Yumix schrieb:
600-1400€ bzw. 1000€ Durchschnitt pro Wohnung scheint mir sehr hoch gegriffen. In den meisten Fällen muss nur das Kabel vom Anschluss im Keller durch bereits existierende Röhren hochgezogen werden.
Da ich selbst betroffen bin. Muss ich sagen Nope schön wäre es. Diese existierenden Röhren die für Glasfaser nötig sind existieren praktisch nicht. Denn anders als bei einem Kupferkabel oder einem (Sat) Antennenkabel kannst du dieses NICHT einfach mit starkem Klebeband an das alte dran kleben und dann einfach an dem alten ziehen um das neue dabei in die Wand "rein zu ziehen". So wurde es zb. damals gemacht als Unity Media in meiner alten Wohnung die ganze Straße/Siedlung mit Glasfaser angebunden hat. Alte Dosen ab und am alten Sat-Kabel gezogen weil ein Kollege im Keller schon das neue Sat-Kabel mit starkem Klebeband dran geklebt hatte. Diese neue 3 Fach Dose dran fertig.
Glasfaserkabel ist wesentlich Knick und Druckempfindlicher als Kupferkabel das benötigt zwingend Platz und eben wegen der Knickempfindlichkeit einen bestimmten Durchmesser des Schachts/Rohrs damit es um Ecken rum geführt werden kann. Wer das Optische Lichtleiterkabel auch TOSLINK genannt kennt (praktisch jede Spielkonsole und HiFi Anlage/DVD-Player nutzten das und nutzen es alternativ weiterhin für die digitale Tonübertragung bevor es HDMI gab , der weis
wie dünn aber auch Fragil dieses Kabel ist. Eine teurere Dickere Variante ändert daran nichts weil während ein Kupferkabel weiterhin funktioniert solange die/der Katze/Hund zb. es nicht ganz durchgebissen hat, so ist der DIGITALE Signalweg beim Lichtleiterkabel dann gestört!)
Die einzige mögliche Leitungsweg für die Telekom sind Kamine. Aber wie ich selbst von einem Telekom Techniker erfahren habe , musste die Telekom in den letzten Jahren nun auf die Harte Tour lernen das das mit die schlechteste Lösung ist. Denn nicht immer ist der Kamin wirklich über alle Etagen frei und wesentlich schlimmer er bleibt es nicht! Weil Vögel auf den Kaminen nisten und bis das Nest fertig ist schmeißen sie eine Ewigkeit lang erstmal kleine Stöcke Blätter usw. in den Kamin bis das ganze vermischt mit Regenwasser nicht mehr nachrutscht IN den Kamin...also das Nest nicht mehr absacken kann. Und das bedeutet das der Kamin wenn 1-2 Jahre später Mieter X sagt ich will nun auch Glasfaser, so ist der nun plötzlich dicht und die Verkabelung MUSS zwingend über den Hausflur in Aufputz-Schächten in alle Wohnungen geführt werden. Denn Unterputz kostet nochmals mehr und kein Mieter/Vermieter will den Dreck der beim Schlitzen von Wänden sonnst entsteht in der Wohnung haben...
Wie gesagt spreche hier aus Erfahrung denn ich warte nun seit über 1 Jahr darauf das die Telekom endlich über den Hausflur eben jene Aufputz-Kabelkanäle verlegt damit ich meinen Glasfaser Anschluss bekomme der fertig im Keller liegt. Denn bei mir hat der Techniker der Straßenbau Auftragsfirma die auf der Straße die Glasfaserkabel für die Telekom verlegt hat sich die Wohnungen hier nicht Richtig angeschaut. Das Haus hat 7 Mieter. 1 im Erdgeschoss dann jeweils Pro Etage 2. Er war nur im Erdgeschoss und ist dort davon ausgegangen das weil ein Kamin Linke Haushälfte ist und Rechte Haushälfte eine Auswuchtung an der gleichen Stelle so muss auf der Rechten Seite "auch" ein Kamin sein...was genau NICHT der Fall ist. Also ist für die 3 von 7 Glasfaser nicht möglich die ab der Ersten Etage auf der Rechten Hausseite wohnen und nun denk mal darüber nach was für eine hohe Priorität das wohl bei der Telekom hat...wie gesagt bin seit über 1 Jahr nun in der Wohnung und der Nachbar über mir möchte es auch haben aber der Vermieter hat seit das Vor dem Einzug bei mir bemerkt und dann eine Begehung mit Chef der Örtlichen Telekom Techniker, dem Vermieter und mir stattgefunden hat und der Vermieter noch in der gleichen Woche die Papiere raus geschickt hatte das er dem Leitungsweg über den Hausflur zustimmt NICHTS mehr von der Telekom gehört!
Ich denke es wird bei mir eine Kombination aus zu wenig Personal bei der Telekom die gar nicht nachkommen überall die Leitungen vom Keller zu den Wohnungen zu legen da die Telekom bevor der Glasfaserausbau los ging ja Technik Personal reduziert hatte um Kosten zu sparen und nun gar nicht genug nachbekommen kann um alle FTTH Anschlüsse sofort oder Überhaupt ohne starke Verzögerung umzusetzen. Und nun benötigt das ein Haus nachträglich wo es dann auch nur 3 mehr nutzen könnten? Und wie ich erfahren hab muss es die Telekom auf ihre Kosten hin tun weil der Vertrag FTTH nicht FTTB ist...
PS: dazu passt auch das folgende Video:
Die Telekom wird gar nicht genug Techniker Personal haben weshalb sie so extrem im Verzug mit den FTTH Anschlüssen sind. Deswegen wirbt die Telekom auch immer (für die Statistik , Schaut wie gut unser Ausbau schon ist!!!111einseins...) nur wie viele Häuser sie angebunden haben und wie viele Mieter so "theoretisch" nun Glasfaser zur Verfügung steht. Denn Praktisch kommen sie vorne und hinten mit dem anschließen in den Häusern/Wohnungen nicht hinterher.