Daniel1337 schrieb:
Die Unwissenheit über Tesla allgemein, autonomem Fahren und vor allem die Vorbehalte gegenüber technologischen Entwicklungen sind für ein Technikforum echt erschreckend.
Radar und Lidar haben mit Redundanz zur Kamera überhaupt nichts zu tun. Auch die Laubgeschichte die gleich auf der ersten Seite der Kommentare aufgetragen wurde ist längst Geschichte. So schnell wie FSD sich entwickelt habt ihr nichtmal die YouTube Videos geschaut.
Die meisten Computer Nerds haben mit Autos nichts am Hut, dass spiegelt auch die Qualität der Beiträge wieder. Hinzu kommt das die meisten wahrscheinlich noch nie solche Systeme genutzt haben, wenn ich wenig oder selten Autobahn fahre, machen die aktuellen Systeme sowieso kein Sinn. Dann kommt noch ein Musk der sagt was er denkt, kombiniert mit der meist negativen Berichterstattung über Ihn und seine Autos und dann kommt das raus was du hier in den Kommentaren beobachten kannst. Viel Meinung und ganz wenig wissen.
Zusätzliche Systeme wie Radar und Lidar sind sicherlich nicht verkehrt, aber dadurch wird die Verarbeitung der Daten wesentlich komplexer, einerseits muss die Software den unterschiedlichen Input interpretieren, ggf. priorisieren und soweit verarbeiten das der Input vergleichbar/kombinierbar ist. Wenn ich aber nur Kameras habe, ist die Art des Inputs immer derselbe, die KI kann also immer mit denselben Daten gefüttert werden. Die Deutschen hingegen wollen die perfekte Lösung, dass macht es aber deutlich komplexer und aufwendiger. Weshalb man erstmal mit dem einfachsten Szenario (Autobahn) gestartet ist und sich nun sukzessive nach vorne arbeitet. Das heißt aber für mich der schwierigste Part kommt erst noch und die Fortschritte die man aktuell macht, sind nicht mit dem vergleichbar was noch kommt.
Wenn der Vision Only Ansatz für 80-90% reicht, sind die Systeme bereits besser als die meisten menschlichen Fahrer und man kann dann immernoch sagen, okay wir brauchen doch ein Radar oder doch Lidar, während Tesla also schon in den kommerziellen Einsatz dieser Systeme gehen kann, machen die Deutschen noch bei 50-60% rum (Vermutung). Es ist also durchaus sinnvoll zuerst die Machbarkeit eines Systems (vision only) auszureizen und dann im laufe der Entwicklung, sofern erforderlich, Anpassungen vorzunehmen. Wenn man also nüchtern und logisch an das Thema rangeht, macht der Ansatz von Musk durchaus Sinn. Leider gibt es von den Deutschen Herstellern kaum Infos, was es schwierig macht die Fortschritte einzuordnen. Ich hatte letztens eine ähnliche Diskussion mit meinem Chef, wir hatten ein Problem und haben dafür eine Lösung präsentiert, wir haben uns bei unserem Lösungsweg auf das größte Problem konzentriert, statt einfach mal anzufangen und voranzukommen, haben wir uns in Diskussionen um die letzten 10% wiedergefunden. Aktuell läuft es scheisse, mit unserer Lösung läuft es gut, lass uns doch erstmal zu gut kommen um dann mit weiteren Anpassungen zu sehr gut zu kommen, es wird im Rahmen der Pilotierung sowieso noch Anpassungen geben. Man will immer direkt die perfekte Lösung, während wir also noch diskutieren, haben andere schon längst angefangen. Typisch Deutsch.