RealMax123 schrieb:
Es geht ja nicht nur um die CPU allein, sondern um die Gesamtkosten.
Und die wären bei AM4 schon günstiger, wenn man Mainboard und DDR4 RAM behalten kann, und nur die CPU tauschen muss.
Oder auch wenn man komplett neu kaufen muss bekommt man AM4 Mainboard und DDR4 RAM günstig als Restposten oder gebaucht was den Systembuild günstig macht.
Mit DDR4 bekommst du bei Alder Lake und Raptor Lake aber keine konkurrenzfähige Performance. Bei einem hypothetischen Zen4 oder Zen5 mit DDR4 wäre das gleiche Problem.
Bei Intel LGA1200-CPUs ist noch zusätzlich das Problem, dass der Stromverbrauch in neue Dimensionen vorgestoßen ist, was hohe Anforderungen (=teuer) an Kühlung und Netzteil gestellt hat.
Powl_0 schrieb:
Das Interesse war unter anderem enorm gering, weil alle drei in keiner Form offiziell von AMD angekündigt oder großartig aktiv unterstützt wurden.
Die Steam Deck APU ist bis zum Launch des Ryzen Z2A auch in keiner Form offziell von AMD angekündigt und unterstützt gewesen.
Trotzdem wurden 3 Millionen oder so verkauft.
Powl_0 schrieb:
Die Dinger kamen als einzelne fertige Boards als absolutes Nischenprodukt auf den Markt ohne je wirklich an Kunden vermarktet zu werden.
Das legt schon die Vermutung nahe, dass es nur Ausschussverwertung in sehr geringer Stückzahl ist.
PS5 hat wieviel verkauft? 72 Millionen? Dass es Ausschuss nur in sehr geringen Stückzahlen gegeben haben soll ist unglaubwürdig.
Der Grund ist u.a. dass für einen PC die PCIe lanes fehlen.
Powl_0 schrieb:
Konjunktiv hilft hier leider nicht. Es ist ein semicustom Design, da wird der Kunde sicherlich Mitspracherecht an der Verwendung abseits des angedachten Produkts haben. Ist doch generell bei den meisten Auftragsarbeiten so.
Semicustom bedeutet: Kunde hat begrenzt Ahnung von Chipdesign und sagt zu AMD, "bau mir einen Chip mit X Zen2-Kernen, YY RDNA2-CUs, und ZZZ-bit GDDR6-Controller." AMD liefert.
Welche Rechte bekommt der Kunde dadurch am Design?
Bei Microsoft ist Zen2 und RDNA2 sogar weitgehend ohne Modifikationen drin.
Sony hat die Zen2-FPU modifiziert und RDNA1 mit Teilen von RDNA2 (z.B. Raytracing) und fully-custom Elementen drin, da wäre zumindest das Argument mit dem Mitspracherecht nicht völlig abwegig. Aber Mark Cerny hat in dem obigen Video ja ausdrücklich begrüßt dass AMD Sonys Techniken in PC-GPUs einfließen lässt.
Powl_0 schrieb:
Wenn ich mir so die Anleitung zur Einrichtung des BC-250 überfliege, ist das hauptsächlich Gefrickel, weil kein offizieller Support. "prima" ist anders.
Offizieller Softwaresupport unter Linux. Du kannst ein Arch Linux oder Fedora ganz normal drauf installieren und es läuft. Bei Ubuntu vielleicht noch bis zum nächsten Release warten.
Powl_0 schrieb:
Ist das so? War es nicht eher ein Semicustom Design für Valve bzw von Valve beauftragt?
Sonst hätten wir die APU sicherlich viel früher auch in anderen Produkten gesehen.
Van Gogh erschien auf früheren geleakten Roadmaps von AMD.
Valve ist nicht der erste Kunde für Van Gogh.
In Van Gogh ist eine NPU drin, die ist für Valve nutzlos und daher im Steam Deck deaktiviert. Und in dem die-shrink Sephiroth ist die NPU nicht einmal vorhanden.
Quidproquo77 schrieb:
Das geht mit diesem RAM:
https://www.mindfactory.de/product_...eme-DDR5-7600-DIMM-CL36-Dual-Kit_1519196.html
Für ca 120 Euro läuft dieser auch mit etwas mehr Spannung auf 8000 MHz bei CL36. Damit sind ca 15% zu holen.
Das ist aber ein Risiko. DDR5-7600 (nicht-CUDIMM) ist schon an der Grenze dessen, was mit "einfach nur XMP anschalten" stabil geht. Ich habe auch mal für ein paar B860er Mainboards nachgesehen und der RAM ist auf keiner QVL drauf, es wird also niemand garantieren, dass es funktioniert.
Quidproquo77 schrieb:
Man muss auch sagen das PCGH-Test eher einen Ausreißer darstellt. Selbst die CB-Redakteure hatten sich im Forum etwas verwundert über die Ergebnisse gezeigt.
Quidproquo77 schrieb:
Warum genau zitierst du den Parcours mit nur 3 Spielen?
Wahrscheinlich aus dem gleichen Grund warum du PCGH zitierst.