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News Effekt von Social-Media-Verbot gering: Smartphone-Verbote an Schu­len bedingt erfolgreich

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Was hier richtig und was falsch ist, entscheiden zum Glück andere, sicher gut bezahlte Leute - und nicht ich. Der Mensch ist wie jedes andere Tier grundsätzlich faul oder hübscher gesagt auf Effizienz bedacht.

Die aktuelle Generation Eltern der betroffenen Kinder hat als eine der ersten die Annehmlichkeiten von Smartphones intensiv erlebt und offenbar mehrheitlich ihre Vorbildfunktion unterschätzt.
Kinder eignen sich das Verhalten der Bezugsperson an, logischerweise in erster Linie die angenehmen Dinge. Wenn man als Elternteil stundenlang vor dem Smartphone sitzt, wird das als gut angesehen, zumal es auch keinerlei körperlichen oder geistigen Anstrengungen bedarf. Weniger angenehme Dinge übernehmen Kinder (mEn) nur durch gemeinsame feste Regeln und Rituale.
Kommen viele Kinder zusammen, bilden sich natürlich Grüppchen anhand dessen, wie man von Zuhause vorgeprägt würde.

Letztlich könnte ein Smartphone Verbot Besserung bringen, aber sicher nicht sofort. Das eigentliche Problem kann dadurch ja nicht gelöst werden.
Da der Thread leidet schon moderiert wird, verbietet sich ein Vergleich zu anderen Verboten :D
 
Joah ist ein ganz schwieriges Thema. Glaube verbote sind erstmal der falsche Weg, weil dies löst nicht das Problem. Weil früher oder später treffen sie so oder so auf die Sozial-Medien Welt.

Wichtige wäre, das man den Kindern den Umgang mit den Medien beibringt. Also von Datenschutz/Sicherheit Welche Private Information lädt man hoch, Welche Links kann man bedenkenlos anklicken was nicht, wie funktioniert Werbung in Sozial-Medien und wie beeinflussen diese den Menschen. (Banner, Influenzer usw)
Und das Cybermobbing genauso schlecht ist wie reales Mobbing. Informationsbeschafftung, also aussagen die jemand im Internet tätigt mit Quellen abgleichen.

Denke das ist auch die größte Hürde in der Erziehung da es viele Eltern und Lehrer selbst nicht wissen, und wenn sie es wissen, wie bringt man es den Kindern sinnvoll bei. Ich bin da selbst ratlos, wie man ein Kind solche Dinge vermitteln kann.
 
Außerhalb der Zeit, in dem den Kindern der Lehrstoff beigebracht werden soll, ist die Nutzung ja nicht reglementiert. (Nach Schulschluss)
Ich finde dies eine gute Maßnahme, die Kids schon auf das echte Berufsleben vorzubereiten, denn wer bei LIDL Regale auffüllt, darf auch kein Handy nutzen und TikTok schauen. (Außer in der Raucherpause vielleicht)

Ich bin nicht gegen die Nutzung von Mobilgeräten. Über Whats-App lassen sich zeitnah viele Informationen tauschen. Aber von echten Notfällen (Oma liegt im sterben) abgesehen, ist ein Zeitfenster der "Nichterreichbarkeit" durchaus zu überleben.
Und die Fake-Nacktbilder der Klassenkameradin können im Klassenchat auch nach Schulschluss noch geteilt werden - Sofern man mit den juristischen Konsequenzen leben kann.
 
Verbote sind aber im Moment das einzige gute Hilfsmittel. Umso Jünger die Kinder, desto weniger haben die sich unter Kontrolle.

Wenn Eltern nicht sehr streng damit umgehen, sitzen die Kids bis nachts um 3 im Bett und spammen WhatsApp mit hunderten Mitteilungen voll. Da wird beleidigt und Dinge geteilt für die Kids viel zu jung sind.

Für Smartphones und/oder Social Media muss es eigentlich auch eine feste Altersgrenze geben. Wie Führerschein machen, Alkohol trinken, Waffenschein, Heiraten usw.

Als Beispiel, unter 10 oder 12 ist es einfach nix für die Kleinen.
 
Wieso verbieten?
Ich würde das ganz anders machen. Jeder der Stört eine 6 in der Wertung einer Probe in dem Fach in dem er Stört.
Auch sollte es viel mehr Aufklärung geben da die Eltern anscheinend nicht kompetent genug sind!
 
Im Endeffekt bringt das doch nix, wenn Schüler zwar an der Schule den Kram nicht benutzen dürfen aber ansonsten am Smartphone hängen.
 
Wie überraschend, dass ein pauschales Verbot nicht wirklich was bringt ... :rolleyes:
Wie im Beitrag ja schon erwähnt wurde, wäre die Vermittlung von Medienkompetenz mal eine Maßnahme. Das setzt dann aber natürlich voraus, dass es Lehrkräfte gibt, die da auch nur ein bisschen Ahnung von haben.
Pandora schrieb:
Ich habe doch wirklich starke Zweifel das dies auch gilt wenn die Nachrichten nur über Social Media konsumiert werden.
Macht es einen Unterschied, ob ich eine Neuigkeit auf der Tagesschauseite lese oder auf dem Tagesschau Instagram Account?
 
Sämtliche Verbote sind in der Regel immer nutzlos. Die Alkohol-Prohibition in den USA damals hat nicht verhindert dass die Leute gesoffen haben. Genauso anders herum hat die Legalisierung von Cannabis in Deutschland die Anzahl der Kiffer nicht erhöht. Die Leute gehen ihren Verlangen nach, getreu dem Motto: Legal, illegal, scheißegal. Sieht man bei uns im Fußball gut und gerne: Egal wie drakonisch die Strafen für Pyrotechnik sind, gezündet wird trotzdem - oder eben gerade deswegen. Viel wichtiger ist es, gesellschaftliche Strukturen zu schaffen die dafür Sorgen dass das intrinsische Interesse daran gering ist.
 
Jugendliche .. werden .. weniger beliebt .. ausgeschlossen
wagga schrieb:
Das Problem gabs aber schon vor 20 Jahren, da wars dann die Klamotten oder eine Konsole, Spiel.
Ja, aber genau deshalb hätte man das ja ganz leicht voraussehen können. Da kann ja nicht wirklich irgendwer überrascht von sein. Zumindest ist für mich jemand kein Experte, der das nicht hat kommen sehen.
 
wagga schrieb:
Geht hier schon mit 4,5 los die Nichte bekam vor 3 Tagen eine Smartwatch, da ist es dann in 1-2 Jahren nicht mehr weit mit dem ersten Handy. Ich hatte mein erstes Handy mit glaub 19 oder 20.
In unserem Bekanntenkreis gibt es auch den einen oder anderen Aussetzer, der meine Frau und mich dann doch sprachlos hinterlässt. Da wird z. B. ernsthaft darüber nachgedacht, ob denn ein iPhone 17 Pro Max das richtige Präsent für das 13-jährige Töchterchen sein würde...

Ansonsten sind Verbote gerade für die Jüngsten immer spannend und ein Anreiz diese zu umgehen. Da beneide ich die Eltern auch nicht bei den - meist hilflosen - Versuchen ihre Kinder vor völliger Verblödung durch TikTok und Co. zu bewahren.
 
@Aduasen

Es wäre ein erster Schritt. Zumal sie in dem Alter die meiste Zeit in der Schule verbringen. Könnte man ggf. noch auf alles um die Schule ausdehnen, wie Ausflüge, Nachhilfe, Sport, Hort?
 
@Aduasen
Das hatte bereits Katharina Scheiter, Professorin für Digitale Bildung an der Universität Potsdam, 2024 gesagt:

Es bringt nichts, wenn Kinder den ganzen Vormittag zwanghaft den Griff zum Handy unterdrücken und kompensatorisch am Nachmittag unkontrolliert damit herumspielen. Es geht um Fragen wie: Welche Rolle spielt das Handy für mich? Muss ich immer genau wissen, was meine Freunde gerade machen? Kann ich gar nicht mehr ohne Handy leben? Wir müssen den Kindern Strategien an die Hand geben, wie sie mit solchen Situationen umgehen können.

https://deutsches-schulportal.de/sc...n-schulen-ja-oder-nein-was-sagen-die-studien/

Aber das Vermitteln von Medienkompetenzen ist eben nicht so einfach wie ein Verbot, mit dem die Schule das "Problem" aus den Augen hat.
 
FrAGgi schrieb:
Macht es einen Unterschied, ob ich eine Neuigkeit auf der Tagesschauseite lese oder auf dem Tagesschau Instagram Account?
Der Punkt ist das Aufbereitung und Umfang von Nachrichten sich zwischen den Medien doch deutlich unterscheiden und das macht mMn einen erheblichen Unterschied, genau wie das man die Nachrichten in den klassischen Medien gezielt konsumiert während sie auf Social Media einfach nur zwischen dem ganzen andern Müll durch die Timeline rasseln.
 
testwurst200 schrieb:
Warum die Schüler in Deutschland immer schlechter werden, möchte man nicht wirklich analysieren. Dies würde wahrscheinlich unpopuläre Fakten zu Tage führen.

Der Grund ist ganz einfach: Geld
Ich habe letztens mal eine Analyse des Studentenwerks meiner damaligen Uni gesehen: In den letzten 15 Jahren wurden die Zuschüsse vom Land um sage und schreibe drei Prozent (!) erhöht. Das ist ein Prozentsatz, den die Inflation in einem Monat auffrisst. Bildung wurde als Infrastruktur in den letzten Jahrzehnten komplett auf Verschleiß gefahren. Und das hat einen einfachen Grund: Kinder und Jugendliche können nicht wählen. Kürzt man stattdessen bei den Rentenzuzahlungen, erlebt man beim nächsten Urnengang eine unschöne Überraschung. Also ist die Rechnung als ambitionierter Politiker einfach...
 
Pandora schrieb:
und das macht mMn einen erheblichen Unterschied, genau wie das man die Nachrichten in den klassischen Medien gezielt konsumiert während sie auf Social Media einfach nur zwischen dem ganzen andern Müll durch die Timeline rasseln.
Abseits der durch die Plattformen untergeschobenen Inhalte hat man aber auch eben Einfluss auf das was man in seiner Timeline sieht. Ja, je nach Plattform mal mehr und mal weniger, aber für den Müll sorgt man zu gewissen Teilen auch selbst. Social Media ist in meinen Augen nicht gleich Social Media.

Darüber hinaus ist es aber eben auch ein Vorteil, wenn sich Nachrichten in den "Tages-Flow" einbringen, ohne, dass man bewusst sagen muss "Ich möchte jetzt gerne Nachrichten lesen." Das kann und darf man ja immer noch tun. Durch Social Media kann man dann aber ggf. mehr mitbekommen, als man sonst gezielt und bewusst aufnehmen würde.

Wem der Inhalt auf Social Media dann zu kurz greift, der kann ja auf die umfangreichen Artikel zurückgreifen, die es dann meistens auf den Seiten der Nachrichtenlieferanten gibt.
Wenn das nicht gemacht wird, ist es nicht ein Problem von Social Media selbst, sondern der Nutzer.

Nochmals: Social Media ist ja nicht gleich Social Media. Es gibt unzählige Portale die darunter fallen. Wenn es einem um eine bestimmte Plattform geht, sollte man sie mit Namen nennen.
 
mischaef schrieb:
Bei uns ist es z.B. jetzt nicht mehr möglich, nach einer anstregenden Klausur sich einfach aufs Gras zu setzen und Musik zu hören. Das vermisst unser Junior schon.
Ein guter alter mp3 player könnte hier die Lösung sein. Sollen gerade eh wieder im trend sein :)

mischaef schrieb:
Wenn bei uns auf dem Schulhof nur kurz auf das Gerät geschaut wird, ist es bis zum nächsten Schultag weg und die Eltern müssen es auslösen. Wenn ein WE dazwischen ist, pech gehabt....

Interessiert die Schule auch herzlich wenig, dass diese Praxis rechtswidrig ist.
Polizei rufen? Wenn die 5x in der Schule war, werden die beteiligten vermutlich umdenken.
Es ist zwar gesetzlich nicht definiert, aber mindestens übers Wochenende erscheint mjr unverhältnismäßig, zumal die Dinger ja schnell 1000€ wert sind. Will der Lehrer dafür haften, wenns doch mal kaputt geht?
 
Nscale schrieb:
Wenn ich an meine Oberstufenzeit zurück denke, dann hatten viele von uns das Handy auf dem Tisch während des Unterrichts, aber in der Oberstufe war auch die Disziplin da einfach die Finger davon zu lassen. In den Pausen wurde bei uns miteinander gesprochen und kaum am Handy gehangen. Nur zwei Jahrgänge unter uns war das schon anders. Und je jünger, desto schlimmer.
Da hat man 10/12 jährige am ZOB beobachtet, wie sie kein Wort miteinander gesprochen haben, nur aufs Handy starrten und als der Bus kam war die Verabschiedung dann "Ich schreib dir nachher auf Facebook". Anstatt einfach direkt miteinander zu reden...
Bis 2011/2012 hatte ich das Handy nur zum Telefonieren oder SMS.
Muss aber auch sagen es gab keine Ablenkung keine Apps kein Youtube.
Das Handy konnte Telefonieren, SMS und WAP Seiten, wenn das noch jemand kennt.
Obwohl in der Schule schon 2006 welche Handys mit Kamera hatten war das bis 2011 für mich völlig uninteressant.

Wireless Application Protocol

Das Wireless Application Protocol bezeichnet eine Sammlung von Techniken und Protokollen, deren Ziel es ist, Internetinhalte für die langsamere Übertragungsrate und die längeren Antwortzeiten im Mobilfunk sowie für die kleinen Displays von Mobiltelefonen verfügbar zu machen.
Liebe Grüße.
 
Beelzebot schrieb:
Der Grund ist ganz einfach: Geld
Kann ich nicht bestätigen.
Andere Länder geben weniger Geld für Bildung aus und es läuft besser.

Die Kinderarmut in Deutschland kann man auch nicht mit noch mehr Kindergeld beenden weil dann die "falschen" noch mehr Kinder bekommen. Ich darf das schreiben weil ich selbst welche habe :d

Deutschland geht generell sehr ineffizient mit Geld um.
 
Ein einfaches Verbot ist halt der falsche Weg.

In Österreich ist man den Schülern mit Aufklärung begegnet und ein Experiment mit 69 Schülern wurde gestartet, auf das Handy und vor allem Social Media zu verzichten.
Aufgrund dieser positiven Resonanz wurde das Experiment erweitert und 72.000 Oberstufenschüler verzichteten 3 Wochen auf das Handy. Das Ergebnis war, dass die Schüler weniger Schlafstörung und Depression verspürten und der Schlaf sich verbesserte. Die Schüler sprachen sich in der anschließenden Umfrage sogar für ein Handyverbot aus.

Zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler sprachen sich zudem für ein Socia-Media-Verbot aus – bis zum 12. Lebensjahr sagen 20 Prozent, bis zum 13. Lebensjahr 17 Prozent und bis zum 14. Lebensjahr ebenfalls 20 Prozent.

Es kann also auch anders laufen, wenn man auf die Schüler eingeht und aufklärt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Askat86 schrieb:
Ein guter alter mp3 player könnte hier die Lösung sein. Sollen gerade eh wieder im trend sein :)
Man soll also, nur weil andere völlig über das Ziel hinaus schießen, noch ein zusätzliches Gerät kaufen? Zudem dürften nur wenige Jugendliche heute noch MP3s besitzen, die meisten dürften per Streaming hören.
 
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