News KDE Plasma 6.8: Weiterer großer Linux-Desktop verabschiedet sich von X11

Pramde schrieb:
Ist für den Otto Normal User überhaupt bemerkbar welcher Display Server Im Backend läuft? Beziehungsweise kann ich Probleme mit selbigem überhaupt simpel identifizieren?
In meinem Fall leider ja, ich kann bei X11 die GUI-Skalierung nur auf 100 % oder 200 % setzen. Werte dazwischen verursachen starke Darstellungsfehler. 100 % ist an meinem externen Monitor viel zu klein, während 200 % wiederum viel zu groß ist. Etwas doof, aber es heißt, dass dies unter Wayland besser gelöst sei. Keine Ahnung, ob das stimmt.
 
@Proxy One probier es doch aus. Fraktionelle Skalierung ist unter Wayland viel besser gelöst als unter X11. Der beste Support dafür hast du in KDE (sage ich als Gnome nutzer)
 
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Zum Glück ist es noch ein Weilchen hin. Der größte Grund, wieso ich noch X nutze, ist KeePassXC Autotype. DAs geht nämlich nicht unter Wayland. Auf dem Tablet nutze ich Wayland schon, aber da ist dann wieder das Ppoblem, dass die alten Bildschirmtastaturen nicht mehr funktionieren.
 
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mibbio schrieb:
Wayland war schon von Beginn an als Nachfolger/Ablösung von X11 vorgesehen. Nur dauert der Umstieg eben ein paar Jahre, weil die Entwicklung von Wayland erstmal auf einen Stand sein muss, um X11 vollständig ablösen zu können.
Meine Interpretation ist dass Wayland erstmal mit dem Gedanken von Mobilbetriebssystemen entwickelt wurde, daher der ganze Security Gedanke wie nur die aktive Applikation kann Keyboard-Eingaben lesen.
Am Desktop hat man aber andere Anforderungen (Global Hotkeys beispielsweise) und das hat den Einsatz von Wayland schon stark begrenzt.
Dann scheint es wohl so, dass die Organisation die das Wayland Protokoll vorantreibt etwas zu stark demokratisiert ist. Die Diskussionen sind da teilweise länger als die (ich übertreibe jetzt etwas) die ganze Herr der Ringe Trilogie und ein Veto genügt und es wird nicht implementiert (hat sich das mittlerweile geändert?).
 
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Kaulin schrieb:
Ein großes Problem von Wayland ist Fernwartungssoftware ala rustdesktop
Da gibt es ein frisches Update muss zugeben das aber selbst noch nicht getestet zu haben ist auch noch nicht Stable aber es tut sich was. :cool_alt:

Quelle linuxnews
 
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"Aktuell ist KDE Plasma 6.5. Bis zum Release der Version 6.8 wird entsprechend noch Zeit vergehen."

Laut https://en.wikipedia.org/wiki/KDE_Plasma_6 gibt es alle ~4 Monate eine neue Minor Version. Demnach sollte v6.8 vermutlich Mitte Oktober 2026 erscheinen. Ich hätte mir eine solche Einschätzung im Artikel erhofft.
 
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Donnerkind schrieb:
Zum Glück ist es noch ein Weilchen hin. Der größte Grund, wieso ich noch X nutze, ist KeePassXC Autotype.
Gibt es dafür schon Bestrebungen es zu lösen? Das ist soweit ich weiss ein Problem des Wayland-Protokolls und kein Problem von KeepassXC.
 
Leider, leider. Linux ist und bleibt ein Bastler Betriebssystem mit "zufälligen" Support.
So wird es nie eine zuverlässige, für die breite Masse taugliche Alternative zu professionellen Systemen.
 
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@pfreampfl jo "zufällig" garantieren dir Red Hat 12 Jahre Support, Canonical bis zu 15 Jahre und SLES 10 Jahre.

Das schriftlich mit Vertrag...

Du kannst ein Ubuntu 24.04 mit entsprechendem Supportvertrag noch bis April 2039 verwenden - inkl dem dortigen X11 und inkl. Sicherheitsupdates. Und das ohne Funktion-Changes in der Zeit.

Keine Ahnung was du unter "Zufall" verstehst - aber ich sehe hier keine Zufälligkeit.
 
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Wie kann man nur gegen die Nutzer arbeiten. Zwangsumstieg. Früher war besser. Alter deutscher Mann Syndrom. Linux braucht eh keiner mehr. Spiele laufen unter Windows mittlerweile eh besser. Meine Cousine dritten gerades kennt jemanden, der findet x11 viel besser als wayland, weil #isso.

Ironiewarnung
 
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Es gibt ja nicht nur Gnome und KDE als Desktop. Und wer die vorher schon nicht genutzt hat, für den ändert sich ja überhaupt nix.
 
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Fritzler schrieb:
Um mit Windoof Boardmitteln GUI technisch auf nen Wayland Linux zuzugreifen gabs (Stand letztes Jahr) auch nicht funktionsfähiges.
Mit Bordmitteln kenne ich auch nichts, da ich Sunshine/Moonlight verwende. Aber Moonlight gibts sogar im Microsoft Store, man könnte es also schon fast Bordmittel nennen :D Und ein großer Vorteil wäre, dass die Latenz und Bildqualität um ein vielfaches besser und anpassbarer ist als bei RDP. Sunshine läuft Problemlos auf Linux mit X11 und Wayland, verwende ich seit vielen Jahren, egal ob AMD oder Nvidia GPU.
 
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kim88 schrieb:
@Proxy One probier es doch aus. Fraktionelle Skalierung ist unter Wayland viel besser gelöst als unter X11. Der beste Support dafür hast du in KDE (sage ich als Gnome nutzer)
Werde ich, sobald Linux Mint Cinnamon mit Wayland aus dem experimentellen Status raus ist. :D

Bis es soweit ist, bleibe ich erst einmal beim X11 Unterbau. Bis auf die Skalierung bin ich sehr zufrieden.
 
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Fritzler schrieb:
Um mit Windoof Boardmitteln GUI technisch auf nen Wayland Linux zuzugreifen gabs (Stand letztes Jahr) auch nicht funktionsfähiges. Für X11 gibts ja nen Remotedesktop.
Doch, der gnome-remote-desktop server funktioniert anstandslos auch unter wayland. Also eigentlich die ultimative Lösung um von "windoof" auf wayland linux zuzugreifen.
 
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X11 wird genau so wenig verschwinden wie z.B. Gnome 2 (wurde geforkt und lebt als Mate weiter) oder KDE 3.5 (wurde geforkt und lebt als TDE weiter).

Das ist ja gerade die Stärke von FOSS Software, es gibt niemanden der andere dazu zwingen kann auf ein neues Pferd zu setzten, ich würde mich z.B. nicht wundern wenn auch KDE 6 geforkt wird sobald die X11 Unterstützung entfernt wird, damit es weiterhin eine auf X11 basierte Variante geben wird.

Xorg selbst wurde ja schon geforkt und wird als XLibre aktiv weiterentwickelt.
Wir hatten hier auf CB vor kurzem einen interessante Einblick in die Weiterentwicklung von X11 im Xlibre Fork:
https://www.computerbase.de/forum/threads/supportende-fuer-x11.2257621/post-31077378

Das einheitliche Linux gibt es nicht und wird es auch nie geben, wer so etwas fordert hat Linux bzw. FOSS nicht verstanden.
Ganz im Gegenteil die Vielfalt (oder Diversität um einen moderneren Begriff zu verwenden) wird in der Linux Welt mit der Zeit immer mehr zunehmen.
 
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pfreampfl schrieb:
Leider, leider. Linux ist und bleibt ein Bastler Betriebssystem mit "zufälligen" Support.
So wird es nie eine zuverlässige, für die breite Masse taugliche Alternative zu professionellen Systemen.
Du willst mir jetzt aber nicht sagen das Windows ein "Professionelles" System ist?

Ich meine, ich nutzte Windows seit Win 95 und mit 11 ist das Fass einfach übergelaufen. Ich bin nun seit einigen Wochen auf CachyOS mit KDE unterwegs und vermisse als USER nichts. Klar etwas umgewöhnung und lernnen muß man einkalkulieren und auch das ein oder andere Programm suchen oder eine Alternative finden aber im großem und ganzen bereue ICH nichts. Mir fehlt nichts und lustiger weise läuft Linux stabieler auf meiner Hardware als zuletzt Win 10.

Nun ist noch der aufbau eines kleines Servers für Jellyfin, PiHole + Unbount (Läuft imo noch auf einem RasPi), File- und Game Server in arbeit aber auch das wird schon (Denke ich - Als Windows Umsteiger).

Aber im grunde sagt dein Post ja auch nur, das Du es magst das Produkt zu sein - oder?
 
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Es gibt immer noch Software, die problemloser unter X als unter Wayland laufen und wo Xwayland nichts bringt.

Habe gehofft, dass Plasma noch eine ganze Weile X unterstützt, zumal das stellenweise so kommuniziert wurde.

Mal schauen wie Valve darauf reagiert, die Desktop-Session von SteamOS nutzt afaik Xorg und lässt den Compositor für Spiele in einem Wayland-Fenster laufen.
 
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Pramde schrieb:
Onkel Erwin Mitte 40, macht den Schwenk zu Linux und hat vorher halt immer Windoof benutzt und da eigentlich auch nur Office und seine Eisenbahn Software...
Jetzt ist man als 40+ schon der Dummi, der gerade so den Rechner eingeschaltet bekommt. 😭 Das lässt sich nicht beliebig fortsetzen, dass die "Alten" alle keine Ahnung von PCs haben. Wer in den 80ern geboren wurde hat ggf. selbst an Heimcomputern (also vor dem IBM PC) rumgelötet. 😛

On topic: Ich find es ist ein wichtiger Schritt. Gerade im OpenSource Bereich sind Kapazitäten begrenzt und viel eher ratsam alte Zöpfe abzuschneiden. Im Zweifel kann man die Software, die dadurch nicht mehr funktioniert Dank OpenSource selbst fixen, wenn es wirklich wichtig ist.
 
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