News Preiserhöhung von Amazon Prime: Über 130.000 Nutzer beteiligen sich bereits an Sammelklage

Frank

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Auf die eine Art wundert es mich, wie wenige da mit machen. Andererseits ist das in good old Germany normal.

Anderseits würde mich interessieren, wie viele gekündigt haben. Das tut doch (Amazon) viel mehr weh. Ich habe am selben Tag von meinem Sonderkündigungsrecht gebraucht gemacht und mein Geld anstandslos zurück bekommen.
 
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Wenn ich die 60€ bekomme, dann kann ich das gleich in eine 5090 investieren...
 
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130.000 sind deutlich mehr als ich gedacht hätte. Weiter so!
 
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Diese Sammelklage ist schön und gut. Leute bekommen den wahnwitzigen Betrag von 60 € zurück. Aber das eigentliche Problem, dass es überhaupt diese Preiserhöhung gegeben hat, bleibt bestehen.

Ich würde auf alle 60 € verzichten, wenn Amazon durch die Klage gezwungen werden würde, die Preiserhöhung rückgängig zu machen. Für alle Kunden. Nicht nur die, die sich bei der Klage anschließen.

Das gleiche bei der Preiserhöhung von Vodafone-Grundgebühren. Es ist mir egal, ob ich die Grundgebühr, seitdem ich sie falsch zahle, zurück bekomme (wenn die Klage Erfolg hat). Aber dann zahle ich diese Grundgebühr doch einfach doch weiter - oder nicht?
 
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zEtTlAh schrieb:
Auf die eine Art wundert es mich, wie wenige da mit machen.
Man muss es auch erstmal mitbekommen und dann eben machen. Und dann auch noch vielleicht wissen wo man schon mitmacht. Ich glaube bei Amazon bin ich bisher nur bei der Klage wegen der Werbung dabei.
zEtTlAh schrieb:
wie viele gekündigt haben.
Da wirklich doofe bei Amazon Prime ist ja, dass das so ein Mischmasch ist. Videostreaming, Musikstreaming, Versandkostenfreie Lieferung, ~wöchentlich geschenkte Games, Luna, gibt auch irgendwie gratis eBooks glaube ich.
Da zu überlegen ob es sich wirklich lohnt ist schwer.
Allerdings tut Amazon auch wirklich viel dafür, dass man keinen Bock mehr hat Serien zu schauen (echt nervig viel Werbung im Vergleich zu Netflix/Disney+) und Musik zu streamen (inkludierte Alben nur in Zufallswiedergabe).
 
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Sammelklage...als ob das Amazon schert.

Wie wärs wenn die 130.000 Leute einfach mal Rückgrat zeigen und das Amazonprime-Abo kündigen? Das würde Amazon über die Zeit mehr spüren.
 
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Kapier ich ehrlich gesagt nicht. Wenn zu teuer, dann leiste ich es mir nicht.
Der Anbieter kann seinen Preis selbst bestimmen. Ob er damit Erfolg hat, wird er sehen. Ich gehe aber stark davon aus.
 
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Ich hab mich damals schon beteiligt - nicht wegen ein paar Kröten - einfach aus Prinzip.
Und es geht nicht darum ob es Amazon wirklich was schadet, es ist um die Message zu senden, das sie nicht einfach ein Produkt für das man bezahlt, einfach mit Werbung voll zu ballern und dann zu sagen, bezahl doch einfach mehr um es wieder Werbefrei zu bekommen. Wenn sie mir ein Werbefinanziertes Abo verkaufen wollen, dann kündigt das alte Abo und schaut mal wie viele Leute dann das neue aktiv abschließen.
 
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hat bei Vodafon mit ihren 5 Euro damals ja auch so viel gebracht ... das war 2023 und läuft immer noch :D
wird hier also auch länger dauern... dessen sollte man sich bewusst sein ;)
 
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Saint81 schrieb:
Und es geht nicht darum ob es Amazon wirklich was schadet, es ist um die Message zu senden,
Glaube, Amazon geht das am Popo vorbei. Das sind Peanuts, mehr nicht. Anstatt zu klagen, einfach mal kündigen und den Dienst nicht nutzen. Wenn das einige Hunderttausend, ja sogar Millionen Menschen so machen, dann wird Amazon vielleicht irgendwann reagieren, aber wirklich nur vielleicht. Die wissen ganz genau, welche Machtposition sie haben.
 
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Der Grund, neben jenen Gründen, die schon genannt wurden, wieso nicht mehr bei der Klage mit machen könnte auch sein, dass viele Angst haben. Ich bin mir selbst nämlich auch nicht sicher. Ich bin jetzt seit 25 Jahren bei Amazon Kunde und habe dort ein hervorragendes Standing. Ich mache enorme Umsätze und umgekehrt profitiere ich von einem hervorragendem Kundenservice. Insbesondere, weil ich auch eine sehr geringe Rücksendequote habe (eigentlich zu 99% nur, wenn die Ware nicht in Ordnung war). Bei mir werden also problemlos auch mal Kaufpreise von etlichen hunderten Euro kurz vor Ende der Gewährleistung zurück erstattet, ohne, dass man den Artikel wieder haben will und ohne, dass man irgendetwas prüft. Man glaubt mir einfach, dass ein Defekt vorliegt. Auch ein iPhone 14 Pro wurde mir damals nach wenigen Monaten komplett umgetauscht, nachdem dort vom Cover das schwarze Edelstahl überall abgerieben war. Ohne Wenn und Aber war man von meiner Argumentation überzeugt, dass es ein Materialfehler sein muss.

Kunden haben also garantiert anhand der Umsätze, anhand von Rücksendequote, etc. ein unterschiedliches Standing. Man muss dann unterscheiden, was Kulanz ist und wozu Amazon gesetzlich verpflichtet ist. Kulanz habe ich schon unfassbar oft von Amazon erhalten. Wegen kleinster Kratzer direkt dreistellige Erstattungen erhalten, usw. usf.

Wenn ich nun bei solch einer Klage mitmache und mir dann Geld zurück erstattet wird, fragt man sich eben, ob solche Kunden im System vermerkt werden. Gleiches gilt für die andere Amazon-Sammelklage wegen der Prime-Video-Werbung. Entsteht mir also nachher ein Nachteil, weil Amazon mich nicht mehr mag? Wird man weiterhin so super kulant bei mir sein, dass man einfach so Geld zurückerstattet, Ware dennoch behalten darf, usw.? Ich befürchte, dass mein Standing dort dann schlechter sein wird - mal abgesehen davon, dass Amazon sowieso nicht verpflichtet ist mir etwas zu verkaufen und auch die Geschäftsbeziehung jederzeit mit mir einstellen kann und darf.

Wichtig für viele ist daher vielleicht auch, dass es ausführlich erklärt wird, wie das ganze vonstatten geht. Also erfährt Amazon jemals, wer sich an der Klage beteiligt hat? Zahlt Amazon einfach nur die Strafe an einen Treuhand und dieser verteilt das Geld dann an die Kunden, sodass Amazon nie erfährt, welche Kunden mitgemacht haben und etwas erhalten haben?
 
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Petezilla schrieb:
[...]

Das gleiche bei der Preiserhöhung von Vodafone-Grundgebühren. Es ist mir egal, ob ich die Grundgebühr, seitdem ich sie falsch zahle, zurück bekomme (wenn die Klage Erfolg hat). Aber dann zahle ich diese Grundgebühr doch einfach doch weiter - oder nicht?

Das kommt am Ende auf das Urteil an. Natürlich kann das Gericht die Preiserhöhung für ungültig und nichtig erklären, wodurch es einfach nie eine Preiserhöhung gab und alle Bestandskunden, in Zukunft wie in Vergangenheit, nur den alten Preis bezahlen. Das kam auch das ein oder andere Mal schon vor. Wieso ist das für dich so abwegig?

Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass neue Verträge nicht auch mit neuen Preisen (unabhängig vom Urteil) abgeschlossen werden können.
Nur musst du auch bedenken, dass ein Vertrag grundsätzlich auch für den Anbieter kein Zwangsgeschäft ist. Auch dieser kann, wie du, den Vertrag fristgerecht seinerseits kündigen und die Sache ist erledigt. Natürlich machen das die meisten nicht, weil sie dich ja als Kunden haben wollen, nur können die dir eben auch einfach ordentlich kündigen und du musst dann einen neuen Vertrag mit neuen Konditionen abschließen (wenn du willst), oder hast Pech. Sowas kam auch schon vor.

Liebe Grüße
 
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Andy_O schrieb:
Kapier ich ehrlich gesagt nicht. Wenn zu teuer, dann leiste ich es mir nicht
Was genau verstehst du nicht?

Es geht auch nicht um den Preis oder das leisten können/wollen.

Steht aber alles im Artikel oder den Quellen.
 
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Sascha L schrieb:
Der Grund, neben jenen Gründen, die schon genannt wurden, wieso nicht mehr bei der Klage mit machen könnte auch sein, dass viele Angst haben.
Nach einem BGH-Urteil habe ich vor rund fünf Jahren Geld für rechtswidrige Gebührenerhöhungen von einer Bank zurückgefordert. Die haben gezahlt und und am Kundenverhältnis hat sich nichts geändert, denn die sind ja ungeachtet dessen weiterhin interessiert daran, Umsatz mit ihrer Kundschaft zu machen.

Als die Lufthansa vor einigen Jahren bei einem Flugausfall nicht die in der EU vorgeschriebenen Entschädigungszahlungen leisten wollte, habe ich die Schlichtungsstelle Reise & Verkehr (damals SÖP) eingeschaltet und mir das Geld auf diesem Wege geholt. Die befördern mich brav weiterhin.

Ich wüsste nicht, wieso sich das bei Amazon anders verhalten sollte. Bin dort seit 1999 und für beide laufenden Sammelklagen registriert.
 
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Noch so eine Unsinn Klage die zu mehr Bürokratie führt wird.
Bald müssen wir in Deutschland alles 10 mal Schriftlich bestätigen, das wir mit der kleinsten Änderung einverstanden sind, sonst kommt die Kündigung ins Haus.

Dieser ganze Bürokratie Irrsinn wegen ein paar die selber nicht in der Lage sind auf Kündigung zu klicken, wenn sie mit den Preis nicht mehr einverstanden sind.
Im Falle von Amazon Prime kann man jeder zeit Kündigen und ja auch das Jahresabo, man bekommt die Monate die man zu viel bezahlt hat, zurück.
 
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Sascha L schrieb:
Auch ein iPhone 14 Pro wurde mir damals nach wenigen Monaten komplett umgetauscht, nachdem dort vom Cover das schwarze Edelstahl überall abgerieben war. Ohne Wenn und Aber war man von meiner Argumentation überzeugt, dass es ein Materialfehler sein muss.
Ein Untertan glaubt das man seine Rechte nur bekommt wenn man vorher viel konsumiert hat.
 
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Andy_O schrieb:
Kapier ich ehrlich gesagt nicht. Wenn zu teuer, dann leiste ich es mir nicht.
Der Anbieter kann seinen Preis selbst bestimmen...
Schlechtestes Argument ever.
Ja, der Anbieter kann seinen Preis selbst bestimmen und genau zu den Koditionen schließe ich einen Vertrag. Der Anbieter kann aber nicht einfach den Preis hochschrauben. Ich kann ja auch nicht den Preis senken wie es mir gefällt.

Und da geht es mir nicht um den Preis, sondern ums Prinzip.
Ich "leiste" mir Prime, Njetflix, Disney-, Sportify und fahre die lächerlichen 6 km zur Arbeit mit'm Auto. Weil ich es kann und will, dazu habe ich mich freiwillig entschieden zu den entsprechenden Preisen.
Das beste Beispiel ist übrigens Vodafone:
Die Preiserhöhung musste ich mitmachen, da brauchbares Internet hier nur über Kabel möglich ist.
Mein Kollege hat DSL und somit die Wahl und hat es drauf ankommen lassen.
Ergebnis: Er zahlt immer noch den alten Preis.
So nötig war die Erhöhung also nicht. Aber zahl denen mal 5€ weniger für die instabile Drecksleitung, da lernst du aber innerhalb weniger Wochen eine Inkassofirma kennen.

Wenn ich durch die Preiserhöhung wenigstens einen Mehrwert hätte würde ich ja nichtmal was sagen, aber die Produkte werden ja auch noch immer schlechter...
 
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