News Drohende Insolvenz: Actioncam-Hersteller GoPro sucht nach Auswegen

Tja. Und wieder mal ein Platzhirsch der zu lange Wartet und immer wieder auf das gleiche Pferd setzt.
Der markt ist halt an den vorbei gezogen. Die leute die eine Action Cam brauchen kaufen meist andere.
Die Konkurrenz kann besser und sogar günstiger sein.

Aber das kommt davon wenn man die preis spirale immer höher dreht, die Stammkunden aber abwandern und der Markenname immer mehr an Bedeutung verliert.
Sie denken sie haben ein Exklusives Produkt was sich ewig so weiter verkauft und am ende gibt es nur noch den Namen.

Ich bin auf jeden fall nicht Traurig.
 
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Eine Actioncam mit optischer Bildstabilisierung und einer variablen Blende von f2-14 wäre einfach schon ein Alleinstellungsmerkmal. Damit könnte man Motion Blur erzeugen ohne Jitter und man bräuchte nicht mal einen ND-Filter.
 
Erm das verwirrt mich ja jetzt etwas, "hol dir ne gopro" "meine gopro" etc. war ja fast ein markenwort wie "ich brauch eine HILTI" oder "hast du einen Habegger"... Ich wusste nicht mal das es da ernstzunehmende konkurenz gibt im Consumerbereich.

Hab zwar selbst nie eine gehabt weil naja... ich brauch keine :D aber dachte immer die sind fast einzigartig in dem marktsegment ... hab ich mich wohl getäuscht und GoPro auch?

Andersrum dachte ich mir "naja... also wenn die jetzt nicht heftigste sprüunge in der Technologie machen ala 10x akkulaufzeit oder 1x akku dafür 10x megapixel oderso... wird sich die verkaufszahl einfinden da man das ja nur braucht wenns kaputt geht".
 
Als jemand der einige action cams im Einsatz hat, wundert mich das nicht. DJI und Insta360 haben einfach bessere Produkte gehabt. Und nicht nur ein Jahr, sondern die letzten 6 Jahre. Die neue Platform von GoPro ist spannend. Mehr aber auch nichts.
 
Was mir hier fehlt ist der Kontext: GoPro hat wiederholt Personal verloren, darunter technik-treibende Köpfe. Das Unternehmen hat eine lange Geschichte von schwammartigen Einstellungen und Entlassungen. Das ist selten etwas, bei dem die guten bleiben.

2026 Head of Design an Apple, danach (April) kam eine Entlassungswelle. Das nach Enttäuschungen 2025, 2023 usw.

Die Presse wird solchen Entwicklungen wohl immer hinterher rennen, sie werden „überraschend“ kommend, solange nicht Buch geführt wird über die Schlüsselpersonen in R&D. Leider konzentriert sich Presse z. B. bei Messebesuchen auf Produkte, statt hier mal mit internen in Kontakt zu treten (gibt aber Ausnahmen, wie DF!).

Empfehlung: https://www.imdb.com/title/tt2543312/
 
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Die doch vielen Probleme, die GoPro über die Jahre so hatte haben denen aber auch nicht gut getan, vor allem nicht bei den stolzen Preisen, die GoPro aufgerufen hat. Angefangen mit dem Überhitzen (wurde lange einfach ignoriert) bis zu den zig-Millionen Dollar, die der voll gescheiterte Ausflug in die Drohnenwelt verschlang, all das hat sich jetzt gerächt, denn die Konkurrenz in China hat nicht geschlafen, und GoPro schon länger überholt. Der Mehrwert, den GoPros noch vor ein paar Jahren tatsächlich hatten, ist heute eher Nimbus als Fakt.
 
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Meine 2 Cent zur Thematik:
Ich habe dieses Video damals gesehen und dachte mir, ich muss das haben. Obwohl ich nicht eine einzige Sache aus dem gezeigten VIdeo selbst mache :D
Es wurde eine GoPro Hero Session 5 HD. DIese begleitet mich bis Heute quer durch Europa.
 
eastcoast_pete schrieb:
Angefangen mit dem Überhitzen (wurde lange einfach ignoriert)
Das muss betont werden, ich zitiere es also mal trotz naher Antwort. :-) Das war denen vor Produktstart bestimmt bekannt – wenn ich daneben lege, wie oft bei uns im Unternehmen an wievielen Stufen getestet wird, dann kann ich mir anderes bei GoPro nicht vorstellen.

Irgendwer hat dann trotzdem das „Go for release“ gegeben, und irgendwer fand das intern nicht so toll (wurde ignoriert? warum? oder konnte GoPro nicht anders?) und war sicher Monate später in einem besseren Laden.

In China ist DJI die Case-Study! „Warum sollen wir White-Label für den Westen werden, die Kompetenz E2E haben wir im Haus. Wir haben die Entwickler, die ‚Publicity‘ eines westlichen Namens brauchen wir nicht“ und dann natürlich Förderung. Die Zeiten sind (für uns) vorbei nur Auftraggeber zu bleiben, „Direktoren“ mit Delusionen sind out; vertikale Integration (über den lokalen Markt) ist in, Kompetenz ist in.
 
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radoxx schrieb:
Wenn GoPro überleben will dann müssen sie in aller erster Linie mal solide Hardware und Software liefern. Keine Cams die überhitzen und sich abschalten, was man so hört.
Kann ich nur bestätigen. Ich glaube es war die Hero 9 Repp oder sowas… ständig überhitzt das Ding 😵‍💫
 
Von den Überhitzungsproblemen der GoPros hat man in den letzten Jahren ja immer mal wieder etwas gehört, ist das bei den aktuellen Modellen immer noch so?
Für mich absolut unverständlich, wie man als Premiumhersteller und Platzhirsch in seinem Segment so sehr bei der Qualität schlampen kann.
Ich habe mir damals unter anderem aufgrund dieser Probleme nur eine günstige China Action Cam gekauft. Die kann 4K mit 30fps (oder 1080p mit 90fps) mit brauchbarer Bildstabilisierung, das sogar noch bei 30°C und ganz ohne Appzwang. Das reicht mir für meine (seltene) Hobbynutzung vollkommen aus.
Ich hätte vermutlich sogar mehr für noch bessere Bildqualität und erweiterten Funktionsumfang gezahlt, aber dass die Teile wohl regelmäßig temperaturbedingt den Dienst verweigerten war für mich ein nogo, erst recht bei den aufgerufenen Preisen.
 
Für mich hat die Firma nach dem großen Hype der Anfangsjahre zu sehr über den Namen gelebt und es versäumt, auch die Kunden mit ins Boot zu holen, die für ihre Gartenpartys, Picknicks oder "rumhampeln am See" keine 300 Euro ausgeben wollen oder gar nicht könnten.

Dieses Feld überließ man u.a. Rollei mit den etlichen Modellen zwischen 90 & 200 Euro.

Zubehör, was @Nscale erwähnt, hatten sie hingegen genug. Brust- und Helmgurte, Schwimmer, Handgriffe, Klebehalterungen...nur...ihr Kram war zu teuer. Und z.B. Handgriffe aus Metall gab es von alternativen Herstellern günstiger als den originalen GoPro Plastik Kram.

Genau wie bei Selfie-Sticks ist der normale Markt der Actionkamera wohl gesättigt.
 
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@Ltcrusher Naja, Rollei hatte aber auch wirklich ein billiges Bild geliefert LOL Das war mit den GoPros nicht vergleichbar.

Das Problem bei GoPro war, dass man eine Nische gefunden hatte und diese bis zum Model 5 oder7 so ausgenutzt hatte ohne daran zu denken, dass es irgendwan auch Konkurrenz gibt.

Ich hatte mit allen zutun gehabt über die letzten 17 Jahre. Es gab damals nix vergleichbares. Bis Insta360 und DJI den Markt betreten haben, GoPro aber sich wie Nokia sicher auf dem Thron sah und es vor lauter Eigenlob es verpennt hatte zu bemerken, dass die Konkurrenz schon lange vorbeigezogen ist.

Fehlende Innovation, mit der Hero9 und den Hitzewproblemen merkte man schon das GoPro hier versucht hinterher zu hechten, aber keine wirklich neue Technik mehr hatte. Zu sehr hat man dies verpennt. Anschluss verloren und hinten geblieben.

Ich gönn es denen mit Mission One den Anschluss wieder zu finden, respektive hier eine neue Lücke gefunden zu haben. Aber Auch hier schläft die Konkurrenz nicht sondern wird schnell nachziehen.
 
cartridge_case schrieb:
Was ist eigentlich aus Rollei geworden? Keine Kameras mehr, kein Zubehör?
Soweit ich weiß, waren die Rollei Action One und die abgespeckte Action One Lite die letzten Actioncams, die Rollei produziert hat.
 
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Ich kenne niemanden, der nicht auf ne Insta360 umgestiegen ist und nicht begeistert ist. Das hat auch nichts mit den Speicherpreisen zu tun, sondern mit viel besserer Konkurrenz.
 
cartridge_case schrieb:
Ah, daher weht der Wind - hab mich schon gewundert, wieso der leicht angestaubte Thread plötzlich so viel Aufmerksamkeit erhält :)

Jaja, der Klassiker: "too big to fail" gibt es eben nicht. Meine Argumentationskette im verlinkten Beitrag schlägt hier voll rein - aber wer nicht hören will, muss eben mit seinem eigenen, privat erwirtschafteten Geld hart fühlen.
 
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Die Speicherkrise wird noch einige Firmen killen, ist echt schade was die Koreaner mit der ganzen Industrie abziehen. Wenn die ihr Corona- Milliarden für den Ausbau der Fabriken genommen hätten. Wäre jetzt kein Problem für viele "kleine" Firmen...
 
Wie schon andere Firmen hat man sich hier viel zu sehr auf den Lorbeeren ausgeruht und dass kommt nun wie ein Boomerang zurück. Hab selbst mehrmals überlegt ne Action-Cam zu holen, aber mit nur bissel Recherche war oft dann leider erkenntlich, dass GoPro hier gar nicht so gut war und man bei anderen günstigere und gleichzeitig bessere Produkte bekommen konnte... Die dann auch nicht mit Bugs oder wohl mehr oder weniger häufig auftretender Überhitzung kamen.

Dass jetzt die Speicherkrise extra rein schlägt, ist dabei auch keine Überraschung. Wahrscheinlich wird man im schlimmsten Fall einfach aufgekauft und jemand anders freut sich über die relativ bekannte Marke und Know-How.
 
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Als langjähriger GoPro-Nutzer muss ich leider sagen: Sollte das Unternehmen pleitegehen, ist das die Quittung mit Ansage. Seit geraumer Zeit signalisiert GoPro der eigenen Community unmissverständlich: „Ihr habt schon bezahlt? Dann stört uns bitte nicht weiter.“

Der Support ist nicht existent, fest zugesagte Features werden dreist weggelassen (GPS scheint für GoPro wohl eine Zukunftstechnologie aus dem Jahr 2035 zu sein) und der Workflow wird künstlich beschnitten. Dass man Videos vernünftig am PC oder Mac bearbeiten kann, wurde 2024 zugunsten einer aufgezwungenen Smartphone-App abgeschafft.

Mein persönlicher Höhepunkt: Beim Kauf der neuen Max 2 sollte eigentlich ein Jahr GoPro-Quik-Abo inklusive sein. Als ich den Support deswegen kontaktierte weil ich das Abo nicht erhalten habe, hieß es stumpf, man könne da nichts machen, ich könne das Abo ja auch kostenpflichtig zusätzlich abschließen und wenn mir das nicht passe, solle ich die Produkte eben nicht kaufen. Ein bemerkenswerter Ratschlag, den ich ab jetzt konsequent befolgen werde.
 
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Daniel D. schrieb:
Ich dachte es gibt nur die. 🫥 Na, offenbar waren die anderen gleich gut und günstiger.
tja, so ist das halt mit der chinesischen Planwirtschaft. Man kauft im großen Stile Produkte der Konkurrenz, schaut was man kopieren kann und bekommt das vielleicht 60-80% so gut hin, wie die Großen am Markt. Dann schmeißt man die Produkte für 50% des Preises auf den Markt und nimmt mitunter sogar Verluste in Kauf (Papa Xis staatliche Subventionen gleichen das ja eh aus).

Man muss wirklich kein Sherlock sein, um das zu durchschauen. Leica wird ja jetzt auch gekauft und joa...dreimal wird man raten können, ob die Firma in 10-20 Jahren dann noch in Europa irgendeine Art von Repräsentanz hat.

Dass jetzt Joybuy (JB, der chinesische Käufer von MediaMarkt) plötzlich bei ziemlich jedem Angebot von MediaMarkt nochmal günstiger ist, ist ja auch großartiger Zufall....Mensch, Sachen gibts! Und in ein paar Jährchen wird dann MediaMarkt ganz eingestampft und alles durch das Zentrallager von Joybuy irgendwo in Osteuropa in die EU-Länder verschifft.

Die einzigen Dummen sind halt wirklich die EU-Regelmacher bzw Staatschefs. Bei keiner anderen großen Volkswirtschaft darfst du einfach so Firmen aufkaufen. China nur mit Joint-Ventures (warum wohl....Technolgie "transfer" hust hust) und in den USA bekommst Du einen Handelskrieg und die Kavallerie, wenn du es nur wagst über außer-US Amerikanische Produktion nachzudenken.

Eigentlich schon bitter, wo doch eigentlich die meisten großen Technologien immer in irgendeinem europäischen Brainlab entstehen....
 
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