News Bundesregierung: Reform soll Glasfaserausbau in Gebäuden beschleunigen

Zugang zu Gebäudenetzen für mehrere Internet-Provider​


Die Neuregelung umfasst auch den Zugang von anderen Internet-Anbietern zu den Netzen innerhalb der Gebäude. Dieser soll diskriminierungsfrei sein. Selbst wenn ein bestimmtes Unternehmen ausbaut, erhalten Kunden damit die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Anbietern zu wählen.
Mega, das ist die beste Änderung für mich persönlich.
Aktuell liegt bei uns zwar Glasfaser, aber von Pyur/Telecolumbus und das ist letzter Müll.
Mit der Änderung dürfte es damit deutlich einfacher werden den Provider zu wechseln nach 3 Jahren Leiden.
 
emulbetsup schrieb:
Ist eigentlich klar, wer die Rechnung in erster Instanz für diesen Glasfaserausbau Inhouse tragen soll?

Vermieter? Staat? Provider?
Als Vermieter würde ich das selbstverständlich auf die Nebenkosten umlegen. Das darf ich als Vermieter bereits auch wenn ich einen ftth Anschluss legen lasse.
Die Mieter wollen ftth? Dann müssen sie es auch mit bezahlen.

Dank dem Gesetz kriegt dann auch Oma Trude in ihrer Bude ftth und ne Nebenkostenerhöhung.
 
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Das Thema sollte im Interesse der Provider sein um kosten zu sparen und die Zuverlässigkeit zu steigern. Warum die das von sich aus nicht machen ist mir ein Rätsel, ohne Witz. Einmal Kosten für die Umrüstung können es ja nun nicht sein.
 
Vom Gedanken her gut. Aber, je mehr die Vermieter das Gefühl haben, die Souveränität über ihre Immobilie zu verlieren und schleichend über immer neue Auflagen, Regeln & Gesetze enteignet zu werden, desto mehr werden sich aus der Vermietung zurückziehen. Der Vorteil des Mieters ist der Nachteil des Vermieters. Wem das nicht gefällt, kann sich gern selbst Wohneigentum schaffen, dann muss man sich auch nicht über den Vermieter aufregen. Fordern ist immer leicht. Es gilt einen für beide Seiten gangbaren Weg zu finden. Eine (teilweise) Umlage auf die Mieter, bei übermäßig hohem Aufwand, wäre bspw. eine Möglichkeit, schließlich sind es jene die den Anschluss unbedingt wollen.

Mir reicht das aktuelle Mietrecht bereits um kein Vermieter werden zu wollen.
 
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Dr. MaRV schrieb:
Aber, je mehr die Vermieter das Gefühl haben, die Souveränität über ihre Immobilie zu verlieren und schleichend über immer neue Auflagen, Regeln & Gesetze enteignet zu werden, desto mehr werden sich aus der Vermietung zurückziehen. Der Vorteil des Mieters ist der Nachteil des Vermieters. Wem das nicht gefällt, kann sich gern selbst Wohneigentum schaffen, dann muss man sich auch nicht über den Vermieter aufregen.
Wäre zu begrüßen um das elende Vermietergesindel loszuwerden, was sich nicht um Probleme im Haus kümmert oder aktiv Modernisierungen verhindert.
Wem das nicht gefällt kann sich ja einfach selbst nen Privatflugzeug kaufen und nach Südkorea für schnelles Netz fliegen.
:freak:
 
Ich habe hier ein interessantes Dokument der Telekom gefunden.
 

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Ich glaube diese Regierung wird das nicht hinbekommen .
Es müssten Menschen mit Berufsausbildung solche Posten übernehmen
 
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emulbetsup schrieb:
Wird das berücksichtigt oder überbaut?

muss überbaut werden, wenn die Wohneinheiten alle einzelne Anschlüsse haben.

Denn der Datenverkehr zum ISP darf für dritte nicht direkt zugänglich sein, was aber bei einer strukturierten Verkabelung mit Standardkomponenten möglich wäre. Zudem wäre das dann nicht FTTH, sondern FTTB (Fibre to the Building).

Das einzigste was vorstellbar wäre in dem Fall wären ONTs in einen abgeschlossenen Schrank und von denen direkte LAN Kabel in die Wohnungen zu den jeweiligen Routern.
Aber selbst da gibt es dann Vorschrifen.
 
Hmm...
Auch wenn mir als Mieter mit genau so einer Fallkonstellation behaftet das willkommen sein sollte, zeigt's letztlich nur leider wieder einmal die Unfähigkeit der Politik solche Projekte gleich von Anfang an bis "zum Schluß zu denken und zu konzeptionieren" sowie mit der benötigten Konsequenz für Konsistenzausprägung zu gestalten. 🤷‍♂️
Natürlich werden jetzt nachträgliche "Verpflichtungen" für Vermieter wieder als Souveränitätsverlust, Ungleichbelastung gegenüber den Mietern sowie in gewisser Weise als "Enteignung" wahr genommen und das wohl auch nicht zu Unrecht. Die Befürchtung damit wieder potentiell Wohnraumverlust zu provozieren ist nicht von der Hand zu weisen.
Leider will sich niemand eingestehen, dass das blinde, teils naive Vertrauen des "Staates" auf das Funktionieren der Marktinstrumente "Angebot" sowie "Nachfrage" basierend auf freiwilliger Befolgung aller Marktteilnehmer nach wie vor uneingeschränkt vorhanden wäre, wie's benötigt würde, mittlerweile im Zeitenfortschritt und der libertären Ausprägung der Individualinteressenbeförderung verloren gegangen ist.
Der Markt funktioniert nach dem Prinzip so eben nicht mehr, zumind. nicht für "alle", die daran teilnehmen (müssen), also auch die Konsumenten!​



@Yakomo:
Yakomo schrieb:
Muss der Eigentümer halt entsprechende Fachfirmen beauftragen.
Das ist halt das auch gesellschaftlich bestehend grundlegende Mißverständnis sowie die Wirkungsdiskrepanz zwischen dem Vermieter- und dem Mieter- bzw. Konsumentenbedürfnis - insbesondere, wenn der Vermieter nicht selbst im Vermietobjekt wohnhaft ist und ebenso jenen Versorgungsbedarf hat.

@DeusoftheWired:​
DeusoftheWired schrieb:
Die scheuen aber häufig den Aufwand, obwohl es eine Immobilie aufwertet.
Das ist eben ein eminenter Annahmeirrtum, weil das eben insbesondere viele Immobilieneigentümer grad' nicht so sehen im Verhältnis zum oftmals selbst zu leistenden (Kosten)Aufwand.

@hel666:​
hel666 schrieb:
[...] die Verlegung im Haus eine Herausforderung darstellt.
Überwiegend aber nur bei Bestandsimmobilien, die mittlerweile bautechnisch sehr "verwurstet" sind oder bei früheren Baumaßnahmen aus falscher Sparsamkeit eben nicht für Nachrüstung mitgedacht wurde und somit dann heutzutage ziemlich kostenträchtig würden - da wird sich halt - durchaus nachvollziehbar und legitimerweise, allerdings nicht klug - vor "gedrückt".

@imperialvicar:​
imperialvicar schrieb:
Es müssten Menschen mit Berufsausbildung solche Posten übernehmen
Welche "Posten" genau sind denn von Menschen ohne "Berufsausbildung" besetzt?
Sorry, das ist nur stumpf-eindimensionale Stammtisch-Polemik, aber man kann sich ja mal anschauen, welche Berufsausbildung denn wohl prädestiniert wäre:
bspw. die als Jurist, um zu wissen, was gesetzlich/rechtlich überhaupt umsetzbar sein darf oder als Betriebswirt, um das kostenrechnerisch wirtschaftlich zu halten oder als Ingenieur, um das technisch zu konzeptionieren oder jeweils aus den einzelnen Gewerken, um das zu realisieren?
Oder vllt. doch den Kommunikationswissenschaftler, Philosophen oder Therapeuten, um die jeweiligen Interessendiskrepanzen der verschiedenen beteiligten (Interessen)Parteien zu verbinden?
Is' wohl doch nicht so simpel, gell?!​
 
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Hier (Provinz) liegen die Kabel schon seit über 3 Jahren vor dem Haus in der Erde, aber die Firmen, die den Ausbau fertigstellen sollen, gehen vorher immer pleite...
 
Sebbi schrieb:
Viele den diesen Mitgliedern bauen selbst entweder gar nicht oder nur mit 100 % Förderung aus und sahnen dann ab. Investitionen und Längerfristige Refinanzierung werden gescheut wie die Pest.
100% Förderung gibt es für die Anbieter nicht.

Man liest oft: „Ausbau wird zu 90% gefördert, Landkreis zahlt 10% Eigenanteil“. Das sind dann 100%, aber das bezieht sich auf den Angebotspreis aus der Ausschreibung. Das sind nicht die Gesamtkosten für den ausbauenden Anbieter.
 
ruthi91 schrieb:
Wäre zu begrüßen um das elende Vermietergesindel loszuwerden, was sich nicht um Probleme im Haus kümmert oder aktiv Modernisierungen verhindert.
Wem das nicht gefällt kann sich ja einfach selbst nen Privatflugzeug kaufen und nach Südkorea für schnelles Netz fliegen.
:freak:
https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__536.html
Du kannst als Mieter deine Mietzahlungen kürzen, wenn du den vermieter zuvor schriftlich auf den/die Mängel aufmerksam gemacht hast, welche die Tauglichkeit der Wohnung als solche beeinträchtigen.
Wenn du natürlich in irgend eine bruchbude einziehst und bereitwillig zuvor einen Vertrag unterschrieben hast obwohl die Mängel zu dem Zeitpunkt bereits bestanden haben, bist du natürlich selber schuld.
 
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Aha wir werden also am Ende Zwangs verkabelt, nur um die Kupferkabel abschalten und entnehmen zu können, und wenn das Internet zusammen bricht und nicht mehr verfügbar ist, geben wir wieder Rauchzeichen um Mitteilungen zu übersenden. So wie mit dem Abschalten von UKW/LW/MW alles kommt dann Digital über Glasfaser.
 
@Rainbowprincess:
Rainbowprincess schrieb:
[...] welche die Tauglichkeit der Wohnung als solche beeinträchtigen.
Ja, und eine nicht vorhandene Gf-Anbindung bei anderweitig bestehender auf Cu-Kabel basierender Anbindung stellt eben auch - zumind. noch(!) - keinen rechtsfähigen (Tauglichkeits-)Mangel dar.
Daraufhin soll wohl die Novellierung des Gesetzes abzielen, was natürlich für eine zeitnah umsetzbare Konsistenzerschaffung hinsichtlich des Ziels von einheitlicher Digitalisierungsnutzung für "alle" unabdingbare Voraussetzung ist - ansonsten nimmt die "Transformation" halt noch 20 Jahre in Anspruch, was wir uns allerdings hinsichtlich des Globalwettbewerbs als Wirtschaftsstandort nicht leisten können. 🤷‍♂️​
 
HOCLN2 schrieb:
Wenn du VDSL hast, dann liegt Glasfaser bereits unter den (Haupt)Straßen.
Ist richtig. Allerdings muss dann trotzdem eine Spur dicht gemacht werden, wenn der Gehweg aufgemacht werden muss für den Hausanschluss inkl. Fahrradweg.
Zwei Straßen weiter machen sie gerade die Rohre. Sind mal eben 20 Minuten Stau jeden Tag, weil eine Spur dicht ist.
 
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Rainbowprincess schrieb:
Als Vermieter würde ich das selbstverständlich auf die Nebenkosten umlegen. Das darf ich als Vermieter bereits auch wenn ich einen ftth Anschluss legen lasse.
Die Mieter wollen ftth? Dann müssen sie es auch mit bezahlen.
Ob die Mieter wollen oder nicht spielt bei dem Vorschlag keine Rolle. Es geht um Gesamtausbau des Hauses - alle Wohneinheiten.
Und Mietaufschlag ist wie bislang bis zur Höhe von 5€ mtl. auf 9J begrenzt (540€) je Haushalt vorgesehen.
Wenn's mehr kostet und vom Eigentümer ausgebaut wird, dann muß sich der Eigentümer das vom Provider zurückholen - z.B. Vermieten der vom Eigemtümer gelegten NE4 Leitungen an den/die Provider im Haus.
So hab ich's zumindest verstanden.

Ob diese Regelung eine gute Verhandlungsposition für die Eigentümer ergibt bei Ausbau durch Provider einen Ausbau hinzukriegen der den Eigentümern auch in den Kram paßt vermag ich nicht zu beurteilen. Aber zumindest hat der Eigentümer die Wahl den Inhouse Ausbau selbst zu machen (machen zu lassen) oder das einem anderen Provider zu übertragen - sprich er behält insoweit die Kontrolle über den Ausbau seines Hauses. Außer beim Zeitpunkt .. sobald ein Provider Ausbauwillen bekundet hat.
Ergänzung ()

emulbetsup schrieb:
Wie ist denn die Lage, wenn in dem Gebäude bereits eine strukturierte Verkabelung in Form von CAT6A/CAT7/CAT7A liegt, also jede Wohneinheit vom Keller aus bereits mit einer Verkabelung erschlossen ist, die Ethernet mit 10 Gbit/s über Standardkomponenten ermöglicht?

Wird das berücksichtigt oder überbaut?
Es geht bei dieser Änderung nach meinem Verständnis rein um FTTH. Und das ist definitionsgemäß Glasfaser direkt vom Provider direkt als optisches Signal auf passive optischer Dose in der Wohnung.

Alles an Kupfer wird damit im MFH auch auf NE4 (Keller bis Wohnung) überflüssig und wie du sagst mit besserer Technik überbaut, Technik die nicht nur für die nächsten 10J sondern für die nächsten 50+J brauchbar sein wird. Andere würden vielleicht sagen die Leitungen werden auf den aktuellen Stand gebracht. Ggf. ist ja Austausch von Kupferkabeln durch Glasfaser die beste Lösung wenn keine Leerrohre mehr frei sind.

Und für alle Mieter im besten Falle alle Internet Provider im Markt (per open access Bitstream), und natürlich auf jeden Fall auch alle Provider die einen eigenen physischen Anschluß im Haus haben (per Zugang zu den Wohnungsleitungen, im freien Wettbewerb zugänglich macht.

Egal wie hoch die technischen Ansprüche im Einzelnen sind. In machen Ländern wird halt heute bereits mehr als 10G-PON per Glasfaser angeboten, und wenn's nur 25G-PON ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei uns liegt schon Glasfaser im Keller, aber die Telekom sagt nein uns ist das nicht bekannt. Und jetzt warten wir seit einem Jahr auf eine Lösung des Problems.
 
Rainbowprincess schrieb:
Dank dem Gesetz kriegt dann auch Oma Trude in ihrer Bude ftth und ne Nebenkostenerhöhung.
Und braucht tatsächlich gar kein Internetz, weil Oma Trude nämlich kein internetfähiges Gerät besitzt. Also bekommt sie durch die erneut höheren aufgezwungenen Kosten keinerlei nutzbaren Mehrwert. Sie bezahlt dann erneut für nichts.

Unsere Nachbarin über uns wäre auch so ein Fall. Die hat kein Internetz und auch nur ein einziges internetfähiges Gerät, ein Smartphone für das ich ihr ein Gastwlan eingerichtet habe, damit sie unser Wlan mitbenutzen kann. Die würde dann also noch mehr ihrer schmalen Rente abdrücken dürfen, für Dinge die sie gar nicht nutzt und auch nie nutzen wird.
 
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