Viper_780
Lt. Commander
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Warum?DJMadMax schrieb:Um dann z.B. von einer 2M Bronze zu profitieren, muss definitiv auch wieder der gesamte Rest der Kette überdacht werden.
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Warum?DJMadMax schrieb:Um dann z.B. von einer 2M Bronze zu profitieren, muss definitiv auch wieder der gesamte Rest der Kette überdacht werden.
Ich bin gerade wirklich am Überlegen, ob ich mir das Goldring mal zum Durchtesten kaufe, und danach wieder weiterverkaufe. So habe ich das mit CPUs und Grafikkarten ja auch schon gemacht, warum soll das nicht auch bei Tonabnehmern funktionieren? Mit einfachen Plattenspielern kann ich aber leider nicht dienen, neben dem Dual 704 habe ich noch einen Audio Technica AT-LP120X, der auch schon einen guten Tonarm mit kardanischem Tonarmlager und einen sehr laufruhigen Direktantrieb hat.DJMadMax schrieb:Ich kann nur weiterhin dazu raten, sich das System mal anzuhören, wenn man mal die Möglichkeit hat - gerne auf einem sehr einfachen Dreher mit ganz durchschnittlichem Verstärker-Lautsprechersetup dahinter. Gerade damit spielt die Goldring meiner Meinung nach ihr volles Potenzial aus, das auf besserem Ausgabeequipment nicht mehr nennenswert gesteigert werden kann.
Die Spurwinkelfehler gelten für aber für alle Nadeln, egal ob einfach oder fortgeschritten, denn die kommen von der Tatsache, dass die Lackfolien oder Kupferplatten tangential geschnitten, aber mit einem Radialtonarm auf einer Kreisbahn abgetastet werden. Diese Spurfehlwinkel sind nicht verantwortlich für die Verzerrungen im Innenbereich. Die komme von der höheren Informationsdichte, da der Rillenumfang einer Umdrehung rapide abnimmt, aber die gleiche Klanginformation reingestopft wird. Das ließe sich mit höherer Drehzahl kompensieren, daher gibt es ja auch 45 RPM. Verzerrungen durch tangentiale Spurfehlwinkel würden nicht linear ansteigen, da am Anfang der Plattenseite bereits eine Abweichung von der Nulllinie besteht, die zunächst bis zum ersten Nulldurchgang immer kleiner wird, danach wieder ansteigt, dann bis zum zweiten Nulldurchgang wieder kleiner wird, und erst nach dem zweiten Nulldurchgang stärker abweicht. Die meisten Schablonen haben den zweiten Nulldurchgang ausreichend weit innen, dass man damit jede herkömmliche Platte abspielen kann, ohne dass da hörbare Verzerrungen entstehen.Viper_780 schrieb:Wie korrigierst du die Fehler die bei einer einfachen Nadel entstehen zwischen Innen- und Außenseite der Rille?
So soll es sein, ich würde mir wünschen, mehr moderne Platten wären so geschnitten. Bei vielen, die ich mir zuletzt gekauft hatte, hatte ich das Gefühl, dass die so geschnitten sind, dass sie auch in billigen Keramiksystemen nicht verzerren, super dumpf und nochmal De-Esser drauf. Aber vielleicht liegts auch an meinem Musikgeschmack, das waren alles Platten des Labels New Retro Wave.Nihil Baxxter schrieb:Wenn ein Schnitt selbst unterm V-15 zerrt, dann und nur dann ist er wirklich zu heiß![]()
mario_mendel34 schrieb:Das System hat die gleichen Probleme, die jedes System mit elliptischer Nadel bei mir hatte. Die klassischen Inner-Groove-Distortions sind dabei gar nicht mal das Problem, die sind noch relativ gering, aber die schlechtere Tracking ability durch den elliptischen Schliff bringt mir halt zu viele unsaubere S-Laute bei einer typischen, hot geschnittenen Popplatte. I
Das VM540ML tastet 95 % meiner Platten sauber ab, und die restlichen 5 % könnten mit einem Bor-Nadelträger evtl. noch zu holen sein. Evtl. sind diese letzten 5 % aber auch wirklich zu "hot" geschnitten. Von der Tracking ability ist das VM540ML nahe an der Perfektion.DaBas schrieb:Aber zwischen 240 und 280€ für das Goldring 1006 als nackte elliptische Nadel mit ihren Nachteilen bei der Abtastung ist einfach way too much. Für das Geld gibt es auch das AT VM540ML. Und das ist sicher höher einzustufen als das Goldring 1006.
Ich kann das nicht einmal im Ansatz bestätigen. Insbesondere im Hochtonbereich ist die Goldring 1006 ein Segen bei mir, sogar bei solchen Hochtonmonstern wie der Vulgar Display of Power von Pantera - und ich würde jetzt einfach mal blind behaupten, dass ich Pegel fahre, die weit oberhalb eurer "Wohlfühlgrenze" liegen.mario_mendel34 schrieb:bringt mir halt zu viele unsaubere S-Laute bei einer typischen, hot geschnittenen Popplatte
Das ist ja Metal, das ist aus meiner Erfahrung nicht so anspruchsvoll zum Abtasten. Ich habe in der Richtung nicht viel, könnte höchstens mal etwas Iron Maiden auf das Goldring loslassen. Da erwarte ich aber auch gar keine so großen Schwierigkeiten.DJMadMax schrieb:Ich kann das nicht einmal im Ansatz bestätigen. Insbesondere im Hochtonbereich ist die Goldring 1006 ein Segen bei mir, sogar bei solchen Hochtonmonstern wie der Vulgar Display of Power von Pantera
Popmusik mit viel Hochtonanteil, scharfen S-Lauten, teilweise stark prozessierten Vocals, das alles mit hohem Pegel geschnitten, vorzugsweise Pressungen ab Ende der 70er bis Anfang der 90er, heutzutage wird beim Cutting meiner Erfahrung nach eher darauf geachtet, dass die Platten auch von Rundnadeln oder elliptischen Nadeln einigermaßen verzerrungsfrei abgetastet werden können. Höre dir auf einem Streaming-Dienst deiner Wahl mal The Name of the Game von ABBA an. Die Vocals sind sehr hell abgemischt, mit sehr scharfen S-Lauten, und das ist auf der Platte in der Innenrille. Und bei meiner Pressung hat der Cutting Engineer nichts getan, um das irgendwie zurückzufahren. So eine Pressung bezeichnet man als Hot. Kontaktschliffe können sowas oft aber noch sauber abtasten, normale elliptische Schliffe in der Regel nicht.DJMadMax schrieb:Was eine "hot geschnittene Popplatte" ist, weiß ich jedoch nicht. Evtl. besitze ich so etwas auch gar nicht.
Bei Metal gibt es tendenziell weniger Probleme mit den S-Lauten, weil diese ja nicht so exponiert herausstechen, sondern häufig in der Verdeckung liegen, dicht eingebettet in jeder Menge anderen "Signalanteilen". Da geht die ungewollte Verzerrung in der gewollten unter.mario_mendel34 schrieb:
Die Brave New World war erstaunlich laut geschnitten, hat aber auch weniger als 20 Minuten pro Seite, und dieses Album hat noch ein kleines bisschen Dynamik. Jetzt habe ich Alestorm - No Grave But The Sea aufgelegt, da ist der Pegel hörbar niedriger, aber die Songs haben auch eine einheitliche Lautstärke von Anfang bis Ende und die Platte wurde wahrscheinlich vom Brickwall-limitierten Digitalmaster geschnitten.Nihil Baxxter schrieb:Metal wird dann auch oft einfach leiser geschnitten, weil er aufgrund seiner Charakteristik schon viel Lautheit besitzt und auch viel Platz verbraucht (Wenig Dynamik, viel Amplitude, viel Tiefenschrift).
Diesbezüglich scheint beim Goldring alles ok zu sein, habe nichts dergleichen gehört.Nihil Baxxter schrieb:Bei Metal ist dafür "untenrum" oft problematisch. Sehr Anfällig für Übersprechen im Bassbereich, das führt dann da zu Auslöschungen und oder Aufsummierungen.
Die Kanaltrennung beim Goldring scheint gut zu sein, mal schauen, was die Testplatte morgen dazu sagt.Nihil Baxxter schrieb:Hier ist gute Kanaltrennung King, sonst wird verlieren die beiden nach L/R gepanten Siebensaiter den Bauch, die Bassgitarre dröhnt und aus chirurgisch präzisen Kicks auf der Doppelfußmaschine wird durchgängiger Dauermatsch.