Ich habe die Keynote selbst nicht gesehen, nur die Artikel auf CB darüber gelesen.
Apple hat jetzt ein riesiges Kameraplateau auf die Rückseite gepackt – und trotzdem stehen die Linsen noch immer wie lästige Warzen hervor, anstatt bündig integriert zu sein.
Dann der Materialwechsel: vom Titan zurück zu Aluminium. Das neue iPhone Air ist zudem noch das dünnste iPhone aller Zeiten, aber ehrlich gesagt schwant mir da nichts Gutes.
Für mich wirkt das eher wie ein Downgrade.
Bei den normalen iPhone-17-Modellen gibt’s 2025 immer noch nur USB 2.0. Das ist inzwischen einfach ein schlechter Witz. Warum Apple hier weiterhin künstlich zwischen Pro- und Nicht-Pro-Modellen unterscheidet, bleibt mir ehrlich gesagt ein Rätsel. An der technischen Umsetzung kann es nicht liegen – der Wechsel zu USB-C ist schließlich längst erfolgt, und bei den Pro-Modellen zeigt Apple ja, dass es problemlos geht. Solche Ausreden ziehen also nicht.
120 Hz auf allen Modellen könnte man Apple zugutehalten – aber auch hier: Wieso erst jetzt, wo das bei anderen Herstellern längst Standard ist?
Von KI-Features oder wirklich neuen Funktionen habe ich in den Bericht auch nichts mitbekommen. Und vergleicht man die Specs vom iPhone 16 und 17, liegen die Generationen extrem nah beieinander.
Unterm Strich frage ich mich ernsthaft, welchen Sinn diese Keynote noch hatte. Die Hälfte der „Neuerungen“ war ohnehin schon durch Leaks bekannt, die andere Hälfte fällt kaum ins Gewicht. Ein paar gute Werbespots auf diversen Plattformen, hätten mMn völlig gereicht.
Bevor einer meint, ich wäre nur ein Apple-Hater: Ich nutze selbst ein iPhone 14 Pro als Geschäftshandy – auch wenn es meistens in der Schublade liegt und nur unterwegs dabei ist. Hauptsächlich bin ich mit Android (Pixel 9 Pro) unterwegs und auch zufrieden damit. Aber ich sehe ein, dass es Apple braucht, weil Konkurrenz Innovation fördert. Das, was Apple seit Jahren liefert, wirkt schwach, mutlos und fast schon resignierend.