Syrato schrieb:
Der Trailer sieht, wie bei fast allen SGF26 Teilnehmern, sehr gut aus, aber das Spiel ist einfach grottenschlecht!
Steuerung, Performance, Geschichte... alles fragwürdig!
Das Addon wird ein Streamer Hype auslösen und dann in der Bedeutungslosigkeit verschwinden!
Von 1.3 Millionen auf 20k und jetzt wieder auf 32k 24h-Peak.
Die Steuerung war eigentlich noch in keinem Monster Hunter Game derart gut, die Reihe war zuvor eher bekannt für schlechte, mühsame bis verrückte Steuerungskonzepte. In den ersten Teilen hat man die Angriffe gar noch mit den Analogsticks ausgelöst statt mit den Buttons, das muss man sich mal vorstellen. Derart viele Möglichkeiten sich zu bewegen, zu kontern oder auszuweichen wie in Wilds gab es auch noch nie.
Die Performance war zu Release und auch einige Monate lang wirklich miserabel, was zu berechtigt viel negativer Kritik auf Steam geführt. Das haben sie aber inzwischen behoben. Besonders schwächere Systeme mit wenig Vram haben inzwischen teils 50 % mehr FPS und vor allem weniger Abstürze und Probleme.
Die Geschichte ist kein Highlight, war aber, abgesehen von Monster Hunter 4, noch in keinem Teil der Reihe ein herausragendes Merkmal. Es ist schon fast eine Neuerung, dass es überhaupt so viel Geschichte gibt. Wer auf der Suche nach einer guten und spannenden Story ist, ist bei Monster Hunter generell falsch.
Die Spielerzahlen sind momentan in etwa genauso hoch wie bei World bevor es seinen DLC bekommen hat, wobei deutlich mehr PS5 Spieler in den Lobbys unterwegs sind als PC-Spieler - kann man im Crossplay filtern. Um die 30k sind eigentlich echt nicht wenig, weil es gerade "nur" rund 100h an Content gibt (zu Release waren es ca. 60h). Es ist ja kein MMO oder das nächste Fortnite. Das schier Endlose Endgame kommt immer erst mit der Ultimate Version bzw. in neueren Teilen mit dem DLC. Die Story ist da völlig nebensächlich, dabei geht es um hoffentlich wieder über 70 unterschiedliche Monster in jeweils mehreren Schwierigkeitsgraden, mit manchen Gegnern bei denen man trotz einer eingefleischten Gruppe auch mal 10 Anläufe brauchen kann, woraufhin man feststellt, dass man nach dem 40 Minuten Hunt kaum 1/3 der benötigten Materialien von besagtem Gegner bekommen hat.
Die größte Kritik von Monster Hunter Fans an Wilds - neben dem Thema Performance - war auch in erster Linie das Endgame, die kurzen Hunts und der niedrige Schwierigkeitsgrad. Darüber wird sich immer aufgeregt, bevor es den G-Rank bzw. Master-Rank gibt. Ehrlicherweise hat man hier in Wilds inzwischen aber zumindest ein paar ordentliche Gegner und schwierigere Versionen von bestehenden Kämpfen nachgepatcht. Die momentanen 10-Sterne-Quests sind schon eine kleine Herausforderung.
DonDonat schrieb:
Sowas gab es in den älteren MHS selten, dass da Stun-Locks/ nicht überdachte Mechaniken drin waren, so dass ich dort im G-Rank auch noch ne ganze Zeit Spaß hatte, selbst wenn die Gegner deutlich schwerer waren.
Das stimmt in gewisser Weise schon, aber ich sehe da eigentlich mehr ein komplett anderes Bedienkonzept. Bin momentan nebenbei wieder etwas in MHGU drin und es ist fast als müsste man einen Schalter umlegen, weil es eine derart unterschiedliche Herangehensweise ist. In neuen Spielen muss ich möglichst viel sehen und möglichst schnell reagieren, habe dann aber viele Möglichkeiten dazu. In den alten Spielen haben die Monster weniger unterschiedliche Angriffe und sind vorhersehbar, man selbst hat aber auch viel weniger Möglichkeiten. Statt zu versuchen, alles um sich herum wahrzunehmen und zu reagieren, lernt man hier eher die 5 Moves des Monsters auswendig und erarbeitet eine Kampftaktik. Man weiß dann irgendwann einfach wann man die paar Sekunden hat um seinen Angriff auszuführen. Wenn man das noch nicht weiß, ist es aber fatal, weil man in seiner Animation weitaus länger gefangen ist. Dadurch sind die Hunts vor allem im ersten Anlauf schwierig, das nimmt dann aber stark ab. Führte bei mir dazu, dass HR sich leichter angefühlt hat als Low Rank, da ich die meisten Monster gerade erst erlebt hatte und die 4 der 5 Moves schon kannte. Allzu modern, spaßig und zugänglich finde ich das Konzept aber nicht.