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News Plantation Simulator: Bundesnetzagentur ermittelt gegen Steam

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Ds geht darum, dass Steam bzw. die Verantwortlichen dahinter die Beschwerde/Anfrage nicht bearbeitet haben.
 
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Ich dachte Steam hat schon die Kontrollmechanismen eingeführt damals. Wo dann viele Spiele in unserer Region nicht verfügbar waren.

Aber ganz das auch kontrolliert wird ob das noch so eingehalten wird.

Gesetze bringen ja nichts wenn niemand kontrolliert.
 
Tobi47 schrieb:
So wie ich es verstanden habe, war das auspeitschen eines der Hauptelemente um im Spiel voran zu kommen. Sehr fragwürdig mMm.
Wenn in GTA V eine Aufgabe aus 500 Missionen daraus bestand jemanden zu quälen um Fortschritt zu erlangen, dann sehe ich das eher als stilistisches Mittel und nicht worauf ein Hauptaugenmerk gelegt wird.
Und die anderen 499 Aufgaben bestand darin andere auf die ein oder anderer Art abzuschlachten, wehrlose Passanten totzutreten....
 
Dann hätte inefach der Programmierer einfach bei dem Spiel für Deutschland die Sklaven als Roboter umbennen müssen, dann wärs OK :-) ach des hatten wir schon bei C&C haha, nur witzlos mit dem DSA und die EU selber interresiert auch nich, die hat sich ja selber ausgeklammert.
 
Zhenwu schrieb:
Aber zum Thema: Warum ist es okay, dass der Regisseur von 12 Years a Slave komplett die Handlungen einer historischen Begebenheit nachstellt, aber wenn man selbst diese Begebenheit nachspielt, ist es plötzlich verwerflich?

Es kommt darauf an, wie die künstlerische Darstellung die Handlung kontextualisiert.

Würde "12 years a Slave" die Sklaverei und die Profiteure der Sklaverei glorifizieren, wäre der Aufschrei groß. und das zu Recht. Tatsächlich arbeitet der Film aber die Unmenschlichkeit der Sklaverei heraus und positioniert sich gegen die Sklaverei, wodurch er sich Vorwürfen entzieht, ein "Propaganda Piece" für die Sklaverei der Südstaaten zu sein.

Natürlich kann es vorkommen, dass einzelne Konsumenten den künstlerischen Kontext nicht verstehen oder ignorieren, und ein Kunstwerk, das eigentlich "anti" positioniert ist, als Glorifikation wahrnehmen.

In Videospielen ist diese Problem besonders gegeben, einerseits weil Spielmechaniken meist nur eingeschränkt kontextualisiert werden können, andererseits weil Mods den dargestellten Kontext verändern können. Obendrauf versetzen Videospiele den Spieler in die Rolle des Handelnden. Und zumindest einfache Videospiele können prinzipiell von jedem entwickelt werden. Diese Faktoren zusammen genommen führen dazu, dass sich Videospiele gut eignen, um Teil von medialen Kaleidoskopen in unerwünschten sozialen Kontexten zu werden.

Ich hab mal schnell geschaut, was Plantation Simulator für ein Spiel und natürlich nicht mehr viel gefunden. Aber ich wage dennoch mal die Behauotung, dass die Entwickler nichts unternommen haben, um die Spielinhalte in adäquater Weise üblichen sozialen Normen entsprechend zu kontextualisieren. Einzig die primitive Qualität des Spiels wird verhindern, dass sich White Supremacists beim spielen des Spiels die Flagge der Konföderation über die Schulte geworfen und bei jedem Peitschenhieb "Heritage!" rufen.
 
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Gott oh gott in was für einer verkorksten Zeit wir leben und über was sich aufgeregt wird. Wahnsinn
 
Natürlich ist es richtig und wichtig, dass Plattformen wie Steam nach dem DSA überprüft werden. Transparente Melde- und Prüfverfahren sind keine Kür, sondern eine gesetzliche Pflicht.

Bevor man Steam jedoch pauschal „Versäumnisse“ oder „Rechtsbruch“ vorwirft, muss erst einmal geklärt sein, ob das gemeldete Spiel überhaupt rechtswidrig war. Moralisch fragwürdig ist nicht automatisch illegal. Geschmacklosigkeit ist nicht automatisch ein Gesetzesverstoß.

Wenn die Rechtswidrigkeit eines Inhalts gar nicht feststeht, kann man Steam auch nicht vorwerfen, ein „rechtswidriges“ Spiel nicht entfernt zu haben. Ja ich weiß, in diesem Zusammenhang geht es zunächst darum, ob Steam seine Pflichten nach dem DSA eingehalten hat. Ich bin aber der Meinung, das man die Plattform hier erst in Verantwortung nehmen sollte, wenn überhaupt feststeht, dass das Spiel strafrechtlich problematisch ist.

Natürlich tragen Plattformen Verantwortung. Aber sie können nicht immer zu 100% im Voraus eindeutig feststellen, ob ein Spiel in jedem Land rechtlich zulässig ist. Moral, Ethik und kulturelle Normen unterscheiden sich stark, und viele Inhalte bewegen sich in Grauzonen. Nur weil ein Spiel meinem persönlichen moralischen Kompass widerspricht, heißt das nicht, dass es rechtliche Grenzen überschreitet.

Aber ja, es ist richtig, dass Plattformen überprüft werden, aber dann bitte direkt alle. Und wenn Verstöße gegen den DSA festgestellt werden, müssen diese selbstverständlich sanktioniert und Verbesserungen eingefordert werden.

Ich bin jedoch der Meinung, dass solche Prüfungen immer im Zusammenhang mit dem konkreten Inhalt stehen müssen. Denn man kann einer Plattform nur dann echte Versäumnisse vorwerfen, wenn der Inhalt tatsächlich strafrechtlich relevant ist. Moral und Ethik sind individuell und kulturell geprägt, das Strafrecht hingegen ist klar definiert.

Die USK formuliert es eindeutig:

„Nicht gekennzeichnete und auch indizierte Spiele dürfen (sofern diese nicht strafrechtlich relevant sind) Erwachsenen angeboten und ganz legal gekauft werden.“

Sollte am Ende also festgestellt werden, dass das Spiel strafrechtlich relevant war und Steam im Umgang mit den Meldungen tatsächlich versagt hat, dann ist eine Bestrafung und die Verpflichtung zu Verbesserungen völlig gerechtfertigt. Aber diese Reihenfolge, finde ich, muss eingehalten werden.
 
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Zhenwu schrieb:
Du meinst wirklich ein Spiel vermittelt die Brutalität und Grausamkeit weniger als ein Film?
Ich schrieb explizit „in dem hier genannten Spiel“. Nein dieses Spiel nimmt sich genau dieser Aufgabe nicht an.
Brutalität zeigen und im Kontext vermitteln sind zwei fundamental unterschiedliche Dinge.
 
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floTTes schrieb:
In diesem Fall ist der Vorwurf zum Whataboutism allerdings angebracht. Du versuchst Unrecht mit Unrecht zu rechtfertigen.
Diese Diskussion verlor schon am 1. Post ihre Sachlichkeit - wurde direkt das Thema verfehlt. Der Stammtischpöbel hat übernommen.
Stimmt, wir können ab sofort aufhören Heuchelei und Doppelmoral zu thematisieren. Ist ja alles irgendwie immer Whataboutism.
Es gibt so viele Spiele die Moralisch verwerflich sind aber jetzt auch einmal wird es unglaublich relevant.
floTTes schrieb:
Kontext. 12 Years a Slave geht kritisch mit der Historie um.
Darum ist Schindlers Liste auch erlaubt und sinnvoll, ein Spiel wie "Auschwitz - Gas Of The Year Edition' aber nicht.
Und wer sagt dir das, dass Spiel nicht kritisch mit der Historie umgeht?
floTTes schrieb:
Wenn Hitman keine moralischen Zweifel hat, das Töten der Menschen einem "höherem" Zweck dient oder die Opfer wenigstens "böse" sind, gehört Hitman damit eigentlich auf die Liste.
Ach so, also ist es Ordnung, wenn ich jemanden als Böse hinstelle, um ihn umbringen zu lassen.
Willkommen im tiefen Loch der Heuchelei
floTTes schrieb:
Erinnert sich noch jemand an COD4 - Modern Warfare? Da musste man schlafende Feinde töten. Einfach krank! Interessanter Weise widerspricht das nicht den Genfer Konventionen. Nochmal krank! :freak:
Danke für das tolle Beispiel.
Wieso wurde die Behörde da nicht aktiv, oder bei den ganz vielen anderen Spielen?
 
Was genau hat den eine Regulierungsbehörde wie die Bundesnetzagentur mit solchen Themen zu tun? Strom, Gas und Telekommunikation betrifft echte Menschen.
 
Einerseits soll man die Geschichte auf gar keinen Fall vergessen, deshalb wird im Geschichtsunterricht immer und immer wieder der 2. Weltkrieg zum Thema...
Andererseits ist es scheinbar illegal teil der Geschichte in einem Spiel zu verwenden?

Würde mich nicht wundern, wenn die Entwickler durch den Streisand Effekt reich werden...

All Time Peak war 109 und nun kennen alle das Spiel...
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Tja, ich sehe das zweischneidig, da - wie erwähnt - andere Spiele vom Gewaltfaktor bzw. dem was man im Spiel anstellen kann (morden, foltern, etc.) auch nicht besser sind als der Plantation Simulator (bzgl. des Auspeitschen von Plantagen-Sklaven etwa) und allgemein bin ich auch eher gegen Zensur (es sei denn zum Schutz einer Zielgruppe, bspw. Minderjähriger).

Ob man nun Gewaltverherrlichung anlegt oder aber mögliche Ideologisierung ist dann auch schon ein Unterschied und Versklavung hat definitiv einen ideologischen Hintergrund wohingegen Mord so eine Komponente nicht haben muss.

Ob man hier nicht eine Linie ziehen muss, ist dann auch die Frage, denn wenn man das Steam/Valve durchgehen lassen würde, käme als nächste Stufe auch ein KZ Simulator in Betracht und ob man letzteres auch als:

"es ist ja nur virtuell, da es ein Videospiel ist und nicht real und das kann man auch unter Kunst durchgehen lassen"

ansieht und nicht doch eine Grenze durch ideologische Verherrlichung/Hetze überschritten sieht, finde ich schon bedenklich.

Was sind das denn für Werte, die da vermittelt werden (?) und wer sich jetzt auf Filme bezieht, die versuchen Historie halbwegs akkurat wieder zu geben, sollte bedenken, dass man bei Filmen zuschaut und es meist kritisch per Dialog/Handlung des Films begleitet wird, aber die Handlung nicht aktiv (nach-)spielt und das ist m.E. schon ein großer Unterschied.
Zudem gibt es auch aus guten Gründen zensierte - z.B. Rassismus oder Faschismus verherrlichende - Filme und gerade in Deutschland aufgrund der eigenen Geschichte sollte man das eigentlich auch nachvollziehen können.

Eine Altersbegrenzung alleine fände ich da auch unzureichend und ob es ein Recht darauf geben sollte auf Plattformen wie Steam in Spielen Verbrechen an gewissen Zielgruppen/Minderheiten virtuell zu begehen bzw. diese zu simulieren, die evt. die Verbreitung einer menschenverachtenden Ideologie nahelegen, kann ich dann auch nicht mehr nachvollziehen (da wäre bei mir eine Grenze - nicht nur der Geschmacklosigkeit - überschritten).

Wer braucht denn so etwas?

Insgesamt finde ich schon, daß Steam dafür (für die mangelnde Filterung von ethisch sehr fragwürdigen Spielen) zur Verantwortung gezogen werden sollte, auch wenn ich mir dadurch den Unmut der Steam Fans hier zuziehe, aber natürlich sollte vorher geprüft werden, inwieweit ein Spiel denn zensierwürdig ist (was beim Plantation Simulator scheinbar gegeben war).
 
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@Djura schon bemerkt: Die Kritik geht an die Leute, die so etwas melden!
Den Text der User nicht verstanden?
 
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Djura schrieb:
Nur zur Erinnerung: Nicht das Spiel steht im Fokus der Untersuchung, sondern der Melde‑ und Prüfprozess im Rahmen des DSA. Also der bürokratische Teil – nicht der digitale Endgegner.
Und warum wurde ein solcher Prozess von den Franzosen bei diesem Spiel und nicht bei anderen angestoßen? Diese Kommentare gehen daher keineswegs am Thema vorbei.
 
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