Fireplace April 2026

News Effekt von Social-Media-Verbot gering: Smartphone-Verbote an Schu­len bedingt erfolgreich

Status
Neue Beiträge in diesem Thema müssen von einem Moderator freigeschaltet werden, bevor sie für andere Nutzer sichtbar sind.

mischaef

Kassettenkind
Teammitglied
Registriert
Aug. 2012
Beiträge
7.599
  • Gefällt mir
Reaktionen: Mic_on_lnx, nuego, aid0nex und 2 andere
Ökonomen in den USA haben laut dem Bericht inzwischen Daten von Schulen ausgewertet, die Smartphones mithilfe verschließbarer Telefontaschen konsequent aus dem Unterricht verbannten. Die Mobiltelefone mussten hier bereits beim Betreten des Schulgeländes abgegeben werden.
Ob das rechtlich erlaubt ist müsste mal ein Anwalt klären.

Verbote haben nie lange effektiv gehalten es gab immer Weg daran vorbei oder diese zu umgehen.
Bin ich froh das ich als ich aus der Schule ging gerade so das Internet bezahlbar wurde und Youtube gerade so anfing.
Ich kenne noch 0,06 DM die Minute bei 40 DM Grundgebühr, da war man vorsichtig ja die Browserapp überhaupt versehentlich zu öffnen.
Geht hier schon mit 4,5 los die Nichte bekam vor 3 Tagen eine Smartwatch, da ist es dann in 1-2 Jahren nicht mehr weit mit dem ersten Handy. Ich hatte mein erstes Handy mit glaub 19 oder 20.

Auch sozialer Druck spielt eine wichtige Rolle. Jugendliche, die sich konsequent an das Verbot halten, werden innerhalb ihrer Altersgruppe häufig als weniger beliebt wahrgenommen. Dadurch fühlen sie sich öfter ausgeschlossen und haben größere Schwierigkeiten, mit ihrem Freundeskreis in Kontakt zu bleiben.
Das Problem gabs aber schon vor 20 Jahren, da wars dann die Klamotten oder eine Konsole, Spiel.
Wenn man nicht die neusten Klamotten die Konsole hatte war man auch schnell der Idiot der Klasse.
Ich habe den Trend nie mitgemacht. War mir immer zu blöd. Vor allem weil die Klamotten wechselten wie Unterhosen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: ###Zaunpfahl###, Q990 und RobX
Wie steht es denn überhaupt zur Studienlage diesbezüglich?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wagga
Wunder mich nicht. Ist relativ eindeutig, dass die aktuellen Jahrgänge entsprechend reagieren, wenn man ihnen ihre gewohnten Kommunikationsmittel und Informationsquellen entzieht. Vorteilhaft wird es erst für die nachfolgenden Jahrgänge, die noch gar keinen Kontakt zu sozialen Medien hatten.
Klassisches "Tal der Tränen" der Change Kurve, in der man sich da gerade befindet.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: flo.murr, Sascha631, wagga und 12 andere
Moin. Verbote haben sich meiner Erfahrung nach nur selten als Wundermittel erwiesen. Dennoch scheint mancherorts weiterhin die Hoffnung zu bestehen, gesellschaftliche Herausforderungen per Gesetzestext wegregulieren zu können. Statt Bildung und Medienkompetenz zu stärken, setzt man lieber auf Verbote. Liebe CDU/CSU, fühlt euch ruhig angesprochen. Die Treffsicherheit beim Verfehlen des eigentlichen Problems bleibt jedenfalls bemerkenswert.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Plage, wagga, aid0nex und 8 andere
Also bei uns gibt es ein Handy-Verbot bis zur Oberstufe.

Der Schulhof vor dem Verbot: Alle Kinder, egal ob Klasse 5 oder 10, sitzen irgendwo herum und spielen auf dem Handy oder schauen Videos.

Nach dem Verbot: Es wird wieder Fußball gespielt, gekickert, Tischtennis gespielt, etc. Also für mich ist das positiv genug.

Und zum Thema Social Media: Man schaue sich einmal die Videos darüber an, wie unglaublich schnell der Algorithmus einen zum Beispiel in die depressive Ecke schieben kann und nur noch so Videos zeigt, die vom Weltschmerz erzählen. Wahlweise mit jedem anderen Thema austauschbar, jetzt nur noch rechte Politik, jetzt nur noch Videos über die Klimakatastrophe, jetzt nur noch Genderdysphorie. Weiß nicht, ob das förderlich ist, mit 10 Jahren nonstop damit bombardiert zu werden. Aber hey, wenn die Wissenschaft in einer Studie (!) zu einem anderen Ergebnis kommt, dann muss ich ja falsch liegen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: moppelg, Feta, Sascha631 und 23 andere
Naja wer hätte das schon gedacht dass Social Media selbst gar nicht das Problem ist sondern die Gesellschaft die sie benutzt. Und wenn die Gesellschaft die gleiche bleibt, dann bringt auch ein verbot nicht viel.

Aber ist mir schon klar ein verbot ist erstmal einfacher offiziell zu machen wie vernünftige (Medien)Bildung für jung UND alt.

Die meisten Erwachsenen wissen doch immer noch nicht wie sie ihren Algorithmus gegensteuern können oder dass die tanzende Katze aus dem letzten TikTok Video KI war.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wagga, Raykus, mischaef und 2 andere
Bei einem Medienkompetenzkurs in der 9. Klasse Realschule hatten die Kids zwischen 65 und 100 Stunden Bildschirmzeit in der Woche. In der 5. waren es 5-25. Tabletzeit nicht miteingerechnet.
 
wissenschaftliche Studien, die einen Zusammenhang zwischen regelmäßigem Nachrichtenkonsum, Medienkompetenz und gesellschaftlicher Teilhabe belegen. Wer sich häufiger mit Nachrichten beschäftigt, entwickelt demnach bessere Fähigkeiten zur Bewertung von Informationen und zur Erkennung von Desinformation.
Ich habe doch wirklich starke Zweifel das dies auch gilt wenn die Nachrichten nur über Social Media konsumiert werden.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: moppelg, Feta, wagga und 4 andere
Also mein Kind berichtet für mich positives, nämlich daß nicht mehr alle nur am Handy sitzen in den Pausen, sondern gesprochen wird. Wenn aber laut Artikel auch geprüft wurde, ob z.B. Bildung besser wurde, dann hätte ich auch keine Veränderung erwartet.

Achja, Rauchverbot in Restaurants und Co hatte auch einen positiven Effekt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Feta, wagga, sp00n.82 und 5 andere
Nicop schrieb:
Der Schulhof vor dem Verbot: Alle Kinder, egal ob Klasse 5 oder 10, sitzen irgendwo herum und spielen auf dem Handy oder schauen Videos.

Nach dem Verbot: Es wird wieder Fußball gespielt, gekickert, Tischtennis gespielt, etc. Also für mich ist das positiv genug.
Eine Beobachtung die ich auch bei uns an den Grundschulen sehe. Auch das Feedback der Kinder ist überwiegend positiv, man macht wieder mehr mit Freunden bzw. findet generell wieder anschluss.

Wenn ich an meine Oberstufenzeit zurück denke, dann hatten viele von uns das Handy auf dem Tisch während des Unterrichts, aber in der Oberstufe war auch die Disziplin da einfach die Finger davon zu lassen. In den Pausen wurde bei uns miteinander gesprochen und kaum am Handy gehangen. Nur zwei Jahrgänge unter uns war das schon anders. Und je jünger, desto schlimmer.
Da hat man 10/12 jährige am ZOB beobachtet, wie sie kein Wort miteinander gesprochen haben, nur aufs Handy starrten und als der Bus kam war die Verabschiedung dann "Ich schreib dir nachher auf Facebook". Anstatt einfach direkt miteinander zu reden...

Wie jede Technik: Fluch und Segen... Am Ende scheiterts IMHO an den Eltern, da regulierend einzugreifen und den Kids Maß bei zu bringen. Für viele scheint es halt bequem, die Kinder vor dem Bildschirm zu parken... Wenn wenigstens Dokumentationen oder Dragonball laufen würden, gings ja noch. Stattdessen röstet man die Hirne mit Pegga Pig, Caillou und Hello Kitty. Oder schlimmerem...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Extrawurst83
wagga schrieb:
Ich habe den Trend nie mitgemacht.
Dafür braucht man aber auch ein starkes Ego, welches nicht jeder (egal ob jung oder alt) besitzt.

Zu der "Untersuchung":
Das ist ein vielschichtiges und gewachsenes "Problem". Leider in Richtung Sucht. Und da man es bei "den Alten" übersehen hat und somit von denen wenig bis gar keine Unterstützung erhoffen kann (vielleicht mal.ein zustimmendes Nicken, daß ANDERE das Problem haben) wird ein Verbot nicht viel bringen außer eine erhöhte Bereitschaft, dieses zu umgehen. Wieviele Kinder nutzen bereits Whatsapp obwohl es in der EU erst ab 13 (mit Zustimmung der Eltern) genutzt werden darf?

Schwer, dies zu lösen. Was aber sicher ein Fakt ist: da das Smartphone bzw. der Medienkonsum wie eine Droge genossen wird, wirkt sich dieser auch auf die Entspannungsphasen aus. Ebenso, wenn es "entzogen" wird, daß es Symptome eines Entzuges gibt, aber auch dessen Nebenwirkungen.

Wir haben hier in Österreich vor ein paar Jahren mit der Digitalisierung der Schulen begonnen und Kinder aber der 5. Schulstufe (also Mittelschule oder Gymnasium) erhalten einen Laptop/Tablet. Die digital "gebildste" Lehrerschaft empfiehlt Kindern Lernprogramme welche Werbung zu Browsergames enthalten. Und dafür muß man sich klarerweise anmelden. Beispiel von diesem Wochenende bei meiner Großen: Sie hat ein solches Browsergame vor einer oder zwei Wochen entdeckt und sich angemeldet mit Mailadresse, welche sie von der Schule hat. Alles noch kein Problem. Aber jetzt gehts zur Sicherheit: statt ein neues Passwort zu verwenden, nimmt sie das zu Schulbeginn ausgearbeitete sichere Passwort (viele.Steleln, groß/klein, Sonderzeichen, mit Eselsbrücke zu merken). Das habens nicht gelernt, daß man nicht überall dasselbe Passwort nehmen soll.
Zur Krönung: Ende Mai gab es in der Schule für die Eltern einen Infoabend zum Thema.Internetsicherheit. Wo die Kinder eigentlich schon ein Jahr wild unterwegs sind.
 
Verbote machen Politiker immer gerne. Kostet nichts und man muss nicht mehr darüber nachdenken.
Dabei spielt sich nunmal die Informationsbeschaffung inkl. Idole/Influencer bei Social Media ab. Du bekommst das nicht weg, so ist der Lauf der Dinge.
Die Lehrer von heute wachsen selber ohnehin erst mit der Technik auf, dabei bedarf es viel mehr der Medienkompetenz. Die Kinder mitsamt der Eltern schaffen das schon, den Kopf in den Sand stecken muss man nun wirklich nicht. :)
 
wagga schrieb:
Ob das rechtlich erlaubt ist müsste mal ein Anwalt klären.
In Deutschland wäre das erlaubt. In NRW gibt es beispielsweise in §53 Abs. 2 Schulgesetz NRW ("Erzieherische Einwirkungen") das Recht, Gegenstände "zeitweise" wegzunehmen -- ähnliche Regelungen gibt es auch in anderen Bundesländern. Das gilt aber nur solange, wie nicht in die Grundrechte des Schülers eingegriffen wird. Wird das Smartphone am Ende des Tages wieder zurückgegeben, dürfte das der Fall sein, da der Schüler es in der Schule eh nicht nutzen durfte.

An unserer Schule sind sogar Smartwatches mit eSIM verboten - auch wenn das Kultusministerium deutlich sagt, dass das unverhältnismäßig ist. Viele Schulen lassen es eben auf eine Klage ankommen. Aber welche Eltern machen das schon...

wagga schrieb:
Geht hier schon mit 4,5 los die Nichte bekam vor 3 Tagen eine Smartwatch, da ist es dann in 1-2 Jahren nicht mehr weit mit dem ersten Handy. Ich hatte mein erstes Handy mit glaub 19 oder 20.
Der Kinderschutzbund gibt übrigens 10 Jahre als Mindestalter an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,
Social Media lässt sich nicht verbieten, aber das Smartphone-Verbot an der Schule meines Kindes hat sehr positive Wirkung gehabt. Allein das die Kinder die Dinger, wenigstens da wo sie lernen sollen, nicht permanent in der Hand haben ist Gold wert.
Leider wird in dem Artikel die Smartphone-Nutzung und ein Social-Media-Verbot in einen Topf geworfen um mit einem beides schlecht zu reden.
Smartphone-Verbote an Schulen --> fettes Ja von meiner Seite und zwingend erforderlich, Social Media-Verbote für Kinder --> nicht durchsetzbar und grundlegend Sache der Erziehungsberechtigten und nicht des Staates.
Gruß Beschi
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Feta und Bl4cke4gle
Social Media gehört reguliert für mich. Aber nicht die Nutzer, sondern die Contenterstersteller und Contentvermittler aka Plattformen. Zeitungen, Fernsehen und Film haben Vorgaben aber auf Tiktok darf man 10 Videos am Stück sehen wie geil Rauchen ist und wo dir dein großer " Bruder" am besten die Kippen holt.

Das Plattformen Beiträge mit hohem emotionalen Inhalt prioisiert, ist das Grundproblem für mich. Triggern, spalten, Adrenalin. Der Körper steht unter Dauerstress.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Feta und LikeAnIrish
Ich frage mich ein wenig, wann der Zeitpunkt kam, wo die erlaubt waren.

Zu Anfangszeiten des Smartphones war ich noch auf der Schule und die meisten hatten dann auch schon ein Smartphone, aber im Unterricht war das tabu, generell durfte man es eigentlich auch nicht auf dem Schulhof verwenden, einzige Ausnahme in der Pause in der Cafeteria.

Das war ne Lösung die hat funktioniert, die meisten haben sich dran gehalten, der Unterricht war ungestört und Social Media hat sich auf SchülerVZ (später dann auch Facebook und Whatsapp) beschränkt, wo man sich in seiner Freizeit dann ausgetauscht hat.

Irgendwann danach müssen wir ja wohl falsch abgebogen sein und die Schulen haben die Kontrolle verloren, oder wie?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Bl4cke4gle
Nicop schrieb:
Also bei uns gibt es ein Handy-Verbot bis zur Oberstufe.

Der Schulhof vor dem Verbot: Alle Kinder, egal ob Klasse 5 oder 10, sitzen irgendwo herum und spielen auf dem Handy oder schauen Videos.

Nach dem Verbot: Es wird wieder Fußball gespielt, gekickert, Tischtennis gespielt, etc. Also für mich ist das positiv genug.
Bei uns wird das auch immer so hervorgehoben. Nur: Bei uns war es immer so - es war immer laut auf dem Schulhof. Also kein Unterschied. Ich finde es problematisch, wenn den Schülern vorgeschrieben wird, wie sie ihre Pause zu verbringen haben. Bei uns ist es z.B. jetzt nicht mehr möglich, nach einer anstregenden Klausur sich einfach aufs Gras zu setzen und Musik zu hören. Das vermisst unser Junior schon.

Aber ein Verbot ist eben einfacher als den Schülern Kompetenzen beizubringen, etwa dass bei TikTok nicht alle "Creators" die dollen Kumpels sind, sondern dass dahinter knallharte Geschäftsinteressen stehen und die Schüler das Produkt sind.

Für mich ist dabei aber nicht mal das Verbot das Problem, Regelungen muss es geben, sondern die Konsequenzen. Wenn bei uns auf dem Schulhof nur kurz auf das Gerät geschaut wird, ist es bis zum nächsten Schultag weg und die Eltern müssen es auslösen. Wenn ein WE dazwischen ist, pech gehabt....

Interessiert die Schule auch herzlich wenig, dass diese Praxis rechtswidrig ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: wagga
Ok die Jugendlichen informieren sich auch über Sachthemen und aktuellen Ereignisse hauptsächlich bei den sozialen Medien. irgendwie verständlich :)

Man könnte nun behaupten, das ist nicht gewollt weil man über diese keine Kontrolle hat.
Ok kann ich auch irgendwie nachvollziehen. Auch wenn ich ich von unserem ÖRR keine hohe Meinung habe weiß ich, dass man durch die Algorithmen schnell in einer dubiosen Blase gefangen ist.

Diese Algorithmen sind das eigentliche Problem.Es muss ein Weg geben wie ich selbst den Algorithmus steuern oder sogar ausschalten kann.
Warum nicht lediglich ein Algorithmus Verbot für Jugendliche?! Zumindest für politische Themen.

Warum die Schüler in Deutschland immer schlechter werden, möchte man nicht wirklich analysieren. Dies würde wahrscheinlich unpopuläre Fakten zu Tage führen.

Man müsste in Deutschland alle Schulen gegeneinander antreten lassen. Diese müssten quasi im Wettbewerb zueinander stehen. Dann würde man schnell merken welche die besseren Schulen sind und man könnte sich an deren Konzepte orientieren.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wagga
wagga schrieb:
Verbote haben nie lange effektiv gehalten es gab immer Weg daran vorbei oder diese zu umgehen.
Ich bin auch recht skeptisch was dieses Verbot hier und seine Umsetzbarkeit angeht, aber so generell würde ich das nicht stehen lassen.

Das Alkoholverbot für unter 16 jährige ist z.B. recht erfolgreich, würde ich sagen. Klar kann man das umgehen, klar hab ich auch mal mit 14 schon ein Bier probiert. Aber die Situation ist doch deutlich anders, als wenn freier Ausschank unabhängig vom Alter erlaubt wäre.
 
Status
Neue Beiträge in diesem Thema müssen von einem Moderator freigeschaltet werden, bevor sie für andere Nutzer sichtbar sind.
Zurück
Oben