Test IronWolf HDD mit HAMR im Test: Seagate presst mit Hitze 30 TB auf nur zehn Platter

zEtTlAh schrieb:
Das Ding ist: Ein Raid 10 oder Raid 5 Rebuild mit 10TB Platten dauert jetzt schon ca. 12-18 Stunden. Wie ein Vorredner geschrieben hat (ich glaube es waren 20TB Platten?) dauert das Erstellen des Raid schon 3,5 Tage. Der Rebuild wird genau so lange dauern.

Ok beim Raid verstehe ich das. Ich mache da noch alles manuell. Bin aber auch am Überlegen, mich mehr in softwareseitige non-Raid Lösungen reinzufuchsen. Da ich meine HDDs immer nach und nach kaufe, habe ich das Problem eines kompletten Totalausfalls bisher nie gehabt. Auf 2x 2TB folgten einst 1x 4TB (die alten 2x 2TB bildeten das Gegenstück zum manuellen Backup). Danach eine weitere 4TB, später eine 8TB (2x 4TB als Gegenstück) und so weiter. Da sind auch einige kleinere HDDs zusammengekommen, die dann durch entsprechend größere ersetzt werden. Die Kleinen gehen dann später als Backup zur Familie an einem anderen Ort. ^^
 
Glaub auch die rebuild Zeit ist viel zu oft Bestandteil der Diskussion darum. Klar gibt's die und man muss das im Kopf behalten. Aber da raids sowieso kein Backup ersetzen kann man es im Zweifelsfall drauf ankommen lassen den rebuild zu machen ohne das weitere Platten ausfallen müssen (liest sich manchmal so als ist das sicher dass es passiert, dabei statistisch unbedeutend)

Zudem ist bei größeren Verbunden als 4 Platten mit.. sagen wir 20TB , ein RAID 6 bzw Z2 verbund anzuraten und ab 8-10 dann Z3 dass man sozusagen im Array zwei bzw drei Platten Verlieren könnte ohne Datenverlust.

Dann ist auch ein rebuild nicht mehr gruselig wenn es weitere Parität gibt. Also doppelte oder gar dreifache
 
zEtTlAh schrieb:
Kauft man alle Platten auf einen Schlag, und angenommen die haben einen Serienfehler

Aus dem Grund kaufen wir immer Platten (bzw. SSDs) von verschiedenen Herstellern fuer unsere RAID1-Konfigurationen, und zwar seit folgendem Erlebnis: 2 Maxtor 6Y200P0 200GB HDDs in einem RAID1 (ja, ist schon laenger her). Vermutlich gab's eine Unterspannung beim Hochstarten des Systems, und beide Festplatten, die zu dem Zeitpunkt eigentlich nur die Daten zum Booten des Betriebssystems lesen sollten, haben Sektoren in eben diesen Daten zerstoert. Die Hoffnung ist, dass nicht jeder Hersteller den gleichen systematischen Fehler in seine Platten einbaut.

Anstatt 4x10TB im Raid5 sind vielleicht 2x jeweils Raid1 mit 10TB unanfälliger. Oder man verliert vielleicht nur die Hälfte.

Wenn Du 30TB Nutzspeicher haben willst, dann wohl eher 2xRAID1 mit je 2x16TB.
 
MonoIith schrieb:
Ok beim Raid verstehe ich das. Ich mache da noch alles manuell.

PS828 schrieb:
Aber da raids sowieso kein Backup ersetzen kann man es im Zweifelsfall drauf ankommen lassen den rebuild zu machen ohne das weitere Platten ausfallen müssen

Ich weiß das ist maximal OT, aber irgendwie passt es doch hier rein: Eine Geschichte von einem gebrannten Kind...

Zu Zeiten, wenn eine Privatperson sich eine 1TB HDD leisten konnte/musste, hatte ich ein Raid5 auf 4x2TB. Das war "der Shit" und wurde als irre sicher betitelt. Hersteller lasse ich mal weg, aber die Platten waren mit 24h Ersatz Service (oder wie man es heute nennt, next busineess day).

Eine HDD ist ausgefallen. Kein Problem. Gemeldet... Innerhalb von Minuten den Versandplan mit Ersatz für den nächsten Tag bekommen.

Ich habe aber damals 2 gewaltige Fehler gemacht:

"Scheiss drauf, morgen kommt eh Ersatz, kann ich im read only Modus weiter laufen lassen"
"Backup brauch ich nicht, ich habe Raid"

Resulat: Über Nacht ist eine 2. HDD ausgefallen und das Raid war im Eimer. Das Einzige, was mich am Leben gehalten hat war die Frage: Hätte die 2. ausgefallene HDD den Rebuild überlebt ?

Ich rede mir immer ein: "nein". Dann muss ich mich nur halb so doof fühlen :(

Ohne Backup taugt das fetteste Raid nichts. Und wenn das Haus abbrennt, nützt jede lokale Kopie nichts.


mae schrieb:
Aus dem Grund kaufen wir immer Platten (bzw. SSDs) von verschiedenen Herstellern fuer unsere RAID1-Konfigurationen,

Ich nehme an du meinst Shops/Distributoren/Versender. Unterschiedliche Hersteller wäre evtl. technisch problematisch bei Datenrettung.
 
Zuletzt bearbeitet:
anexX schrieb:
Ich wette mit 300 MB Durchsatz sollten sogar Spiele flüssig laden ohne zu Ruckeln - könnte CB ja mal testen ob HDDs mittlerweile so gut sind das es für das saubere Abspielen ein Spiels eigentlich gar keine SSD mehr erfordert - würd mich echt mal interessieren ...
Nun da gibt es aber ein Problem. HDD fragmentieren mit der Zeit. ( defrag x: ) und defragmentiere mal 30TB mit 300mb/s
Das ist ja nur der Idealwert. Das kann sich im extremfall sogar halbieren. Gerade bei NTFS-Partitionen wirst du da keinen spaß dran haben wenn die Platte sich langsam füllt.

Als Datengrab oder für einen NAS-Server sehr gut. Aber für Highend wie Gaming? Nein.
 
zEtTlAh schrieb:
Ich nehme an du meinst Shops/Distributoren/Versender. Unterschiedliche Hersteller wäre evtl. technisch problematisch bei Datenrettung.

Nein, ich meine unterschiedliche Hersteller. Unterschiedliche Distributoren schuetzen uns nicht vor systematischen Problemen eines Herstellers wie im genannten Fall dem schlechten Brownout-Verhalten der Maxtor-Platten.

Und ich wuesste nicht, was an unterschiedlichen Herstellern bei der Datenrettung problematisch sein sollte. Wenn eine Platte ausgefallen ist, haben wir einfach eine weitere eingebaut und als weitere RAID-Platte konfiguriert (sync bzw. resilver lief dann automatisch).
 
30 TB auf nur zehn Platter

Hört sich jetzt nicht so überwältigend an.
Die Platter für konventionelle HDDs fassen inzwischen 4TB: Eine Sensation klingt für mich dann doch schon etwas anders.

Das Erstaunliche hieran, ist dann eher die Anzahl der Platter.
Es scheine sich um sehr dünne Fabrikate zu handeln, denn selbst die 6-mal 4-TB-Platter von den gegenäwrtigen HDDs setzen ihren Schwellenwert schon dicht an die offerierten 10 Stück.
 
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anexX schrieb:
könnte CB ja mal testen ob HDDs mittlerweile so gut sind das es für das saubere Abspielen ein Spiels eigentlich gar keine SSD mehr erfordert -
Du meinst sicherlich CoD, wenn eine neue Season rauskommt, ruckeln die Videos immer, das ist total nervig und zeigt einmal mehr die schlechte Umsetzung der Entwickler, weil der Publisher bei der Qualität spart, die genannten Videos ruckeln auch auf einer PCIe 5.0 NVME TLC SSD mit einem Ryzen 9800X3D, Activsion ist halt ein Saftladen…
 
@Naru Wo findest du denn 4-TB-Platter?!
 
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In 24-TB-HDDs.
Eine einstige Google-Bildersuche ergab anhand von dem Innenleben der HDDs, weil es mich selbst erstaunte, wie diese HDDs ihr Volumen fassen sollen, dass in den aktuell größten HDDs 4-6 Platter verbaut sind. Mann muss kein Mathegenie sein, um zu deuten, dass dies einzig mit 4-TB-Plattern zu realisieren sei.
 
mae schrieb:
Nach meiner Erfahrung liegt es sehr daran, wie sie eingebaut sind.
Und in welchem Gehäuse sie verbaut sind.
Die Gehäuse früher (2000er) waren noch richtige Panzer, da konnte man sich noch draufstellen 😄, und mit entsprechender Entkopplung waren die HDDs darin quasi unhörbar. Fehlende Steifigkeit/Wandstärke und weniger Gewicht können die paar Gummis in den modernen Gehäusen leider nicht ausgleichen.
 
Wie ist denn die Lebenserwartung von solchen Platten?

Klar, gibts noch keine Erfahrungswerte.
Aber hat man durch die Lasertechnik nicht viel mehr Technik verbaut, die womöglich leichter ausfallen kann?
 
CDLABSRadonP... schrieb:
Immer noch unnachvollziehbar, dass nicht Hersteller versuchen, U.2-SSDs auch im Consumersegment zu etablieren. 50€/TB ist sogar mit TLC drinne und in einem 2,5-Zoll-Gehäuse braucht es bloß einen Salvage-Enterprise-Controller und fertig ist der HDD-Killer...
Naja 2,5x Preis Killer zu nennen finde ich schon etwas gewagt. Solange ich nicht viele IOPs oder schnellen Schreibdurchsatz brauche. Würde ich mir immer das Geld sparen und zu einer HDD greifen.
 
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SSD960 schrieb:
War mein erster Gedanke: 600 € sind heftig wenn man, wie ich, 3 Stück benötigen würde.
Ja stimmt auch aber als Preis zu Einführung geht's denke ich. Vielleicht fällt der Preis noch unter 500 Euro.
Ich finde aber das Festplatten gefühlt viel zu teuer sind. Vor Jahren haben 16TB HDDS bei Einführung keine 500 Euro gekostet. Und hier geht es jetzt bei über 600 Euro los.
 
mae schrieb:
Und ich wuesste nicht, was an unterschiedlichen Herstellern bei der Datenrettung problematisch sein sollte.

Nagel mich nicht fest, es wäre ratsam, hier eine bessere Meinung als meine einzuholen. Ich meine mich daran zu erinnern, dass Platten mit unterschiedlicher Datendichte/Technologie schlechter abgeglichen werden können. Ich rede da ausschließlich von Datenrettung im Extremfall. So auf die Art: Ich nehme von der einen Platte einen guten Sektor, von der anderen Platte den anderen guten Sektor, weil baugleich.

Wenn unterschiedlich, nicht möglich.

Ich kann mich da aber fatal täuschen. Ignoriere mich also lieber und lies im Zweifelsfall nochmal wo anders nach :(

Sorry.

Fresh-D schrieb:
Die Gehäuse früher (2000er) waren noch richtige Panzer,

Massiv geil fand ich die WD mit den Alu Gehäusen :) Das "KLOCK" "KLOCK" war mein Lieblings Sound :D Da waren die 15k Raptoren die passenden HighHeads dazu :)

Nostalgie Sound pur :)
 
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Naru schrieb:
Eine einstige Google-Bildersuche ergab anhand von dem Innenleben der HDDs,
Bist Du dir sicher, dass das auch wirklich Bilder von einer 24TB HDD waren?
Nicht, dass da eine kleinere Platte abgebildet war?

mein letzter Stand war, dass Seagate aktuell max. 3,5 TB auf einen Platter bekommt.
Dark_Soul schrieb:
Es ging konkret um die Platte mit der Partnummer ST4000VN008. Laut Geizhals 121 Euro. Die Synology Platte war für 110 Euro verfügbar.

Aha, und eine Seagate IronWolf NAS HDD +Rescue 4TB kostet € 95,48.
 
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Hast du mal grad die PN zum Vergleich? Auf Geizhals kann ich nur die 2 TB Variante finden, und die kostet 97€.
 
ebc^BIOHAZARD schrieb:
Wollen wir mal schauen, ob Synology die Platte für die neue 25er NAS-Serie zertifiziert.. ;-)
Ja für 1500 Euro kann man die bei Synology dann kaufen.
 
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