Pinguin1 schrieb:
Unser alter Laptop ist nicht Win11 fähig.
Hast du eine Idee welche Linux Version für Office in Frage käme.
Hat allgemein wer eine gute Internetseite zum Thema Linux, bin da Neuling.
Stehe für die Rechner meiner Eltern vor dem gleichen Thema. Gehen zwar mit Tricks derzeit noch für Win11, aber hier beim Thema des Artikels sehen wir ja, dass MS alles daran setzt, Schlupflöcher zu schließen. So ist das System nicht zukunftsfähig. Was heute noch geht, kann morgen vorbei sein. Darauf kann und will ich nicht mehr bauen. Habe mich jetzt zehn Jahre lang schwarz geärgert, nicht schon beim Umstieg von Win7 auf Win10 auf Linux gesetzt zu haben. Nun allerdings mache ich spät, aber hoffentlich nicht ganz zu spät endlich den überfälligen Schritt, den ich bei meinem Rechner bereits 2013 gegangen bin. Damit erfülle ich dann auch Microsofts eigenes Versprechen, dass Windows 10 das letzte Windows gewesen sein wird.
Ich bin damals mit Mint eingestiegen, habe verschiedene Benutzeroberflächen probiert. Ja, mit der Wahl der Distribution ist es nicht getan, es gibt auch verschiedene Oberflächen. Vorteil ist, man kann alles mit einem Live-Stick ausprobieren, bevor man sich zur Installation entscheidet. Wichtige Software wie Firefox, Thunderbird und LibreOffice sind meist schon im Paket mit drin, es lassen sich sogar die alten Profile aus dem Windows-System weiternutzen, sofern man bisher schon auf diese Programme gesetzt hat. (Ich bin sogar eine Zeit lang munter hin und her gewechselt, hatte meine Profile mobil auf dem USB-Stick abwechselnd an Windows- und Linux-Rechnern.) Auch Medienspieler, PDF-Betrachter usw. sind alle enthalten, man muss für einen Standardrechner fast nichts nachinstallieren, und dennoch belegt so ein System nur den Bruchteil eines Windows-Systems auf der SSD.
Obacht ist nur gegeben, da auf einem Windows-System Groß- und Kleinschreibung bei Dateinamen keine Rolle spielt und es in den Profilordnern von Firefox und Thunderbird mal wild durcheinander gehen kann. Das kann dann unter Linux zu Problemen führen, denn dort spielt das sehr wohl eine Rolle. Wenn man sich nach dem ersten Programmstart mit dem alten Windows-Profil unter Linux mal den Profilordner ansieht und dort seltsame Dateidoppelungen auftreten, mal klein und mal groß geschrieben, dann prüfen, welche der Dateien von Linux selbst neu angelegt wurden. Dann den ursprünglichen Profilordner nochmal hernehmen und die ursprünglichen Dateien so umbenennen, wie Linux das erwartet, dann gibt es keine Probleme.
Ich bin inzwischen von Mint weg zu Ubuntu gewechselt. Ich hatte mich damals für die KDE-Oberfläche entschieden, die mir am besten zugesagt hat. Irgendwann fiel dafür der offizielle Support von Mint weg, woraufhin ich zu Kubuntu ("KDE-Ubuntu") gewechselt bin. Stärke von Ubuntu ist die umfangreiche Dokumentation unter ubuntuusers.de. Viele Sachen gelten für alle Oberflächen gleichermaßen. Ich würde also entweder zu Mint oder Ubuntu raten, Oberfläche dann nach persönlichem Geschmack. Unbedingt im Live-System ausprobieren! Und am besten auf eine sogenannte LTS-Version achten, sonst installiert man jedes halbe Jahr wieder ein Upgrade, was für Normalnutzer "nur für Office" keinen Sinn hat. Die LTS-Varianten kommen nur alle zwei Jahre neu, das reicht. Ein Upgrade ist aber auch weniger tragisch als bei Windows, da die vor allem politisch motivierten Hardwareanforderungen bei Linux keine Rolle spielen, und ein Upgrade läuft in der Regel automatisch durch. Vielleicht nicht zum erstbesten Termin umsteigen, sondern etwas warten, der LTS-Support geht meistens noch ein ganzes Jahr weiter, wenn die neue Version schon da ist. Der bedeutsamste Wechsel bei Linux betraf den von 32 auf 64 Bit, und das Thema ist durch. Auf absehbare Zeit wird es sowas nicht mehr geben.