Leserartikel Grafikkarte mit einem Wasserkühler umbauen

Ja, es geht hierbei um die Trägheit, aber das würde auch mit der Wassertemperatur ohne Deltaberechnung gehen. In meinem Fall habe ich aber eine Berechnung eingerichtet.
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Bei mir sitzt vor einem der vorderen Lüfter ein Temperatursensor, der die Raumtemperatur misst.
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In der Steuerung wird dann mein virtueller Temperatursensor hierzu genutzt.
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Würde aber auch direkt mit der Wassertemperatur gehen. Habe es nur mit dem Delta gemacht, weil ich so unter Last meine gewünschten Drehzahlen besser erreichen kann.
 
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Joar ... kann man 😅 aber wie du sagst, Wassertemperatur reicht ja vollkommen.
sieht so aus als würdest du die Jahreszeiten miteinbeziehen (Raumtemperaturen)
 
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Sitze ja nicht draußen und in der Wohnung sind es geringe Temperaturunterschiede. Im Winter um die 23–24 °C und im Sommer um die 26–27 °C. Klar, kann es auch Tage geben, an denen wir um die 28 °C ± erreichen, aber das sind dann schon Ausnahmefälle.
 
Ich regle hier meine Kühlung über das Temperatur Delta Mora Eingang zu Mora Ausgang, was ist bei dir der Grund die Lufttemperatur zu nehmen? Ich überlege gerade ob es einen Praxisrelevanten Unterschied macht.
 
Habe gerne zwischen 550 und 650 U/min in Games anliegen, und mit dieser Methode passt die Wassertemperatur mit den Drehzahlen bei mir perfekt. Es geht mir hierbei um die Lüfter auf dem 420, 240 und dem Mora.

In dieser Spielrunde von mir lässt es sich gut einsehen.
 
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Ich hatte auch die Erfahrung gemacht, das ich mit DP Ultra ziemlich schnell Ablagerungen hatte. Seitdem bin ich wieder auf reines Wasser ohne Zusätze wie drei Jahre zuvor schon und seitdem ist wieder alles top! Wie sind eure Erfahrungen zu Flüssigkeit und was nutzt ihr ?
 
GFG schrieb:
Wie sind eure Erfahrungen zu Flüssigkeit und was nutzt ihr?
Nutzte einige Zeit Wasser aus der Umkehrosmoseanlage, hatte aber nach ~2 Jahren mit extremen Ablagerungen zu kämpfen sodass ich den kompletten Kreislauf zerlegen und reinigen musste. Das war ein richtiger Schleim der sich an allen Oberflächen abgesetzt hat, richtig ekliges Zeug. :kotz:

Seit nun 2 Jahren das selbe Wasser mit "innovatek Protect" Konzentrat und der Kreislauf sieht noch immer aus wie am ersten Tag, kann ich nur empfehlen.
 
Ich nutze jetzt fast 10 Jahre DP-Ultra und habe bisher noch keine Ablagerungen gehabt. Allerdings fällt bei mir alle 2 Jahre in der Regel irgendeine Arbeit an und dann tausche ich das Kühlwasser mit dieser Gelegenheit komplett aus. Letztes Jahr habe ich auch alles in einem neuen Gehäuse umgebaut und einiges erweitert und optimiert. Hierbei habe ich auch die Radiatoren ausgebaut und auch mit dieser Gelegenheit gereinigt.

Habe einmal überwiegend destilltes Wasser mit einem geringen Anteil DP-Ultra verwendet, und da habe ich nach einem Jahr tatsächlich auch Ablagerungen im Filter gehabt. Seither verwende ich kein destilliertes Wasser mehr, sondern wieder das DP-Ultra.

Das sagt Roman zu destilliertem Wasser in einer Wakü.

Innovatek Protec kenne ich jetzt nicht selbst, habe aber bisher nur Gutes davon gehört. Es kommt dazu, dass Pumpen auch Korrosionsschutz zur Schmierung benötigen.
 
Noch nie Probleme mit DP Ultra gehabt, die ich nicht selbst verursacht hätte (danke Küchenpapier :D )
Ich fange es auch üblicherweise auf und nutze es dann wieder weiter.
Ablagerungen landen dann in der Coldplate des CPU Kühlers, der lässt sich relativ gut bei mir reinigen.
 
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Interessant. Vllt hatte ich da einfach pech mit meinem DP Ultra. Aber es war schon beim einfüllen nicht klar und wirkte ölig und trüb. Ich wechsel in der Regel einmal im Jahr das Wasser komplett aus. Hatte so auch nie Probleme, mit ultrareinem Wasser. Kenne das Video von Roman, weshalb ich auch auf das DP Ultra gewechselt war. Meine Erfahrungen waren mit reinem Wasser jedoch immer besser
 
LiniXXus schrieb:
Hier noch eine Anleitung bezüglich des LM und der Isolierschicht mit Grafikkarten.
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Flüssigmetall wird hauchdünn aufgetragen, was eher ein Anmalen gleich kommt.
Am Kühler sollte auch etwas LM mit aufgetragen werden.
Das ist mir jetzt aufgefallen, denn in diesem Video wird die Temperaturdifferenz zwischen PTM und LM sogar gelistet. Meine Entscheidung mit dem PTM-Pad war daher gar nicht so verkehrt, weil es auf diese 3 Grad ± nicht ankommt.

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Hardwareseitig ist dieser geringe Temperaturunterschied auch vollkommen irrelevant. Kenne mich auch gut mit LM aus, da ich es in der Vergangenheit auch schon mehrfach für Grafikkarten und auch zwischen IHS und Prozessor verwendet habe. Habe mich aber in diesem Fall trotzdem dagegen entschieden.
 
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LiniXXus schrieb:
Das ist mir jetzt aufgefallen, denn in diesem Video wird die Temperaturdifferenz zwischen PTM und LM sogar gelistet. Meine Entscheidung mit dem PTM-Pad war daher gar nicht so verkehrt, weil es auf diese 3 Grad ± nicht ankommt.
Moin,

wie hast du das mit dem "einbrennen" gemacht? So wie in Igors Artikel einfach mal die GPU auf ~70° und fertig?

Habe mir auch nen AC-Block für meine neue Grafikkarte geholt und bin am überlegen ob ich von Wp mal auf das PTM wechsel.
 
Habe diesen Teil heute Nacht auch in meiner Anleitung etwas ergänzt und etwas näher beschrieben.

3.1 Wärmeleitpaste oder PTM?​

Wärmeleitpaste reicht im Grunde auch bereits aus, aber mit der Wärmeleitpaste kann es zu einem Pump-out-Effekt kommen. Der Grafikchip ist nicht ganz plan und so kann es dazu kommen, dass Wärmeleitpaste mit der Zeit von der Mitte zum Rand hinausgedrückt wird und mittig dann sehr wenig Wärmeleitpaste verbleibt.

Siehe dazu auch:
Der GPU Pump-Out-Effekt beschreibt, wie Wärmeleitpaste unter dem Druck des GPU-Kühlers aus der Mitte herausgepresst wird, wodurch sich ein trockener Hotspot auf dem GPU-Chip bildet, der zu stark ansteigenden Temperaturen führt und die Leistung beeinträchtigt, da die Paste an den Rändern verbleibt, während in der Mitte die Wärmeleitung gestört wird. Dieser Effekt entsteht durch wiederholtes Erhitzen und Abkühlen, was die Materialien ausdehnt und zusammenzieht und so die Paste nach außen "pumpt".
Google Suche: gpu pump out effect deutsch

Weitere Informationen dazu: Der Pump-Out-Effekt bei Wärmeleitpasten: Ursachen, Lösungen und Abschätzung für die Datenbank

Zudem soll PTM langlebiger sein und nicht austrocknen.

3.2 PTM - Burn-In​

Mit PTM kann es dazu kommen, dass der erste Betrieb eine etwas hohe Temperatur verursacht. Das liegt daran, dass sich dieses Pad einmal verflüssigen muss und sich dann dadurch besser an den Grafikchip und den Kühler anpasst.

Hierzu muss mindestens 50 °C mit der GPU-Temperatur überschritten werden. Das Pad verflüssigt sich laut Igor ab etwa 50 °C aufwärts. In einem seiner Forenbeiträge meinte er auch, es reiche aus, wenn die Grafikkarte einmal 70 °C erreichen würde. Optimalerweise sollte mehrfach mit kurzen Abkühlphasen über 50 Grad erreicht werden.

Hierzu habe ich bei mir den Loop ohne den Mora geschlossen und die Lüfter hierzu ausgestellt. Die Pumpe habe ich mit niedriger Drehzahl laufen lassen, damit sich die Hitze nicht in den Hardtubes anstauen kann. Dann habe ich mehrfach Furmark laufen lassen und mindestens zwischen 60 und 70 °C kontrolliert erreicht.

Tipp: Nach der ersten Aufwärmphase empfiehlt es sich, die Schrauben nachzuziehen. Denn dann sind die Pads etwas warm und weicher und die Bauteile drücken sich noch etwas weiter ein. Dadurch verringert sich der Abstand vom GPU-Chip mit dem Kühler und die Temperaturen können noch etwas besser ausfallen. Aber die Schrauben mit sehr viel Gefühl versuchen nachzuziehen und hier keine Kraft oder Gewalt anwenden!
 
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