Quantität schrieb:
Warum gibt es eigentlich noch immer Menschen die glauben man könnte stehlen was physisch nicht existiert? Urheberrecht, Markenrecht, Patentschutz - mag alles in gewissen Anwendungsfällen seine Berechtigung haben. Aber gerade im digitalen Umfeld, gibt es schlicht kein Original. ...
Wer sich wirklich kreativ nennt, der fürchtet weder generative KI, noch irgendwelche unautorisierte Kopien. Denn man kann jederzeit was Neues erschaffen. Die Frage die sich dann stellt ist aber wie "neu" ist es wirklich, woher nimmt der "Kreative" seine Inspiration, welchen Einflüssen und Eindrücken unterlag er in seinem Leben? ...
Entwickler erstellen Spiele aus Code, welcher von anderen Entwicklern auf Stack Overflow, Github, Microsoft, etc. kopiert und angepasst wurde.
Künstler erstellen Assets, Texturen, Farbkombinationen, die von anderen Künstlern kopiert und angepasst wurden.
Storywriter kopieren Geschichten, die andere Storywriter bereits seit Jahrhunderten wiederholen, etc.
Der Mensch hat schon immer von anderen Menschen "gestohlen". Diesen Diebstahl kann man mit anderen Wörtern positiv einfärben. "Inspiration", "Lernen", "eigene Handschrift", etc.
Jetzt haben wir eine rasant lernende KI, die dasselbe macht, was der Mensch schon immer gemacht hat, aber um den Faktor >1000 effizienter.
Man kann auf der Stelle treten und sich von der KI ersetzen lassen oder die Stärken des Menschen ausnutzen und die KI als Werkzeug anwenden. Letztlich entscheidet der Mensch, ob der Output der KI in das Endprodukt einfließen soll. Der Mensch muss weiterhin die Ermessensentscheidung treffen.
Als Mensch kann man sich in Zukunft die Grundarbeit sparen und durch KI erledigen lassen. Das Ergebnis kann man mit menschlicher Arbeit anpassen.
Die KI kann in Spielen die 0815 Tische, Mülleimer, Wände, Bäume, Straßen, etc. generieren und der Mensch am Schluss die richtigen Sehenswürdigkeiten und Neuheiten einfügen.
Die KI kann 80% der einfachen Arbeit generieren und der Mensch die restlichen 20% perfektionieren, die für Gewöhnlich sowieso die Meiste Zeit verschlingt. Das wusste auch Pareto.