Otsy schrieb:
Forist
@Der_Unbekannte bezog sich vermutlich unter anderem auf
diesen Vorgang. Insofern entsprechen seine Ausführungen zumindest insoweit den Tatsachen, als dass AMD bar unläuteren Wettbewerbs auf Ressourcen, auch im Bereich R&D, verzichten musste.
Worum es da geht, ist mir völlig klar - aber das macht es ja nicht richtiger!?
Die Aussage war, es lag am Geld und dann bezieht man sich auf alte Kamelle von 2002 bis 2006.
Und behauptet, dass wenn AMD Bulldozer und Zen parallel hätte entwickeln können... Bulldozer kam Q4/2011. Prozessor Architektur Entwicklung dauert zwar lange, aber so lange jetzt auch nicht.
Otsy schrieb:
Darüber hinaus sollte es als unstrittig gelten, dass Tech-Konzerne in Abhängigkeit der ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen in viele verschiedene Richtungen entwickeln.
Das bestreitet ja auch Niemand - der Witz bei der Geschichte ist, dass AMD in der Zeit, als Intel zu Wettbewerbsverstoßen verurteilt wurde, relativ hohe Marktanteile inne hatte. Bspw. im Jahr 2007 lag der Server Marktanteil bei AMD bei fast 30%.
Sprich WENN dann hätten sie dort, wo sie relativ hohe Anteile hatten, doch Geld gehabt. Die Behauptung, dass sie kein Geld hatte, weil Intel den Markt manipuliert hat kann man in der Form einfach nicht bringen. Sie hätten vielleicht noch mehr Geld gehabt, das mag alles richtig sein. Aber es wurde von "kein Geld" gesprochen. Das impliziert, dass sie ihren Kram nicht verkauft bekommen haben -> und das ist einfach eine Unwahrheit.
Rockstar85 schrieb:
Wo Intel in einem P Core Cluster ganze 2 Kerne unter bekommt, baut AMD ein 4C Cluster unter..
Und Intel baut 8 E-Cores in die Größe von einem P-Core. Sprich bei bei 100% mehr Threads gibt es je nach Takt deutlich mehr wie 100% mehr MT Leistung bei zudem noch gesteigerter Effizienz.
Rockstar85 schrieb:
Ich glaube die Effizienz ist nicht in Ordnung und nur bei Teillast wirklich okay. Und AMD hat noch genug Optionen, die Effizienz des I/O Die zu verbessern..
Was ist denn deine Definition von "In Ordnung"!?
https://www.computerbase.de/artikel/prozessoren/intel-core-ultra-5-225f-235-test.92075/seite-5
Wenn ich mir das da so in den Zahlen ansehe, dann hat Intel das wie immer leidige Problem, dass sie obenraus einfach den Takt übel durch die Decke gehen lassen - aber wenn man das eben mal nicht macht, dann schaut es gar nicht mal so schlecht aus.
Das bekommt man halt in den Foren nicht verkauft, weil da nur Leistung auf hohem Niveau zählt. Aber abseits davon ist das durchaus solide.
Der_Unbekannte schrieb:
Die „Urmutter“ der heutigen, leistungsstarken CPUs war der mobile Core M entwickelt vom israelischem Design Team.
Das ist eine Unwahrheit. Letztlich tanzt aus der Reihe eigentlich nur Netburst raus. Die Architetur des Pentium M ist weitestgehend eine Weiterentwicklung des P3 mit ein paar Anteilen vom P4. Das Ding wurde Anfang/Mitte 2003 real in den Laden gestellt.
Die ganze Ausführung da oben von wegen Geld und AMD -> AMDs Erfolg damals, der A64 wurde entwickelt und gebracht, da war der Pentium 3 lange schon und sogar knapp der Pentium M am Markt kaufbar. Inkl. der üblichen 3-5, mal auch bisschen länger Jahre der Entwicklung. Das hat(te) nichts, aber auch gar nichts mit dem Ausnutzen der Marktbeherschenden Stellung zu tun, dass AMD da hatte ihre Probleme gehabt, eine bessere/neuere Architektur zu bringen. Denn ihr K9 wie gesagt, wurde kurzerhand eingestellt.
Der_Unbekannte schrieb:
AMD konnte sich das schlicht nicht leisten, diesen „Luxus“.
Darum war Bulldozer fast 6 Jahre die Speerspitze bei AMD, da nahezu alles in Zen reinfloss.
Ein anderes „AMD“ mit mehr Ressourcen hätte ganz anders handeln können.
Das Entwickeln einer Arch von Scratch dauert mindestens 5 Jahre.
Nochmal - du verkennst alle zeitlichen Zusammenhänge. Bulldozer war 2011. Selbst wenn du da 5 Jahre zurück gehst, bist du immer noch Jahre weg von dem, was du da oben behauptest.
Der_Unbekannte schrieb:
2. Hatte Intel früher immer einen massiven Fertigungsvorteil, den sie aufgrund der absurden Gewinne als Monopolist finanzieren konnten. AMD musste andere, innovative Ansätze versuchen, um überhaupt eine Chance zu haben.
Und jetzt hat diesen Vorteil AMD, weil sie bei TSMC kaufen. So what!?
Der_Unbekannte schrieb:
3. illegale Preisabsprachen und Schmiergelder, vom „Verbot“ von AMD CPUs, bis hin zu „leichteren“ Dingen dafür zu sorgen, das AMD absichtlich schlechtere Boards erhält.
Wie gesagt, zu der Zeit gab es hohe AMD Marktanteile, weil die CPUs wirklich auch gut waren. (A64)
Der_Unbekannte schrieb:
Warum glaubst du, gibt es bei AMD kaum gute ITX Boards? Intel zahlt halt eben gut(„Dell is the best friend Money can buy“).
4. Benachteiligung auf Softwareebene. Wurde die Aktion mit dem Intel Compiler auch schon vergessen? Manipulation von Benchmarks?
Deine „Argumente“ gehen voll am Thema vorbei.
Glauben kannst du in der Kirche, diese Nebenschauplätze stören den Markt doch überhaupt nicht. Kein Mensch interessiert sich am Markt für ITX Boards. Das ist Schrauber-Bastelkram.
Bei einem Anteil von über 80% den sich die großen 5 OEMs teilen und wo ein der OEMs nichtmal AMD oder Intel verbaut und mittlerweile auf 10% grob kommt, kommst du mit solchen Strohhälmen wie nem ITX Board... Junge Junge Junge...
Was den Compiler angeht - ist dir bekannt, dass die Intel Compiler trotz aller Nachteile immernoch im Schnitt die schnellsten Ergebnisse auf AMD CPUs lieferten!? Doof...