News KDE Plasma 6.8: Weiterer großer Linux-Desktop verabschiedet sich von X11

DavidXanatos schrieb:
10 Jahre recht nicht aus damit eine Nutzerschicht aus stirbt nicht mal ansatzweise.
Deine Forderung war, dass über 10Jahre der Nutzeranteil auf unter 1% abgefallen sein muss. Das geht halt meist nur, wenn die Nutzenden herausaltern. Wie du schon richtig erkennst, schleppt man so Altlasten ganz fix Dekaden mit wegen der Fraktion der Verweigerer.

DavidXanatos schrieb:
Und wie war der Spruch: Heute steht man am Abgrund und wer auf Fortschritt besteht ist morgen ein schritt weiter.
Auf manchen Fortschritt kann man getrost verzichten.
Für jeden Quatsch kann man sich einen Sinnspruch oder Bibelzitat suchen. - Waltraud R. -

Vor allem passt der Spruch hervorragend zum X11 Ökosystem. Das Protokoll ist oll, da müsste Version 12 her um aktuelle Ansprüche zu erfüllen. Xorg-Server ist von der Codebasis eine Katastrophe. Entsprechend ist man an der Stelle nicht weiter Richtung Abgrund gedackelt, sondern hat Wayland ins Leben gerufen.
 
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Brrr schrieb:
Auf einem Mobilbetriebssystem konsumiert man in der Regel nur eine Anwendung auf einmal. An einem Desktop schiesst man Potentiell Daten und Files von einer Anwendung in eine andere. Aufgrund dessen dass man an einem Handy eher kein Multitasking macht sind die Anforderungen einfach andere.
Ist das so? Viele Apps können verschiedene Daten "teilen" (auch lokal zwischen Apps) und sich als potentielle Consumer für bestimmte Formate registrieren, und das wohl nicht ohne Grund. Foto aus der Galerie an den Messenger, GPX-Datei aus dem Logger an die Kartenapp, Link aus dem Messenger an den Browser. Finde nicht, dass die Apps so isoliert arbeiten.

Brrr schrieb:
macOS löst das so, dass bei Passworteingaben ein Sicherheitsmodus aktiviert wird. Finde das ein guter mittelweg.
Das ist arg subjektiv. Ich möchte auch nicht, dass diverse Prozesse meine Terminals mit SSH-Sessions auf bspw. Kundenservern keyloggen und framegrabben können. Gruselig, dass ich das jahrelang akzeptiert habe.

Brrr schrieb:
Unschön ja, dafür hat Scrensharing immer problemlos funktioniert.
Ja, genauso wie bei Firewalls: Alle Hosts in einer Broadcastdomäne sind "unschön", dafür funktioniert immer alles problemlos. Ich hab es lieber unschön.

Brrr schrieb:
macOS hat es hier wiederum gut gelöst finde ich, Programme die Aufzeichnen möchten muss man die Berechtigung erteilen. Bin nicht ganz sicher wie das unter Wayland gelöst ist, glaube ich ganz ähnlich schlussendlich.
Genau darauf soll es hinauslaufen. Bei Android kannst Du Apps auch unheimlich feinfiligrane Berechtigungen erteilen, und gerade anfangs muss man da oft die Regeln nachjustieren und neue Berechtigungen erteilen. Wenn man das auf dem Smartphone akzeptiert, warum dann auch nicht unter Linux/Wayland?

Brrr schrieb:
Nehmen wir Teamviewer als Beispiel, die Applikation braucht Zugriff auf alle Fenster und muss potentiell in alle Anwendungen Eingaben schiessen können, ansonsten ist das relativ nutzlos. Ist das ein Anwendungsfall der deiner Meinung nach wegen Sicherheit nicht möglich sein soll?
Nein, das ist ein valider Usecase und sollte definitiv möglich sein. Es soll mMn alles möglich sein, was sich User wünschen, nur ggfs. eine explizite Berechtigungserteilung des Anwenders voraussetzen. Leuchtet ja unter Android auch jedem ein, dass Rustdesk, Teamviewer & Co explizite Berechtigung brauchen, um alle Apps - inkl der Banking-Apps - remote screencapturen und steuern zu können.

Es mangelt unter Wayland noch an der Implementation, das ist richtig und kann für viele Anwender auch ein Showstopper sein. Ich verstehe jeden, der sagt, es sei für seine Zwecke noch nicht fertig. Wenn ich für ein Meeting meinen Desktop freigeben muss, dann brauche ich heute eine Lösung dafür, und wenn die X11 heisst, dann ist das halt so. Das heisst aber nicht, dass die Sicherheitsfeatures von Wayland "falsch" seien.
Schauen wir uns das in ein, zwei Jahren nochmal an.

PS: Ich hab einfach das Glück, dass Wayland alle meine Software problemlos "bedient", und warum sollte ich dann auf die Sicherheitsfeatures verzichten?
 
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Zhenwu schrieb:
Wir sind hier nicht in einer Monokultur.
Das ist doch genau der Punkt. Da hilft es auch nicht zu sagen, nimm halt einen anderen Desktop. Das wirft manchen ja dann trotzdem aus seinem gewohnten Arbeitsumfeld. Ich weiß auch nicht, was du bei Wayland alles so machst. Wie du selber sagst, meinen eigenen Workflow bockt das 0. Trotzdem wünsche ich mir nicht, dass dir Knüppel vor die Füße geworfen werden. Gerade weil wir hier nicht bei Windows sind, sondern bei Linux.
 
Fritzler schrieb:
Um mit Windoof Boardmitteln GUI technisch auf nen Wayland Linux zuzugreifen gabs (Stand letztes Jahr) auch nicht funktionsfähiges. Für X11 gibts ja nen Remotedesktop.
Kann jeder DAU in KDE Plasma auch unter Wayland seit Juni 2024 durch Anschalten des RDP Servers in den Settings aktivieren.
 
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@Yosup Hätte fast mit der Zitiererei wieder angefangen, aber dein letzter Absatz macht das unnötig. Wenn die Usecases schlussendlich funktionieren auch gerne mit Berechtigungsanfragen, habe ich nichts gegen die Umstellung.
Nur: Ich bin seit 20 Jahren auf Linux und seit ein paar Jahren kommen gewisse Features nur noch in den Wayland Sessions an, während gleichzeitig gewisse Usecases schlicht noch nicht liefen auf Wayland. Ich war da selbst in der Zwickmühle wegen Screens die Unterschiedliche DPIs hatten. Ich musste Wayland praktisch einsetzen, musste aber immer auf die X11 Session umstellen wenn ich mal Screensharen musste.
Diese Transition die letzten Jahre konnte einfach scheisse sein, je nach Konstellation.

Mein Eindruck ist allerdings auch, dass sich insbesondere im letzten und diesem Jahr die Leute sich aktiv um die fehlenden Dinge gekümmert haben und man langsam den Punkt erreicht, wo man mit Wayland keine Nachteile mehr hat.
Dass Plasma mit 6.8 die X11 Session deshalb nicht mehr unterstüzt, könnte vom Zeitpunkt her ganz gut passen.
 
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SheepShaver schrieb:
Kann jeder DAU in KDE Plasma auch unter Wayland seit Juni 2024 durch Anschalten des RDP Servers in den Settings aktivieren.
Nicht jeder distri hat dieses feature in deren KDE spin drin.
Ergänzung ()

Piktogramm schrieb:
Deine Forderung war, dass über 10Jahre der Nutzeranteil auf unter 1% abgefallen sein muss. Das geht halt meist nur, wenn die Nutzenden herausaltern. Wie du schon richtig erkennst, schleppt man so Altlasten ganz fix Dekaden mit wegen der Fraktion der Verweigerer.
Was hast Du den gegen die Altlasten oft ist es wenig Aufwand die mit zu schleppen, ganz im gegen teil es ist Aufwand die raus zu nehmen.
 
@Brrr Das ist ganz einfach: Spiele
Das gab es immer mal wieder damals, das das ein oder andere Spiel Beispielsweise Bei Gnome nicht starten wollte bei KDE dann schon und auch anders herum. (Natürlich alles X basiert)
 
Kuristina schrieb:
Das ist doch genau der Punkt. Da hilft es auch nicht zu sagen, nimm halt einen anderen Desktop. Das wirft manchen ja dann trotzdem aus seinem gewohnten Arbeitsumfeld. Ich weiß auch nicht, was du bei Wayland alles so machst. Wie du selber sagst, meinen eigenen Workflow bockt das 0. Trotzdem wünsche ich mir nicht, dass dir Knüppel vor die Füße geworfen werden. Gerade weil wir hier nicht bei Windows sind, sondern bei Linux.
Mir gings um @DavidXanatos Übertreibung.
Es ist eben keine friss oder stirb Mentalität unter Linux. Die findet man nur unter Windows oder andere Monokulturen.
Auch wenns nicht schön ist, aber ich hab die alternative, wenn ich drauf angewiesen bin.

Seit 2008 ca. wird diskutiert, ob X noch den modernen Anforderungen entspricht.
Was ist mit den Menschen die auf Win 10 angewiesen sind, der Support ist ja nun auch ausgelaufen und da sind wir sicher nicht bei unter 1 %.
Hier wird keinem Knüppel unter die Füße geworfen. Ich kann alternativen aussuchen. Wo hab ich das sonst noch?
 
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DavidXanatos schrieb:
Was hast Du den gegen die Altlasten oft ist es wenig Aufwand die mit zu schleppen, ganz im gegen teil es ist Aufwand die raus zu nehmen.
Deswegen ja der schon öfters erwähnte Fork, den ich auch begrüße. so können die KDE Leute sich auf den neuen Sch*** konzentrieren wie sie möchten und die Forker, wie du sagst ist es ja total einfach auf den alten Sch*** konzentrieren, das das weiter angeboten wird.
 
@DavidXanatos
Du hast vom Zustand des X-Ökosystems keine Ahnung, anders ist es nicht zu erklären. Sicherheitslücken sind bei Xorg nicht fixbar ohne größeres Umschreiben vom Code, wobei entsprechende Änderungen zuletzt dazu führten, dass Externalitäten kaputt gegangen sind. Genauso wie es ein heiden Aufwand ist, eine DE für Wayland weiter zu entwickeln und gleichzeitig für X11 kompatibel zu halten.

Das Mitschleppen dieser Altlast ist Aufwendig, außer man ignoriert wirklich alles an Sicherheitslücken und gammligen Hacks rund um das X-Ökosystem.
 
Piktogramm schrieb:
Das Mitschleppen dieser Altlast ist Aufwendig, außer man ignoriert wirklich alles an Sicherheitslücken und gammligen Hacks rund um das X-Ökosystem.
Sind diese Sicherheitslücken den ansatzweise Wirklich ein Problem?

Klar das jede App auf einem Desktop jede andere App auf selbigem steuern und anschauen kann ist von der Architektur her nicht großartig, aber wie vielen Leuten sind dadurch wirklich Probleme entstanden?
Und auf Windows ist es auch nicht viel anders.

Man könnte einfach zweigleisig fahren und X sein lassen wie es ist, es ist nicht erforderlich es sicherer zu machen, wer sicherer will kann ja auf Wayland umsteigen.


Zhenwu schrieb:
Es ist eben keine friss oder stirb Mentalität unter Linux. Die findet man nur unter Windows oder andere Monokulturen.
Nein die Mentalität unter Linux ist schlimmer die Scheint nämlich zu sein, wir verbessern Sachen damit diese theoretisch, und ideologisch oder einfach der Eleganz halber "besser" sind ganz egal wem wir damit wie viele Workflow kaputt machen.
Das ist unter Windows in der Praxis trotz der oberflächlichen friss oder stirb Mentalität gegenwärtig immer noch viel besser, Windows ist immer noch das Kompatibilität über alles OS und das ist gut so.


Und zu Wayland, das ist MMN einfach verbohrte Ideologie!
Es gibt für Wayland eine lib welche X Apps ermöglicht Wayland zu nutzen und zu denken die wären noch auf X.
Man hätte wenn man es wollte diesen Kompatibilitätslayer um ein "Break All Security" feature erweitern können welches volle Kontrolle mit einer emulierten X API anbieten so das Anwendungen wie VNC Server, etc. pp... wen der Nutzer das in einem Config File freischaltet vollen zugriff auf alles haben.
Das wäre nicht schwierig, und würde den ganzen alten X11 accessibility apps wieder das funktionieren ermöglichen.
Aber das wurde versäumt, obwohl es nicht schwer wäre, da war wohl eine verblendete Ideologie die Ursache, und das ist Mist! so einfach ist es.

Ein blinder hat nichts von der tollen Wayland Sicherheit wenn seine Accessibility App nur noch schwarz sieht.
 
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Yosup schrieb:
Es mangelt unter Wayland noch an der Implementation, das ist richtig und kann für viele Anwender auch ein Showstopper sein. Ich verstehe jeden, der sagt, es sei für seine Zwecke noch nicht fertig.
Wobei es bei einigen Funktionalitäten auch gar nicht das Ziel von Wayland ist, diese selber zu implementieren. Das gehört quasi zum Konzept von Wayland, die entsprechenden Implementierungen quasi an die Window Manager bzw. Desktop Environments oder andere Tool (bspw. waypipe) auszulagern, um Wayland selbst möglichst schlank und übersichtlich zu halten. Denn dadurch bleibt es wartbarer und hat weniger Potential für Bugs und Sicherheitslücken. Also im Prinzip das Gegenteil dessen, was das organisch gewachsene X11 mittlerweile ist.
 
Wahnsinn, jetzt kommt also der nächste größere Bruch, weiß noch wie von xfree86 auf xorg umgestellt wurde. Merkt man erst wie alt man ist :D
 
DavidXanatos schrieb:
No überhaupt nicht egal ich hab bei mir zuhause schon seid über 40 Jahren alle Stromkreise an FI's
Ich sehe schon, du hast verstanden, worauf ich mit dieser Aussage hinaus wollte 👍
DavidXanatos schrieb:
Das stimmt nur oberflächlich, Tatsache ist aber das man bei Windows durch die extreme Kompatibilität viel mehr Wahlfreiheit hat und dadurch das es ein einziges Target ist sich viel mehr Leute darauf einschießen und dafür sorgen das Man selbst in 2025 ein XP like desktop haben kann wenn man es den will.
Ergänzung ()
Du redest hier sicherlich von Zusatzsoftware.
Wie bekomme ich denn in Win 11 ein XP Like Desktop hin?

Man könnte das auch als Chance nutzen und fehlende Funktionen in Wayland nun schneller implementieren...
 
Zhenwu schrieb:
Du redest hier sicherlich von Zusatzsoftware.
Wie bekomme ich denn in Win 11 ein XP Like Desktop hin?
Natürlich Zusatzsoftware ohne Zusatzsoftware ist fast jedes OS fast nutzlos.
Ein OS ohne Zusatzsoftware ist wie eine Bohrmaschiene ohne Bohrer.
XP like 11 mit z.B. WindowBlinds
 
Bei nem ehemaligen Nachbarn, mit dem ich noch sporadisch kontakt habe, das ist in einigen belangen auch so ein komischer Vogel, der muss unbedingt eine annodazumal gekauft oder geklaute Bildbetrachter Version auch noch heute mitschleppen. ist 16 Bit, ich glaube ACDSee, nicht ganz sicher, ob es das war oder doch ein anderer name. Das läuft noch mit Windows11? @DavidXanatos
 
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Alexander2 schrieb:
mal wieder damals, das das ein oder andere Spiel Beispielsweise Bei Gnome nicht starten wollte bei KDE dann schon
Sowas hatte ich tatsächlich gar nie allerhöchstens auf Distri A mit KDE nicht funktioniert auf Distri B mit Gnome aber schon, hatte dann aber mit der Distri zu tun (Kernel, Mesa, Glibc etc. etc.)
 
Alexander2 schrieb:
Bei nem ehemaligen Nachbarn, mit dem ich noch sporadisch kontakt habe, das ist in einigen belangen auch so ein komischer Vogel, der muss unbedingt eine annodazumal gekauft oder geklaute Bildbetrachter Version auch noch heute mitschleppen. ist 16 Bit, ich glaube ACDSee, nicht ganz sicher, ob es das war oder doch ein anderer name. Das läuft noch mit Windows11? @DavidXanatos

Ich glaub die 64 bit windowse können kein 16bit mehr, aber Windows 10 32 bit kann es immer noch und in der EU hat es sohar noch 1 jahr sicherheits support.
Und 16 bit ist aber schon über 30 Jahre her.
 
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