News Glasfaserausbau: Mehr als 20 Mrd. Euro für Inhaus-Verkabelung von Mehrfamilienhäusern

Ich finds sowieso komisch, dass pauschal vom Versorger erwartet wird, die NE4 komplett zu bauen. Meiner Meinung nach ist das eher Sache der Eigentümer diese vorzubereiten [lasse] (Kanäle, Rohre, Durchbrüche, Rinne, Brandschotts etc). Die Versorger stellen maximal das Material (Fasern, Dosen, Koppler usw.) zur Verfügung und schließen es anschließend an. Der Energieversorger baut ja auch nicht alle Steckdosen und auch Wasser baut nicht jeden Wasserhahn.
 
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Rohberrick schrieb:
Wenn man FTTB macht und dann auf den letzten Metern vorhandene Kupferleitungen nutzt müsste einiges an Geschwindigkeit raus zu holen sein und das ohne erneute teure Verlegung von Glasfaser in jede Wohnung.

Die Kupferabschaltung ist der feuchte Traum der Glasfaser-Lobby und den sollen wir Verbraucher finanzieren.
Wenn aber nur eine Telefonleitung als 2 paariges Telefonkabel (4 Adern) ausgeführt ist, Bekommst du maximal 100 Mbit drüber. Es gibt Altbauten, da würde nur eine 1 paariger Klingeldraht verlegt. Da reicht das definitiv nicht. Auch wenn 4 paarige Telefonkabel verlegt ist gehen. Wenn die Kabelstrecke kurz genug ist, könnte eine Verbindung mit 1 Gibt klappen.
 
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Bei uns gibt es bald Glasfaser, aber der Vermieter möchte keins im Haus verlegen. Damit hat sich das dann schon erledigt 😁.
Und selbst wenn , würde das nur Sinn machen wenn entsprechende Kabel inklusive Netzwerkbuchse innerhalb der Wohnung auch noch verlegt werden.

Also ohne dass der Vermieter ein ernsthaftes Interesse an der Aufwertung des Hauses hat , wird das nichts. Zumindest im älteren Gebäuden.
 
MoGas schrieb:
Gerätekosten sind übrigens genauanderherum.
FTTB: Fitzbox mit g.fast modem kostet ca. 400 EUR
lol, wenn man bedenkt, dass ein DrayTek Vigor166 mit G.Fast gerade mal 140 € Kostet...
 
Yakomo schrieb:
Der Energieversorger baut ja auch nicht alle Steckdosen und auch Wasser baut nicht jeden Wasserhahn.
Bei Strom und (Ab-)Wasser ergibt sich halt auch eine Pflicht für den Vermieter durch § 535 BGB.
[...] Der Vermieter hat die Mietsache dem Mieter in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu überlassen und sie während der Mietzeit in diesem Zustand zu erhalten. [...]
https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__535.html

Im Falle von Mietwohnmungen wäre dieser "geeignete Zustand" dann logischerweise, dass man darin Wohnen kann. Und als Mindeststandard haben Gerichte oder auch Wohnraumschutzgesetze festgelegt, dass dafür Strom, Trinkwasser und Heizung vorhanden sein müssen - ansonsten kann es nicht als Wohnraum vermietet werden.

Das sind dann aber auch erstmal die einzigen Punkte, zu denen der Vermieter verpflichtet ist. Selbst nen simpler Telefonanschluss scheint keine Pflicht zu sein. Aber selbst wenn ein Anschluss an ein Telekomunikationsnetz zur gesetzlichen Grundausstattung gehören würde, zu denen der Vermieter verpflichtet ist, wäre dadurch ja keine noch konkrete Technologie Pflicht. Da hätte der Vermieter auch seine Pflicht bereits erfüllt, wenn er ne funktionierende Telefondose mit Kupferleitung installiert.

Zum Installieren von Heizung, Strom- und Wasserleitung kann man den Vermieter also durchaus zwingen, zum Verlegen von Glasfaser dagegen nicht. Dazu fehlt schlicht eine gesetzliche Grundlage.
 
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Nachdem lange die Provider schuld waren geht jetzt halt die Schuld auf die Vermieter über.
 
@foofoobar Und auf Basis von welchem Gesetz oder welcher Vorschrift soll das passieren? Es gibt schlicht keine gestzliche Pflicht für den Eigentümer, Glasfaser in seine Mietwohnungen zu legen und auch kein Recht der Mieter auf einen Glasfaseranschluss.
 
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@foofoobar

Man muss es einfach mal so sehen, es gibt viele GF Anbieter die den Anschluss bei Vertragsabschuss kostenlos bis in die Wohnung legen.
Bei so einer Konstellation ist es einfach nur Dumm von einen Eigentümer/Hausverwaltung dazu nein zu sagen.
 
Spattel schrieb:
Der Glasfaservertrag würde etwa 20-30€ mehr als mein aktueller Kabelvertrag kosten, bei gleicher Leistung.
Wirklich gleich? Auch die Upload-Geschwindigkeit?
Hier krankte Kabel in der Vergangenheit stark, weshalb ich zu DSL zurückgekehrt bin.
Ergänzung ()

domian schrieb:
Warum soll für den Glasfaserausbau innerhalb eines MFH der Betreiber oder quersubventioniert Bund also die Allgemeinheit aufkommen? Aus meiner Sicht ist das Sache des Vermieters die Kosten zu tragen.
Seit wann zählt in Deutschland das Verursacherprinzip bei der Finanzierung/Förderung? Ich sage nur Lars Klingbeils neueste Idee, die Abschreibung von BEV in Firmen massiv zu erhöhen. Das sind Steuersenkungen für Firmen, die durch alle Steuerzahler*innen querfinanziert werden müssen - auch wenn sie nicht in der Automobilindustrie beschäftigt sind.
 
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JackTheRippchen schrieb:
Hier krankte Kabel in der Vergangenheit stark, weshalb ich zu DSL zurückgekehrt bin.
und dort vertraglich sogar 10 Mbit/s weniger hast als im Kabelnetz?

Yakomo schrieb:
. Meiner Meinung nach ist das eher Sache der Eigentümer diese vorzubereiten [lasse] (Kanäle, Rohre, Durchbrüche, Rinne, Brandschotts etc).
Dann würde halt gar nix vorwärts gehen.
Der Wohnungsmarkt ist so angespannt, dass Glasfaser oder nicht keinen Unterschied macht.

Vielleicht fehlt es ja auch nur an einem attraktiv bepreisten und kompakten g.fast Modem, um FTTB Überbrückung richtig interessant zu machen und ggf. auch mehr Wettbewerb zu generieren.
Bei uns soll wegen der WEG nur FTTB mit g.fast statt FTTH ausgebaut werden, von den 3 Anbietern, die hier FTTH beworben haben bleibt über g.fast nur die Telekom als Anbieter übrig.
 
RobZ- schrieb:
Wir mussten bei der Deutschen Glasfaser die Löcher und Rohre selbst vorbereiten, die haben dann nur die Strippe durchgezogen. Gegen extra Cash hätten die es gemacht.
Ist das nicht bei allen Anbietern so? Übergabepunkt ist meist ein Kellerraum. Soll der Anschluss in einen Wohnraum erfolgen verursacht das Zusatzkosten, ist bei Glasfaser von der Telekom ebenfalls so.
Für erforderliche Leerrohre / Kabelkanäle muss der Gebäudebesitzer sorgen. Die Techniker verlegen lediglich die Glasfasere, führen aber keine Bauarbeiten am Gebäude durch mit Ausnahme einer Bohrung in einer Aussenwand.
Sonstige Bautätigkeiten sind nicht im Anschlusspreis enthalten und kosten Aufpreis.

Mir wurde auf einer Infoveranstaltung der Telekom sogar gesagt dass es Vorgaben bei Leerrohren gibt, bezüglich Mindestdurchmesser und Kurvenradien. Die Innenfläche der Leerrohre sollte glatt sein, nicht gewellt.
Die in Gebäuden verlegten Glasfasern haben keine Zugentlastung und dürfen nicht zu stark gebogen u. nicht zu stark bei der Verlegung beansprucht werden. Kabelkanäle sind zu bevorzugen. Kabelkanäle aus flammwidrigem Material sind zu bevorzugen, bzw. es werden nur solche von den Technikern verlegt falls diese damit beauftragt werden.

In meinem Fall überlege ich tatsächlich ob ich ein Netzwerkkabel in den Keller verlege wenn die Verlegung von Glasfaser durch vorhandene Leerrohre so problembehaftet ist.
 
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WinnieW2 schrieb:
Ist das nicht bei allen Anbietern so.
Es kommt immer drauf an ob der Keller bereits teil der Wohneinheit (home) ist, wie in einem EFH.
Bereits bei einem Zweifamilienhaus ist der Innenausbau notwendig und damit eingepreist. Allerdings nur auf einfachstem Weg, meistens also Aufputz.
Will man es anders/hübscher haben, muss man selbst vorbereiten.
 
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MasterXTC schrieb:
Mich graut es auch schon davor wenn ich irgendwann drei ältere Immobilien (einfache Einfamilienhäuser aus den 70er Jahren) mit meiner Schwester im Sauerland erben werde was diesbezüglich da auf uns zukommen wird.
Du kannst ein Erbe ausschlagen, es gibt keinen Grund zu jammern.
 
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Fighter1993 schrieb:
Weil Kabel bei sehr vielen Leuten einfach nicht richtig funktioniert. Shared Medium und so.
Und dann wechselt man auf GPON Glasfaser, was ebenfalls ein shared medium ist?
Das Problem bei Kabel ist nicht das shared medium, sondern die Störanfälligkeit und die komplizierte Diagnose und Entstörung aufgrund der Segmentgröße.
 
h00bi schrieb:
Es kommt immer drauf an ob der Keller bereits teil der Wohneinheit (home) ist, wie in einem EFH.
Ja, EFH-Besitzer, in meinem Fall.
Ich wohne in einem Ausbaugebiet... Ausbau erfolgt innerhalb der nächsten 12 Monate. Eine genauere Angabe wurde mir nicht mitgeteilt, da das beauftragte Bauunternehmen zuerst die erforderlichen Leerrohre unter die Straße legen muss.
Kein ausgebautes TV-Kabelnetz u. über TAL (CuDa) gehen (wg. Leitungslänge) nur max. 50 Mbit/s trotz Vectoring, in meinem Fall.
 
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Yumix schrieb:
600-1400€ bzw. 1000€ Durchschnitt pro Wohnung scheint mir sehr hoch gegriffen. In den meisten Fällen muss nur das Kabel vom Anschluss im Keller durch bereits existierende Röhren hochgezogen werden.
So war bei mir auch. Kostenloser Anschluss im Rahmen des "weiße Flecken" (oder so ähnlich) Programms. Habe keine Glasfaser gebucht, trotzdem den Ausbau beim Vermieter angefragt. Der Anschluss in der Wohnung wurde einfach über die alte Kupferdrahtdise gelegt. Keine 30 Minuten, keine Ahnung, was da 0,6-1,4k kosten kann.
 
h00bi schrieb:
und dort vertraglich sogar 10 Mbit/s weniger hast als im Kabelnetz?
Bei PYUR gab es damals nur 5 Mbit/s Upload, sogar bei 250 Mbit/s Download. Da war DSL mit 100/40 das um Welten sinnigere Angebot.
Aktuell bietet PYUR bei 1 Gbit/s down nur 50 Mbit/s up an. Gaga.
 
robert_s schrieb:
Warum wird so getan, als wäre das ein völlig neues Problem? Exakt das gleiche Problem hatte man beim Aufbau der TV-Kabelnetze.

Der Unterschied: Bei den TV-Kabelnetzen wurde es hingenommen, dass es "Verweigerer" gab, die dann vielleicht erst 1-2 Jahrzehnte später den Anschluss bestellt haben
Der Ausbau der Kabelnetze in Bestandswohngebieten erfolgte im Wesentlichen zu Zeiten, als diese für Kabel-TV gebaut wurde. Und damals hat man das Problem in MFH auch nicht einfach so hingenommen sondern genau dafür das "Nebenkostenprivileg" erfunden, über das vielfach alle Bewohner eines Hauses über die Nebenkosten zu zahlenden Kunden wurden, ob sie einen Anschluss haben/nutzen wollten oder nicht.
 
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0x8100 schrieb:
hallo vatm, nichtmal eure folien sind richtig... wie wäre es mit weniger rumjammern und mehr kompetenz?
Wie heißt denn der Leitungsabschluss in der Wohneinheit korrekt wenn es kein Optischer Leitungsabschluss ist?

Yumix schrieb:
600-1400€ bzw. 1000€ Durchschnitt pro Wohnung scheint mir sehr hoch gegriffen. In den meisten Fällen muss nur das Kabel vom Anschluss im Keller durch bereits existierende Röhren hochgezogen werden.
Ist zwar schon lange her aber in meinem alten Job habe ich in meiner Region in jeder Form von Gebäude (Jung, Alt, klein, groß, gewerblich, privat) Kabel gezogen bzw. hatte Einsicht in die vorhandene Substanz.

Leerrohre waren definitiv seltener als verputzte Kabelwege. Es gab einige Bauten in denen Kabel gut nach zu installieren waren.
Bohren, stemmen, nachfräsen, Kabelkanäle, stillgelegte Abzüge nutzen, Leerrohre waren jedoch meist das notwendige Mittel der Wahl.
Und du bist ja auch sehr häufig nicht auf einer grünen Wiese unterwegs. Die direkten Wege sind gerne verbaut, möbliert, nicht gewünscht aus optischen Gründen, etc.
1000€ im Schnitt sind ein Durchschnittswert der das eigentlich gut einfängt, was ich mir jetzt auch so gedacht hätte.
Die Fälle in denen du weit unter 3-400€ vom Hof fährst mags sicherlich auch geben.

Davon ab verstehe ich die Intention hinter der ganzen Studie nicht so ganz.
Der Wohnungsmarkt ist sehr fragmentiert. Die diversen Gebäude-Klassen mal außen vor haben wir jegliche Couleur von Vermieter und Mieter.
Wie soll man die bitte pauschal voreinander bekommen?
Wenn eine MFH-Community den akuten Bedarf nach Bandbreite hat werden die schon einen Weg finden. Wenn nicht mag das auch okay sein.
Ich sehe da diesen flächendeckenden Bedarf jedoch nicht so ganz.
 
stbufraba schrieb:
In meinem Fall liefert Vodafone-Kabel die gebuchte Leistung (1 Gbit/s down / 50 Mbit/s up) zuverlässig zu jeder Zeit. Ich bin damit sehr zufrieden.

Telekom-Glasfaser ist gebucht, wird aktuell im Ort subventioniert ausgebaut,
Bei vorhandenem Gigabit-Kabel ist deine Adresse eigentlich nicht förderfähig. Geförderten Ausbau gäbe es dann nur wenn deine Stadt/Kommune/Landkreis bei der Ausschreibung einen Fehler gemacht hat.

Oder meinst du damit dass die Telekom den Anschluss subventioniert indem sie ihn kostenlos anbietet?
 
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