese aber nie bei einem zu hause ankommen. (z.b. bei SALT). In DE würde man eine minderung geltend machen können oder ein Sonderkündigungsrecht haben, in der Schweiz nicht (wenn z.b. nur 70-80% der Bandbreite ankommen).

Daher verkaufen hier (in DE) die anbieter nur das, was sie auch zusichern können.

Man nimmt sich aber gerne die Preise des Internets der Schweiz, um das narrativ aufrecht zu erhalten, dass in DE alles schlecht ist. Bei den Usern sollte man mal den Schweizer Straßenverkehr-Bußgeldkatalog anwenden :)
 
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@Reset90 Deine Aussage war, dass man DE nicht mit CH vergleichen kann. Ich habe lediglich einen weiteren Punkt angeführt, weshalb das so ist. Die Ausgangslage ist meistens eine ganz andere.

Auch in DE können sie die verkaufte Bandbreite nicht zusichern. Wenn 32 Nutzer im selben Segment 1Gbit GPON gebucht haben, und alle gleichzeitig einen Speedtest machen, kriegt keiner die 1Gbit. Das wäre nur möglich, wenn der Baum mit 50G PON beleuchtet würde, wo Netto 40Gbit ankommen.
 
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Howdegen schrieb:
Auch in DE können sie die verkaufte Bandbreite nicht zusichern. Wenn 32 Nutzer im selben Segment 1Gbit GPON gebucht haben, und alle gleichzeitig einen Speedtest machen, kriegt keiner die 1Gbit.
Wenn 10 VDSL100-Kunden gleichzeitig nen Speedtest machen kannst du durchaus schon die Anbindung des MSAN überlasten... Von daher, kein Argument.
Howdegen schrieb:
Das wäre nur möglich, wenn der Baum mit 50G PON beleuchtet würde, wo Netto 40Gbit ankommen.
Vor nicht allzulanger Zeit hättest du mit den 32 1G-Kunden schlimmstenfalls die Anbindung des Netzelements nach dem OLT überlastet.

Kein Netzbetreiber baut sein Netz nach gleichzeitigem Maximal-Verkehr.
 
Real-time demonstration of 64 × 200 Gbps UDWDM-PON downstream transmission based on silicon photonic integrated transceiver - ScienceDirect https://share.google/guL9Vmg2tkpAFc4kr

Also wenn man heute 16 Module XGS-PON zusammenfasst bleibt man deutlich unter 200 Gbps in Summe und hat 1.000 Haushalte versorgt. Dann wird es einmal weitergehen über eine !!! Faser für in eine klimatisierte Vermittlung, welche diese Daten dann an die Zielorte verteilt.

Uns stehen also absehbar hohe Bandbreiten zukünftig zur Verfügung und die 'alte VDSL 35b' Auslegung mit 200 Mbps je Haushalt FTTH schafft locker Peakwerte für Privathaushalte um 2-3 Gbps.

Es macht auch Sinn bereits bei den Teilnehnern auf einer Faser Limits und ggf. Drosselung zu setzen, dafür kann man danach brute force die Daten unbearbeitet weiterleiten.
DSL versucht da Stufe für Stufe Drosselungen ...
 
@rezzler
rezzler schrieb:
Von daher, kein Argument.
Was für ein Argument? Reset90 hat geschrieben, in der Schweiz würden Bandbreiten verkauft, die nicht garantiert werden können. Das ist deswegen
rezzler schrieb:
Kein Netzbetreiber baut sein Netz nach gleichzeitigem Maximal-Verkehr.
überall der Fall. Das hat nichts mit dem Land zu tun.
 
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Reset90 schrieb:
Es geht darum, dass man nicht auf die schweiz zeigen kann, da man dort für beispielsweise 10gbit bezahlt, diese aber nie bei einem zu hause ankommen. (z.b. bei SALT).
Wordest es in Deutschland halt korrekter 8-8.5G fertig.
 
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RKCPU schrieb:
Uns stehen also absehbar hohe Bandbreiten zukünftig zur Verfügung und die 'alte VDSL 35b' Auslegung mit 200 Mbps je Haushalt FTTH schafft locker Peakwerte für Privathaushalte um 2-3 Gbps.
Welcher private Internetnutzer benötigt eine Bandbreite von 2–3 Gbps?
Ich verstehe die Logik dahinter nicht.
100 bis maximal 250 Mbit/s reichen doch vollkommen aus. Dafür sollten die Provider faire Tarife anbieten.
Damit wäre privaten Internetnutzern viel mehr gedient als mit teuren, superschnellen Bandbreiten, die den allermeisten Privatnutzern keinen wirklichen Mehrwert bieten, sondern ihnen nur das Geld aus der Tasche ziehen für eine Leistung, die sie nie benötigen werden.
Wir alle wissen, wie solche Drückerkolonnen arbeiten!
Gerade selbst wieder im Freundeskreis erlebt: Die Deutsche Glasfaser hat einem Bekannten von mir den teuersten Tarif für 90 € im Monat verkauft, obwohl er noch eineinhalb Jahre einen Vertrag bei Vodafone mit einer 100-Mbit/s-Anbindung hat. Zwei Tage vor Ablauf der Widerrufsfrist habe ich davon erfahren und wir haben den Vertrag sofort widerrufen.
Mein Bekannter nutzt das Internet nur zum Surfen, Shoppen und Filmstreaming.
Dafür reicht ihm der 100-Mbit/s-Anschluss dicke aus, und er bezahlt dafür aktuell pro Monat 20 € (24-Monats-Angebotsvertrag).
 
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@blende11

Man hat natürlich jetzt zu wenig Informationen zu dem "Vorfall" in deinem Freundeskreis

Steht hier der Ausbau noch bevor? Wird ein Vertrag für den Ausbau benötigt?
Bis zu 12 Monate kosten bei der Deutschen Glasfaser nichts, wenn noch ein altvertrag parallel läuft.
Nach 12 Monaten kann man bei der DG für 10€ in einen kleineren Tarif wechseln.

12 Monate umsonst 1 Gbit und danach für 10€ in einen kleineren Tarif wechseln wäre jetzt ein Problem gewesen? Schlecht informiert und voreilig gekündigt?

Ich selber zahle seit dem 13 Monat bei der DG 69€ im Monat für 1 Gbit. Muss man sich aber selber drum kümmern.
 
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blende11 schrieb:
Welcher private Internetnutzer benötigt eine Bandbreite von 2–3 Gbps?
Welche Menschen - ausser Rennfahrer und Aussendienstmitarbeiter von Würth - benötigen ein Auto,
was über 100km/h fährt? Diese Diskussion lässt sich ewig führen.

blende11 schrieb:
Dafür sollten die Provider faire Tarife anbieten.
Einen Anschluss zur Verfügung zu stellen, kostet eine Summe x. Ich denke, die ist bei Glasfaser höher, da das Netz noch nicht amortisiert ist. Init7 sagt, sie müssen für einen Anschluss 55 - 65 Franken verlangen. Da sie sich selber als Premiumanbieter sehen, nehmen sie 65 Franken. Ein Anbieter mit einem vergleichbaren Produkt verlangt genau soviel wie Init7. Bei PON ist dieser Preis wohl tiefer. Deshalb können bei PON Abos unter 40.- Franken angeboten werden.

Ich frage mich zT. auch, wenn ich sehe, dass Anbieter 100 Euro und mehr für Abos verlangen. Aber es wird wohl einen Markt für diese Abos geben, sonst würden sie es nicht anbieten. Unter dem Strich bin ich auch bereit mehr zu bezahlen, für ein hochwertigeres Produkt.
 
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blende11 schrieb:
Damit wäre privaten Internetnutzern viel mehr gedient als mit teuren, superschnellen Bandbreiten, die den allermeisten Privatnutzern keinen wirklichen Mehrwert bieten, sondern ihnen nur das Geld aus der Tasche ziehen für eine Leistung, die sie nie benötigen werden.
"superschnelle" Bandbreiten müssten ja nicht teuer sein, ist eine Entscheidung aufgrund von Netzbetriebsmonopolen.
blende11 schrieb:
Wir alle wissen, wie solche Drückerkolonnen arbeiten!
Könnten sie nicht wenn es nicht so ein Abzocker Tarifdschungel geben würde.
blende11 schrieb:
Gerade selbst wieder im Freundeskreis erlebt: Die Deutsche Glasfaser hat einem Bekannten von mir den teuersten Tarif für 90 € im Monat verkauft, obwohl er noch eineinhalb Jahre einen Vertrag bei Vodafone mit einer 100-Mbit/s-Anbindung hat.
Müsste halt keine 90€ kosten, 1G gibts schon für 20€ halt nicht im Monopolistischen Deutschland :)
Das Problem sind nicht die Bandbreiten sondern die Monopole
 
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Holzkopf schrieb:
"superschnelle" Bandbreiten müssten ja nicht teuer sein, ist eine Entscheidung aufgrund von Netzbetriebsmonopolen.
...und von wegen TKG bzw. der Gewährleistung der 90%.
Holzkopf schrieb:
Könnten sie nicht wenn es nicht so ein Abzocker Tarifdschungel geben würde.
Das würde dann genauso laufen, halt nur mit einem Tarif. Die "Argumente" ("Abschaltung droht!!!!!111") bleiben ja die gleichen.
Holzkopf schrieb:
Das Problem sind nicht die Bandbreiten sondern die Monopole
Dann müssten die Preise in den Gebieten mit mehreren Anbietern ja günstiger sein?
 
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