Und hier erkennt man wieder den Blödsinn: Wenn die Jugendlichen merken, dass ihnen weniger Smartphones gut tut, warum können sie es dann nicht "freiwillig" ohne? Oder warum wird das anderen Jugendlichen nicht so vermittelt? Dann braucht es doch gar kein Verbot. Also für mich widerspricht sich das irgendwie.Seven2758 schrieb:Die Schüler sprachen sich in der anschließenden Umfrage sogar für ein Handyverbot aus.
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News Effekt von Social-Media-Verbot gering: Smartphone-Verbote an Schulen bedingt erfolgreich
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@mischaef das war ein Lösungsvorschlag für ein bereits bestehendes Problem. Teuer sind die Dinger ja nicht, bieten keine Ablenkung und die mp3 kriegt man ziemlich einfach, wenn man zB tidal statt spotify verwendet oder schlicht den kram bei YouTube runterlädt.
Dazu genötigt zu sein ist sicher frustrierend, aber ich persönlich kann zumindest den Gedanken hinter den strengen Regeln verstehen, denn sonst behauptet jedes Kind einfach es hätte nur das Lied wechseln wollen. Das kann der Lehrer im nachhinein nicht beweisen.
Dazu genötigt zu sein ist sicher frustrierend, aber ich persönlich kann zumindest den Gedanken hinter den strengen Regeln verstehen, denn sonst behauptet jedes Kind einfach es hätte nur das Lied wechseln wollen. Das kann der Lehrer im nachhinein nicht beweisen.
Weil es hier um eine Art Droge geht. Das kann man eins zu eins über Raucher und Alkoholiker sagen. Die psychologischen Tricks von social media sind doch seit Jahren ein top Thema.mischaef schrieb:Und hier erkennt man wieder den Blödsinn: Wenn die Jugendlichen merken, dass ihnen weniger Smartphones gut tut, warum können sie es dann nicht "freiwillig" ohne? Oder warum wird das anderen Jugendlichen nicht so vermittelt? Dann braucht es doch gar kein Verbot.
Zusätzlich ist die Impulskontrolle bei Kindern noch gar nicht voll entwickelt, daher muss man sie vor so etwas schützen. Sonst könnten wir auch andere Altersbeschränkungen entfernen...
Wenn das Internet nur aus Webseiten der 90er bestünde, dann gäbe es das Problem wohl nicht.
Mic_on_lnx
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Wieso hier so viele auf ein Smartphone verbot in der Schule referieren ist für mich nicht nachvollziehbar. Dabei handelt es sich um ein temporäres örtlich und zeitlich gebundenes Verbot. Das ist etwas völlig anderes als das generelle Social Media verbot.
Die jungen Leute und alle anderen Zahlen den Preis für ein riesiges Politikversagen, bestehendes Recht umzusetzen oder ggf nach zu schärfen. Es gäbe genug Möglichkeiten in die Richtung (DMA, DSgvo, etc).
Verbot nach Gruppen bedeutet auch dass die Zugehörigkeit zu einer Gruppe geprüft werden muss. Das erfolgt entweder lückenhaft oder als extremer eingriff in die Privatsphäre zB in dem man Ausweise übers Netz verschickt. Ja was kann da schon schief gehen (schaut mal was bei Discord schief lief).
Die jungen Leute und alle anderen Zahlen den Preis für ein riesiges Politikversagen, bestehendes Recht umzusetzen oder ggf nach zu schärfen. Es gäbe genug Möglichkeiten in die Richtung (DMA, DSgvo, etc).
Verbot nach Gruppen bedeutet auch dass die Zugehörigkeit zu einer Gruppe geprüft werden muss. Das erfolgt entweder lückenhaft oder als extremer eingriff in die Privatsphäre zB in dem man Ausweise übers Netz verschickt. Ja was kann da schon schief gehen (schaut mal was bei Discord schief lief).
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- Dez. 2012
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@mischaef
Ich denke, es war und ist für die Schüler einfacher, wen alle Schüler darauf verzichten.
Daher sprechen sich die Schüler dafür aus, dass alle Schüler auf das Smartphone verzichten müssen.
Der gesellschaftliche Druck der Mitschüler und die Gefahr ausgeschlossen zu werden, ist halt für einige zu groß.
Ich bin auch dafür, den Schülern es zu vermitteln, anstatt schnelle Verbote umzusetzen.
Das wird erst recht Widerstände bei den Schülern aufbauen.
Ich denke, es war und ist für die Schüler einfacher, wen alle Schüler darauf verzichten.
Daher sprechen sich die Schüler dafür aus, dass alle Schüler auf das Smartphone verzichten müssen.
Der gesellschaftliche Druck der Mitschüler und die Gefahr ausgeschlossen zu werden, ist halt für einige zu groß.
Ich bin auch dafür, den Schülern es zu vermitteln, anstatt schnelle Verbote umzusetzen.
Das wird erst recht Widerstände bei den Schülern aufbauen.
Sorry, aber so ist es nun auch wieder nicht. Ich habe es hier schon mehrfach geschrieben: Wenn man den Jugendlichen erklärt, worum es geht, was dahinter steckt und die Mechanismen dahinter verdeutlicht, dann verlieren viele das Interesse daran. Unser Junior ist 14 und hat NULL Interesse an Facebook & Co.Askat86 schrieb:Weil es hier um eine Art Droge geht. Das kann man eins zu eins über Raucher und Alkoholiker sagen. Die psychologischen Tricks von social media sind doch seit Jahren ein top Thema.
Wenn man Dinge einfach verbietet, dann wird nur selten mitgeteilt, warum das so ist. Wir haben unserem Junior immer alles erklärt und nicht einfach gesagt, dass das so ist, weil wir es wollen. Das Ergebnis ist, das wir im die allermeisten Dinge nur einmal sagen mussten und anonsten alles sehr entspannt war.
Es geht meist nicht um das Verbot, sondern, wie ich schon geschrieben habe, um die Konsequenzen. Ich habe generell kein Problem, wenn es in der Schule in der Tasche zu sein hat.Mic_on_lnx schrieb:Wieso hier so viele auf ein Smartphone verbot in der Schule referieren ist für mich nicht nachvollziehbar. Dabei handelt es sich um ein temporäres örtlich und zeitlich gebundenes Verbot.
Unsere hat beispielsweise ein offenes Schulgelände, das die Schüler ab der 7. Klasse mit Einwilligung der Eltern in der Pause verlassen dürfen. Viele gehen in der Mittagspause ins nahegelegene Einkaufszentrum und holen sich dort was warmes zu essen (der Unterricht dauert bei uns die meiste Zeit in der Woche bis Nachmittags). Unserem Junior sagen wir immer, er soll sein Handy mitnehmen, damit er Bescheidgeben kann, falls was ist. Jetzt ist es aber so, dass in der Schule schon Schülern das Smartphone abgenommen wurde, wenn diese es nur in der Hosentasche hatten - auch wenn es ausgeschaltet war und keine Nutzung stattgefunden hatte.
Wenn das passiert, verbleibt das Smartphone bis zum nächsten Schultag in der Schule - also an einem Freitag auch übers Wochenende.
Mal ganz davon abgesehen, dass so etwas rechtswidrig ist (in Deutschland gilt immer noch der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit) - auf wen soll unserer Junior hier hören?
Bigeagle
Lt. Commander
- Registriert
- Nov. 2008
- Beiträge
- 1.713
Ist das nicht irgendwo das gleiche wie Computer- und Handyverbot in den 90/20ern? Man Versucht Probleme mit dem am einfachsten aussehenden Holzhammer zu erschlagen und wundert sich dann dass der Nagel im Hammer stecken bleibt.
Den ganzen social media part kann ich nicht so recht verstehen, ich habe mich weitestgehend und recht konsequent davon ferngehalten. Sowas wie TikTok oder Instagram löst bei mir eher ein 'wtf? was für eine scheiß GUI' aus. Kaum Mehrwert und bedienung wie ein spamportal.
Aber ich hätte auch zweifel inwiefern der versuch mit aufklärung (suchtmechanismen, profitinteresse bei scheinbar zwanglosen hobbykanälen etc) da aussicht auf erfolg hat. Der Mensch scheint einfach nicht gut darin zu sein langfristig und logisch zu planen und zu handeln. Das sieht mir nach immer dem gleichen Muster aus, tiefer liegende biologische Mechanismen sind oft stärker als bewusste Erkenntnis. Das betrifft Essverhalten, Alkohol, Nikotin, finanzplanung etc.
Da kann man den Kindern und Jugendlichen noch so sehr erklären wie Dinge funktionieren, viele würden auch dann weiter in der 'social' media bubble versinken wenn die hälfte davon Krebs bekäme. Langfristige, abstrakte folgen vs. kurzfristige belohnungseffekte und sozialer druck. Tun erwachsene genauso, obwohl die eigentlich besser in sowas sein sollten.
Diebstahl ehm unerlaubtes einbehalten fremden eigentums mit der absicht es später zurückzugeben.
Zeigt aber auch wie nett die Schüler doch sind, für solche Überschreitungen bekamen Lehrer auch schon einen Blumentopf mit Thermitmischung auf die Motorhaube :/
Oder Knallfrösche in die Tasche.
Läuft vielleicht anders wenn man da jemanden kennt, oder den idealisten der Dienststelle erwischt.

Hilft nur begrenzt wenn die Mehrheit freiwillig verzichten würde, aber ein paar immer noch aktiv videos rumzeigen und damit aufmerksamkeit binden, oder einfach nur die lautsprecher voll aufdrehen. Ich würde sagen da reicht auch ein einziger in einem 20 m Umkreis wenn der Wind ungünstig steht.
Oder unangenehmeres, wie mitschüler filmen zum beispiel.
Den ganzen social media part kann ich nicht so recht verstehen, ich habe mich weitestgehend und recht konsequent davon ferngehalten. Sowas wie TikTok oder Instagram löst bei mir eher ein 'wtf? was für eine scheiß GUI' aus. Kaum Mehrwert und bedienung wie ein spamportal.
Aber ich hätte auch zweifel inwiefern der versuch mit aufklärung (suchtmechanismen, profitinteresse bei scheinbar zwanglosen hobbykanälen etc) da aussicht auf erfolg hat. Der Mensch scheint einfach nicht gut darin zu sein langfristig und logisch zu planen und zu handeln. Das sieht mir nach immer dem gleichen Muster aus, tiefer liegende biologische Mechanismen sind oft stärker als bewusste Erkenntnis. Das betrifft Essverhalten, Alkohol, Nikotin, finanzplanung etc.
Da kann man den Kindern und Jugendlichen noch so sehr erklären wie Dinge funktionieren, viele würden auch dann weiter in der 'social' media bubble versinken wenn die hälfte davon Krebs bekäme. Langfristige, abstrakte folgen vs. kurzfristige belohnungseffekte und sozialer druck. Tun erwachsene genauso, obwohl die eigentlich besser in sowas sein sollten.
Imo war die Lösung dafür schon immer eine ruhige Ecke finden wo die Pausenaufsicht nicht nachguckt. Auf dem Schulhof lesen war teils schwerer als in einer Disco :/mischaef schrieb:Nur: Bei uns war es immer so - es war immer laut auf dem Schulhof. Also kein Unterschied. Ich finde es problematisch, wenn den Schülern vorgeschrieben wird, wie sie ihre Pause zu verbringen haben.
Das ist irgendwie heftig und ziemlich übertrieben. Da sollte sich doch tatsächlich rechtlich etwas machen lassen, denn afaik endet mit Unterrichtsende die Gewalt über die Schüler inklusive deren Sachen. Schon das einbehalten bis zum nächsten Tag grenzt anmischaef schrieb:Wenn bei uns auf dem Schulhof nur kurz auf das Gerät geschaut wird, ist es bis zum nächsten Schultag weg und die Eltern müssen es auslösen. Wenn ein WE dazwischen ist, pech gehabt....
Zeigt aber auch wie nett die Schüler doch sind, für solche Überschreitungen bekamen Lehrer auch schon einen Blumentopf mit Thermitmischung auf die Motorhaube :/
Oder Knallfrösche in die Tasche.
Würde mich ehrlich gesagt wundern wenn die Polizei da aktiv wird. Meiner Erfahrung nach bewegen die sich nicht allzu schnell und selbst wenn das blut spritzt gehts eher gemächlich und ohne Eile. Was sollte die da ein Smartphone eines Schülers jucken das bei der Schule in sicherer Verwahrung ist?Askat86 schrieb:Polizei rufen?
Läuft vielleicht anders wenn man da jemanden kennt, oder den idealisten der Dienststelle erwischt.
Die Jugendlichen sind vielleicht einfach gespaltener Meinung dazumischaef schrieb:Und hier erkennt man wieder den Blödsinn: Wenn die Jugendlichen merken, dass ihnen weniger Smartphones gut tut, warum können sie es dann nicht "freiwillig" ohne?
Hilft nur begrenzt wenn die Mehrheit freiwillig verzichten würde, aber ein paar immer noch aktiv videos rumzeigen und damit aufmerksamkeit binden, oder einfach nur die lautsprecher voll aufdrehen. Ich würde sagen da reicht auch ein einziger in einem 20 m Umkreis wenn der Wind ungünstig steht.
Oder unangenehmeres, wie mitschüler filmen zum beispiel.
Damit wird im Grunde in die Grundrechte des Schülers eingegriffen, was die "Erzierische Einwirkung", die hier greift, eigentlich nicht gestattet. Aber die Schule interessiert es nicht. Selbst wenn man es schwarz auf weiß von einem Juristen hat. Man müsste eben klagen.Bigeagle schrieb:Das ist irgendwie heftig und ziemlich übertrieben. Da sollte sich doch tatsächlich rechtlich etwas machen lassen, denn afaik endet mit Unterrichtsende die Gewalt über die Schüler inklusive deren Sachen. Schon das einbehalten bis zum nächsten Tag grenzt anDiebstahlehm unerlaubtes einbehalten fremden eigentums mit der absicht es später zurückzugeben.
Achja, zudem müssen die Eltern das Smartphone am nächsten Tag "auslösen". Interessant wäre die Frage was wäre, wenn ich am gleichen Tag noch in die Schule kommen und die Herausgabe des Eigentums verlangen würde. Wenn nicht, würde sich das ein "Eigentumsverstoß" nennen, was im Grunde das zivilrechtliche Pendant zum Diebstahl wäre.
Die Zeiten sind schon lange vorbei...^^Bigeagle schrieb:Zeigt aber auch wie nett die Schüler doch sind, für solche Überschreitungen bekamen Lehrer auch schon einen Blumentopf mit Thermitmischung auf die Motorhaube :/
Oder Knallfrösche in die Tasche.
Es ist toll, dass euer Sohn so reflektiert ist und sowohl die Erklärung versteht und sich daran halten kann. Es gibt aber genug Kinder, die seit Jahren jeden Tag stundenlang am Handy hängen. Selbst wenn sie es verstehen, heißt das nicht, dass sie damit aufhören können.mischaef schrieb:Sorry, aber so ist es nun auch wieder nicht. Ich habe es hier schon mehrfach geschrieben: Wenn man den Jugendlichen erklärt, worum es geht, was dahinter steckt und die Mechanismen dahinter verdeutlicht, dann verlieren viele das Interesse daran. Unser Junior ist 14 und hat NULL Interesse an Facebook & Co.
Wenn man Dinge einfach verbietet, dann wird nur selten mitgeteilt, warum das so ist. Wir haben unserem Junior immer alles erklärt und nicht einfach gesagt, dass das so ist, weil wir es wollen. Das Ergebnis ist, das wir im die allermeisten Dinge nur einmal sagen mussten und anonsten alles sehr entspannt war
Was du beschreibst hat keinerlei Evidenz, sondern ist eine Einzelerfahrung. Darauf basierend können Schule und Staat keine Entscheidungen treffen.
Wo ich aber absolut mitgehe, dass das Verbot mit einer fundierten Aufarbeitung/Aufklärung einhergehen muss. Wenn es dann gut klappt, kann man nach einem halben Jahr ja darüber reden, ob die Regeln gelockert werden können.
Auch die Verwahrung muss in meinen Augen am Ende des Schultags enden.
Mic_on_lnx
Lt. Junior Grade
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Das ist heftig und wollte ich auch nicht absprechen dass das mindestens schräg ist. Ich denke wenn eine Person mal klagt könnte diese unverhältnismäßige Praxis beendet werden.mischaef schrieb:(...)
Es geht meist nicht um das Verbot, sondern, wie ich schon geschrieben habe, um die Konsequenzen. Ich habe generell kein Problem, wenn es in der Schule in der Tasche zu sein hat.
Unsere hat beispielsweise ein offenes Schulgelände, das die Schüler ab der 7. Klasse mit Einwilligung der Eltern in der Pause verlassen dürfen. Viele gehen in der Mittagspause ins nahegelegene Einkaufszentrum und holen sich dort was warmes zu essen (der Unterricht dauert bei uns die meiste Zeit in der Woche bis Nachmittags). Unserem Junior sagen wir immer, er soll sein Handy mitnehmen, damit er Bescheidgeben kann, falls was ist. Jetzt ist es aber so, dass in der Schule schon Schülern das Smartphone abgenommen wurde, wenn diese es nur in der Hosentasche hatten - auch wenn es ausgeschaltet war und keine Nutzung stattgefunden hatte.
(...)
Mal ganz davon abgesehen, dass so etwas rechtswidrig ist (in Deutschland gilt immer noch der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit) - auf wen soll unserer Junior hier hören?
Ich glaube meine Irritation kommt daher, dass für mich das Schulverbot nur so ein ganz kleiner Teil von dem im Artikel erwähnten generellen Social Media Verbot für minderjährige ist. Das ich sehr kritisch sehe. Womit ich wiederum dennoch auch ausdrücken möchte, dass sich unbedingt was ändern muss wie/welche Inhalte und Methoden im Netz kursieren.
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