Bericht Full Self-Driving (Supervised) Probefahrt: Tesla fährt nur mit Kameras souverän autonom

Ich verstehe die Rufe nach Radar und vorallem LiDAR nicht. Wenns regnet ist ein LiDAR auch nicht zu gebrauchen weil das Wasser den Laserpuls bricht.

Ich finds schade, dass Europa neue Technik wieder mal als letztes bekommt. Innovation ist entweder nicht gewollt, wird durch überbürokratisierung verhindert, oder die heimische Industrie wirft ihre Lobbyarbeit dagegen weil sie technisch abgehängt wird.

Das war beim Start der e Mobilität so (e Autos brennen, die halten nicht,…), ist jetzt beim autonomen fahren so, und zieht sich auch durch andere Bereiche (z.B. Raumfahrt - die Häme wenn mal wieder ne SpaceX Rakete beim Versuch das Ding zu landen explodiert).

Am Ende lässt sich der Fortschritt aber nicht aufhalten, sondern wir sind irgendwann gezwungen das Know-how teuer einzukaufen
 
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Auch abgesehen von der Debatte über "alles nur mit Kameras <-> Kameras plus Lidar plus.." wär IMHO ein Heads-up Display sehr wünschenswert, gerade auch beim Level 2/3 Fahren. Diese Touchscreens und die ablenkende Fummelei bei der Bedienung (man muss ja aufs Display gucken um etwas einzustellen) sind da einfach schlechter als Knöpfe usw am und ums Lenkrad.
 
@Uwe3

Was für einen Tesla fährst du?
 
das Reduzieren von "Tesla verwendet nur Kameras, kein Lidar und Radar --> deshalb ist es Käse" worauf in jeder Diskussion zum Thema Autopilot sofort aufgesprungen wird
geht denk ich am eigentlichen Thema vorbei..
und das ist tatsächlich die "KI"

hab mal nen Podcast der eine Zusammenfassung bzw. Diskussion über eine KI-Konferenz war mir angehört,
da waren 2 Tesla-Engineers dabei die über das Thema Autopilot nen Vortrag gehalten haben
wie sie Trainieren, wie sie künstliche Welten generieren lassen um Situationen zu testen, wie sie diese dann Bewerten um sie ins Modell zu übernehmen etc. etc.

ein Beispiel war z.B.:
wenn der Autopilot ne Straße lang fährt, und eine Entenmutter geht mit paar Jungen über die Straße...
dann wird das Auto abbremsen.. und die Straße fertig überquert haben, der Autopilot aber sieht dass auf der anderen Straßenseite noch weitere Junge Kücken sind: wird es stehen bleiben und sich ganz vorsichtig vortasten, weil es davon ausgeht, dass die Wahrscheinlichkeit nicht gering ist, dass die kleinen auch noch folgen werden

die Mammutaufgabe beim autonomen Fahren ist die KI !
Lidar oder Kamera, das eine oder das andere oder beides -> das ist nur ein kleiner Nebenschauplatz

die wahre Leistung und Herausforderung ist die KI die dahinter steht

im Moment verarbeitet das Auto 2.000.000 InputTokens wenn ich es richtig im Kopf habe...
und gibt dann praktisch nur 2 Ausgabe Tokens aus: Lenken und Beschleunigung
(wobei es jetzt keine LLM ist - aber es wurde so mit Tokens in dem Vortrag angegeben)
 
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Uwe3 schrieb:
Also bei meinem Tesla fallen die Kameras gerade in der Übergangszeit mit tief stehender Sonne aus, da sie geblendet sind. Im anderen Extrem fallen die Kameras aus, weil es zu dunkel ist (Seitenkameras). Das Auto kennt den Unterschied von weißen und gelben Fahrbahnmarkierungen nicht und möchte einen in Baustellen (ohne Autopilot) gerne in die Betonbegrenzung zum Gegenverkehr lenken (Engelbergtunnel). Auf Autobahnen wird das Tempo spontan auf in Deutschland nicht existierende Geschwindigkeitslimits gesetzt (z. B. 45 km/h). Gut, wenn man da reaktionsschnell ist und die Bremsung übersteuert. Apropo Bremsung: Mit den Kameras (Vision only) existieren die Phantombremsungen noch immer, obwohl der böse Radarsensor bereits vor längerer Zeit deaktiviert wurde. Seit diesem Jahr erschreckt sich mein Tesla in Form einer Vollbremsung, wenn ein weißes Auto neben einem auf dem Beschleunigungsstreifen erscheint, oder wenn man von einem schnellen weißen Fahrzeug überholt wird. Uhrzeitabhängige Tempolimits werden gar nicht erkannt. Innerhalb einer Stadt geht nachts das Fernlicht nach belieben an - wen interessieren schon geblendete Fußgänger oder Radfahrer. Das der Scheibenwischer bei Starkregen gar nicht anspringt und bei leichtem Nieselregen Amok läuft weiß glaub ich inzwischen jeder, obwohl es seit Jahren mit jedem Update besser werden soll.
Gerade die Mängel der Software beim deutschen und europäischen Verkehrsrecht werden wohl nie beigelegt, da Elon Musk Europa als absolut zu vernachlässigenden Markt ansieht. Die von Laien hochgelobte Software ist leider nur eine amerikanische 70% Lösung. Ich habe inzwischen fast alle Assistenten im Fahrzeug ausgeschaltet. Da fällt mir gerade wieder der Blinker ein: Was tun, wenn man den nach dem Auffahren auf die Autobahn um‘s verrecken nicht ausschalten kann, weil die Software gerade bockt?
Auf FSD warte ich nicht mehr. It’s done when it’s done. Und das kann noch sehr viele Jahre dauern.
naja mit einem deutschen Tesla fährst du ja auch eine steinalte fsd-software-version durch die gegend. Die neue soll ja erst im nächsten jahr kommen und ist sonst nur in den testwagen verfügbar.

kann man also kaum vergleichen, zumal man die Fortschritte in den us versionen sehr deutlich verfolgen kann.
 
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pmkrefeld schrieb:
Und das kostet mich dann ~7000€.
also das hat nun viele Autofahrer bisher bie vielen Dingen überhaupt nicht interessiert :D

Ich freue mich auf die Technologie, da ich selbst keinen Führerschein machen darf (Augen zu schlecht).
Sehe aber auch die andere Seite.

Muss zugeben, dass ich mit einer Bahn die pünktlich käme und etwas besserem Ausbau im ländlichen aber auch sehr gut zurecht käme...
 
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Arboster schrieb:
Und ist am schlechtesten beim TÜV-Report.

Hier spiegeln sich wieder schön die Fans und Nichtso-Fans von Tesla wieder.

Meiner Meinung nach kann nur ein umfassendes Verkehrssystem, welches die Positionen und Telemetrie aller Fahrzeuge in einem Bereich erfasst und kontrolliert, zu einem möglichst sicheren Full-Self-Driving führen.
100% erreicht man nie, aber das was momentan läuft ist für mich nur gestocher im Nebel und Try and Error.
Manchmal reicht es nicht nur die Schlagzeile zu lesen, sondern sich auch die Details anzuschauen und sich in die Materie einzulesen, bevor man man mit Halbwissen um sich schmeisst. Die Probleme die im TÜV Report aufgeführt sind, beziehen sich vorallem auf die älteren Modelle, ab Model 3 Highland (2023) wurden die bisherigen Schwachstellen deutlich verbessert. Hinzu kommt das die dort aufgeführten Probleme in der Regel durch die Garantie von Tesla abgedeckt waren. Des Weiteren sind diese Probleme schon seit Jahren bekannt und lassen sich mit überschaubaren Kosten fixen. Aber da du wohl ein persönliches Problem mit Tesla hast, hast du dich natürlich durch diese Schlagzeile in deiner Meinung bestätigt gefühlt, nur blöd das dass nur die halbe Wahrheit ist.

Mit Sicherheit hat sich Tesla in der Vergangenheit nicht immer mit Ruhm bekleckert, aber die Deutschen Hersteller sind kein Stück besser, Probleme gibt es überall, insbesondere bei jungen Unternehmen und im Vergleich zu den etablierten Deutschen ist Tesla ein junges Unternehmen. Aber wenn ich die Wahl zwischen einem Auto was rostet und einem ausgeschlagenen Achsgelenk habe, dann nehm ich das ausgeschlagene Achsgelenk. Im übrigen ist mein BMW vor 6 Monaten auch wegen einem ausgeschlagenen Achsgelenk durch den TÜV gefallen (50.000km). Der TÜV Prüfer meinte das hätte er noch nie gesehen bei dieser Laufleistung, schön, ändert trotzdem nichts an der Tatsache. Ich hatte glücklicherweise eine Garantieverlängerung und musste die 1200€ nicht selbst zahlen, den Ärger und den Zeitaufwand hatte ich trotzdem. Probleme gibt es bei allen Herstellern und auch die Deutschen haben sich die letzten Jahre nicht mit Ruhm bekleckert, siehe Softwaredesaster VAG Konzern, glücklicherweise taucht das in keiner TÜV Statistik auf. Und das sagt dir jemand, der alles nur kein Tesla Fanboy ist. Aber im Gegensatz zu vielen anderen hier, bilde ich mir meine eigene Meinung, basierend auf Fakten und nicht auf Meinungen, dass kann ich dir auch empfehlen.

Zum Thema FSD, ob der Vision only Ansatz aufgeht oder nicht, wird sich noch zeigen, soll doch BMW oder Mercedes dieselbe Strecke mit einem Ihrer Fahrzeuge fahren, dann sehen wir wer es besser macht. Aber bis auf irgendwelche Autobahn Assistenten kommt von dort auch nicht viel. Bevor man Tesla kritsiert, sollte man es erstmal besser machen. Es gibt im übrigens mehr als genug Videos von Teslas FSD Beta unter schlechten Bedingungen. Natürlich gibt es noch Luft nach oben, aber mir ist kein Serienfahrzeug bekannt was es besser könnte.
 
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rocketfoxx schrieb:
Solange Tesla verknüpft ist mit der Person Elon Musk und dem Trumpregime werde ich keinen Tesla kaufen.

Technisch spannend, aber meine Ethik ist mir wichtiger.
Wieso? Was haben die beiden Dir denn angetan?
 
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Macerkopf schrieb:
Manchmal reicht es nicht nur die Schlagzeile zu lesen, sondern sich auch die Details anzuschauen und sich in die Materie einzulesen, bevor man man mit Halbwissen um sich schmeisst.
Wow! Da fühlt sich ein Fan-Boy aber hart angegangen.
Dabei ist es doch einfach nur ein Fakt den ich erwähnt habe.
hc_1146.jpg


https://www.adac.de/news/tuev-report-2026/

Das ist also kein Halbwissen, sondern einfach eine Tatsache.
 
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Alex2005 schrieb:
gemütlichen Rechtsfahrer gerne auch zwischen zwei LKWs
Der Fehler liegt dann ausschließlich bei den Menschen, die einen zu Geringen Mindestabstand eingehalten haben.

Und davon unabhängig sind das Fälle im 0,000% Bereich. Auch ein Auto kann plötzlich liegenbleiben, nen Panne haben o.s.

Klar die Gefahr steht aber bis LV5 jemals relevant wird ist eh nen verpflichtender Mindestabstand vorgeschrieben, der sowas immer abdeckt.
Das zwei hintereinander folgende aber unabhängig Systeme ausfallen würde ist höchst unwahrscheinlich und etwas was jeder in Kauf nehmen kann. Zumal man ja eh noch ne Weile aktiv eingreifen können wird.
Ergänzung ()

Arboster schrieb:
Fakt den ich erwähnt habe.
Ja aber halt völlig irrelevant für ne Diskussion für FSD. Was hat nen Traggelenk oder Querlenker für ne Relevanz hier?
 
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HtOW schrieb:
Es gibt keine Situation wo ein Fehler nicht per sicherem Abbremsen/Notbremsung wirklich gefährlich werden kann.
ok.
Notbremsung spontan und ohne ersichtlichen Grund(weil ein blatt vor der Kamera klebt u.ä.).
 
HtOW schrieb:
Ja aber halt völlig irrelevant für ne Diskussion für FSD. Was hat nen Traggelenk oder Querlenker für ne Relevanz hier?
Genau so wenig wie Crashtests.
War eine Antwort, da war die Relevanz dir aber scheinbar egal, seltsam...

hc_1147.jpg
 
@Tulol Wenn dem bremsenden Tesla dann einer rein fährt war nicht der Tesla schuld. Dann hat jemand den Sicherheitsabstand nicht eingehalten. Laut StVo muss man immer damit rechnen, dass vor einem jemand plötzlich bremst. Kann ja auch ein Kind über die Straße gelaufen sein…
 
Arboster schrieb:
Wow! Da fühlt sich ein Fan-Boy aber hart angegangen.
Dabei ist es doch einfach nur ein Fakt den ich erwähnt habe.


https://www.adac.de/news/tuev-report-2026/

Das ist also kein Halbwissen, sondern einfach eine Tatsache.
Das liegt aber nur an dem Teil der Geiz ist Geil Kunden die meinen weil Tesla Garantie gibt ohne Wartungsintervalle kann man sich die Wartung schenken und Fehler erst dann angehen, wenn die bereits zu Sicherheitsmängeln geworden sind.

Ein gut (= "normal") gewarteter Tesla, bei dem mögliche Sicherheitsrelevante Probleme entdeckt und behoben werden bevor sie kritisch werden, hat auch keine Angst vor dem TÜV.
 
Also ich hatte mit einem Tesla noch nie Probleme beim TÜV. Aber das liegt vielleicht daran, dass ich gar keinen Tesla hab…
 
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cfreak84 schrieb:
Ach und ich glaube nicht, dass meine Aussage falsch ist, dass 2 Augen ausreichen um als Mensch ein Auto zu steuern. Millionen Menschen machen das jeden Tag…
Ach, die haben alle keinen Hintern und fühlen keine Beschleunigung(egal in welche Richtung)?
Ohren haben die auch keine?

Wieso wird das immer so unterschätzt?
Was meinen hier einige eigentich was die Evolution in unseren hirnen über mio. jahre entwickelt hat? Beeindruckende Mustererkennung mit einer geschwindigkeit die KI noch immer nicht erreicht hat.
 
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Naja dafür hat man 360 Grad Augen die alle immer gleichzeitig aktiv sind.

Beschleunigung und Geschwindigkeit egal in welche Richtung - rechnet sich das Vision System auch aus - sicher X Mal pro Sekunde

Jede Veränderung des Fahrzeugs im "Raum" wird doch ständig erfasst.
 
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Liest sich wie ein Werbetext. Seit wann lässt sich Computerbase zu so einem Fazit hinreisen ohne einmal selbst „gefahren“ zu sein. Andere Strecke, anderes Wetter, etc.
 
Hallo zusammen,

@Uzer1510
Uzer1510 schrieb:
Jede Veränderung des Fahrzeugs im "Raum" wird doch ständig erfasst.
Soweit erfaßbar, was mit Kameras nicht so weit ist, wie es mit Lidar / Radar u. a. Systemen der Fall ist.

Wenn plötzlich ein Kind links / rechts, oder von was weiß ich wo rein gerannt kommt, ist das Tesla System nicht das vorteilhafteste. Ich könnte noch das ein oder andere nennen, wo dies ebenfalls der Fall ist. Und z. b. das System von Waymo weiter ist. Viel weiter.

Aber gerade was Kinder angeht, kann man in meinen Augen bei der Sicherheit nicht restriktiv genug sein. Tut mir leid, da hört der Spaß dann bei mir auf.
Uzer1510 schrieb:
Das liegt aber nur an dem Teil der Geiz ist Geil Kunden
Ne, liegt es nicht. Es gibt bzw. gab - manches ist mittlerweile abgestellt - Sachen wie z. b. die Achsaufhängungen, die einfach zu schwach ausgelegt waren. Das ist einfach so. Die meisten Macken sind aber in dem Kontext wirklich abgestellt. Da ist schon was dran. Leider aber nach wie vor nicht alle.

Ist es eigentlich noch so, daß die Tesla`s nach wie vor keine Hohlraumversiegelung vornehmen? Bin da nicht mehr so auf dem Laufenden.

So long....
 
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Das wundert mich nicht, denn Menschen haben schließlich auch kein Radar und keine Laser im Kopf eingebaut.
Aber wäre es nicht besser, man würde einen Roboter auf den Fahrersitz setzen?
Wenn das Auto mal Schrott ist, kann man den Roboter, der durch Gurt und Luftsäcke gut geschützt ist, ins nächste Auto mitnehmen.
 
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