News Glasfaserausbau: Mehr als 20 Mrd. Euro für Inhaus-Verkabelung von Mehrfamilienhäusern

mibbio schrieb:
Eben, der Vermieter hat mit dem Verrtag zwischen Telekom und Mieter rechtlich überhaupt nichts am Hut. Die Telekom hätte halt vor Eingehen eines Vertrages abklären können, ob sie den überhaupt erfüllen kann - also mit dem Vermieter über das Verlegen des Anschlusses einig werden.
Hier könnte man anbringen, dass sich der Vermieter rechtlich nicht wirklich querstellen darf. Da die Telekom das bisher aber anders gehandhabt hat muss sie sich schon sehr sicher sein, wenn sie so angreift.
 
rezzler schrieb:
Hier könnte man anbringen, dass sich der Vermieter rechtlich nicht wirklich querstellen darf.
Es gibt halt meines Wissens kein Gesetz, dass dem Vermieter/Eigentümer da zu irgendwas verpflichtet. Er muss weder den Hausanschluss an sich zulassen, noch für die entsprechende Inhouse-Verkabelung sorgen. So eine (Duldungs-)Pflicht gibt auch das TKG nicht her. Bei den dortigen Regelungen zum Wegerecht geht es eher darum, wenn eine Leitung (teilweise) über ein Privatgrundstück verlaufen muss. Also beispielsweise wenn ein Haus "in zweiter Reihe" nur über das davor liegende, andere Grundstück erreichbar ist.

Etwas anders sieht es tatsächlich bei Eigentumswohnungen aus. Dort haben die Wohnungseioentümer nach §20 WEG durchaus den Rechtsanspruch gegenüber der Verwaltung/Eigentümerversammlung.
(2) Jeder Wohnungseigentümer kann angemessene bauliche Veränderungen verlangen, die
[...]
4. dem Anschluss an ein Telekommunikationsnetz mit sehr hoher Kapazität
[...]
dienen. Über die Durchführung ist im Rahmen ordnungsmäßiger Verwaltung zu beschließen.
https://www.gesetze-im-internet.de/woeigg/__20.html

Für Mieter gegenüber seinem Vermieter oder dem Hauseigentümer gibt es so einen Rechtsanspruch dagegen (bisher) nicht.
 
mibbio schrieb:
Für Mieter gegenüber seinem Vermieter oder dem Hauseigentümer gibt es so einen Rechtsanspruch dagegen (bisher) nicht.

Das kann man so oder so sehen.

Gesetzliche Änderungen seit 2021 – was Mieter wissen sollten​

Seit dem Telekommunikationsmodernisierungsgesetz (TKMoG) aus dem Jahr 2021 hat sich die Situation zugunsten der Mieter verändert. Das Gesetz schreibt vor, dass Vermieter mitwirken müssen, wenn ein Gebäude in einem Glasfaser-Ausbaugebiet liegt. Verweigern sie die Zustimmung, obwohl ein Netzbetreiber in der Region Glasfaser anbietet, verletzen sie ihre Mitwirkungspflicht.

Die wichtigsten Punkte des Telekommunikationsmodernisierungsgesetzes in Bezug auf Mietwohnungen lauten:

  • Mitwirkungspflicht des Vermieters: Der Vermieter darf einen Anschluss nicht blockieren, wenn die Immobilie im Ausbaugebiet liegt und ein Mieter den Glasfaserdienst nutzen möchte.
  • Keine Verweigerung ohne triftigen Grund: Ein bloßes „Ich will das nicht“ reicht nicht aus, um Glasfaser abzulehnen. Die Hürden für eine berechtigte Ablehnung sind hoch.
 
Die Gesetzesänderung lässt aber halt immer noch offen, wie es denn mit der eventuell nötigen Inhouse-Verkabelung bis in die Wohnungen aussieht. Den Anschluss an sich muss der Vermieter zwar zulassen, aber der sitzt in MFH ja üblicherweise im Keller oder einem anderen Gemeinschaftsraum. Irgendwie muss das Signal dann aber noch in die jeweilige Wohnung kommen und darüber trifft das Gesetz eben keine Aussage.
 
T1984 schrieb:
Der Ausbau wird von der Kommune oder dem Landkreis ausgeschrieben. Der Einsatz von oberirdischen Leitungen kann die notwendigen Fördergelder und auch die Kosten für Kommune/Landkreis verringern.
Ich denke das wird in vielen Fällen hier in Bayern der Grund für unterirdischen Ausbau sein, denn nicht wenige Ausbauvorhaben werden über die Bayerische Gigabitrichtlinie gefördert, und diese enthält Bedingungen welche einen oberirdischen Ausbau verteuern würden, aber gleichzeitig wird der Ausbau durch das Bauunternehmen verlangt welche das preisgünstigste anforderungskonforme Angebot einreicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
WinnieW2 schrieb:
Ich denke das wird in vielen Fällen hier in Bayern der Grund für unterirdischen Ausbau sein, denn nicht wenige Ausbauvorhaben werden über die Bayerische Gigabitrichtlinie gefördert, und diese enthält Bedingungen welche einen oberirdischen Ausbau verteuern würden,
Weiß jetzt nicht welche Bedingungen du genau meinst. Aber gerade in Bayern lässt sich oberirdischer Glasfaserausbau in Förderprojekten über die in der Tabelle veröffentlichten Fördersteckbriefe gut nachvollziehen. Denn da werden unterirdischen und oberirdischen Streckenmeter getrennt aufgeführt, z.B. hier:
Bildschirmfoto 2025-06-10 um 18.32.48.png


Bei den Orten beginnend mit 'A' enthielten 17% der vorhandenen Fördersteckbriefe oberirdischen Ausbau, bei den Orten mit 'B' 30%. Ob man das jetzt für viel oder wenig hält ist dann eine andere Frage.

Neue Masten gab es glaube ich in allen Fällen keine. :)
 
RKCPU schrieb:
Die ganze Welt hat schon erkannt, dass passive Glasfaser jede Lösung mit aktiver Technik im Gebäude kostenmässig schlägt.
Ein Gerät zwischenzuschalten ist immer kostengünstiger als ein Haus ohne Dokumentation geschweige denn Lehrrohre neu zu verkabeln? Die Kalkulation möchte ich sehen.

RKCPU schrieb:
aus Geiz toll findet.
Ja was denn jetzt? Wenn es geiz ist, dann ist es offenbar doch günstiger?!
RKCPU schrieb:
Zudem, welche (jungen) Leute wollen einen Job mit fossiler Technik angehen? Schichtdienst mit Überstunden um g.fast Anlagen bei Ausfällen zu umsorgen?
Das Servicelevel bleibt doch dasselbe - egal ob nun wer wegen VDSL, G.Fast oder Glasfaser ausrückt?!
Und wieso sollte G.fast anfälliger sein als VDSL oder Glasfaser?!
 
@ReactivateMe347 bbbb
Bei Glasfaser hat man kilometerlang nur passiver Komponenten zwischen FTTH und Technikcontainer.

Auch Höhepunkt jeder Eigentümerversammlung, die Szromkosten g.fast dann fair auf jeden Anschluss umzulegen.

Königsweg FTTH wäre das Leerrohr, was heute das Coaxkabel enthält.
Vodafone bekommt bald durch DVB-I Ärger, denn dann kann jeder bunt seine TV-Quellen mischen, die Sinnfrage KabelTV stellt sich. Wenn sie aber das Leerrohr bzw. die Faser darin vermieten plus Wartungsvertrag für das Gebäude klingelt es weiterhin in der Kasse.
 
mibbio schrieb:
Aber G.Fast hat im Prinzip ein aufgedrucktes Verfallsdatum
Nämlich MHD wann? Was soll denn da kommen? 8K Videostreams gehen locker über die 50 MBit/s Leitung und schon das ergibt praktisch keinen Sinn, weil in Privathaushalten (typische Sitzabstände usw.) da gar nicht mehr die Wahrnehmungsschwelle erreicht. Es zeigt sich doch jetzt schon, wieviele mit 50 oder 100 MBit/s zufrieden sind und mehr gar nicht haben wollen, nichtmal 250MBit/s geschweige denn 1 GBit/s.
mibbio schrieb:
weil es in Zukunft eben weiterhin nur um 1 GBit/s liefern kann
Wir kämpfen um Versorgungslücken von < 30 MBit/s. Das ist Faktor 30 und mehr unter 1GBit.
mibbio schrieb:
Es ist also eher eine Übergangslösung oder Notlösung wenn man absolut keinen neuen Kabel im Haus verlegen will. Mittelfristig kommt man also nicht um GF im Haus nicht drum herum.
Überlege mal, wie alt die betroffenen Gebäude idR sind. Die kriegen bis das relevant wird ganz andere Probleme mit den alten Gebäuden.
mibbio schrieb:
Wenn es irgendwie möglich ist, wäre es also sinnvoller, direkt GF im Haus zu verlegen, weil man dann für eine sehr lange Zeit Ruhe hat.
"Irgendwie" ist das immer möglich. Im Zweifel indem du alle Wände aufreißt. Geh mal in Vermietersicht: Praktisch kein Mieter lehnt wegen fehlendem Glasfaser oder fehlendem GBit eine Wohnung ab. Warum sollte man da die Kosten auf sich nehmen, Wände aufzureißen - also außer man sucht ne Ausrede für Mieterhöhung? Und wie hoch müsste diese dann werden, damit sich das rechnet?
Wenn dir das FTTH kostenlos gelegt wird und du n bisschen was für G.Fast vielleicht selber zahlen musst, dann ist es somit sehr viel realistischer, dass überhaupt was passiert. Ansonsten wird das Haus gar nicht erst angeschlossen oder es hängt ne Box im Keller, an der nix dranhängt.
Ergänzung ()

rezzler schrieb:
Das Modul und der Unterhalt ist billig? Zudem ist es halt Technik, die schnell veraltet.
Wir nutzen heute Kupferleitungen aus was, den 80ern? Und für die meisten Menschen reichen die Bandbreiten mehr als aus. Warum ganze Häuser auseinander pflücken, wenn die Bandbreite kaum wer haben, geschweige denn nutzen will?

Und ich verstehe nicht, was du mit Unterhalt meinst. Bei Glasfaser hast du doch auch nen Verteiler im Haus, der dir Probleme machen kann?! Das ändert sich doch nicht, egal ob koaxial, Ethernet, Glasfaser oder Kupfer in der Wand hängt?!
Ergänzung ()

RKCPU schrieb:
Auch Höhepunkt jeder Eigentümerversammlung, die Szromkosten g.fast dann fair auf jeden Anschluss umzulegen.
Ach komm, was soll das Ding schon an Strom kosten?
RKCPU schrieb:
Königsweg FTTH wäre das Leerrohr, was heute das Coaxkabel enthält.
Das mag bei Dir so sein, bei vielen ist die Verkabelungssituation von koax genauso wild wie die von Klingeldraht. Bei einem bekannten etwa ist Unitymedia verzweifelt an der Baumverkabelung der koaxkabel in seinem MFH. Beim Großvater einer Nachbarin war das verlegte koax zu alt, die haben da ein neues Kabel durch einen Wäscheschacht verlegt, den es zum Glück gab. Sonst wäre das echt kompliziert geworden.
RKCPU schrieb:
Vodafone bekommt bald durch DVB-I Ärger, denn dann kann jeder bunt seine TV-Quellen mischen, die Sinnfrage KabelTV stellt sich. Wenn sie aber das Leerrohr bzw. die Faser darin vermieten plus Wartungsvertrag für das Gebäude klingelt es weiterhin in der Kasse.
Selbst wenn einen DVB-C nicht interessiert, warum nicht Internet über koax, wenn es schon liegt?
Vlt auch DOCSIS zwischen FTTH und Wohnung?!

Nebenbei: Eigentlich ist "DVB-I" völlig dumm und Bandbreitenverschwendung, weil dann statt einem broadcast jeder seinen Stream zieht - und das für denselben Inhalt. , oder was meinst du?
 
Zuletzt bearbeitet:
@ReactivateMe347
Die Sinnfrage langsamen Internet hat der Weltmarkt und die EU beantwortet - Gigabit bei 5G und FTTH für Privathaushalte.

Klar, auch PCIe 5.0 und 4.0 kann man hinterfragen. Man könnte auch SATA-150 für SSDs nehmen, kommt aber kein Hersteller drauf.

Für DVB-I und XG(S)-PON könnte man auch 1/2 Gigabit/s für Point-to-Multipoint Opfern für 4k TV, dazu noch komprimiert als FreeTV im 720p Format.

Klingeldraht und Coaxkabel sind alte, abgeschrieben Techniken. Es gibt also betriebswirtschaftlich keinen Grund das so zu belassen.
Fasern, die man degressiv auf 20 Jahre abschreiben und dann 50 Jahre nutzt sind für Gebäude ideal, die selbst ähnlich abgeschrieben werden. Betriebswirtschaftler interessiert nur, ob auch min. 50 Jahr marktgängig.

T-Mobil USA hatte jahrelang tolles Wachstum, jetzt stört die Analysten, dass noch zuwenig Glasfaser im Besitz T-Mobil ist.
Neubau DSL fordern null von Hunderten Analysten.
 
Fighter1993 schrieb:
Bei DSL ist es doch so das jeder Haushalt wenn er die 100K bucht auch die 100K bekommt egal wie viele Leute in der Straße noch DSL gebucht haben.....
Nein, das ist eben nicht so.
Es fällt bei den geringeren DSL Geschwindigkeiten nur nicht so schnell auf, weil viel mehr Haushalte gleichzeitig Vollgas geben müssten um den DSLAM Uplink auszulasten. DSLAMs sind trotzdem mit dem mehrfachen ihres Uplinks überbucht.

In einem Kabelsegment reichen teilweise 4 Vollgas gebende Gigabitkunden, um das Segment für mehrere hundert Haushalte dicht zu machen.

DSL hat hier einfach ein anderes Verhältnis zwischen lokaler Kapazität und individueller Geschwindigkeit.
 
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h00bi schrieb:
In einem Kabelsegment reichen teilweise 4 Vollgas gebende Gigabitkunden, um das Segment für mehrere hundert Haushalte dicht zu machen
Wahnsinn.
4 Leute versauen 100erten den Tag wie bescheuert ist dieses System?
 
ReactivateMe347 schrieb:
Nämlich MHD wann? Was soll denn da kommen? 8K Videostreams gehen locker über die 50 MBit/s Leitung
Halt nur einer...
ReactivateMe347 schrieb:
Es zeigt sich doch jetzt schon, wieviele mit 50 oder 100 MBit/s zufrieden sind und mehr gar nicht haben wollen, nichtmal 250MBit/s geschweige denn 1 GBit/s.
Es zeigt sich aber auch, das es eine nennenswerte Anzahl an Leuten gibt, denen 250 MBit/s nicht reichen.
ReactivateMe347 schrieb:
Wir kämpfen um Versorgungslücken von < 30 MBit/s. Das ist Faktor 30 und mehr unter 1GBit.
Das ist defintiv ein Problem. Andererseits muss man sich mit G.Fast als Dauerlösung ja nicht gleich das nächste Problem aufhalsen.
ReactivateMe347 schrieb:
"Irgendwie" ist das immer möglich. Im Zweifel indem du alle Wände aufreißt.
Kernsanierungen bzw. größere Sanierungen gibts immer mal wieder, da sollte man das auf dem Schirm haben. Wenns bis dahin 5 Jahre dauert ist G.Fast natürlich eine gute Zwischenlösung.
ReactivateMe347 schrieb:
Und ich verstehe nicht, was du mit Unterhalt meinst.
Stromkosten, Wartung, evtl. Austausch bei Defekt, Management (vom Anbieter). Es hat Gründe, warum die Telekom lieber FTTH durchs Haus verlegt und G.Fast nur als Notlösung anbietet.

Klar, die Stromkosten können mit Reverse Power vom Kunden getragen werden, bis zu 21W dafür ist aber halt auch kein Pappenstiel.

Ich hab grad mal einige Datenblätter von G.Fast-DPUs durchgeschaut (sofern Datenblatt vorhanden) und nie eine Angabe vom Stromverbrauch gefunden. Find ich lustig in dem Zusammenhang.

ReactivateMe347 schrieb:
Bei Glasfaser hast du doch auch nen Verteiler im Haus, der dir Probleme machen kann?!
Der ist aber passiv, also massiv pflegeleichter.
ReactivateMe347 schrieb:
Das ändert sich doch nicht, egal ob koaxial, Ethernet, Glasfaser oder Kupfer in der Wand hängt?!
Natürlich, siehe meinen Satz oben.
 
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JackTheRippchen schrieb:
Wirklich gleich? Auch die Upload-Geschwindigkeit?
Hier krankte Kabel in der Vergangenheit stark, weshalb ich zu DSL zurückgekehrt bin.
Habe aktuell 1Gbit download und 50Mbit upload über Vodafone.
(50Mbit upload gibt es bei Vodafone schon ab dem 100er Tarif)
Ok, der Glasfasertarif hätte 500Mbit upload, aber wer braucht das? Das wäre für mich kein Mehrwert, für den ich 30€ mehr zahlen würde.

BluePanda schrieb:
Du hast eine Mehrleistung. Coax ist ein Shared Medium. Die Netze sind ringförmig aufgebaut und je mehr Nutzer an einem Ring teilnehmen, desto geringer die Leistung. Wenn hier um 18/20 Uhr die Streaming-Dienste gestartet werden, viel gezockt oder hoch/runtergeladen wird, merkt man dieses sehr deutlich.
Da habe ich hier Glück, ist eine eher kleine Stadt und ich bin hier eher am Rand.
Ich habe hier auch Abends zur Primetime noch ganz gute Datenraten.
Habe über die letzten Stunden mal ein paar Tests gemacht und das niedrigste waren knapp unter 700Mbit (sind zwar 30% weniger, aber immer noch völlig ausreichend).
Klar, mit Glasfaser wäre es konstanter mit weniger Schwankungen, aber auch das wäre mir im Moment den Aufpreis nicht wert.

Nur der Kabeltarif sind bei mir aktuell (inkl. einem TV-Bundle) 49€.
Der Glasfasertarif wären 6 Monate 20€ und dann 80€ + ggf. Kosten für ne neue Fritzbox.
(ein neuer Vodafone Kabeltarif würde 12 Monate 20€ und danach 65€ kosten)

10-15€ mehr wäre ich vielleicht bereit zu zahlen, aber keine 30€.
 
ReactivateMe347 schrieb:
Nämlich MHD wann? Was soll denn da kommen?
Das war metaphorisch und nicht wörtlich. Und es ist dabei auch eigentlich zweitranging, wofür man mehr Geschwindigkeit brauchen könnte.

Der Punkt bei G.fast ist halt einfach, dass man bei der Inbetriebnahme bereits weiß, dass es nur so lange hält, bis der Erste im MFH mehr als 1 Gbit/s buchen und auch benutzen will. Warum er so eine hohe Geschwindigkeit bucht, ist im Endeffekt egal, ist seine persönliche Angelegenheit. Und die Telekom bietet ja in einigen Ecken bereits 2 Gbit/s als Tarif an. Mieter in einem MFH mit G.fast könnten den effektiv gar nicht buchen, selbst wenn sie wollten.
 
Fighter1993 schrieb:
Wahnsinn.
4 Leute versauen 100erten den Tag wie bescheuert ist dieses System?
Überhaupt nicht, denn die Wahrscheinlichkeit, dass mehrere Gigabit-Kunden ihre Geschwindigkeit gleichzeitig fordern, ist überraschend gering: In der aktuellen Labor-Firmware für die Cable Fritz!Boxen gibt es eine Anzeige der Segmentauslastung, und die liegt nicht nur bei mir üblicherweise unter 10%.

Und selbst wenn tatsächlich mal 4 Kunden länger gleichzeitig das Gigabit fordern sollten, heißt das keineswegs, dass die das Segment für alle anderen blockieren. Dann wird die zur Verfügung stehende Kapazität (derzeit ca. 3,4Gbit/s, also mehr als in einem GPON Glasfasersegment!) natürlich gerecht verteilt, d.h. alle Kunden bekommen etwas ab, aber natürlich keiner mehr seine maximale Bandbreite.

Aber dieser Fall tritt (nicht nur) in meinem Segment nie auf.
 
mibbio schrieb:
Halte ich für rechtlich schon recht gewagt. Es gibt doch (noch) gar keineen Vertrag zwischen Eigentümer und Telekom, auf dessen Basis sie da eine "Strafgebühr" verlangen können.

Ich bin ja durchaus dafür, renitenten Vermietern an geeigneter Stelle im Gesetz eine gewisse Pflicht aufzuerlegen, aber die Telekom kann halt nicht einfach zum Vermieter gehen und von ihm Geld verlangen, wenn er 4. deren Antrag ablehnt. Es gibt in Deutschland immer noch eine Verrtagsfreiheit und entsprechend kann er einen Verrtag zum Verlegen eines Anschlusses und von Leitungen in seinem Eigentum ablehnen, so oft er will.
@mibbio danke für deinen Beitrag. Ich kann es selbst nicht beurteilen. Der Vermieter hat dem Ausbau zugestimmt. Und als es dann um den innen Ausbau ging (FTTH) wurde wohl ein Rückzieher vom Vermieter (Mehrfamilienhaus) gemacht. Weil FTTB wohl auch nicht so ging, wie er es sich vorstellte, besteht nun seinerseits Funkstille. Die Frage ist, ob hier nicht schon ein (Vor-)Vertrag bestellt - d.h. legen des Glasfaserkabel bis zur Fassade? Ich habe leider keinen Zugang zum Versorgungsraum um zu sehen, ob das Kabel bereits im inneren angekommen ist und dort liegt.
Ergänzung ()

mibbio schrieb:
Das war metaphorisch und nicht wörtlich. Und es ist dabei auch eigentlich zweitranging, wofür man mehr Geschwindigkeit brauchen könnte.

Der Punkt bei G.fast ist halt einfach, dass man bei der Inbetriebnahme bereits weiß, dass es nur so lange hält, bis der Erste im MFH mehr als 1 Gbit/s buchen und auch benutzen will. Warum er so eine hohe Geschwindigkeit bucht, ist im Endeffekt egal, ist seine persönliche Angelegenheit. Und die Telekom bietet ja in einigen Ecken bereits 2 Gbit/s als Tarif an. Mieter in einem MFH mit G.fast könnten den effektiv gar nicht buchen, selbst wenn sie wollten.
@mibbio : mal eine Frage zu G.Fast - falls es doch was mit FTTB und dem Eigentümer was wird. Ich hatte erst einmal 150/150 für ein Jahr (versucht) zu beantragen. Hier war ich wohl der erste Interessent. Habe ich nun, falls es dazu kommt, die 150/150 "reserviert" oder nimmt jemand mit 1 Gbit/s dann alles in Beschlag und kickt mich und andere raus? Ich wusste nämlich gar nicht, dass es dann eine Art "shared Medium" ist und die Leitung aufgeteilt wird?
 
mibbio schrieb:
Der Punkt bei G.fast ist halt einfach, dass man bei der Inbetriebnahme bereits weiß, dass es nur so lange hält, bis der Erste im MFH mehr als 1 Gbit/s buchen und auch benutzen will.
Was völlig irrelevant ist, wenn bis zum Abriss des Hauses niemand diese Bandbreite nutzen würde.
mibbio schrieb:
Warum er so eine hohe Geschwindigkeit bucht, ist im Endeffekt egal, ist seine persönliche Angelegenheit.
Also sollen die Umbaukosten alle Bewohner mitzahlen, aber der Grund dafür ist Privatsache? genau mein Humor :D
mibbio schrieb:
Und die Telekom bietet ja in einigen Ecken bereits 2 Gbit/s als Tarif an. Mieter in einem MFH mit G.fast könnten den effektiv gar nicht buchen, selbst wenn sie wollten.
Nochmal: Viele Menschen können nichtmal 30 MBit/s buchen. Wer industrielle Ansprüche hat, der muss eben in ein Gewerbegebiet oder sich bei der Wohnungswahl entsprechend einschränken - ich sehe da kein Problem. Ein Haus mit Flussblick kann auch nicht jeder haben.
Ergänzung ()

rezzler schrieb:
Halt nur einer...
Mag sein. Dann hast du über G.Fast 20 8K Streams - wieviele Leute sollen denn in der Wohnung leben?
rezzler schrieb:
Es zeigt sich aber auch, das es eine nennenswerte Anzahl an Leuten gibt, denen 250 MBit/s nicht reichen.
Da wüsste cih gerne, wieviele dazu so sinnbefreite Kampangen wie "dein opa ist kein Gamer, wieso hast du dieselbe ABndbreite wie er" Beitragen. Dein Opa ist auch kein Leistungssportler, dennoch arbeiten leistungssportler dieselbe Luft wie ihre Opas :D
rezzler schrieb:
Stromkosten, Wartung, evtl. Austausch bei Defekt, Management (vom Anbieter). Es hat Gründe, warum die Telekom lieber FTTH durchs Haus verlegt und G.Fast nur als Notlösung anbietet.
Und Glasfaser-verteiler sind Wartungsfrei, arbeiten ohne Strom und müssen nicht verwaltet werden?!
rezzler schrieb:
Klar, die Stromkosten können mit Reverse Power vom Kunden getragen werden, bis zu 21W dafür ist aber halt auch kein Pappenstiel.
Rechnen wir mal 21W dauerhaft (obwohl du sagst, das ist ein Maximalwert) zu relativ teuren 0,3€ pro KWh, dann sind das im Jahr 55,04€ - das wird umgelegt auf alle Parteien. Ich bitte dich, wenn das kein Pappenstiel ist, dann kannst du dir GBit/s eh nicht leisten.
Ergänzung ()

RKCPU schrieb:
@ReactivateMe347
Klar, auch PCIe 5.0 und 4.0 kann man hinterfragen. Man könnte auch SATA-150 für SSDs nehmen, kommt aber kein Hersteller drauf.
Stimmt, SATA SSDs gibts ja nur von kleinen Nieschenanbietern wie Samsung mit nur so um 30 Mio. Stück pro Jahr.
RKCPU schrieb:
Klingeldraht und Coaxkabel sind alte, abgeschrieben Techniken. Es gibt also betriebswirtschaftlich keinen Grund das so zu belassen.
Neuinvestitionen ohne praktischen Mehrwert sind betriebswirtschaftlich völliger Unsinn.
RKCPU schrieb:
Neubau DSL fordern null von Hunderten Analysten.
Wer reden von Neubau DSL? Es geht hier um Nutzung besthender Hausverkabelung vs. aufwendiger neuer Verkabelung.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ReactivateMe347
Deutschland ist noch kein Dritte Welt Land und der Invest in Glasfaser könnte beim Mehrfamilienhaus einmalig 1.000€ bis 1.500€ umfassen.

Für die Telekom war schon 2020 das Netz der Zukunft mit 10G Firmentarifen ein Designkriterium. Jetzt haben stockt es un Asien, denn das beschlossene 50/25G PON wäre fast so teuer als CPON, also 100/50G PON.

Dürfte aber bald klar werden und z.B. Combo 25GS/ GPON wäre eine sehr kostengünstiges Upgrade vom 8,7 GBit/s XGS-PON
Dann könnte die Telekom wenige 10G Kunden je Faser, aber viele 3 G Kunden versorgen.
Privathaushalte mit 2/1 aber auch 2/3 der Kunden der Faser mit 600/ 400 MBit/s.

Ab 2030 werden die Provider Gigabit-Tarife Mobilfunk anbieten, Reseller, wie ALDI, Penny, LIDL, Edeka dann 300/ 50 MBit/s.
Wenn dann zu Hause 600/ 400 MBit/s verfügbar sind passt es Marketing und Betriebswirtschaftlern der Provider.

Die Bürger sollten jetzt eher 'Rettet GPON' statt 'möglichst lange VDSL' fordern.

Mein Golf brauch Reifen bis Tempo 240, obwohl er nur Tempo 190 packt, die Reifen könnten da 4x 15€ günstiger sein alle 4 Jahre. Macht auf 3x Tausch im Autoleben somit 180€, wobei ich die Mehrkosten niemals nutzen kann.
Das ist bei Nahezu Gigabit anders, wenn auch selten.

Der Gigabit Act der EU ist also sehr vernünftig, es wird 1x signifikant migriert statt Dauerbaustellen mit Ausfall Kupfertechnik zu haben.
Kabel-Coax hat keine Bestandsgarantie, außer letztes Upgrade auf Gigabit / 150 MBit/s.
Nur, wir haben ja nicht mehr mehrheitlich Coaxkunden in Mehrfamilienhäusern.

Nachdem die Chips und Firmware Betreuung endet geht die Ära VDSL definitiv zu Ende.
Wer mal wackelige DSL-Leitungen erlebte, wie lange alte Kabel in der Straße plus 10m Kabel ganz anderer Spezifikation bei Baujahr 2007 der blickt auf VDSL kritisch.
Es ist eine wackelige Übergangszechnik und mein Favorit wäre ein Combo 25GS / GPON im Splitting 1:64. Wir oben beschrieben deckt das nahezu allen Bedarf ab. Wer mehr benötigt, Glasfaser und 25G bis 200G legen, kostet nicht die Welt.
 
Zuletzt bearbeitet:
rezzler schrieb:
Es zeigt sich aber auch, das es eine nennenswerte Anzahl an Leuten gibt, denen 250 MBit/s nicht reichen.
Ist das wirklich so, oder gibts einfach nur sehr viele, die sich schlicht nur nicht an entsprechenden Umfragen beteiligen und mit ihren 50 oder 100 Mbit/s zufrieden sind? Ich kenne z.B. in meinem Umfeld niemanden, der objektiv besehen 250 Mbit/s bräuchte. Der einzige Haushalt, der tatsächlich 250 Mbit/s hat, strebt inzwischen ein Downgrade auf 100 Mbit/s an, weil der Anschluss für eine Person ohne grossartige Ansprüche an die Internetnutzung hoffnungslos überdimensioniert ist.
 
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