News Upgrade dringend empfohlen: In einem Monat endet der Support für Windows 10

Nur, dass Linux-Distros uns nicht durch künstliche Systemanforderungen zwingen, unsere Hardware wegzuschmeißen.

Und nebenbei: Wer Linux benutzt, sieht Windows als Downgrade an, allerhöchstens als notwendiges Übel, um Crap-Software laufen zu lassen, deren Entwickler sich weigern, sie für Linux lauffähig zu machen. Deswegen würde die Erwähnung von Windows "als Alternative" für Linux nur ein müdes Lächeln hervorrufen.
 
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Ja_Ge schrieb:
Es gibt Alternativen / Workarounds, und keine (gesetzliche) Verpflichtung für Microsoft hier irgendetwas zu gewährleisten.
Das mag sein, aber es ist trotzdem für sehr viele Leute absolut ärgerlich eine sehr gut funktionierende Hardware wegwerfen zu müssen. Nicht jeder kann oder möchte sich alle 2-3 Jahre neue Hardware kaufen. Zumal nicht jeder in der Lage ist deine "workarounds" umzusetzen.

Beispiel meine Nichte: hat sich vor drei Jahren einen relativ jungen refubed Laptop vom hart ersparten Taschengeld gekauft. Jetzt muss sie sich wieder einen neuen kaufen um die Schulvorgaben umsetzen zu können.
 
Corros1on schrieb:
Vielleicht sollte man das konsequenterweise auch in die andere Richtung so handhaben
Verstehe ich nicht. Wo gibt es denn eine ähnliche Situation im Linux Bereich, wie die hier besprochene? Du wirst immer eine Distro finden, die sich was zurechtforkt, dass etwas veraltetes weiter betrieben werden kann, mal davon abgesehen, dass hier die Supporträume von Hardware sowieso schon viel länger sind. Also ich weiß beim besten Willen nicht, wo diese Situation entstehen sollte, dass Windows dort einen Ausweg böte. Windows ist im Linux Bereich immer dann die Alternative, wenn du es mit Software oder Hardware zu tun hast, die einfach nicht mit Linux läuft. Das wird auch jedes Mal erwähnt.
 
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Bei Linux hat man das Problem, dass ein PC ausgemustert werden müsste nicht.
Deshalb braucht man dort Windows nicht als Alternative. 🙂
 
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Naja langsam, sowas in der Art gibt's schon. Z.B. gerade ganz aktuell hat ja Debian 13 den Support für 32 bit eingestellt. Also muss sich hier der eingefleischte Debian Betreiber auch nach Ablauf von Bookworm nach was anderem umgucken. Was er zweifellos finden wird für noch viele Jahre.
Aber auch der Kernel schmeißt nach und nach alte Hardware raus, wenn auch eher sehr sehr alte. Ein aktuelles, verbreitetes Linux auf einem PC der frühen 90er zu installieren dürfte auch heutzutage schwierig werden, zumindest ohne weiteres. Also, sorry für die Klugscheißerei, aber das gibt's grundsätzlich schon, nur halt in anderer Form und eben anderen Lösungsmöglichkeiten. Schließlich kann ja jeder an alten Code ran, wenn er ihn den weiterpflegen möchte.
 
VRAM schrieb:
aber sie werden ganz sicherlich nicht Millionen W10 Büchsen schutzlos dastehen lassen. Die werden solche Lücken absichtlich stehen lassen.
Weil sie das ja noch nie getan haben. Merkste selber oder?
Am Ende ist das ein Wirtschaftskonzern, nicht die Wohlfahrt.
 
Corros1on schrieb:
Dann wäre es in dem Sinne ja auch unseriös, wenn man in Linux-Artikeln Windows nicht als Option erwähnt… ;) Vielleicht sollte man das konsequenterweise auch in die andere Richtung so handhaben. Nur mal so ein Gedanke am Rande ;)
Wäre mir neu, dass bekannte Linuxdistros neuerdings ihren Dienst auf älterer Hardware verweigern, die dann noch von Windows unterstützt wird.


Grimba schrieb:
Natürlich kannst du den alten PC weiterbetreiben, nur halt nicht mehr supported durch Microsoft. Du kannst auch hier das Risiko eingehen,
Nicht mehr supported ist untertrieben. Stattdessen wird sie aktiv ausgeschlossen.
 
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Grimba schrieb:
Verstehe ich nicht.
Windows ist für viele eben immer noch eine echte Alternative zu Linux. Wenn man es also für ‚seriös‘ hält, in einem Windows-Artikel Linux ausführlich einzubauen, dann müsste man konsequenterweise in Linux-Artikeln auch Windows als naheliegende Option erwähnen. Tut man das? Eher nicht. Schon spannend, wie der Maßstab je nach Blickrichtung verschoben wird… ;)
KitKat::new() schrieb:
Wäre mir neu, dass bekannte Linuxdistros neuerdings ihren Dienst auf älterer Hardware verweigern, die dann noch von Windows unterstützt wird.
Ganz so pauschal stimmt das nicht. Viele große Distros (z. B. Ubuntu, Fedora) bieten inzwischen keine 32-Bit-Images mehr an und setzen mindestens auf x86_64. Auf sehr alter Hardware (Pentium III, 486 usw.) laufen die daher nicht mehr, während ein altes Windows evtl. noch startet. Außerdem hängt es stark von der Hardware ab: Manche WLAN-Chips (Broadcom, Realtek) oder Grafikkarten (ältere Nvidia/ATI ohne aktuelle Treiber) werden von aktuellen Kerneln/Distros nicht mehr oder nur eingeschränkt unterstützt. Es gibt aber Nischen-Distros wie Debian, Gentoo oder spezialisierte Projekte, die alte Plattformen länger am Leben halten.
 
Der_Rolf schrieb:
Dann ist Windows aber erst recht keine Alternative.
Naja, kommt drauf an. Für so ne Retro Kiste würde ich eher Windows95/98 dahernehmen als Linux. Aber deine Aussage war ja folgende
Der_Rolf schrieb:
Bei Linux hat man das Problem, dass ein PC ausgemustert werden müsste nicht.
und darauf bezog ich mich.
Ergänzung ()

Corros1on schrieb:
Windows ist für viele eben immer noch eine echte Alternative zu Linux. Wenn man es also für ‚seriös‘ hält, in einem Windows-Artikel Linux ausführlich einzubauen, dann müsste man konsequenterweise in Linux-Artikeln auch Windows als naheliegende Option erwähnen
Meine Frage war aber eine ganz andere, und die hast du nicht beantwortet: Wo entsteht denn bitte eine solche Situation wie hier in der Linux-Welt? Denn die Sache hier hat einen Kontext. Und eine Alternative zu etwas ergibt auch nur in einem Themenkontext Sinn. Und hier ergibt sich dieser Kontext einfach nicht und daher läuft deine Bemerkung total ins Leere. Und Sorry, Debian als Nichendistro zu bezeichnen ist schon derb, wenn man bedenkt, wieviele Distros es ohne Debian nicht gäbe.
 
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Jakop schrieb:
Den meisten Leuten geht es eher darum, dass man einen, ansich super funktionierenden, Computer nicht mehr aktualisieren kann un man zwingend einen neuen kaufen muss.
Windows 10 ist jetzt 10 Jahre alt. Das sind Lichtjahre in der IT. Alleine schon technologisch macht es Sinn unter manche Dinge einen Schlussstrich zu ziehen um nicht jeden Ansatz bis zum St. Nimmerleinstag mitziehen zu müssen. In dem Fall noch doppelt, da MS zwei riesige Betriebssysteme (Win10 UND Win11) zu supporten hat. Alleine schon aus Sicherheitsgründen muss man manche Dinge einfach kappen um nicht Quellcode ewig mitzuziehen (was bei Windows noch komplexer ist)

Des Weiteren kenne ich in der IT kein kommerzielle Plattform dieser Komplexität die so lange (!10 Jahre!) kostenlose Updates und Wartung liefert für so viel Hardwarekonstellationen
 
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KitKat::new() schrieb:
Nicht mehr supported ist untertrieben. Stattdessen wird sie aktiv ausgeschlossen.
Du missverstehst mich. Du kannst die alte Kiste mit jedem erdenklichen Microsoft Betriebssystem füttern, das mit der Hardware kompatibel ist, und die Kiste läuft auch damit. Microsoft geht aber bei den älteren nicht hin und knippst dir die Kiste aus. Mit kniffen geht auch 11 aber da bewegst du dich außerhalb des Supports und da wird man sehen, was die Zeit bringt. Möglich, dass hier MS rabiater wird. Aber bei 10- nimmt dir niemand dein Schnitzel weg, es fängt nur halt irgendwann an zu stinken, bzw. ist es jetzt dein eigenes Risiko.
 
Grimba schrieb:
Ein aktuelles, verbreitetes Linux auf einem PC der frühen 90er zu installieren dürfte auch heutzutage schwierig werden, zumindest ohne weiteres.
Ja. Man müsste sich da mit Distros wie Slackware, Gentoo, Alpine, Mageia usw. befassen. Nicht gerade Mainstream.
Andererseits: Willst du wirklich mit einem 32-Bit-Rechner noch ins Internet und Youtube-Videos anschauen?

Dass die bekannteren Distros sich von 32-Bit verabschiedet haben, hat vor allem damit zu tun, dass man mit diesen Rechnern heute eigentlich nicht mehr viel anfangen kann außer Retrogaming. Und für diesen Usecase würde ich in der Tat ein altes Windows (oder sogar ein spätes DOS!) einem modernen Linux vorziehen.

Das Skandalöse an den Win11-Systemanforderungen ist ja, dass voll taugliche moderne Hardware obsolet gemacht wird - und nicht 30 Jahre alte Kisten.
 
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gimmix schrieb:
Das Skandalöse an den Win11-Systemanforderunge ist ja, dass voll taugliche moderne Hardware obsolet gemacht wird.
Ich bin doch total d'accord, Mensch! Das musst du mir nicht erklären. Ich wollte doch nur darauf hinweisen, dass Hardware in Linux auch zu alt werden kann und man dann ggf. auch handeln muss, weil etwas anderes behauptet wurde. Einfach der Vollständigkeit und Ehrlichkeit halber. Dass das alles in einem ganz anderem Rahmen stattfindet, stelle ich doch gerade heraus. Du läufst gerade in die völlig falsche Richtung.
 
Corros1on schrieb:
Dann wäre es in dem Sinne ja auch unseriös, wenn man in Linux-Artikeln Windows nicht als Option erwähnt… ;) Vielleicht sollte man das konsequenterweise auch in die andere Richtung so handhaben. Nur mal so ein Gedanke am Rande ;)
Natürlich. Wenn nächstes Jahr der kostenlose Support für Ubuntu 16.06 LTS endet und bestimmte Hardware nicht mehr von neueren Versionen unterstützt wird, dann sollte der Artikel erwähnen, welche aktuell unterstützten Versionen von Windows man stattdessen verwenden kann um diese Hardware weiter zu benutzen.

Die Liste ist dann aber bestimmt recht kurz.
gimmix schrieb:
Nur, dass Linux-Distros uns nicht durch künstliche Systemanforderungen zwingen, unsere Hardware wegzuschmeißen.
Das ist so nicht richtig. Ubuntu etwa hat mit 22.04 LTS die Unterstützung für POWER8 eingestellt, indem man die Compiler-Optionen so eingestellt hat dass nur noch POWER9 und neuer laufen. Dafür gab es keine technische Notwendigkeit, man (bzw. der Sponsor des ppc64el-Ports, IBM) fand POWER8 halt nicht mehr wichtig genug.
 
Das stetig neu ausgerufene „year of the Linux Desktop“ musste viele Jahre als Meme herhalten, doch anno 2025 ist Linux mehr denn je eine valide Option für den heimischen Rechner

Nein ist es nicht, hier mein rant zu dem thema: https://xanasoft.com/2025/08/20/lets-start-blogging/

Linux taugt nicht für poweruser der ansatz konsole + config files ist untauglich ohne komplexe GUI mit erweiterten vortgeschritenen optionen ist und bleibt es mist.
 
guillome schrieb:
kostenlose Updates
Falsch. Windows Updates sind eben nicht kostenlos und Windows schon gar nicht.

Und damit meine ich nicht den Einkaufspreis einer Windows Lizenz.

Man zahlt immer mit seinen Daten, was wertvoller als Geld ist.

Warum das immer vergessen wird, erschließt sich mir nicht.

Und eben weil das so ist, hat Microsoft sich verdammt nochmal an die „Kunden“ zu richten und Hardware von mir aus bis zum Sankt Nimmerleinstag zu Supporten.
 
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