Jan schrieb:
Für LGA 1851 war mehr geplant
Ein Sockel für eine einzige Architektur? Das klingt nach einem neuen Negativrekord, ist im Endeffekt aber dem Aus von Meteor Lake-S für den Desktop-PC geschuldet. Ursprünglich sollte diese erste echte Chiplet-Architektur von Intel im Consumer-Segment auch für Desktop-PCs im Sockel LGA 1851 erscheinen, kam dann aber aus Performance-Gründen –
mit Ausnahme im Embedded-Segment – nur als Core Ultra Series 1 im Notebook auf den Markt.
Mit ziemlicher Sicherheit lag das nicht an Performancegründen, sondern an Marketing- oder Yieldgründen:
Das Marketing hat nicht gereicht, um verkaufen zu können, dass es eine Gen ohne Topmodell (8+16, es gab ja nur 6+8) wäre. Und der Yield hat nicht gereicht, um eines aufzulegen.
Um beides noch etwas auszudetaillieren:
In aller erster Linie sind Intels Consumer-Prozessoren Notebookprozessoren. Dort machen sie ihr Geld im Consumermarkt, darauf liegt ihr Fokus und das ist nicht erst seit gestern so. Nein, ganz im Gegenteil, das ist schon allerspätestens seit IvyBridge der Fall, wobei die Wurzeln schon früher liegen.
MeteorLake erschien nur als 6+8er-Design erfolgreich im Notebook und zwar insofern erfolgreich, als dass es tatsächlich einen Effizienzgewinn gegenüber RaptorLake-H gab. Hätte der Yield (bzw. mittelbar durch den Yield bedingt die Wirtschaftlichkeit) es hergegeben, auch ein 8+16er-Design aufzulegen, dann hätten sie dieses auch gebracht.
Jetzt kommen wir zum Marketing: Intel es gewollt hätte, dann hätten sie einen AMD-RDNA4-Marketingmove machen und einfach Meteor Lake 6+8 als Core Ultra 5 135(K) launchen und direkt den Ausblick auf die nächste Generation mitliefern können. Das wäre auch gar nicht so dumm gewesen, denn dann hätten sie erst die CPUs im Desktop gebetatestet, bevor sie in die Notebooks gekommen wären.
Hätten sie den Marketingmove gemacht, dann könnten sie ihn nun auch für PantherLake wieder recyceln und abermals den Vollausbau als Core Ultra 5 335 bringen, gleichzeitig aber sagen, was mit Nova Lake kommen würde.