Etwas stutzig sollte doch machen, dass das offenbar erklärte Ziel der Entwickler, den Overhead zu umgehen, nicht gefruchtet hat (abseits des Decks), im Gegenteil. Mir fällt das jetzt schwer einzuschätzen, ob da noch Luft nach oben ist. Zu vermuten wäre es, denn wenn die Variante mit dem Overhead der nativen weit davonzieht, kann man doch eigentlich davon ausgehen, dass da noch Leistung liegengelassen wird.
Trotzdem werfen Ergebnisse, wie dieses, die Frage auf, ob die Entwicklung eines nativen Releases für Linux überhaupt die Mühe wert ist. In Proton ist inzwischen so viel Entwicklung reingeflossen, da wäre es vermutlich sinnvoller, sich explizit um Kompatibilität auf dieser Ebene zu bemühen, zumal man sich so auch nicht um Binärkompatibilität mit der jeweiligen Distribution kümmern muss.
Die Geschichte nativer Linux Versionen von bekannten Titeln ist leider keine ruhmreiche. Letztendlich wurden die fast alle irgendwann nicht mehr gepflegt. Daher erscheint mir Entwicklung auf einem gemeinsamen Nenner da zum aktuellen Zeitpunkt weit sinnvoller zu sein. Ich finde als Linux Gamer ist das auch keine wirkliche Kröte, die man schlucken muss. Es gibt so gute Beispiele von Proton Titeln, die wirklich gar keine Probleme machen, teilweise sogar weniger als auf Windows. Mein derzeitiges Lieblingsbeispiel ist Space Marine 1, das ohne gepatchte DLL auf Windows 11 noch nichtmal startet, was einem mit Proton nicht passiert. Aber auch abseits solcher Beispiele denke ich muss man da nicht puristisch sein.