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News Plantation Simulator: Bundesnetzagentur ermittelt gegen Steam

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Kaufmannsladen schrieb:
Klassisches Strohmann-Argument.
Das Wort, das du suchst, heißt Whataboutism und ist ein unsäglicher Killer jeglicher sachlichen Diskussion.

Aber zum Thema: Warum ist es okay, dass der Regisseur von 12 Years a Slave komplett die Handlungen einer historischen Begebenheit nachstellt, aber wenn man selbst diese Begebenheit nachspielt, ist es plötzlich verwerflich?

Ein Spiel lässt uns diese historische Grausamkeit nicht nur passiv konsumieren, sondern durch die Interaktion die Perversität dieses Systems erst recht begreifen. Kunst darf und muss wehtun – egal in welchem Medium.
 
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Mal wieder nur ein Mittel zum Zweck und zwar das einige Lobbisten gegen Steam vorgehen, weil es denen ein Dorn im Auge ist.

Hier die offizielle Ankündigung der Agentur.
https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/20260612_DSC.html
Zitat:
Nach dem DSA ist Steam verpflichtet, ein leicht zugängliches und benutzerfreundliches Verfahren zur Meldung möglicher rechtswidriger Inhalte bereitzustellen und diese Meldungen unverzüglich und sorgfältig zu prüfen
Desweiteren:
Dabei spielt es keine Rolle, ob der Inhalt tatsächlich rechtswidrig ist, was letztverbindlich nur Gerichte entscheiden.
Wenn es nach denen geht muss auf jeder Seite ganz oben in Regenbogenfarben ein Button stehen mit: "Ich fühle mich diskreminiert". Und wenn der (anonym) geklickt wird muss SOFORT das Spiel von allen Festplatten gelöscht werden.
Und nein das ist nicht übertrieben, denn genau DAS verlangen die.

Steam selbst hat auch nach der öffentlichen Kritik nicht erkennen lassen, ob es den Inhalt des Spiels geprüft, darüber entschieden, sowie über die Entscheidung informiert hat.
Man muss eine DSA-Meldung an Steam machen und nicht in irgendwelchen Reddit-Forum rum eiern.
Und man scheint hier künstlich öffentlich Druck zu machen.

Und warum Steam keine Antwort gibt? Nun weil es Menschen gibt die die Grenzen zum trollen ausloten und ansonsten massiv DSA-Meldungen an Steam schicken würden. Dieselben Leute die auch schlechte Reviews hinterlassen, wenn ihnen was bei einem Spiel nicht gefällt.

Aber ja.
Auf Steam findet man gaaanz unten einen Link zu Rechtliches und da steht in Relation zu DSA folgendes:
1781297197787.png

Die Nutzerzahl ist deshalb wichtig, da man laut DSA besondere Maßnahmen durchführen muss, wenn man über 45 Millionen aktive monatliche Nutzer hat.

P.S.
Falls einer das Spiel ausprobieren möche, es gibt eine kostenlose Browser Variante vom Entwickler ohne die Patches. Google spuckt es auf Seite 2 raus, wenn man nach "plantation simulator" sucht.
Da fragt man sich dann ob der Entwickler selbst und nicht Steam in die Verantwortung kommen sollte...
Nicht wegen dem Spiel, sondern weil er es absichtlich darauf ankommen lässt...
 
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Das Einzige, was hier Witzig ist, ist das es hierbei nicht um den moralischen abspeckt des Spiels geht und auch nicht darum, ob man Schwarze Sklaven auspeitschen darf oder nicht, sondern um die Sorgfalt Pflicht. Dabei muss ich irgendwie mich an Dungeon Keeper erinnern da musste man seine Arbeiter auch drangsalieren, aber es waren eben Orks.
Ist es etwa weniger Verwerflich Orks zu versklaven?

Und das ist eigentlich ziemlich Krass
 
Wie genau soll Steam eigentlich jedes einzelne Spiel, das veröffentlicht wird auf Ihrer Plattform, auf Inhalt prüfen? Wie soll das bei Millionen von Spielen möglich sein?
 
Ostfriese schrieb:
Anhang anzeigen 1737062

Meine Region ist Europa, bzw. noch präziser eben Deutschland, denke ich...
...es könnte aber natürlich auch an Hamburg liegen. ;)
das gibts in meiner liste auch und ich bin nicht in hamburg...also ist das schon großräumiger...

wenn ich die beschreibung hier im artikel lese klingt mir das entweder nach nem marketing versuch das durch solche aktionen das spiel bekannter gemacht werden soll oder aber es ist egal und kriegt vielleicht kein an 6 Jahre label draufgedrückt...

wenn sowas kritisch ist müsste die meisten spiele irgendwie verschwinden...die hälfte dreht sich ums umbringen von anderen auf diverse weise...dann bleibt uns nur noch der stein simulator oder änliches...
kann mich noch erinnern als gefordert wurde das ein landwirtschaftssimulator das abändern muss das du deine kühe zum schlachthof verkaufen kannst...die wollten da für jeden verkauf irgendwie ein video über grausame tierquälerei...
letztens wurde in nem angelspiel die alkoholischen getränke entfernt, da diese einen bonus gaben...da gibts jetzt alkoholfreien vodka...

ich kann mich noch an spiele wie postal erinnern...bei denen seh ichs ja noch irgendwie ein ;)
 
Zhenwu schrieb:
Aber zum Thema: Warum ist es okay, dass der Regisseur von 12 Years a Slave komplett die Handlungen einer historischen Begebenheit nachstellt, aber wenn man selbst diese Begebenheit nachspielt, ist es plötzlich verwerflich?
Das ist nicht plötzlich verwerflich, sondern in dem man inne hält und gescheit darüber nachdenkt.

Zhenwu schrieb:
Ein Spiel lässt uns diese historische Grausamkeit nicht nur passiv konsumieren, sondern durch die Interaktion die Perversität dieses Systems erst recht begreifen.
In 12 Years a Slave beobachtet man aus der Sicht eines Opfers die Grausamkeit eines Systems in all seiner Brutalität. Es wird einem das Gräuel lediglich gezeigt und wenn man seine Empathie walten lässt, schafft es der Regisseur eine Abscheu gegen dieses menschenfeindliche System zu erzeugen.

In dem hier genannten Spiel agiert man in der Rolle des Täters. Einem Plantagenbesitzer und Sklaventreiber. Ein Spiel welches völlig klar den wirtschaftlichen Ertrag der Plantage als das Ziel in den Fokus rückt.
Die Sklaverei mit der gewirtschaftet wird ist nicht „nur“ ein Mittel zum Zweck, sondern wird als belohnendes Werkzeug integriert. Und zwar indem das Auspeitschen der eigenen Sklaven den Ertrag, dass Ziel welches zuvorderst im Spielmittelpunkt steht, antreibt.
Der Spieler wird daher in der Rolle des Plantangenbetreibers belohnt Schmerzen zu verteilen um seine Belohnung zu erhöhen.
Eine Vermittlung des grausamen Kontext geschieht hierbei in keiner Weise, auch nicht im Sinne eines ausgeklügelten Perspektivwechsels.
Zhenwu schrieb:
Kunst darf und muss wehtun – egal in welchem Medium.
Das stimmt, aber man darf sich auch nicht hinter ihr verstecken oder es zulassen, dass Menschen sie missbrauchen. Die Anlässe die den Verdacht zulassen, hier fände solch ein missbrauch wohlmöglich statt, habe ich oben versucht zu erläutern.
 
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Zhenwu schrieb:
Soweit ich mich erinnere, musste man in Grand Theft Auto V auch Menschen Quälen um an Informationen zu kommen. Ist das Moralisch besser?

So wie ich es verstanden habe, war das auspeitschen eines der Hauptelemente um im Spiel voran zu kommen. Sehr fragwürdig mMm.
Wenn in GTA V eine Aufgabe aus 500 Missionen daraus bestand jemanden zu quälen um Fortschritt zu erlangen, dann sehe ich das eher als stilistisches Mittel und nicht worauf ein Hauptaugenmerk gelegt wird.
 
Zhenwu schrieb:
Ist es moralisch besser als Hitman Menschen zu töten?
Überlege selber: bei Hitman wird ein Mensch getötet, ohne dass er das in der Regel mitbekommt. Er hört einfach auf zu existieren und hatte bis dahin wahrscheinlich das Leben geführt, dass er führen wollte.

Der andere und seine Eltern, seine Großeltern und seine Kinder wurden von Geburt bis Tod versklavt .

Welches Leben würdest du führen wollen als Opfer?

Davon ab stellt sich die moralische Frage alleine aus dem Grund nicht, da das eine ein fiktives Videospiel ist, das andere ein Videospiel, dass auf sehr realen Begebenheiten basiert.
 
SubNatural schrieb:
Das Spiel hatte im Peak 109 Spieler und kostet irgendwas um einen Euro. Entsprechend kennt es keiner, aber Hauptsache wieder ein künstlicher Aufschrei...
Wie in der News steht, geht es dabei Null um das Spiel, sondern ob die Plattform den vorgeschriebenen Melde und Informationsprozess anbietet.


"Deutschland ist für das Verfahren zuständig, weil Steam seinen gesetzlichen Vertreter innerhalb der Europäischen Union hierzulande benannt hat."

Ja guuut okay dafür haben die irgendwie tatsächlich das Bußgeld verdient^^
 
Balkoth schrieb:
Ziemlich lächerlich sich über sowas überhaupt aufzuregen. Kann die Darstellung einer historisch belegten Tatsache in einer Kunstform überhaupt illegal sein. I dont know.
Demnach sind auch Spiele über die Vernichtung der indigen Bevölkerung in Nordamerika durch europäische Siedler OK? Pockenpferdedecke +1000 Schaden?

Ein NS Zwangsarbeit Simulator oder ein KZ Simulator?
Zhenwu schrieb:
Aber zum Thema: Warum ist es okay, dass der Regisseur von 12 Years a Slave komplett die Handlungen einer historischen Begebenheit nachstellt, aber wenn man selbst diese Begebenheit nachspielt, ist es plötzlich verwerflich?
Das eine war kritisch, das andere unkritisch?
 
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Vielleicht lebten diese Leute auch in der Zeit von "Onkel Tom´s Hütte".
 
Auch Valve, so gern ich sie habe, darf sich seinen Pflichten nicht entziehen. Richtig, dass es überprüft wird.

Zhenwu schrieb:
Das Wort, das du suchst, heißt Whataboutism und ist ein unsäglicher Killer jeglicher sachlichen Diskussion.
In diesem Fall ist der Vorwurf zum Whataboutism allerdings angebracht. Du versuchst Unrecht mit Unrecht zu rechtfertigen.
Diese Diskussion verlor schon im 1. Post ihre Sachlichkeit - wurde direkt das Thema verfehlt. Der Stammtischpöbel hat übernommen.

Zhenwu schrieb:
Aber zum Thema: Warum ist es okay, dass der Regisseur von 12 Years a Slave komplett die Handlungen einer historischen Begebenheit nachstellt, aber wenn man selbst diese Begebenheit nachspielt, ist es plötzlich verwerflich?
Kontext. 12 Years a Slave geht kritisch mit der Historie um.

Darum ist Schindlers Liste auch erlaubt und sinnvoll, ein Spiel wie "Auschwitz - Gas Of The Year Edition" aber nicht.

Zhenwu schrieb:
Ein Spiel lässt uns diese historische Grausamkeit nicht nur passiv konsumieren, sondern durch die Interaktion die Perversität dieses Systems erst recht begreifen. Kunst darf und muss wehtun – egal in welchem Medium.
Gab es Konsequenzen im Spiel? War die Auseinandersetzung mit dem Thema kritisch oder wenigstens satirisch?

Frostpunk oder This War Of Mine gehen sensibler mit Themen wie Kinderarbeit, Zwangsprostitution oder Mord um.

Zhenwu schrieb:
Ist es moralisch besser als Hitman Menschen zu töten?
Soweit ich mich erinnere, musste man in Grand Theft Auto V auch Menschen Quälen um an Informationen zu kommen. Ist das Moralisch besser?
Wenn Hitman keine moralischen Zweifel hat, das Töten der Menschen einem "höherem" Zweck dient oder die Opfer wenigstens "böse" sind, gehört Hitman damit eigentlich auf die Liste.

Erinnert sich noch jemand an COD4 - Modern Warfare? Da musste man schlafende Feinde töten. Einfach krank! Interessanter Weise widerspricht das nicht den Genfer Konventionen. Nochmal krank! :freak:
 
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lIlSinonlIl schrieb:
Ich dachte wir wären mittlerweile an dem Punkt angekommen, dass Spiele Kunst sind. In Filmen werden solche Szenen doch genauso dargestellt.
Ich habe mich mit dem Spiel jetzt nicht auseinandergesetzt, aber solange nichts verherlicht wird sehe ich kein Problem.

Das Sklaven in der Vergangenheit für die Arbeit ausgepeitscht wurden ist halt so.

In Uncharted spielt man btw. einen weißen Mann der durch seine Gier nach historischen Artefakten zum Massenmörder wird.
Last of Us 2 hat das sehr schön gezeigt, wie man mit unterschiedlichen Perspektiven auf die selbe Handlung schauen kann.
Einer der beliebtesten Key & Peele Sketches ist genau dieses Thema, Sklavenhaltung. Dave Chapelle hat ähnliches Material. Da wird eine historische Grundlage für seine "Kunst" genommen, ob es nun Humor oder ein Spiel ist sollte da keine Rolle spielen.

So wie ich das sehe ist/war das Spiel totaler Müll und man hat versucht mit etwas Aufschrei Reichweite zu erreichen.
 
Sultanrush schrieb:
Kann man das Spiel überhaupt noch irgendwo erwerben?
Unabhängig des fragwürdigen Inhalts interessiert man sich ähnlich wie bei verbotenen Filmen eher unverdient bzw. ungewollt etwas mehr dafür. Aber das Spiel lohnt lt. Google Recherche vor allem grafisch eher weniger, denn die Beschreibung Pixel Look wäre noch übertrieben.
 
Zhenwu schrieb:
Und genau das wird doch hier kritisiert. Wozu muss das überprüft werden, es passiert moralisch nichts Verwerfliches in dem Spiel.
Wozu bedarf es einer Überprüfung der Kontrollmechanismen seitens Steam, wenns nichts zu kontrollieren gibt?
Es geht darum den Meldeprozess zu Prüfen, ob dieser korrekt umgesetzt wurde. Nicht ob das Spiel jetzt hätte gemeldet werden dürfen. Wenn am Ende der Prüfung steht: Meldeprozess okay sagt das nichts über die Prüfung des Spiels aus. Wenn am Ende der Prüfung steht: Meldeprozess nicht konform umgesetzt sagt das nichts über die Prüfung des Spiels aus.
 
Bürokratie birgt das Risiko, dass Mittel zum Selbstzweck werden. Regeln, Zuständigkeiten und Verfahren verselbstständigen sich so weit, dass sie nicht mehr dem ursprünglichen Ziel dienen, sondern dieses behindern, Verantwortung verschleiern und menschliches Urteilsvermögen durch starres Abarbeiten ersetzen.
 
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Zhenwu schrieb:
Soweit ich mich erinnere, musste man in Grand Theft Auto V auch Menschen Quälen um an Informationen zu kommen. Ist das Moralisch besser?
In einer Aufgabe konnt man sogar Zähne rausreisen oder den Typen fast ertrinken lassen, das finde ich dann genauso unmoralisch aber bei GTA 5 wurde nichts gemacht.
 
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Sultanrush schrieb:
Wie genau soll Steam eigentlich jedes einzelne Spiel, das veröffentlicht wird auf Ihrer Plattform, auf Inhalt prüfen? Wie soll das bei Millionen von Spielen möglich sein?
Das steht so nicht in den Regularien. Steam hat sich verpflichtet, Nachweisen und Meldungen nachzugehen, diese zu prüfen und die Nutzer über das Ergebnis zu informieren. Es reicht also nicht, dass man Meldungen entgegen nimmt und diese intern prüft. Entscheidend ist, über das daraus resultierende Ergebnis allgemein zu informieren. Genau daran wird sich die BNetzA gerade stören.
Woher soll denn der User erkennen, dass Steam bereits eine Prüfung vorgenommen hat? Da das Spiel noch im Store abrufbar war, könnte eine Prüfung stattgefunden haben, muss aber nicht zwingend. Steam hätte auch jedwede Meldung ignorieren können.
 
Sierra1505 schrieb:
In dem hier genannten Spiel agiert man in der Rolle des Täters. Einem Plantagenbesitzer und Sklaventreiber. Ein Spiel welches völlig klar den wirtschaftlichen Ertrag der Plantage als das Ziel in den Fokus rückt.
Du meinst wirklich ein Spiel vermittelt die Brutalität und Grausamkeit weniger als ein Film?

Die Motivation, warum das früher gemacht wurde, ist doch genau diese - Ertrag steigern.
Wieso darf diese Perversion nicht übertragen Werden?

In Black & White konnte ich mein Volk verhungern lassen und Opfer wurden gerne gesehen.. .
 
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