News Bis zu 1 Gbit/s: Vodafone macht Glasfaser-Tarife schneller und teils günstiger

Ich bin echt froh das ich schon Jahre dort Kunde bin. Ich habe schon über 2 Jahre eine 1 Gbit Leitung und zahle dafür noch 44€ im Monat. Das war noch ein Übergang von Kabelbw zu Unitymedia und dann halt jetzt zu Vodafone. Vor paar Wochen kam einer vorbei der den Keller neu verkabelt hat als kleinen Bonus und der Router von Vodafone kostet mich monatlich auch nichts.

Eigentlich wollte hier Deutsche Glasfaser bauen und hat alle Bewohner gefragt, aber preislich wäre das null interessant gewesen für mich.
 
Preislich eventuell im Moment, aber die Kupfertechnik, egal ob xDSL oder Kabel/DOCSIS ist angezählt und wenn man den rechtzeitigen Umstieg verpasst könnte es teurer werden noch angeschlossen zu werden.
 
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RKCPU schrieb:
Tarife in Frankreich helfen dir in Deutschland halt nicht weiter.
scryed schrieb:
Es handelt sich um deutsche Glasfaser den sollte man Mal auf die Finger klopfen
Der Markt soll das mit der Infrastruktur ja so gut können.
RKCPU schrieb:
Fehlt die Planung und man hat zudem die Infrastruktur 'Leerrohre' den Kommunen weggenommen.
Die Leerrohre haben nie den Kommunen gehört. Manche Stadtwerke haben eigene Gf-Netze. Eine Kommune mit eigenem Gf-Netz kannte ich mal, die hat das aber von wegen fehlender Kompetenz/Kerngeschäft verkauft.
RKCPU schrieb:
4-fach Faserbündel sind kostengünstig verfügbar, also ein Einfamilienhaus bis Reihenhaus hätte immer Potential für bis zu 4 Anbieter über dieses Faserbündel. Genau so dachte man in der Schweiz bereits 2008.
Wobei ich da den Sinn nicht erkenne, weil der Faser egal ist, ob da nun Anbieter x oder y dr0bergeht. Einen zentralen Knoten, wo alle Fasern der Kunden hingehen und alle Anbieter sich einmieten können, fände ich da sinnvoller. Auch wenn das, wie die DSL-Praxis gezeigt hat, keine Garantie für Auswahl bei den Netzbetreibern ist.
 
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Leerrohre werden heute zur Behinderung Wettbewerb eingesetzt, obwohl es die EU anders geregelt hat.
 
@RKCPU Was hat das aber mit Kommunen als (Nicht-)Eigentümer zu tun? Zumal ja jeder Leerrohre verlegen darf, wie er lustig ist.
 
scryed schrieb:
Es handelt sich um deutsche Glasfaser den sollte man Mal auf die Finger klopfen
Die Bude steckt ja offenbar derzeit so tief in finanziellen Schwierigkeiten, dass sie 10% der Leute entlassen muss. Vielleicht sind die Glasfaserpreise hier in Deutschland nicht zu hoch, sondern zu niedrig, um ein tragfähiges Geschäftsmodell herzugeben?

Es ist halt jedes Land anders von den Gegebenheiten. Deutschland ist ein Flächendland, da jedes Dorf abzudecken ist teuer - zumal Bauarbeiten hier auch extrem teuer sind. Und die Regulierung, wo jeder jeden an sei Netz lassen muss macht die Sache auch nicht wirklich einfacher.
Ergänzung ()

rezzler schrieb:
@RKCPU Was hat das aber mit Kommunen als (Nicht-)Eigentümer zu tun? Zumal ja jeder Leerrohre verlegen darf, wie er lustig ist.
Auf öffentlichen Straßen? Bist Du sicher? Dann würde ich gleich mal ein paar zu meine Nachbarn verlegen...
 
Zuletzt bearbeitet:
syntax868 schrieb:
Die arbeiten vermutlich schon länger dran und Hatten keine CDU keinen Helmut Kohl :D
Auch in anderen Ländern baut man an FTTH für Privatkunden erst seit dem diese Technik massenmarkttauglich ist, und d.h. insbesondere günstig genug für den Privatkundeneinsatz. Und zu dem Zeitpunkt war Kohl schon in Rente.

Im Pionierland Japan geht es mit FTTH in etwa ab 2002 los. Und die ehemalige France Telecom, heute Orange, startete in Frankreich 2006:
"Since 2006, Orange has been deploying fiber to homes (FTTH-Fiber To The Home)..."

Die meisten europäischen Länder dürften so 2005-2010 angefangen haben.

Die Liste der Länder in denen z.B. 2007 mindestens 1% der Haushalte einen FTTB- oder FTTH-Anschluss nutzten ist dementsprechend übersichtlich:

Bildschirmfoto 2025-10-27 um 09.21.01.png
 
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scryed schrieb:
Warum nicht ? Die Schweizer haben nur 9 Millionen Einwohner und nicht jeder davon nutzt ein Internetanschluss und dennoch rechnet sich das sie weniger nehmen bei schnellerer Anbindung

Hatte ich schon irgendwo beschrieben.

Weil es sowas in der Schweiz nicht gibt:

https://www.gesetze-im-internet.de/tktransparenzv/BJNR297700016.html

was z.B. Ausgleichszahlungen an den Kunden betrifft, wenn die Bandbreite nicht dauerhaft zu Verfügung steht.
 
StevoZsch schrieb:
Nett 10gbit wurde ich mir die 99 Euro ab den Jahr zwei kosten lassen ..
Ergänzung ()

schmadde schrieb:
Vielleicht sind die Glasfaserpreise hier in Deutschland nicht zu hoch, sondern zu niedrig, um ein tragfähiges Geschäftsmodell herzugeben

Oder die sollte Mal die Leute endlich anschließen damit die auch zahlen .... Wie gesagt das Kabel gammelt Rum dafür zahlt keiner und es treibt die Leute dazu aus dem Vertrag auszusteigen ....
 
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h00bi schrieb:
Da kann auch der "Datenautobahn"-Kohl erstmal wenig dafür, auch wenn die Entscheidung, das ins Verkehrsministerium zu legen natürlich völliger Blödsinn war.
Das war ja keine Entscheidung, sondern ein Missverständnis. Kohl hatte bei einer Frage zum Thema Datenautobahn nur "Autobahn" verstanden und gemeint dafür sei das Verkehrsministerium zuständig. Natürlich hätte er den Begriff im Jahr 1994 kennen müssen.
 
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h00bi schrieb:
Naja, man hat ja in den 90ern bereits mit Glasfaser angefangen. Nur eben mit der falschen Technik.
https://www.golem.de/news/50-jahre-...usbau-der-telekom-scheiterte-2012-152748.html
Wie man hier sieht (und ich ein paar Seiten weiter vorn schon schrieb) war es rückblickend gesehen eine saudämliche Idee vor 30 Jahren Glasfaser zu verlegen und der Korruptionsakt von Schwarz-Schilling mit den Kupferkabeln hat per Zufall sogar zum richtigen Ergebnis geführt: denn die Technik hat sich zunächst erstmal nur für die Technologie weiterentwickelt, die weltweit am meisten verfügbar war: Kupferkabel.

Ich habe das Gefühl, dass auch im LAN Bereich alte Glasfasertechnik mit der modernen inkompatibel ist. Ich sehe immer mehr Singlemode, während eigentlich lokal in der Vergangenheit praktisch ausschliesslich Multimode verlegt wurde.
 
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schmadde schrieb:
Wie man hier sieht (und ich ein paar Seiten weiter vorn schon schrieb) war es rückblickend gesehen eine saudämliche Idee vor 30 Jahren Glasfaser zu verlegen und der Korruptionsakt von Schwarz-Schilling mit den Kupferkabeln hat per Zufall sogar zum richtigen Ergebnis geführt: denn die Technik hat sich zunächst erstmal nur für die Technologie weiterentwickelt, die weltweit am meisten verfügbar war: Kupferkabel.
Die Korruption, oder etwas neutraler, der Lobbyismus ging ja damals insbesondere von den Kabelherstellern und Technologiekonzernen aus. Und die wollten damals Glasfaser verkaufen.

Ab etwa 1983 planten die Kabellieferanten der Bundespost eine gemeinsame Glasfaserfabrik in West-Berlin, also als Lieferantenkartell. Nachdem das Kartellamt das untersagt hatte befürchtete Siemens eine Überproduktion von Glasfaserkabeln wenn alle ihre unabhängigen Pläne verfolgen würden, und lies seine Kontakte in Bonn spielen damit die Bundespost ihre Glasfaserpläne ausweitete.

Das wird mit ein Grund sein warum in Deutschland gerade in den 90ern relativ viel Glasfaser verlegt wurde, insbesondere auch auf der "letzten Meile" und beim Bau neuer Netze nach der Wiedervereinigung.

Insofern hat uns vielleicht eher Korruption/Lobbyismus eingebrockt dass in den 90ern viel Geld für unausgereifte Glasfasernetze ausgegeben wurde. Andererseits wusste man das damals sicher nicht, und hinterher ist man immer schlauer. Und die Glasfaserverkabelung zwischen den Städten ab Mitte der 80er war ja auch sicher richtig.
 
T1984 schrieb:
Die Korruption, oder etwas neutraler, der Lobbyismus ging ja damals insbesondere von den Kabelherstellern und Technologiekonzernen aus.
Die ging vor allem von der Kabelfirma aus, die Schwarz-Schillings Frau gehörte und bei der er vor seiner Ernennung zum MInister Geschäftsführer war. Die wollte Kupferkabel verkaufen und Schwarz-Schilling hat sie gekauft...

T1984 schrieb:
Insofern hat uns vielleicht eher Korruption/Lobbyismus eingebrockt dass in den 90ern viel Geld für unausgereifte Glasfasernetze ausgegeben wurde. Andererseits wusste man das damals sicher nicht, und hinterher ist man immer schlauer. Und die Glasfaserverkabelung zwischen den Städten ab Mitte der 80er war ja auch sicher richtig.
Das glaube ich so nicht. Es war damals einfach noch nicht klar, was sich als Standard durchsetzen wird und man hatte auch noch nicht die Technik (in bezahlbar), die es heute gibt.
 
schmadde schrieb:
Die ging vor allem von der Kabelfirma aus, die Schwarz-Schillings Frau gehörte und bei der er vor seiner Ernennung zum MInister Geschäftsführer war. Die wollte Kupferkabel verkaufen und Schwarz-Schilling hat sie gekauft...
Die "Kabelfirma" an der Schwarz-Schilling beteiligt war konnte ihm gar keine Kupferkabel verkaufen, denn die hat keine hergestellt. Das war die "Projektgesellschaft für Kabel-Kommunikation mbH". Deren Idee war es Kabelprojekte zu entwickeln und umzusetzen. Deswegen waren daran z.B. auch Tiefbaufirmen beteiligt. Ziel war das der Bau öffentlicher Kabelnetze nicht mehr ein Privileg der Bundespost sein sollte, sondern auch von privaten Firmen gebaut und betrieben werden können:

"Als Gesellschaftszweck nennt die PKK »die Projektierung, die Erstellung, den Ver- und Betrieb von Anlagen für Information und Kommunikation«."

Und der ganzen Sache war Schwarz-Schilling nach seiner Amtsübernahme überraschenderweise nicht abgeneigt.

Darüberhinaus besaß seine Frau eine Batteriefabrik ("Accumulatorfabrik Sonnenschein") die eben Batterien herstellte und heute noch als Markenname existiert. Und die hat auch die Bundespost beliefert.

Was keine der Firmen hergestellt hat: Kupferkabel. Das ist eine Urban Legend der letzten Jahre. In diesem im vorherigen Post verlinkten Spiegel-Artikel ist die Rede von Kartellbildung und Lobbyismus der deutschen Kabellieferanten:

"Wie bei den herkömmlichen Kupferkabeln organisierte der Branchenführer [Siemens] auch für die neuen Verbindungsstränge einen Kartellklub.
Die übrigen deutschen Kabelproduzenten - Standard Elektrik Lorenz (SEL), AEG, Kabelmetal und die deutsche Philips-Tochter PKI - machten mit."


Und da soll es dem Spiegel nicht mal einen Halbsatz wert gewesen sein dass es einen weiteren Kabelhersteller geben würde der sich im Besitz der Familie des Bundespostministers befindet und ebenfalls die Bundespost beliefert? Oder gar dass einer der genannten Firmen im Besitz der Familie wäre (immerhin ist die Rede von "Siemens und den übrigen Herstellern")? In einem Artikel über Kartellbildung und Lobbyismus?
 
schmadde schrieb:
Auf öffentlichen Straßen? Bist Du sicher? Dann würde ich gleich mal ein paar zu meine Nachbarn verlegen...
Gerade dort. Gründe einfach deinen eigenen TK-Anbieter, dann darfst du das.
 
Incanus schrieb:
egal ob xDSL oder Kabel/DOCSIS ist angezählt und wenn man den rechtzeitigen Umstieg verpasst könnte es teurer werden noch angeschlossen zu werden.
Das sehe ich anders.
Es wird noch Jahrzehnte dauern, bis flächendeckend auf Glasfaserkabel umgestellt ist, wenn überhaupt.
Viele Gemeinden und Städte subventionieren den Glasfaserausbau, um ihn flächendeckend voranzutreiben.
Auch die Glasfaser-Provider haben ein großes Interesse daran, mehr Kunden zu gewinnen, da sich nur über die Masse richtig Geld verdienen lässt.
Mit diesen unattraktiven Tarifangeboten und viel zu hohen Preisen wird das aber nicht funktionieren.
Mietern ist es im Grunde egal, wenn sie bereits schnelles Internet über DSL/Kabel haben.
Wohneigentümer und Vermieter könnten ein Interesse am Glasfaseranschluss haben, da dieser den Wert bzw. die Attraktivität der eigenen Immobilie erhöht und in der Regel auch eine etwas höhere Miete ermöglicht, wenn ein Glasfaseranschluss in der Mietwohnung verfügbar ist.
Aktuell ist ein Glasfaseranschluss für preis-leistungs-bewusste Privatnutzer jedoch weiterhin zu teuer.
100 Mbit/s bis max. 250 Mbit/s Anschlussgeschwindigkeit sollten jedem Privathaushalt vollkommen ausreichen, alles darüber hinaus ist teurer Luxus und eigentlich sinnfrei, jedenfalls wenn man es rational angeht und betrachtet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist halt noch offen, wie das konkret abläuft.
Klar ist: Wo die Telekom selbst mit Glasfaser ihr VDSL überbaut hat, während sonst kein kabelgebundener Anschluss vorhanden ist, würde sie wohl lieber heute als morgen abschalten.
Wenn Alternativen verfügbar sind und noch viele Kunden am DSL hängen, dann würde sie die wohl lieber auf ihre Glasfaser holen als auf die günstigere Koaxialkabelleitung des Mitbewerbers treiben.
Wo ein Mitbewerber teures Glasfaser ausgebaut hat, hat sie es sicher gar nicht eilig.
Man wird sich am Ende aber auf irgendetwas einigen.

Flächendeckend ist ja auch kein Maßstab. Sobald du selbst betroffen bist, bist du betroffen.
Spannend wird es, wenn Kabelanschluss + DSL vorhanden sind, aber kein Glasfaser. Vielleicht wird DSL dann trotzdem irgendwann abgeschaltet, weil es zu teuer wird und auf dem Papier stärker limitiert ist.
 
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