Zhenwu schrieb:
Ich dagegen freue mich über den Blaulichtfilter unter KDE der sich nach Sonnenaufgang und Untergang automatisch einschaltet bzw abschaltet.
Also das letzte Mal als ich f.lux unter Win10 nutzte war 2017, glaube ich. Dann war Nachtmodus in Win 10 integriert und keine Zusatzsoftware mehr notwendig.
michelthemaster schrieb:
Von der Usability und den ganzen Zwängen ist Win11 mit großen Abstand der absolute Tiefpunkt aus der Windows-Historie (ich habe alles seit Win95 genutzt, selbst ME oder Vista).
Als Tiefpunkt sah ich bei Win 11 nebst dem Launch hin und wieder ein paar missratene Patchdays vor 2(?) Jahren. Doch mit Updateverzögerung ließ sich das zum Glück umschiffen.
Ansonsten find ich die Aussage übertrieben. Seit Launch hat sich Win11 echt gemacht. Ist für mich schon ein starker Kontrast und zurück zu Win10 gehe ich nicht. Das sag ich jetzt als jemand, der definitiv nicht mit Win11 Kritik sparte btw.
michelthemaster schrieb:
Win11 wird komplett gegen die User-Interessen entwickelt. Es hat schon seinen Grund, warum mitttlerweile alle PCs von mir (Zweit-PC mit potenter Hardware -> Bazzite, Notebook -> Ubuntu, Handheld -> Bazzite) abgesehen von dem Haupt-PC (noch, wird nächstes Jahr auf Cachy umgestellt) mit Linux laufen. Tatsächlich hat mir Steam-OS auf dem Steamdeck gezeigt, wie super Linux mittlerweile nutzbar ist, besonders natürlich zum zocken.
Also auf der einen Seite seh ich immer, was in Foren als "Linux-Veganer" - bezeichnet wird - absolut überschwänglich überzeugte Missionare. Also schon zum Kotzen positiv und hat mehr was vom Fußball oder Formel-1 Fan mit Teamgedanken.
Auf der anderen Seite gibts hin und wieder mal Kommentare von Nutzern, die irgendein Linux-Derivat probierten und sich nicht mit den Eigenheiten und neuen Problematiken auseinandersetzen wollten. Zu (zeit)aufwendig und stellenweise userunfreundlich, ist, was ich lese. Die sind dann zurück zu Windows und zufrieden. (werden dann auch gern gebasht)
Ich rede jetzt aber von Usern, die Anwendungsfälle haben und nicht einer, der hier nur ne Daddelkiste mit Steam drauf hat.
Je nachdem wie aggressiv M$ die AI und Anti-Privacy Schiene fahren wird, werden sicher hier und da User umsatteln. Doch wird schon immer lautstark bei sowas getrommelt und der Konzern scheut dann eher zurück. Klar es gibt immer wieder Pushes doch seit jeher auch massive Pushbacks.
Linux seh ich auch nach wie vor ("nur") als Zweit-PC-OS. Allein schon der Office-Suite wegen. Hab früher lang Open Office genutzt; doch hab ich z.B. zusätzlich auch immer noch MS-Office nutzen müssen. Es nutzen einfach auch zu viele Unternehmen MS-Office.
Am Ende hast du Zwei Stränge, die unterschiedlich entwickelt werden und wo sich der eine stark am anderen orientiert. Auch haben beide ihre Eigenheiten. Mir wars da nach vielen Jahren irgendwo den Aufwand auch nicht mehr wert. Das ist genauso wie sich eine Dvorak-Tastatur zuzulegen und wenn man egal-wo hinkommt, wieder auf QWERTZ tippen muss.
Schön, dass das mit dem Steamdeck so gut geht. Doch soll mich das jetzt überzeugen meinen Main-PC auf Linux umzusatteln? Solang Linux <10% bleibt wird auch kommerzielle Software dafür nicht oder nur schleppenst bereitgestellt. Das ist leider die Realität. Auch will ja keiner bezahlen, also gibts für devs einfach weniger Anreiz, auch wenn das know-how sicher da ist in dem Bereich.
Nur mit ko-fi donos lässt sich sicher allein nichts aufziehen. Und am Ende ists eine andere Plattform. Und support für zu viele Plattformen ist einfach auch mega aufwendig.
Wir sehens doch schon bei Spielen. Ich kauf mir was und wunder mich, wieso es keine Patches mehr gibt. Und dann gibts die Nachricht, dass jetzt natürlich noch ein Konsolenport in der Entwicklung ist. Na jabbadabbadu.
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Keine Win-Version war pflegeleichter. Während ich mich bei Win95 stellenweise mit obskursten Treibern für z.B. externe PCI-Festplattencontroller herumgeärgert hab, lerne ich hier so gut wie gar nichts mehr. Einfach weil kaum noch ein Eingreifen notwendig ist.
Es wird dem User einfach immer mehr abgenommen und automatisiert. Das sind schon gute Entwicklungen. Downside ist, dass ich wesentlich weniger lerne, Erfahrungen sammle, die ich als Skill irgendwo nutzen könnte. Als Ex-Itler merke ich das schon stark. Doch für den Standarduser ists ein Segen. Der will einfach nur Stabilität.