News KDE Plasma 6.8: Weiterer großer Linux-Desktop verabschiedet sich von X11

Siebenschläfer schrieb:
Fakt ist: Linux-Firmen wollen mir Supportverträge für X11, Wayland und Plasma verkaufen.
Wenn du professionellen Support willst, musst du dafür bezahlen, logisch. (Musst du bei Microsoft und Apple übrigens auch)
Updates und Sicherheitsfixes für X11, Wayland und Plasma kriegst du aber auch ohne Geld einzuwerfen.
 
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pfreampfl schrieb:
So wird es nie eine zuverlässige, für die breite Masse taugliche Alternative zu professionellen Systemen.
Komm schon, Flamebaiting geht doch auch etwas weniger plump.
 
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frazzlerunning schrieb:
Ein immutabel fedora spin.
Nicht ganz bazzatie besiert auf Fedora Spins wird aber weiter angepasst.
Alexander2 schrieb:
Bei Multimonitor im Allgemeinen wird es sinnvoll sein es möglichst simpel zu halten.
Bei X11 ist das noch ein Thema gewesen weil es eben das Konzept von Multimonitor nicht wirklich versteht, du hast intern einen großen Bildschirm mit mehreren Viewports. Mit Wayland kann man sich was Auflösung, Hz und Skalierung angeht austoben.
 
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Alexander2 schrieb:
Man kann jetzt für alle Programme zum Beispiel auf dem Desktop was dazu einstellen, dass es als Passwort-Handler arbeitet. So fragen die Programme über das normale Linux-Passwort-System an. Da fällt Auto-Type weg und was Browser angeht, kann man ein Browser-Plugin benutzen. Da ist auch kein Auto-Type notwendig.
Das klingt durchaus interessant. Ein Usecase bei mir ist Konsole, worin ich gelegentlich z.B. ein webdav mounte und dafür Benutzer und PW eingeben muss. Da war Autotype sehr bequem.

Ich benutze in der Tat auch das Browserplugin. Auf Arbeit ist die Erweiterung lustigerweise seitens IT-Abteilung verboten.
 
gaym0r schrieb:
@@mo Das sind beides Forks von Gnome 2 :)
Nein, Cinnamon ist ein Fork der GNOME Shell (was GNOME 3 ist), orientiert sich funktional aber an GNOME 2. Es steht sogar in deren Github-Repo, dass es ein GNOME 3 Fork ist.
The desktop layout is similar to GNOME 2 with underlying technology forked from the GNOME Shell.

Und auf der Seite der Linux Mint Projekte wird es ebenfalls erwähnt.
Cinnamon, forked from GNOME Shell, is the "shell" of Cinnamon.

Hintergrund ist nämlich der, dass Mint nach dem Ende von GNOME 2 erstmal versucht hat, GNOME 3 mit selbstentwickelten "Mint GNOME Shell Extensions" den eigenen Ansprüchen anzupassen. Da das aber nicht so wirklich geklappt hat, wurde die GNOME Shell schlussendlich geforkt und zu Cinnamon umgebaut.
 
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Donnerkind schrieb:
Ein Usecase bei mir ist Konsole, worin ich gelegentlich z.B. ein webdav mounte und dafür Benutzer und PW eingeben muss.
aber spricht der Fall zum Beispiel KDE Wallet, Gnome Keyring oder ähnlich an? das ist ja, wo Keepass den Platz einnimmt. und somit die Passwörter ausliefert und auch abspeichert.

Ist übrigends das, unter Werkzeuge/Einstellungen
2025-11-27_15-55.webp


Edit:
Zum Beispiel bei mir der Nextcloud client, der hakt da direkt ein.
 
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SirSinclair schrieb:
Xorg selbst wurde ja schon geforkt und wird als XLibre aktiv weiterentwickelt.
Wir hatten hier auf CB vor kurzem einen interessante Einblick in die Weiterentwicklung von X11 im Xlibre Fork:
https://www.computerbase.de/forum/threads/supportende-fuer-x11.2257621/post-31077378
Danke für den interessanten Post. Meiner Meinung nach kommt XLibre etwas zu spät. Häte es den Fork vor > 2 Jahren gegeben, wäre Wayland auf dem Desktop allenfalls weniger ein Thema. Damit will ich nicht sagen, dass das Projekt sinnlos ist. Finde es in dem Post interessant zu lesen, dass eine Per-Monitor Skalierung bald funktionieren soll. Bringen die noch HDR, käme mir grad kein Feature in den Sinn für das ich Wayland bräuchte.
 
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Maliex schrieb:
"Aktuell ist KDE Plasma 6.5. Bis zum Release der Version 6.8 wird entsprechend noch Zeit vergehen."

Laut https://en.wikipedia.org/wiki/KDE_Plasma_6 gibt es alle ~4 Monate eine neue Minor Version. Demnach sollte v6.8 vermutlich Mitte Oktober 2026 erscheinen. Ich hätte mir eine solche Einschätzung im Artikel erhofft.
Vlad Zahorodnii spricht von: Eher ab Plasma 7.
 
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Alexander2 schrieb:
aber spricht der Fall zum Beispiel KDE Wallet, Gnome Keyring oder ähnlich an?
Keine Ahnung. Ich mount einfach nur manuell einen fstab-Eintrag, woraufhin mich mount nach Benutzer und PW fragt. Die SSI werde ich mir aber mal ansehen. Ich hab davon glaube mal im KDE-Blog gehört.
 
Gullveig schrieb:
und zweitens: wieso sollte man das wollen? Als Linuxler hat man gefälligst die Kommandozeile zu benutzen!
Wer hat Dich denn dazu auserkoren, für mich zu sprechen?

Ich muss gar nichts, wenn es um PCs geht, das Terminal meide ich sofern es sich um keinen Raspberry Pi oder Server handelt.
 
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Pramde schrieb:
Ist für den Otto Normal User überhaupt bemerkbar welcher Display Server Im Backend läuft? Beziehungsweise kann ich Probleme mit selbigem überhaupt simpel identifizieren?

Ich frage mich das gerade aus User Perspektive von sagen wir mal nur Onkel Erwin Mitte 40, macht den Schwenk zu Linux und hat vorher halt immer Windoof benutzt und da eigentlich auch nur Office und seine Eisenbahn Software...
Wenn es wirklich derart relevant ist, ist Linux dann bereits niederschwellig genug oder springen dafür dann Distros wie Mint und Co in die Bresche, wo man aber auch wieder beachten muss dass Pakete auf Mint laufen aber auf bspw Fedora nicht...?
Otto normals nutzen doch kein linux
 
Bin gespannt wohin sich SteamOS sich dann entwickelt! Zeit haben die ja bis Oktober 2026... eher Anfang 2027!
 
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Brrr schrieb:
Meine Interpretation ist dass Wayland erstmal mit dem Gedanken von Mobilbetriebssystemen entwickelt wurde, daher der ganze Security Gedanke wie nur die aktive Applikation kann Keyboard-Eingaben lesen.
Am Desktop hat man aber andere Anforderungen (Global Hotkeys beispielsweise) und das hat den Einsatz von Wayland schon stark begrenzt.
Was hat das mit Mobil zu tun? Auch auf einem Desktop sind die Sicherheitsfeatures absolut sinnvoll und notwendig. Was sollte ein nicht involvierter Prozess die Tastatur mitschneiden können, wenn ich in KeepassXC ein Passwort eintippe? Auch dass unter X11 jedes Programm den Framebuffer der anderen Programme auslesen kann ist doch eine absolute Sicherheitskatastrophe.

Sicherheit hat immer Nebenwirkungen, ist aufwendig und bereitet oft Umstände. Die Alternative kann nicht "Scheunentor" heissen.
 
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Yosup schrieb:
Sicherheit hat immer Nebenwirkungen, ist aufwendig und bereitet oft Umstände. Die Alternative kann nicht "Scheunentor" heissen.
Wenn diese Sicherheit im Umkehrschluss aber bedeutet, dass Funktionalität, welche mir unter X11 noch immer genauso gegeben ist, wie unter macOS und Windows seit eh und je, ist die Schlussfolgerung aber wohl, dass Wayland entweder over-engineered ist, oder zu viele Köche einfach wieder den Brei verderben.
 
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@Randnotiz: Oder dass ein sicherer Displayserver für das Smartphone genau so wenig für den Desktop geeignet ist wie ein flexibler Netzwerk-Displayserver für den Rackserver.

Das sind die zwei Möglichkeiten unter Linux, dazwischen gibt es halt nichts. Für den Desktop hat niemand bezahlt.
 
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Erstmal: sehr gut.
Ich hatte über einen Recht kurzen Zeitraum mit X11 zu tun und das hatte mir Kopfschmerzen bereitet.
Teilweise weil Bugs wieder hervorgekommen sind, weil ein Kernelupdate durchgeführt wurde und der Spaghetticode von X11 damit nicht klarkam.

Ja, es fehlen 2-3 Funktionen, doch die kommen noch.
Bei einigen Sachen würde es schneller gehen, wenn die Entwickler von Gnome/GTK sich nicht querstellen würden.
So pirscht KDE vor und macht gute Arbeit.

Für normale Nutzer ist Wayland vor allem im Multimonitorbetrieb wichtig.
Außer man möchte jedes mal hinter den Schreibtisch gehen und alle Kabel raus ziehen, damit auf einem einzigen Monitor VRR/FreeSync/Gsync funktioniert.

Randnotiz schrieb:
Wenn diese Sicherheit im Umkehrschluss aber bedeutet, dass Funktionalität, welche mir unter X11 noch immer genauso gegeben ist, wie unter macOS und Windows seit eh und je, ist die Schlussfolgerung aber wohl, dass Wayland entweder over-engineered ist, oder zu viele Köche einfach wieder den Brei verderben.
Eh, zwar anderer API-Stack, aber das war das Problem bei XP SP0 und Vista SP0 mit älteren Applikationen.
Entweder funktionierte das Programm gar nicht, weil die run32dll.exe mit dem alten Programm nicht sauber kooperieren wollte.
Oder man wurde von 10 UAC-Meldungen bei jedem Start beglückt.

Haben sich auch alle Nutzer darüber aufgeregt und wurde entweder mit Updates oder einem Servicepack gelöst.
Also auch hier abwarten und Tee trinken, wenn man KDE verwendet.
Bei Gnome wünsche ich ein starke Blase und starke Nieren.

Zum Schluss zu den Distributionen: ich verstehe andere Nutzer bis zu einem gewissen Grad.
Wenn man sich die Vererbungsbäume auf Wikipedia anschaut wird schon einem schwindelig:
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Linux_distributions

Mindestens mir wird dann auch gleichzeitig schlecht sowie sauer, weil rund 90% der Distributionen glorifizierte Bash-Skripte fürs Customizing sind.
Ich weiß nicht mehr ob es Edubuntu oder ein andere Klon war, am Ende des Tages waren es 8 Shell-Befehle oder so und 3 davon "apt-get install".
Dafür braucht man keine Distribution, außer man sucht irgend einen Grund um sich selbst zu feiern.

Bonuspunkt:
Sogar die X11-Entwickler möchten den X11-Dreck nicht mehr sehen:
 
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