News Glasfaserausbau: Mehr als 20 Mrd. Euro für Inhaus-Verkabelung von Mehrfamilienhäusern

Wie selbstverständlich hier einige davon ausgehen, daß Leerrohre überall normal sind... Ich wohne in Essen in einem Haus, das Ende der 60er gebaut wurde und die Elektrikverteilung im Haus ist größtenteils auch noch aus der Zeit (mein Sicherungskasten hat erst seit 2 Wochen einen FI-Schalter, weil der eh erneuert werden musste). Da wurden die Kabel einfach im Treppenhaus in die Lücke zwischen den Backsteinen verlegt um sie in die einzelnen Etagen zu bekommen und dann verputzt. Dürfte also leider recht aufwändig werden, die Glasfaser in die Wohnungen zu bekommen.
 
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1000€ pro Haushalt ist doch nicht viel. Zumal alle die Cat7 haben, ja auch dafür ausreichen.
 
Andy schrieb:
Häuser anschließen ist nur eine der Herausforderungen beim Glasfaserausbau. Insbesondere bei Mehrfamilienhäusern müssen die Wohneinheiten auch innerhalb der Gebäude erschlossen werden, was in der Praxis kompliziert sein kann und teuer ist.
Warum wird so getan, als wäre das ein völlig neues Problem? Exakt das gleiche Problem hatte man beim Aufbau der TV-Kabelnetze.

Der Unterschied: Bei den TV-Kabelnetzen wurde es hingenommen, dass es "Verweigerer" gab, die dann vielleicht erst 1-2 Jahrzehnte später den Anschluss bestellt haben (und sich dann selbst um den NE4-Ausbau kümmern mussten). Jetzt fordert man dagegen, die "Verweigerer" SOFORT zum Anschluss zu zwingen, und will als Druckmittel alle anderen Netze abschalten. Das ist so als hätte die Bundespost einst ein Abschaltdatum für die terrestrische TV-Versorgung gefordert, damit alle SOFORT den Kabelanschluss buchen müssen.

Meine Meinung: Die Glasfaserbauern sollen sich was neues ausdenken. Wenn ihnen die Profite nicht rasch genug kommen, dann sollen sie halt in Kryptowährungen o.ä. investieren und die Finger vom trägen Infrastrukturgeschäft lassen. Und Telekom & Vodafone dürfen sich mal fragen, warum sie ihre Glasfasernetze als teuren Parallelausbau zu ihren Bestandsnetzen ausgestaltet haben statt ihre vorhandene FTTC-Infrastruktur stückweise auszubauen. Und dann auch noch dämlicherweise P2MP-Netze errichtet. Das kommt mir wie das allerschlechteste Preis/Leistung-Verhältnis vor. Erst Mistentscheidungen treffen und dann Jammern, dass der Kunde nicht tief genug in die Tasche greift, um dafür aufzukommen...
 
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So ist das bei mir auch.
Mehrfamilienhaus, Kabelanschluss vorhanden. Nutze aber VDSL.
Von daher denke ich das ....

Screenshot 2025-02-14 162210.png
 
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@joel Du hast ja schon schnelles Internet, vielleicht sollten erstmal alle versorgt werden, die unter 20Mbit bekommen, damit die auch im Jahr 2015 ankommen.
 
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Fighter1993 schrieb:
Weil Kabel bei sehr vielen Leuten einfach nicht richtig funktioniert. Shared Medium und so.
Ist Glasfaser von den meisten Anbietern auch. Mobilfunk und Satellit ebenso. Also DSL forever?
Fighter1993 schrieb:
Oft kommen am Wochenende 16mbit an bei mind. versprochenen 320Mbit bei einer 400er Leitung…..
Das ist gelinde gesagt Betrug.
Nein, Nichteinhaltung der vertraglich vereinbarten Leistungen. Warum sonderkündigst du nicht oder forderst eine Preisminderung?
 
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domian schrieb:
Schliesslich steigert er damit auch den Wert und Attraktivität seiner Immobilie.
Das Argument funktioniert halt vielerorts aufgrund des Wohnungsmarktes nicht wirklich. Als Vermieter hätte man durch das Verlegen von Glasfaser derzeit praktisch keinen Vorteil, da er die Wohnung so oder so vermietet bekommt.
 
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@mibbio Ganz einfache Lösung, wenn Glasfaser verfügbar ist und der Vermieter verhindert den Ausbau / Anschluss, dann ist das ein Mietmangel und die Miete kann um 5% gekürzt werden.

Schon hätte kaum ein Vermieter etwas dagegen.
 
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In meinem Fall liefert Vodafone-Kabel die gebuchte Leistung (1 Gbit/s down / 50 Mbit/s up) zuverlässig zu jeder Zeit. Ich bin damit sehr zufrieden.

Telekom-Glasfaser ist gebucht, wird aktuell im Ort subventioniert ausgebaut, bei mir aber sicherlich nur bis in den Keller geführt. Ob ich es länger als die zwangsweisen zwei Jahre nutze, da bin ich noch unentschlossen. Die Preise schrecken da eher ab.

Ich habe schon in vielen Wohnungen und Häusern gewohnt. Mit Leerrohren war keines davon ausgestattet. Auch bei der Immobilie aus 1997, die ich in 2013 erwarb und leicht modernisierte, haben wir uns wegen der Kosten vor Einzug auf CAT6-Verlegekabel (Kupfer) unter Putz geeinigt.
 
"Insbesondere bei Mehrfamilienhäusern"

Bei unserem "Häuserblock" (mehrere Häuser entscheiden da zusammen) wurde Glasfaseranschluss durch die Eigentümerversammlung abgelehnt.
Hab mich mit dem Gedanken Kabelanschluss die nächsten Jahre abgefunden.

Gibt auch schlimmeres, als Geld zu sparen. ;)

Wenn ich überlege, dass ich es eigentlich nur wegen besserem Ping (Multiplayerzocken) und wohl stabilerer Verbindung haben wollte, isses ok so. Hab mit dem Kabelanschluss auch "nie" Probleme (extrem selten).

Die meisten wollen bei uns kein Glasfaser. Is halt so.
Die Luxusprobleme, wenn man schon einen recht zuverlässigen Kabelanschluss hat, der allen reicht. ;)

Ich seh's positiv. Keinerlei Umbaumaßnahmen, oder Neuverlegungen. Es ist halt alles fertig bei uns. Und läuft.
Never change, a running Kabelanschluss. ^^

Is ja halt auch noch billiger, für vergleichbare Leistung (zahle 27,99 €/Monat komplett).
 
Zuletzt bearbeitet: (Betrag präzisiert)
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Man fordert also das Drohpotential der Kupferabschaltung zu ziehen. Der tatsächliche Bedarf der Bürger und die Erzählung scheint bei der Glasfaser also weiter auseinander zu gehen.
 
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Spannend, ich habe es gerade erlebt: 10 Jahre alter Neubau - kein Platz mehr, kein Rohr zum Nachziehen. Glasfaser bis ins Gebäude, dann über die alte Kupferkabel in die Wohnung. Weil durch den Flur nicht ansehbar ist.
Anderes Objekt, 150 Jahre alt - ein alter Kamin konnte genutzt werden, 750 Euro für eine Wohnung an Aufräumarbeit / Reinigungsarbeiten. Die Telekom war 5x da und es hat 1,5 Jahre gedauert bis die Innenverkabelung stand und installiert war.

In Neubau Objekten wird zwar Glasfaser verlegt aber nur vom Anbieter Nr. 1 - dort wird nicht an Leerrohr für Anbieter 2 gedacht.
 
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Wenn man FTTB macht und dann auf den letzten Metern vorhandene Kupferleitungen nutzt müsste einiges an Geschwindigkeit raus zu holen sein und das ohne erneute teure Verlegung von Glasfaser in jede Wohnung.

Die Kupferabschaltung ist der feuchte Traum der Glasfaser-Lobby und den sollen wir Verbraucher finanzieren.
 
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Wir mussten bei der Deutschen Glasfaser die Löcher und Rohre selbst vorbereiten, die haben dann nur die Strippe durchgezogen. Gegen extra Cash hätten die es gemacht.

Hätten wir das nicht vorbereitet, wäre laut Vertrag alles im Keller angeschlossen worden, ohne das Gerät für die Weiterleitung nach oben.

Die kassieren hier vom Staat ab, nichts anderes.
 
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In Neubauten wird keiner hingehen und die Wände aufstemmen. Selbst in Altbauten ist das ein Riesen Problem (wenn diese nicht gerade kernsaniert werden).Es ist absolut utopisch zu glauben das es die Glasfaser bis in die allerletzte Wohnung schaffen wird.
 
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Tja, bei uns ähnlich in Ratingen. Vor zwei Jahren vom Randbezirk Ratingens in die Innenstadt gezogen. Im Randbezirk hatte ich noch Kabel mit 1000 MBits. Jetzt in der Innenstadt nur DSL 100, selbst das poplige DSL 250 geht nicht 😕 Glasfaserkabel liegt vor dem Mehrfamilienhaus, aber, wie hier schon beschrieben, sieht der Vermieter keine Veranlassung dieses in die Wohneinheiten verlegen zu lassen, obwohl alle Mietparteien dann auch einen Glasfaservertrag abschließen würden, was die Kosten für die Verlegung in die Wohnungen für den Vermieter gegen Null senken würde. Die Vermieter sehen einfach keine Veranlassung diesen Ausbau zu machen, da es genug Interessenten für die Wohnungen gibt.
 
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Dr. MaRV schrieb:
Unser Bau ist Bj 2023, Elektrik, Telefon, Netzwerk, Rollladen, alles unter Putz ohne Leerrohre.
Euer eigenes Haus? Dann bist du mit dran Schuld. Da hatte ich natürlich hier ein Auge drauf und alles vorher mit geplant, inkl. der zu nutzenden Kabel.

Ansonsten waren da nur Dilettanten am Werk.
Ich habe im Bekanntenkreis mehrere Leute die verschiedene Firmen führen, die mit so etwas zu tun haben. Die haben auch bei mir natürlich alles ausgebaut. Leerrohre sind bei denen absoluter Standard, seit vielen Jahren schon.

Die Kosten sind vernachlässigbar, das sind für ein komplettes Einfamilienhaus höchstens niedrige 3-stellige Beträge.
Ergänzung ()

MasterXTC schrieb:
Glasfaserkabel liegt vor dem Mehrfamilienhaus, aber, wie hier schon beschrieben, sieht der Vermieter keine Veranlassung dieses in die Wohneinheiten verlegen zu lassen
Erst mal muss es bis ins Haus gehen. Davor liegen bringt nix 😄

Und dann muss die Glasfaser nicht zwingend bis in jede Wohneinheit. Hier tun es sehr oft die bereits liegenden Kupferkabel.
 
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Howdegen schrieb:
Ist das in Deutschland so? Wenn ich hier im Forum lese kommt es mir eher vor, als wäre das die Seltenheit. Immer wieder sind Kabelkanäle im Treppenhaus, Kabelführung durch stillgelegte Schornsteine, und die Verlegung aussen am Haus Thema.
Kann natürlich auch sein, dass das nur so scheint, weil nur diese Fälle hier thematisiert werden.
Ist hier auch so: Kabelkanal aus Kunststoff außen an der Hauswand. Die Monteure haben dann einfach ein Loch in die Aussenwand gebohrt und das GF-Kabel vom Kanal in meine Wohnung gezogen.

Vor allem den Kabelkanal aus Kunststoff sehe ich kritisch. Das Haus steht zwar nicht direkt an der Straße, ist noch ein kleiner Vorgarten dazwischen aber hoffentlich kommt nicht irgendwer mal auf Vandalismus-Gedanken. :freak:
 
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Suxxess schrieb:
Ganz einfache Lösung, wenn Glasfaser verfügbar ist und der Vermieter verhindert den Ausbau / Anschluss, dann ist das ein Mietmangel und die Miete kann um 5% gekürzt werden.
Ein Mietmangel liegt aber nur vor, wenn Etwas nicht so ist, wie im Mietvertrag vereinbart. Wenn da nicht drin steht, dass ein Glasfaseranschluss Bestanteil der Wohnung ist, kann man dessen Fehlen auch nicht als Mietmangel geltend machen. Eins "ich hätte aber gerne" ist kein Mietmangel.

Und es gibt auch schlicht keine gesetzliche Verpflichtung, dass ein Glasfaseranschluss (nachträglich) Bestandteil des Mietvertrages sein muss.
 
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@Loopman
na, „davor liegen“ war jetzt Laienhaft gesagt von mir. Ob da etwas schon im Haus liegt, oder nur ein Glasfaser davor verlegt ist, weiß ich nicht genau. Jedenfalls bietet unser örtliche Kabelanbieter einen Rabatt für die Verlegung in die Wohnungen an für jeden Gasfaser Neuvertrag mit 24 Monaten, was die Kosten für den Ausbau für den Vermieter drastisch, bei uns fast Null senkt. Aber offenbar kein Interesse beim Vermieter, da er die Mieter eh sicher hat.
 
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