@Alexander2
Was heißt hier bescheißen lassen? Es gibt massive technische und qualitative Unterschiede zwischen NVIDIA DLSS 4 Multi Frame Generation (exklusiv für die RTX 50-Serie wie die 5090) und der Drittanbieter-App Lossless Scaling (LSFG).
Obwohl beide das Ziel haben, die Bildrate durch künstlich berechnete Zwischenbilder zu erhöhen, gehen sie völlig unterschiedlich vor:
1. Datenquelle (3D-Vektoren vs. reine Pixel)
• DLSS 4 (RTX 5090): NVIDIA nutzt Bewegungsvektoren (Motion Vectors) direkt aus der Game-Engine. Die Grafikkarte weiß also exakt, welcher Pixel sich wohin bewegt. Zudem nutzt DLSS 4 ein neues Transformer-Modell, das den gesamten Bildinhalt versteht.
• Lossless Scaling (LSFG): Dies ist eine reine "Post-Processing"-Lösung. Die App hat keinen Zugriff auf Spieldaten, sondern sieht nur die fertigen Pixel auf dem Bildschirm. Sie muss raten, welche Objekte sich bewegen, was zu deutlich mehr Bildfehlern (Artefakten) führt.
2. Latenz und Spielgefühl
• DLSS 4: Durch die Integration von NVIDIA Reflex wird die Eingabeverzögerung (Input Lag) aktiv bekämpft. Selbst bei vervierfachten FPS (4X Mode) bleibt das Spielgefühl meist direkt und reaktionsschnell.
• Lossless Scaling: Da die App als zusätzliche Softwareschicht über dem Spiel läuft, verursacht sie eine spürbar höhere Latenz. Bei schnellen Shootern oder Rennspielen kann sich die Steuerung "schwammig" anfühlen.
3. Bildqualität und Benutzeroberfläche (HUD)
• DLSS 4: Da die Zwischenbilder generiert werden, bevor das Interface (HUD) gezeichnet wird, bleiben Texte, Minimaps und Fadenkreuze perfekt scharf und flimmerfrei.
• Lossless Scaling: Die App verarbeitet das gesamte fertige Bild inklusive HUD. Das führt oft dazu, dass Menüs oder Schriften bei Bewegung "vermatschen" oder Geisterbilder (Ghosting) erzeugen.
Die Lösung der RTX 5090 ist technisch um Lichtjahre voraus. Sie bietet ein flüssigeres Bild mit deutlich weniger Fehlern und besserer Reaktionszeit.