Zuletzt gesehener Film (1. Beitrag beachten!)

Judge Dredd (1995)
Hatte mir neulich den Streifen zum ersten Mal überhaupt angesehen. Eigentlich mag ich die Action Filme aus den 90ern und frühen 2000er sehr, auch Stallone, aber hier kam's irgendwie bisher nie zu einer Gelegenheit. Das wollte ich nachholen.

Und irgendwie konnte mich der Film nicht 100% abholen. Silvester Stallone als Judge "Dredd" wirkt irgendwie sehr hölzern und steif, der gesamte Film sogar recht "trashig" - sofern das keine Absicht gewesen ist, weil man Rob Schneider unbedingt als Sidekick besetzen musste. Oder mir ging nur die deutsche Synchro von ihm so sehr auf die Nerven. Actiongeladen war der Streifen allerdings.

Wirkte in der Gesamtheit allerdings eher wie ein B-Movie auf mich und technisch etwas hinter dem älteren Demolition Man von '93 - keine Ahnung, woran's gelegen hat. Hatte trotzdem Spaß, obwohl oder gerade weil ich ihn eher ironisch aufgenommen habe.

Da ich die Comicvorlage nicht kenne, kann ich diesbezüglich kein Urteil fällen. Laut Kritiken soll der Nachfolger ja näher an der Comicvorlage sein, womit...

...ich mir paar Tage später dann auch noch Dredd (2012) angesehen habe, der wohl keine echte Fortsetzung, sondern eine Neuinterpretation sein will. Mit Karl Urban hab ich viel erwartet. Und mit seinem Sidekick Olivia Thirlby konnte ich mich ebenso deutlich besser anfreunden, wenn auch ich ihre Rolle (aufgrund ihrer Fähigkeiten, ansonsten ohne groß zu spoilern) schwierig fand. Die Action fand ich hier ebenso passend wie unterhaltsam, natürlich machen 17 Jahre hier auch in technischer Hinsicht visuell Eindruck.

Diesen Teil hab ich auch als deutlich ernsthafteren Film aufgefasst. Karl Urban hat für mich auch gut die Rolle des Dredd verkörpert, nur dieser künstlich ernste Blick durch die krampfhaft heruntergezogenen Mundwinkel fand ich etwas weird. Aber unterm Strich hatte ich mit diesem Film sogar 'nen Ticken mehr Spaß.

Judge Dredd = 5/10 (aber ironisch, sonst eher 3/10)
Dredd = 6/10
 
@TheManneken Dredd, also den mit Karl Urban fand ich super. Hab ja hier in dem Thread mal 7,5/10 gegeben. Ich hoffe ja, dass es dazu mal eine Fortsetzung gibt, Urban wäre dem ja nicht abgeneigt.
 
Mach' ich mal mit.:D

"Judge Dredd" ist in meinen Augen einer der wenigen, schwächeren Filme mit Stallone. Auch, wenn ich den Streifen schon einige Male gesehen habe. Schade eigentlich, denn das Drehbuch hatte damals schon viel Potenzial gehabt, leider vom damaligen Regisseur Danny Cannon noch nicht so toll umgesetzt. Ich gebe 6/10

Schon besser hingegen war der Streifen "Dredd" mit Karl Urban, ja. 7/10. Trotzdem bin ich mir sicher, das geht noch besser und daher würde ich mich auf eine dritte Verfilmung freuen, da ich die Idee mit Cop und Richter in einem echt klasse finde.:daumen:
 
The Wild Robot LINK

Ein gestrandeter Serviceroboter trifft auf der Suche nach einer Aufgabe auf ein einsames Gänseei.

Ein Film in drei Teilen: Die ersten 30 Minuten sind die witzigsten und besten. Mit viel schwarzem Humor und Slapstick.
In den zweiten 30 Minuten wird es emotionaler, mit vielen Montagen um dann im letzten Teil unpassende Action und eine Tier-Kommune einzuwerfen.

Der Film sieht hervorragend aus, nur der Roboter war mir etwas zu gummihaft und unlogisch. Emotional ist der Film ab dem zweiten Akt subtil wie ein Vorschlaghammer, meine Freundin hat geweint wie ein Schloßhund.

8/10
 
Nachdem wir uns noch einmal das Original angesehen haben, haben wir uns das Remake von The Crow (2024) angeschaut. Sehr verwirrend war das hier die gleichen Personen dargestellt werden, die Geschichte aber eine völlig andere ist.
Das Original ist nach wie vor einer meiner absoluten Evergreens und lebt von seinen Bildern, der dichten Atmosphäre und einem genialen Soundtrack. Damals wurde dem Film vorgeworfen das die Geschichte zu einfach gestrickt wäre.
Alles Dinge die das Remake nicht hat. Die Story ist unnötig aufgebauscht mit mystischen Kräften aus der Hölle (netter alter Opa) und side stories die den Film nicht vorran bringen. Hier wäre weniger mehr und glaubwürdiger gewesen. Die Krähe macht hier eigentlich gar keinen Sinn mehr. Im Original hat sie Eric noch geführt, im Remake fliegt manchmal eine Krähe hinter ihm durchs Bild, warum??
Es wird hier scheinbar versucht einen Zeitgeist einzufangen der mir jedenfalls gar nicht gefällt. Möglichst unglaubwürdige Geschichte, möglichst brutal, hoher Bodycount. Die größte Schwäche ist für mich (mal wieder) das Drehbuch. Das wirkt auf mich immer öfter als wäre es während des Drehs zehn mal geändert worden.
The Crow (1994) 8/10
The Crow (2024) 4/10


The wild robot hat uns auch gut gefallen. War schön. Meine Frau hat aber nicht geheult :p
 
Meine Freundin ist sowieso nah am Wasser gebaut. Aber bei “The Wild Robot” saß sie ab dem zweiten Akt mit Taschentüchern da und es wurde bis zum Abspann nicht besser.

Zwar unpassend zur Jahreszeit, aber bis Filme in unser Streaming aufgenommen werden dauert es halt manchmal:

Red One LINK

Dwayne Johnson und Chris Evans müssen den entführten Weihnachtsmann (J.K. Simmons) retten.

Starbesetze Action-Buddy-Comedy, mit Dwayne Johnson als Dwayne Johnson und Chris Evans als krimineller Superhacker/-tracker (was im Film nach den ersten 10min keine Rolle mehr spielt). Man versucht zwar möglichst viele (Weihnachts)mythen in den Film zu packen, aber es kommt nie (Weihnachts)stimmung auf. Dafür sind die Sets zu klein, alles zu dunkel, die Charaktere zu flach und alles zu viel CGI.

3/10
 
Ja, Red One war kein Highlight der Filmgeschichte. Aber die Szenen am Schluss in denen gezeigt wird wie der Weihnachtsmann es schafft in einer Nacht alle Geschenke zu verteilen fand ich absolut göttlich. :p
 
Wie er es wirklich schafft 2 Milliarden Kinder zu besuchen wird ja nicht wirklich gezeigt. Mich hat das eher an die Montage aus “How the Grinch stole Christmas” erinnert.
Lustig wäre die Vorstellung, dass auf dem Schlitten die Zeit anders verläuft und Chris Evans mit seinem Sohn 2-3 Jahre auf dem Schlitten festsitzen.

Anderer Film:

Deadpool 2 LINK

Nachdem seine Freundin von Gangstern erschossen wurde, versucht Deadpool sich selber umzubringen oder wenigstens sein Leben in den Griff zu bekommen.

Der schwächste Teil der Reihe mit zu vielen Sidegags und ohne klares Ziel. So gut wie jeder Witz muss gnadenlos in den Boden gerammt werden, während man zeitgleich versucht eine eigentlich emotionale Geschichte zu erzählen. Reynolds hat hier einfach keinen Gegenpol, der ihn ausgleicht.

6/10
 
Hab mir die 3 Star Trek Filme der Kelvin Timeline nochmal angesehen, Spock & Pille waren ganz unterhaltsam aber sonst werd ich kein Freund davon.

- Star Trek (2009) 6/10 hier nervt mich vor allem die Kelvin Timeline an sich, da hat man sich einen simplen Grund geschaffen die Filme frei gestalten zu können ohne Rücksicht auf den Kanon.
Warum muss man Vulkan zerstören? Bringt überhaupt keinen Mehrwert für die Story und spielt in den Folgenden Filmen keine relevante Rolle mehr, war halt ne fette Szene fürs Kino.
Nero ist auch ein völlig uninteressanter Gegner dessen einzige Fähigkeit sein überlegenes Schiff ist.

- Star Trek Into Darkness 5/10
Für mich der klare Tiefpunkt der Trilogie, das ganze Star Trek Setting spielt eigentlich keine Rolle für den Film, könnte man auch als Agenten Actionstreifen umsetzen ohne etwas zu verlieren, wirklich ausgeklügelt ist die Handlung auch nicht, viel Action wenig Star Trek.
Khan ist in Ansätzen interessant, darauf wird aber nicht aufgebaut und am Ende ist er auch nur für überflüssige Actionszenen zuständig.

- Star Trek Beyond 6/10
Fühlt sich noch am ehesten nach Star Trek an aber der Gegner ist auch wieder null charismatisch und die bullshit Lösung am Ende ist dann auch mehr als ich ertrage.
Warum sollten Rockmusik Frequenzen dafür sorgen, dass die Schiffe direkt in Flammen aufgehen?

Jede Folge Strange New Worlds ist 10 mal besser als die Filme.
 
Ich als jemand der nicht so viel mit Star Trek anfangen kann, fand die Filme eigentlich recht unterhaltsam. :D Das war wahrscheinlich auch das Ziel, mehr Leute in das Franchise zu holen anstatt nur die Trekkies.
 
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HAse_ONE schrieb:
Ich als jemand der nicht so viel mit Star Trek anfangen kann, fand die Filme eigentlich recht unterhaltsam
Geht mir genauso. Ich fand die gut und auch sehr gut besetzt. Glaub man verdirbt sich selber vieles, wenn man zu viel darüber nachdenkt. Es sind Filme, die der Unterhaltung dienen. Mehr nicht. ¯\(ツ)/¯
 
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Gut besetzt fand ich die auch, unterhalten haben sie mich auch, aber halt nur mittelmäßig. Ich schaue Star Trek ja primär weil ich auf SciFi stehe und Star Trek mag. Wenn ich einen Actionstreifen sehen will dann brauche ich dazu kein Star Trek und wenn man Star Trek zu sehr zum Mainstream Actionkino macht dann macht man es halt auch austauschbar.
Ich will etwas sehen das mich fasziniert, das zum nachdenken anregt, ich will einen Gegner oder ein Problem an das man sich erinnert, ich will eine epische Handlung die das Gefühl vermittelt dass sich da jemand länger als 5 Minuten Gedanken darüber gemacht hat.
Keine Ahnung wann ich First Contact zuletzt gesehen habe aber dessen Handlung kenne ich noch, dessen Widersacher ist eine Legende - die Handlung der Kelvin Timeline Filme hab ich nächste Woche wieder vergessen.

Bis hierher und nicht weiter! Oder so...
 
Man hat halt eine Marke mit Erkennungswert und Fanbase genommen und dann für die Masse weichgespült oder direkt ein Skript für einen anderen Film genommen und ein paar Namen geändert. Um die eigentliche Fanbase kümmert man sich da nicht.

The Lobster LINK

Colin Farrell muss in einem Hotel einen Partner finden, bevor er in einen Hummer verwandelt wird.

Extrem verwirrend und verstörender Film als Metapher über modernes Dating und Beziehungen. Teilweise extrem brutal und kalt, wobei es nie absurd genug wurde um witzig zu werden. Farrell spielt überzeugend, denn meist hatte ich den Eindruck, dass er genauso verwirrt ist wie der Zuschauer.

6/10
 
Ich glaube Lobster schaue ich mir auch mal an. Sieht witzig aus.

Auch ein sehr ungewöhnlicher Film: Here (Prime)
Eine (bis auf den Schluss) fest verortete Kamera die von der Kreidezeit bis heute filmt was im Laufe der Geschichte so passiert. Die meiste Zeit spielt dabei im Wohnzimmer eines Hauses, Hauptaugenmerk wird auf die Liebe und den Tod gelegt. Die Szenen springen dabei wild in der Zeitgeschichte vor und zurück, die Personen der verschiedenen Zeitlinien haben im Prinzip nichts miteinander zu tun, auch eine grundlegende Geschichte gibt es nicht. Es werden lediglich Szenen aus dem Leben eingefangen.
Das Ganze ist schon recht interessant und intelligent umgesetzt, auch wie Zeitgeschichte, teilweise beiläufig, in die Szenen mit aufgenommen werden (Vietnam, Corona, George Floyd,...).
Die jüngere CGI Version von Tom Hanks wirkte allerdings etwas hölzern und recht begrenzt in seiner Mimik.
Für einen interessanten Film 6/10
 
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Boarderlands
Die Spiele waren nette verrückte Shooter, aber ich kann mich kaum an eine Story erinnern. Hauptsache verrückte Sachen zum Ballern verwenden.
Den Film fand ich super lustig und unterhaltsam. Ich kann die Kritiken zwar sehr gut verstehen, aber wenn man einfach einen trashigen Film schauen will und es nicht so ernst mit der Genauigkeit zum Spiel nimmt, dann kann man durchaus viel Freude am zuschauen haben. Erinnert mich ein wenig an Tank Girl. Genauso bekloppt. Tüte Popcorn, Hirn aus, anschauen und Spaß haben. Unter dieser Vorraussetzung, von mir eine 8/10
 
Die Hard LINK

Polizist John McClane ist die einzige Hoffnung als eine Gruppe Terroristen eine Weihnachtsparty in Nakatomi Plaza stürmen und alle Anwesenden als Geisel nehmen.

Klassiker der Actionfilmgeschichte, der ein eigenes Subgerne erschuf. Bruce Willis und Allen Rickman spielen genial gegeneinander und die Action ist bombastisch. Nach der ersten Panik ist Willis noch relativ arrogant und überheblich, wird über den Film aber immer verwundbarer, müder und verzweifelter. Und auch Allen Rickman fällt gemeinsam mit Nakatomi Plaza auseinander.

Einfach nur ein Film über einen Mann, der versucht das Richtige zu tun.

10/10
 
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Reaktionen: R++, Bolder, Revolvermann01 und 2 andere
@Axxid Ich finde den dritten Teil am besten: Stirb langsam: Jetzt erst recht
Da bekommt Bruce Willis, Samuel L. Jackson unfreiwillig als "Partner". Der Film ist sehr unterhaltsam. Und das einzige Mal, dass Willis mit der deutschen Synchronstimme von Arnie (Thomas Danneberg) synchronisiert wurde (ich glaube, Manfred Lehmann war damals erkrankt oder anderweitig verhindert). Egal. Auf jeden Fall macht der Streifen echt Laune, 8,5/10.
 
Ich arbeite mich gerade durch die Reihe. Die restlichen Reviews werde ich dann die Tage posten.
 
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