News Enormer Speicherbedarf: Sandisk könnte NAND-Preise verdoppeln

Oh man, mir wird langsam echt schlecht. Wir brauchen auf der Arbeit aktuell 2x4 TB Enterprise SSDs für die Storage-Erweiterung. Habe gerade unseren Vertriebler angeschrieben und gesagt, dass wir die Implementierung vorziehen müssen und er mir schnellstens einen aktuellen Preis geben muss, damit ich das direkt bestellen kann.
Ist nicht mehr feierlich, was da abgeht und ein Ende ist ja leider absolut nicht in Sicht.
 
AlphaKaninchen schrieb:
Was haben HDDs damals gekostet?

Ich kann mich an ein 20 GB Upgrade erinnern welches 600 oder 800 USD gekostet hat. Das müsste 98 gewesen sein.
 
Dr. MaRV schrieb:
Das stimmt mein Fehler. Aber SSD haben DRAM als Cache. also steckt der irgendwie doch da drin, wenn auch in kleinerer Menge.
Wobei sich bei SSDs, abseits der Highend-Modelle, mittlerweile immer öfter HMB findet und gar kein DRAM-Cache mehr verbaut ist.
 
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Dr. MaRV schrieb:
Genau da sind wir beim Problem. Ihr seid einfach verwöhnt alles sofort und billig zu haben, natürlich darf auch nur das Beste vom Besten sein. Zielsparen? Kennt man nicht mehr.
Angebot und Nachfrage, in der Not frisst der Teufel fliegen, also kauft er auch das günstigere schlechtere Kit. Da kommt die Steigerung her.
Was soll da jetzt der persönliche Angriff? Das die allgemeine Mentalität absolut in die Richtung geht, da gebe ich dir Recht und das hab ich mit meinem Beitrag auch nicht verneinen wollen.
Zielsparen? Da muss man der Fairness halber sagen, dass Zielsparen in einem solchen Fall natürlich auch nicht viel bringt, wenn Preise so steigen, dass ich den Zielwert regelmäßig nach oben korrigieren muss.
 
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Leon-Yannick schrieb:
Was soll da jetzt der persönliche Angriff? [...]
Da muss man der Fairness halber sagen, dass Zielsparen in einem solchen Fall natürlich auch nicht viel bringt, wenn Preise so steigen, dass ich den Zielwert regelmäßig nach oben korrigieren muss.
Ich habe dich nicht persönlich angegriffen, oder liest du deinen Nick? Ich habe ihr geschrieben, wenn du dich angesprochen fühlst ist das dein persönliches Befinden und kein persönlicher Angriff.
Preise können auch genau so gut wieder fallen, genau so, muss es nicht bedeuten, dass sie linear weiter steigen, die Kurve kann abflachen und/oder sich stabilisieren. Das sollte man der Fairness halber auch sagen.
Was ich hier lese ist überwiegend Panik und Angst, sein Hobby nicht mehr so billig frönen zu können wie bisher, oder Abstriche bei einer Anschaffung hinnehmen zu müssen. Mit weniger als Vollausstattung gibt man sich nicht zufrieden.
 
superrocko schrieb:
SANDISK hat auf der Homepage im Webshop, die Preise für die SN850X bereits vervierfacht!
Die 8 TB Version gabs dort vor kurzem noch für 599. Aktuell ca. 2000 Euro!!!

Die gute Nachricht zuerst: Von 599 zu 1915 Euro ist das bei weitem keine Vervierfachung.

Und jetzt die schlechte Nachricht: Du siehst das falsch - Sandisk plant, von den aktuellen Zahlen ausgehend, ihre Preise nochmals mindestens zu verdoppeln...
 
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Dr. MaRV schrieb:
Die Preise sind verglichen mit dem, was Hardware in früheren Tagen gekostet hat noch immer niedrig.
Da sind 30 Jahre dazwischen! Das lässt sich überhaupt nicht vergleichen. Man hat so viele Technologien und Kniffe erfunden, dass eine Fertigungsstraße heute das Vielfache von damals für einen Bruchteil der Kosten auswirft.

Die Frage lautet eher viel mehr, warum ist der Speicher heute so teuer? Wir wissen, dass es deutlich günstiger geht.
 
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Krik schrieb:
Da sind 30 Jahre dazwischen! Das lässt sich überhaupt nicht vergleichen. Man hat so viele Technologien und Kniffe erfunden, dass eine Fertigungsstraße heute das Vielfache von damals für einen Bruchteil der Kosten auswirft.
Sicher, gestiegene Personal-, Energie- und Rohstoffkosten lässt du ganz außer acht. Auch ist so eine Fertigungsstraße oder eine komplett neue dafür nötige Fab in Planung, Anschaffung & Aufbau teurer und aufwändiger geworden.
Ein neuer Speicher(typ) entwickelt sich auch nicht von selbst und fällt als Gottesgeschenk vom Himmel.

Die Frage lautet eher viel mehr, warum ist der Speicher heute so teuer? Wir wissen, dass es deutlich günstiger geht.
Dan leg deine Zahlen offen, die wahren Kosten interessieren uns alle brennend.
 
Dr. MaRV schrieb:
1994 lag der Preis
Ich hätte gerne die Immobilienpreise von 1994 zurück, dann würde ich mir direkt ein Haus kaufen.
 
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lowrider20 schrieb:
Wie hoch der Preisanteil von NAND-Speicher am Fertigprodukt bzw. Endkundenpreis wohl ist?
Bei einer SSD vermutlich 50 %. Der Rest geht für Controller, Fertigung, Vertrieb und Marketing drauf. Bei Produkten mit weniger viel NAND-FLASH ist der Anteil natürlich geringer.
lowrider20 schrieb:
Vielleicht führt diese "Speicherkrise" endlich mal zu etwas besserer Ressourcennutzung im Softwarebereich. Da war man die letzten Jahrzehnte doch sehr verwöhnt.
Das wäre begrüßenswert. Von den 70-ern bis in die frühen Nullerjahre konnten die Programmierer schließlich auch behutsam mit den Ressourcen umgehen.
 
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Alle wollen sie was am großen KI Kuchen verdienen.....
Herrlich.
Der große Tulpenrun der Neuzeit. Es wird auch nach der Blase neue Tulpen brauchen aber sie müssen nicht so teuer sein.
 
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Dr. MaRV schrieb:
Dan leg deine Zahlen offen, die wahren Kosten interessieren uns alle brennend.
Da hab ich sehr viel Meinung hier in dem Thread gelesen und man kann keinen Preisvergleich nutzen? Sorry die Preissteigerung kommt aufgrund der Nachfrage, es wird teurer. An der Produktion hat sich selber nix geändert.

Der Markt regelt und so.
 
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Dr. MaRV schrieb:
Dan leg deine Zahlen offen, die wahren Kosten interessieren uns alle brennend.
Die wahren Kosten wird kein Hersteller offen legen und wenn doch habe ich aber keine Lust die aus irgendwelchen Bilanzen herauszuarbeiten. 🤷‍♂️


Aber die Preise am Speichermarkt kann man sich mal anschauen:

01.09.2021 - Hier kosteten 8 GB DDR 4 3200-Speicher ca. 3,83 $. (Quelle)
1768380086811.png


07.07.2023 - Hier kostet der gleiche Speicher 1,50 $. (Quelle)
1768380241697.png


14.01.2026 - Hier kostet der gleiche Speicher 28,36 $. (Quelle)
Bildschirmfoto_20260114_094022.png


Was sagt uns das? Es ginge für deutlich weniger.
 
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Dr. MaRV schrieb:
Ich habe dich nicht persönlich angegriffen, oder liest du deinen Nick? Ich habe ihr geschrieben, wenn du dich angesprochen fühlst ist das dein persönliches Befinden und kein persönlicher Angriff.
Preise können auch genau so gut wieder fallen, genau so, muss es nicht bedeuten, dass sie linear weiter steigen, die Kurve kann abflachen und/oder sich stabilisieren. Das sollte man der Fairness halber auch sagen.
Was ich hier lese ist überwiegend Panik und Angst, sein Hobby nicht mehr so billig frönen zu können wie bisher, oder Abstriche bei einer Anschaffung hinnehmen zu müssen. Mit weniger als Vollausstattung gibt man sich nicht zufrieden.

Dr. MaRV schrieb:
@Rickmer Mit dem Einkommen von 1994? Sicher nicht. 😉
So sehr mich auch das Gejammer über die Preise ebenfalls nervt aber dein lausiges Gaslighting mit falschen Fakten ist nicht zu ertragen. Ungeprüfte Fakten raushauen mag an deinem Stammtisch vor 20 Jahren funktioniert haben, jetzt aber reicht eine kurze Suche um den Quatsch zu korrigieren.

Jeder der die letzten 30 Jahre nicht unter einem Stein gelebt hat weiß dass die Immobilienpreise nicht im gleichen Verhältnis gestiegen sind wie das durchschnittliche Einkommen.
 
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Dr. MaRV schrieb:
Ist exakt was ich weiter von geschrieben habe. Den Preisvergleich habe ich verlinkt.
Dann leuchtets wohl ein dass das was gerade passiert schlichtweg falsch ist wie Krik geschrieben hatte, oder nicht?
Krik schrieb:
Die Frage lautet eher viel mehr, warum ist der Speicher heute so teuer? Wir wissen, dass es deutlich günstiger geht.
 
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Cool Master schrieb:
Ich kann mich an ein 20 GB Upgrade erinnern welches 600 oder 800 USD gekostet hat. Das müsste 98 gewesen sein.
Naja aber wahrscheinlich war da 20 GByte riesig - so wie das heute dann 30 TByte wären.
 
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lowrider20 schrieb:
Was heute jährlich erneuert wird, hielt vor 2000 sehr wohl mind. ein Jahrzehnt. Dafür war es auch entsprechend teurer (zwar nicht 10x soviel, aber doch spürbar).
Was genau hat denn früher mindestens ein Jahrzehnt gehalten? Schraube mir meine Rechner seit Mitte der 90er selbst zusammen und ich weiß nicht ob mir meine Erinnerungen auf die alten Tage einen Streich spielen, aber ich würde das genau andersrum sehen. Früher habe ich ständig upgegradet. Prozessoren / Hauptspeicher / Grafikkarte / Soundkarte / SCSI-Controller / ...
Heute stelle ich mir einen Rechner zusammen und den habe ich dann 5+ Jahre unverändert bis ich auf eine komplett neue Plattform wechsle.
 
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Bei dem Investitionskapitalsummen, wer das KI Hardware Rennen macht, geht der Markt Richtung 1929.

Das wird nicht lustig, weil der funktionierende Endkundenmarkt der Hauptmarkt ist, der auch das dahinterstehende B2B Geschäft am Laufen hält. Damit selbst die KI Lösungen, die ja vom Endkunden genutzt werden sollen, aber die benötigten Rechenzentren im B2B Geschäft gehandelt werden. Fehlen durch den KI Run sogar wichtige Komponenten für Internetknoten, bricht die datenwachsende Infrastruktur zusammen oder man muss den Durchsatz pro Nutzer beschränken. Herrscht auf lange Sicht Hardwaremangel, steigt dadurch der Beschaffungspreis. Wer will dann für 60Mbit Internetverträge 60€ zahlen, weil die Provider selbst nur über den höheren Einkaufspreis Hardware kaufen können. Strafft man die Unternehmenseffizienz, kündigt weniger wichtigen Mitarbeitern oder lagert in Subunternehmen aus, fehlt dem Menschen Lohn für Dienstleistungen, aber das Unternehmen hat kurzfristig Kapital für wichtige und teure Ausgaben gespart. Wenn dabei noch die Gewinnmarge gehalten werden soll.

Teure Bauprojekte am Computer simuliert mit Deadline, wenn schon bekannte Bauprojekte die Kosten sprengten, wie erst in einer teuren Mangelwirtschaft?

Auch Sandisk wird sicher SSD Garantieleistungen bei seinen Kunden nur teuer verkauft garantieren, wenn man mit seinen Produkten im Wettbewerb mit anderen SSD Anbietern steht.

Für die nächsten zwei Jahre sollten keine Krisen kommen oder schlimmer Waferwerke in Stürmen und Erdbeben versinken, weil man auch hier auf die Idee kommt durch Knappheit die Waferverkäufe selbst noch zu vergolden.

Wir haben eine spekulativ getriebene Wachstumszuspitzung ohne gesunde Kapazitätsreserven, wenn auch bekanntlich der hoffentlich bis dahin noch in Arbeit beschäftigte Steuerzahler in die Bresche springt die Tech Konzerne in selbst geschaffenen Krisen aus dem eigenen Feuer zu retten.
 
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