News Aus der Community: Lenovo X230 aus 2013 mit Windows 11

Bieromeister schrieb:
Bei mir sind noch mehrere alte HP EliteBooks aus 2011 und 2013 in Betrieb. Auch die laufen noch super mit Windows 11 und / oder Linux Mint
Nur wenn man die ganzen Sicherheitslücken (Meltdown und Spectre) in der CPU offen lässt. Mit dem BIOS-Update (wenn es überhaupt eines gibt) wird's dann schön langsam und bringt trotzdem nicht viel.

Bieromeister schrieb:
Eigentlich ein Wahnsinn, die Vorgaben von Microsoft und, was alles an noch brauchbarer Hardware (gerade in Unternehmen) daher entsorgt wurde und wird.
Die ist ja nicht mehr brauchbar. Gerade in Unternehmen ist es fahrlässig, die weiter zu nutzen.

Wegen den CPU-Sicherheitslücken ist die Intel 8000er ja die Mindestanforderung geworden.
 
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Den Grundgedanken, einen alten aber dennoch potenten Laptop wieder neues Leben einzuhauchen, finde ich gut!

Dass das arme Gerät aber mit Windows 11 gequält wird... :( Mit Linux würde es noch besser laufen!

Mein Vater nutzt auch noch ein Notebook aus 2009, das von mir ein RAM, SSD und Linux Upgrade erhalten hat. ;) Die Kiste rennt ohne Ende! Selbst der Boot dauert keine 15 Sekunden.
Ergänzung ()

Demolition-Man schrieb:
Linux, wenn es keine Minimal-Variante ist, sondern z.B. Mint, und Windows 11 nehmen sich nahezu nichts bei den Anforderungen.

Ich habe noch einen Rechner mit einer 2017er High End CPU hier rum stehen: Einem i7 7700k. Unterstützt zwar TPM 2.0, aber dennoch nicht auf der Kompatibilitätsliste von Win11. Auf dem läuft jetzt problemlos Mint. :)
 
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Verstehe den Artikel nicht.
Ich installiere regelmäßig diverse Laptops (meist Dell) aus diesen Jahren mit Windows 11 - wo ist also der Mehrwert? 🧐
 
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Randnotiz schrieb:
Ich weigere mich bis heute zu glauben, dass die Hardware-Security-Geschichte bei Windows 11, für Heimanwender von so einem großen Balangen ist.
Sieht man ja auch hier im Artikel wieder, dass der Rest problemlos läuft.
Ich habe schon 2021 zum Start von Windows 11 meinen alten Dell Latitude E6520 (Marktstart 2011) von 4 auf 16 Gigabyte DDR3 aufgerüstet und mit Rufus die ISO so modifiziert das es problemlos lief.

Der Laptop hat einen Intel Core i5-2540M mit Intel Graphics HD 3000.

Man muss aber auch deutlich betonen, das mit fortschreitendem Build von Windows 11 das immer mehr wie ein schwerer Sack Nüsse lief.

Jetzt hab ich Tiny 11 installiert mit der 25H2 und es läuft wieder so wie zum Start von Windows 11. Der schwache Level 3 Cache des Prozzis macht da leider immer mehr einen Strich durch die Rechnung.

Was ich noch viel witziger finde ist, wenn man das alte TPM 1.2 Modul im Bios aktiviert es im Gerätemanager einwandfrei angenommen wird.

Meines Erachtens sind diese Hardware Security Vorraussetzungen nur ein Vorwand, um dem Endkunden das Geld für neue Hardware aus den Taschen zu ziehen.

Firmen wie MS die sich über Jahrzehnte ein Marktmonopol aufgebaut haben, legen keinen Wert auf Nachhaltigkeit bei Hardware und die Hersteller wollen ja auch neue Geräte auf dem Markt absetzen.

Ich denke das mit fortschreitenden Builds von Win11 neue Beschränkungen dazukommen werden so das immer mehr ältere Geräte ausgeklammert werden. Momentan ist ja seit der 24H2 nur SSE 4.2 + POPCNT zwingende Voraussetzung, aber ich denke MS wird sich noch mehr einfallen lassen.
Randnotiz schrieb:
Besonders aktuell, wo dank der A.I. Bubble alles teurer wird, bin ich für jeden am Leben erhaltenen Rechner, egal ob Desktop oder Laptop dankbar.
Nachhaltigkeit ist erwünschenswert, aber nicht jeder Anwender hat die Erfahrung oder das Geschick und Verständnis dafür wie man sich das erhält.

Für die meisten Anwender muss Technik einfach nur funktionieren, für den Rest hat man in der Verwandschaft oder im Umkreis ja schon ein paar Menschen bzw. Reparaturwerkstatt parat, die das für einen regeln.

Über die Verschwendungssucht des Menchen und den Verschleiß an Hardware weis ich ein Liedchen zu singen. Habe mal 2011 bis 2012 bei einem EP Media Store in der Werkstadt gearbeitet. Was da an Kundenreklamationen einging und was zum Schluss alles als Defekt deklariert wurde und auf dem Elektroschrott Berg sich innerhalb eines Monats angesammelt hat kann man kaum glauben bevor man es nicht selber gesehen hat.

Da kam am jedem Monatsende ein Schrottsammler vorbei mit dem ich mich dann mal intensiver ausgetauscht habe und der sagte mir, das ihn die Verschwendungsssucht von Menschen sehr wohlhabend macht, da er alle zwei Monate 1 Tonne ansammelt und das damals finanziell wohl sehr lukrativ war, da er die Edelmetalle daraus mit chemischen Prozessen heraus gelöst hat.
 
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Ich habe hier auch noch ein Thinkpad X230, das allerdings sehr selten noch genutzt wird.
Ist ein ziemlich geniales Gerät, da man von WinXP bis Win11 alles drauf laufen lassen kann und auch Treiber für alle Betriebssysteme verfügbar sind.

Des Weiteren hat es noch einen Expresscard-Anschluss, womit man noch einen Seriell-Adpater benutzen kann, der direkt am Bus hängt (ohne USB-Konverter), was mit modernen Notebooks leider nicht mehr so "Plug'n'Play" lösbar ist.

Windows 11 drauf zu bekommen war tatsächlich kein Problem (wie bei vielen alten Systemen), allerdings sehe ich den wahren Mehrwert darin, eine besser WiFi/BT-Karte zu verbauen.

Ich habe in meinem eine Intel AX210 verbaut.
Diese gibt es auch als Mini PCI-E Card (eine 1216-Version, die auf ein Mini PCI-E Adapterboard verlötet ist)

Damit hat man dann auch WiFi6E (802.11ax) und BT5.2 auf alten Geräten.

Allerdings denke ich, das Windows 10 mit den noch drei Jahre verfügbaren ESU-Updates die bessere Wahl ist für alte Geräte.

Für die meisten mobilen Aufgaben wurde das X230 bei mir allerdings von einem Dell Latitude 7490 abgelöst.
 
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Bezüglich Unterstützung älterer Hardware kam gerade was rein:

https://www.phoronix.com/review/linux-619-amdgpu-radeon
For those still using old AMD GCN 1.0 "Southern Islands" or GCN 1.1 "Sea Islands" graphics cards, the upcoming Linux 6.19 kernel is a wonderful holiday gift. With Linux 6.19, the GCN 1.0/1.1 GPUs are now defaulting to the modern AMDGPU kernel driver in place of the legacy "Radeon" DRM driver that has been the default for GCN 1.1/1.0 and other ATI/AMD graphics processors of the past 2+ decades.

Zum Vergleich:

AMD GCN 1.0 „Southern Islands“ (Radeon HD 7000 Serie) wird seit Mitte 2022 nicht mehr offiziell mit neuen Windows-Treibern versorgt.

Ich hatte mich gestern schon gefragt, wie "Nachhaltig" so eine Windows 11 Installation überhaupt noch ist, da Microsoft die Möglichkeit, es auf nicht unterstützter Hatdware zu installieren, schon seit ca. 1-2 Jahren immer weiter einschränken:

Es begann damit, dass sie den Hinweis auf diese Möglichkeit von ihren Webseiten entfernten, es also nicht mehr offiziell unterstützen wird und ich hatte angenommen, dass jetzt, wo Windows 10 tot ist, es also kein "zurück" mehr gibt, es bei einer der nächsten Versionen ganz entfernt wird.

Da die EU eine "Gnadenfrist" bekommen hat, wird sich das vermutlich um ein Jahr verschieben.

"Reitest du ein totes Pferd: Steig ab!" ;)
 
Painkiller72 schrieb:
Meines Erachtens sind diese Harware Security Vorraussetzungen nur ein Vorwand, um dem Endkunden das Geld für neue Hardware aus den Taschen zu ziehen.
Da MS kaum eigene Hardware verkauft und man Lizenzen problemlos von einem auf den anderen PC migrieren kann, ist das wohl eher nicht der Fall.
Ergänzung ()

Michael R. schrieb:
von einem Dell Latitude 7490 abgelöst.
Der aber auch schon mittlerweile 7 Jahre auf dem Buckel hat.

Aber natürlich fürs Web/Office immer noch problemlos läuft. Hab für verschiedene Dinge mehrere direkte Nachfolger im Einsatz (Latitude 7400, teilweise mit neuer SSD und auf 32GB RAM aufgerüstet) und die sind eigentlich noch für alles flott genug. Klar, Spiele und Videoschnitt eher nicht, aber das konnten die auch schon bei Release nicht. 😂
 
Zuletzt bearbeitet:
Siebenschläfer schrieb:
Nur wenn man die ganzen Sicherheitslücken (Meltdown und Spectre) in der CPU offen lässt.

AMD, ARM, Apple, Intel etc. lassen Spectre bis heute offen. Meltdown hat Intel allerdings tatsaechlich irgendwann gefixt und AMD und teilweise ARM war nicht betroffen.

Wegen den CPU-Sicherheitslücken

Tatsaechlich wird Spectre offenbar von zu wenigen Computerkaeufern als ernsthafte Bedrohung angesehen, sodass die Prozessorhersteller alle beschlossen haben, das Thema lieber zu ignorieren als Hardware ohne diese Luecke zu entwickeln, weil sie denken, dass solche Hardware sich nicht so viel besser verkaufen wuerde, dass sich Entwicklungskosten fuer solche Hardware amortisieren werden.

Wenn Microsoft also Computer mit AMD-Prozessoren "wegen der (oder auch den) Sicherheitsluecken" nicht als Windows-11-kompatibel sieht, dann sollten sie auch keine juengeren Prozessoren als Windows-11-kompatibel akzeptieren.

Tatsaechlich lese ich zum ersten mal davon, dass das etwas mit Meltdown oder Spectre zu tun haben soll. Ich vermute, das hast Du Dir nur aus den Fingern gesaugt.
 
chillipepper schrieb:
Offensichtlich ist Dir irgendwie schon klar, dass diese Aussage so gut wie nichts taugt.

,,,

Da sollte man dann an beides denken: Backup und Restore nicht nur von den Daten, sondern auch vom Betriebssystem.

Unter Windows gibt es dafür hervorragende Möglichkeiten, die man am besten in Kombination anwendet: Macrium Reflect (Disc Imaging Software) und FreeFileSync.
Die Aussage taugt sehr wohl und gerade bei Linux kann man sehr leicht ohne Drittanbieter-Software zu benötigen bspw. die Distribution wechseln, indem man einfach das home-Verzeichnis auf eine eigene Partition legt.
 
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Loopman schrieb:
Da MS kaum eigene Hardware verkauft und man Lizenzen problemlos von einem auf den anderen PC migrieren kann, ist das wohl eher nicht der Fall.

Da die allermeisten Fertig-PCs mit Windows-Lizenzen verkauft werden, und die allermeisten Leute und Firmen Fertig-PCs kaufen, steigert das Ende des Windows-10-Supports die Umsaetze von Microsoft trotzdem.

Ausserdem versucht Microsoft ja, den uebrigen einzureden, dass das migrieren von Lizenzen nicht geht.
 
Demolition-Man schrieb:
Linux, wenn es keine Minimal-Variante ist, sondern z.B. Mint, und Windows 11 nehmen sich nahezu nichts bei den Anforderungen.
Und trotzdem läuft's irgendwie um Welten besser. Win 11 fühlt sich auf jeder Hardware so an als hätte jemand die Handbremse angezogen.
 
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Kann ich (nur in meinen Fällen) nicht bestätigen.
Laut Anzeige verbraucht Linux etwas weniger CPU-Leistung, und "RAM-Verbrauch" ist eh eine Geschichte für sich.
Spürbar war davon nichts, zumindest hier.
Da dachte ich mir, da kann ich auch bei Windows bleiben. Und bisher, niemand weiß natürlich für wie lange noch, funktioniert das bestens.
 
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Kadett_Pirx schrieb:
Die Aussage taugt sehr wohl und gerade bei Linux kann man sehr leicht ohne Drittanbieter-Software zu benötigen bspw. die Distribution wechseln, indem man einfach das home-Verzeichnis auf eine eigene Partition legt.

Ich sehe hier keinen Bezug zu meinen gemachten Aussagen.

Vorab zur Einordnung: Ich arbeite seit über 35 Jahren mit Unix-Systemen. Zuhause bin ich aber auf Windows umgestiegen, weil ich nur hier Applikationen für Recording, Foto und Videobearbeitung finde, die ich benötige. Ich meine damit professionelle kommerzielle Anwendungen, die im jeweiligen Bereich der de-facto-Standard sind.

Zu der Bemerkung bezüglich häufiger Distributionswechsel:

Grundsätzlich möchte man eine Unix-Installation nicht regelmäßig wechseln. Über die Zeit entstehen zahlreiche individuelle Anpassungen, die bei jedem Wechsel erneut nachvollzogen, überprüft und gepflegt werden müssten.

Es ist zudem reine Zeitverschwendung, sich immer wieder mit distributionsspezifischen Unterschieden bei Startup-Skripten, Shell-Umgebungen, Pfadstrukturen und Systemkonventionen auseinandersetzen zu müssen. Ein Betriebssystem ist ein Werkzeug, kein Spielzeug, und sollte kein Selbstzweck sein.

Bei Linux ist man faktisch dazu gezwungen, Distributionen zu vergleichen und zu wechseln, um die Variante mit den geringsten Nachteilen zu finden. Jede Distribution ist anders zusammengesetzt und unterschiedlich verbastelt.

Wer auf klassischen Unix-Systemen gearbeitet hat (Interactive, SunOS, Solaris, FreeBSD, NetBSD etc.), erkennt schnell, dass dieses Distributionsgewirr bei Linux keinen Mehrwert liefert. Es erreicht nicht die konsistente Qualität kommerzieller Unix-Systeme.

Benötigt wird im Kern ein sauber gepflegtes Basissystem mit dem üblichen Unix-Werkzeugumfang. Alles Weitere ist Aufgabe eines ausgereiften Package-Managements – so wie es beispielsweise bei FreeBSD konsequent und vorbildlich umgesetzt ist.

Allein aufgrund unterschiedlicher Zusammenstellungen und Customizations von Third-Party-Komponenten (Window-Manager, Applikationen) jeweils neue Distributionen zu schaffen, ist von der Sache her nicht sinnvoll.

Wegen dieser unnötigen und unvorteilhaften Diversität ist Linux im Vergleich zu Windows und macOS nach wie vor kein besonders populäres Betriebssystem, weshalb das Softwareangebot an kommerzieller Software gering ist, obwohl es Linux nun schon so lange gibt.

Hinzu kommt leider auch, dass die eingeschworenen Linux fans, die Problematik nicht erkennen, dass sich Linux mit dieser Diversität selbst im Weg steht. Aber dann in den Herstellerforen rumjaulen, warum es die Produkte nicht auf Linux gibt. Da sollte man endlich mal seine Hausaufgaben machen und einsehen, dass hier ein hohes Maß an Standardisierung erforderlich ist, bevor sich Firmen auf eine neue Platform einlassen. Hier geht es um Entwicklungs und Supportaufwände.

Zurück zu meinem Ursprungsposting. Als reiner Student und Linux Fan, der mit ein paar Open Source Tools auskommt kannst Du natürlich Linux nehmen. Aber es gibt sicherlich auch Studenten, die vielleicht aufgrund von Hobbies auch Applikationen benötigen, die es unter Linux einfach nicht gibt. Einfach zu behaupten, dass auf einen Studentenlaptop ein Linux draufgehört ist einfach zu platt gedacht.
 
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Loopman schrieb:
und man Lizenzen problemlos von einem auf den anderen PC migrieren kann
Nein, bei OEM Lizenzen geht das eben nicht, das funktioniert nur wenn du die Windows Lizenz selbst gekauft hast.
Ergänzung ()

chillipepper schrieb:
Wegen dieser unnötigen und unvorteilhaften Diversität ist Linux im Vergleich zu Windows und macOS nach wie vor kein besonders populäres Betriebssystem, weshalb das Softwareangebot an kommerzieller Software gering ist, obwohl es Linux nun schon so lange gibt.
Die Standards sind allerdings bei fast allen die gleichen, deshalb denke ich nicht das es daran liegt.

Das Software Angebot im kommerziellen Bereich hängt eher damit zusammen, das es viel weniger Systeme mit vorinstalliertem Linux gibt im Vergleich zu Windows und OSX.

Sobald man in einem Bereich ist in welchem es mehr Linux User gibt, gibt es auch mehr kommerzielle Software. Zb Entwicklungs Umgebungen von Jetbrains.
 
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chillipepper schrieb:
Wer auf klassischen Unix-Systemen gearbeitet hat (Interactive, SunOS, Solaris, FreeBSD, NetBSD etc.), erkennt schnell, dass dieses Distributionsgewirr bei Linux keinen Mehrwert liefert. Es erreicht nicht die konsistente Qualität kommerzieller Unix-Systeme.
Das hat der Linux-Gründer Linus Torvalds zusammen mit Richard Stallmann höchstselbst verursacht.
 
Loopman schrieb:
Verstehe den Artikel nicht.
Ich installiere
Ja, du - es gibt aber auch andere Menschen auf der Welt und diese machen sich u.U. Gedanken ob Windows 11 überhaupt auf so einem System noch brauchbar laufen würde - Tellerrand usw.

Guter Test und nützlicher Artikel.
 
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chillipepper schrieb:
Grundsätzlich möchte man eine Unix-Installation nicht regelmäßig wechseln. Über die Zeit entstehen zahlreiche individuelle Anpassungen, die bei jedem Wechsel erneut nachvollzogen, überprüft und gepflegt werden müssten.

Das haengt sehr vom jeweiligen Nutzungsstil ab. Da gibt's einerseits Leute, die ihre Installation ewig behalten wollen, und die nehmen dann RHEL mit 10 Jahren Support, und haben dann Schmerzen, wenn die 10 Jahre um sind. Und andererseits Leute, die schmerzfrei immer das allerneueste wollen, und die nehmen eine rolling release. Dazwischen gibt's noch die Moeglichkeit (wie bei Debian und Ubuntu) von einer Release zur naechsten ein Upgrade zu machen, und dabei moeglichst die Anpassungen mitzunehmen (ist aber bei Debian nicht besonders praktikabel, wenn es viele Anpassungen sind). Wenn man der einzige Benutzer des Systems ist, muss man die individuellen Anpassungen nicht beim Wechsel pruefen etc., sondern dann, wenn man sie braucht.

Viele von den individuellen Anpassungen sind auch tatsaechlich individuell, und wandern mit dem home-Verzeichnis mit. So verwende ich seit 1992 twm als Window Manager und ein seither gepflegtes .twmrc. Und da twm nicht von modebewussten Entwicklern geplagt wird wie MacOS, Windows, Gnome, KDE etc. funktioniert das von einem Release zum naechsten ohne Probleme.

Die andere Art, an sowas heranzugehen, ist es, keine individuellen Anpassungen zu machen, sondern einfach das zu fressen, was einem vorgesetzt wird, wie in MacOS, Windows, Gnome, KDE etc. ueblich. Das ist der Ansatz, den ich beim Laptop verwende. Damit arbeite ich nicht soviel, da wuerde sich die Zeit fuer individuelle Anpassungen nicht amortisieren, also lasse ich es (nur focus-follows-mouse muss sein!). Der Ansatz ist fuer Dich zuhause auf Windows gut genug, wieso nicht auch auf Linux?

Es ist zudem reine Zeitverschwendung, sich immer wieder mit distributionsspezifischen Unterschieden bei Startup-Skripten, Shell-Umgebungen, Pfadstrukturen und Systemkonventionen auseinandersetzen zu müssen.

Dann lass es. Mir sind da aber keine besonderen Unterschiede zwischen Distributionen aufgefallen, nur Suse mit seinem Yast hat bei mir als altem Unix-Menschen sofort die rote Karte gesehen (genau derselbe Mist wie MacOS).

Bei Linux ist man faktisch dazu gezwungen, Distributionen zu vergleichen und zu wechseln,

Wer zwingt Dich dazu? Ich verwende seit 2007 Debian zuhause und seit 2011 Ubuntu auf dem Laptop, und habe nie verglichen und gewechselt. Ok, davor habe ich ein paar mal gewechselt: z.B. 2004 auf Fedora Core 1, weil das die erste Distribution mit AMD64-Support war; dann 2005 auf Gentoo, weil ich die Idee mit dem Compilieren von Source ansprechend fand. Dann wurde es mir zu anstrengend, bei jedem emerge (update) zu pruefen, ob meine Anpassungen richtig uebernommen werden, also ging's dann schliesslich zu Debian, und dabei bin ich geblieben.

[edit:]Fazit: Solange die Distribution das tut, was Du willst, brauchst Du nicht wechseln. Und wenn's irgendwo hakt, dann wechselst Du zu einer Distribution, von der bekannt ist, dass der Haken da nicht vorhanden oder zumindest kleiner ist.[/edit]

Wer auf klassischen Unix-Systemen gearbeitet hat (Interactive, SunOS, Solaris, FreeBSD, NetBSD etc.), erkennt schnell, dass dieses Distributionsgewirr bei Linux keinen Mehrwert liefert. Es erreicht nicht die konsistente Qualität kommerzieller Unix-Systeme.

Interactive ja; SunOS, Solaris, BSDs ein bisschen; HP/UX, DG/UX, Ultrix, Digital OSF/1 (das spaeter ein paar Umbenennungen hinter sich gebracht hat) relativ viel, IRIX und AIX ein bisschen. Ich wuerde Linux fuer keines von denen hergeben.

Benötigt wird im Kern ein sauber gepflegtes Basissystem mit dem üblichen Unix-Werkzeugumfang. Alles Weitere ist Aufgabe eines ausgereiften Package-Managements – so wie es beispielsweise bei FreeBSD konsequent und vorbildlich umgesetzt ist.

Kriegst Du bei Debian, Ubuntu, und sicher auch bei anderen Linux-Distributionen. Einfach jeweils die Minimal-Installation machen.

Allein aufgrund unterschiedlicher Zusammenstellungen und Customizations von Third-Party-Komponenten (Window-Manager, Applikationen) jeweils neue Distributionen zu schaffen, ist von der Sache her nicht sinnvoll.

Das sehen die, die das machen, und die, die diese Distributionen dann verwenden, offenbar anders. Ich brauche das zwar im Normalfall auch nicht, aber z.B. enthaelt Antix ein Paket fuer xmms, das bei Debian schon vor ~20 Jahren ausgemustert wurde. Dank des ausgereiften Paketmanagements, das bei Antix auch auf .deb-Dateien basiert, habe ich das einfach auf meinem Debian-System installiert.

Wegen dieser unnötigen und unvorteilhaften Diversität ist Linux im Vergleich zu Windows und macOS nach wie vor kein besonders populäres Betriebssystem, weshalb das Softwareangebot an kommerzieller Software gering ist, obwohl es Linux nun schon so lange gibt.

Interessiert mich eigentlich nicht besonders, aber tatsaechlich habe ich proprietaere (und kommerzielle) Software zu Vergleichszwecken auf Linux-Systemen installiert (und diese Software gibt es nicht und gab es nie fuer Interactive, SunOS, Solaris, FreeBSD, NetBSD, trotz (oder wegen?) der fehlenden Distributionsvielfalt). Die Hersteller verteilen die einfach als tarball, denen sind die Distributionen voellig egal. Wenn's komplizierter wird, ist der aktuelle Weg docker, auch da ist die Distribution (und teilweise sogar das Betriebssystem) egal.
 
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Siebenschläfer schrieb:
Das hat der Linux-Gründer Linus Torvalds zusammen mit Richard Stallmann höchstselbst verursacht.

Nicht nur die beiden.

Eric S Raymond war einer der eifrigsten Verfechter dieser Vielfalt unter dem Stichwort "The Cathedral & the Bazaar". Auch die Fachzeitschriften wirkten hier wie ein Brandbeschleuniger und berichteten mit großem Eifer über Linux. Da wurde jeder Pups gehypt, obwohl Linux am Anfang überhaupt nichts getaugt hat.
Die Startupscripts waren miserabel, das Dirty Bit eines unsanft abgehängten Dateisystems wurde beim Neustart nicht überprüft, sodass im Laufe der Zeit der Superblock defekt wurde und Daten verloren gingen.

Darum sage ich auch immer wieder, es bringt nichts mit 800+ Distributionen. Das sind nicht alles Profis und jede Distribution hat da ihre eigenen Unzulänglichkeiten. Fehler bei der Installation, maximal verbastelte Shell-Umgebungen, schlechte Dokumentation, zu allgemein gehaltene Manual Pages, die zentral verwaltet werden und auch zu 800+ Distributionen passen müssen, etc.

Im Gegensatz dazu basierten FreeBSD (auch NetBSD und OpenBSD) auf rund 20 Jahre gereiftem Berkeley-Code, und vor allem FreeBSD hat Linux hinsichtlich Zuverlässigkeit und Performance noch viele Jahre später abgehängt. Auch im Bereich Multiprocessor- und Datenbank-Performance. Selbst Linux-Code lief unter FreeBSD im "Linuxulator" performanter als unter Linux selbst.

Der Herr Torvalds hätte ja nicht alles selbst machen müssen, aber er hätte die Entwicklung eines Linux Systems in geordnetere Bahnen lenken sollen. Mit einem Distributionschaos von 800+ Distributionen werden wir noch lange Zeit von Windows und macOS abhängig sein.

Ich würde mich als Firma auch nicht darum reißen, für Linux Treiber und Software anzubieten, denn Du supportest zu einem recht hohen Maße das Betriebssystem des Kunden mit.

Wenn ich dann immer wieder lese, wie beherzt Linux immer wieder als Alternative zu Windows und macOS angeboten wird, kann ich nur müde lächeln. Kauf Dir ein paar Standard-Applikationen aus dem Recording, Foto- oder Videobereich, und Du wirst sehen, dass Linux nicht unterstützt wird.

Die Dominanz von Windows hängt nicht nur damit zusammen, dass Windows auf so gut wie allen Systemen vorinstalliert ist. Es sind Deine Anforderungen bzw. die Applikationen, die Dir vorgeben, welches OS und welche Hardware benötigt wird.
 
Nero FX schrieb:
Wichtig bei dem X230 ist nur das Dual-Channel RAM und eine SATA SSD mit MLC/TLC und DRAM verbaut wird, das merkt man extrem.

@Fritzler
Ich hab auch einen X230. Linux Mint mit XFCE 22.2, aktuelle Version, bekommt nix gebacken.
1. Energiesparmodus -> Passwortabfrage bzw. "Berechtigungsfehler" beim Versuch des Wechsels in den Energiesparmodus
2. Ruhezustand (Hibernation) zu aktivieren (Bei Windows ein Klick) artet in eine Komandozeilenorgie mit Partitionsanpassungen aus
3. Lautsprecher klingen noch schlechter als unter Windows
4. Akkuverbrauch mind. 2-3x so hoch als in Windows
5. TAX 2026 Steuerprogramm startet mit keinem Emulator (Wine/Proton/bottles etc.)
6. Framedropps bei YouTube Videos trotz H264-Addon ab 720p

Ich hab nach 3 Wochen gefummel auf Windows 11 gewechselt und alles funktioniert wie gewohnt.
Es ist schon traurig das es Linux bis heute nicht schafft 13 Jahre alte, Millionenfach verkaufte Business Hardware sauber zu unterstützen.

@Nozuka
Wie du oben lesen kannst hat Linux die Probleme auch bei dem 13 Jahre alten X230, oder ist das noch "neu"?
Ich kann das nicht bestätigen. Meine beiden unterschiedlichen X230 laufen seit 2017 mit Opensuse tadellos, inklusive Ladeschlusspannungsanpassung und angepasster Lüfterstufen, Sondertasten sowie flüssigen Transparenzeffekten in KDE (damals noch X.org).

Damals konnte (und wollte) Lenovo das noch. Ob sei bei neueren Modellen noch können und wollen, habe ich noch nicht ausprobiert (E16 G2 liegt hier, hat aber noch kein Linux).
 
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