riloka schrieb:
3% ist jetzt nicht überragend.
Das mag sein, aber vor drei Jahren waren wir bei nicht einmal 1% Marktanteil.
@TheManneken hat da schon recht, in über 30 Jahren auf gerade mal 3% bekannten Marktanteil kommen (die Dunkelziffer ist bei Linux wohl etwas größer), ist echt schlecht.
Die aktuellen Umstände um Windows, das SteamDeck und der technische Fortschritt sind in Summe allerdings Faktoren, welche jetzt das Potenzial haben, Desktop Linux mal wirklich wieder nach vorne zu bringen.
Die erste Welle, welche mir bekannt ist, war mit früheren Ubuntu-Releases, aber in keinem medialen Umfang, wie heute.
riloka schrieb:
Warum sollten Leute die mit Windows zufrieden am Spielen sind auch wechseln wenn ein BF6 oder ein Fortnite und was auch immer sie mit ihren Freunden oder alleine spielen nicht funktioniert wegen Anti-Cheat?
Gute Frage, die ich zurück spiele.
Warum sollten sie denn?
Das spielt in Deine Folgefrage, denn...
riloka schrieb:
Was wenn man auch so zufrieden ist?
...das sind einige wohl nicht mehr, oder merken die Leute, dass ihre Gutmütigkeit mit Microsoft überspannt ist.
riloka schrieb:
Ich glaube da muss man als Missionar und "Linux-Gläubige" realistisch sein.
An der Stelle war ich während meiner Pubertät.
Habe mir dadurch viele tolle Spiele entgehen lassen, welche ich damals spielen wollte, wo die Konsolen-Versionen aber einfach zu teuer für mich gewesen wären.
Mit Wine hab ich schon lange vor dem Steam-Port auf Linux gezockt und es lief auch gut, allerdings musste ich mich ehrlicherweise ewig und drei Tage in ein Korsett zwängen, denn Windows 7, 8 und 8.1 hab ich aus Gründen, welche mit dieser von Dir erwähnten Missionarsarbeit zusammenhängen, mit Abscheu ignoriert.
Einhergehend mit dem, was ich weiter oben in meiner Antwort geschrieben habe, haben wir alle aber heutzutage die Option, ob wir auf Linux, macOS oder Android spielen wollen, oder ob es bei Windows bleibt.
Und ja natürlich, vieles ist für Spieler eben auf Windows ausgelegt, allen voran die großen Hype-Titel, welche online auch Anticheat benötigen.
Es gibt jedoch viele Leute, welche nichts mit Online-Multiplayer anfangen können und denen steht die Option jetzt offen, ob man sich wirklich Windows 11 geben muss, ob es auch ein anderes OS sein kann, oder ob man sich einen alten Laptop/PC mit Linux eben für einfache Sachen am Leben erhält und stattdessen auf Konsole weiterspielt.
Gerade den Faktor der weiteren Nutzung finde ich elementar wichtig, mit meinen gut 10 Jahre alten Laptops komme ich abseits von Spielen noch immer klar, da ich ansonsten auch sehr casual nur noch am PC tätig bin (eigentlich schon immer war).
Und darüber bin ich froh, umso mehr, wenn kein unnötiger Elektroschrott wegen Microsoft entsteht.