netzgestaltung schrieb:
achso na aber so ein apt vs apt-get ist doch überraschend, wenn du da unterschiede findest außer der anzeige.
apt und apt-get sind das gleiche, aber nicht dasselbe. Ich weiß nicht mehr, welches Package es war, aber ich hatte mindestens ein mal den Fall, wo ich explizit das eine und nicht das andere nutzen musste, weil es sonst nicht ging. Ist halt ne Weile her, und war auch wenig überraschend, daher hat sich das nicht im Gedächtnis abgelegt.
netzgestaltung schrieb:
Das ist ein interessanter Bias. Will ich bei Win ein Programm installieren findest erstmal 15 software-sammelseiten chip, winfuture etc, wo irgendwas mitinstalliert wird. findest du die herstellerseite ist der große downloadbutton nur werbung und der kleine schon vom newsletterpopup verdeckt.
Das ist aber wohl kaum die Schuld von Windows oder Microsoft - für 0815-Software kann man nämlich auch genauso gut den Windows-AppStore durchsuchen.
Deinorius schrieb:
Wieso sollte das nötig sein? Wenn ich SteamOS herannehme, fällt mir nur das erste Eingeben des root-Passwortes ein und selbst das ist nur notwendig, wenn man bestimmte Dinge angehen will, die sich typische Windows-Nutzer vielleicht auch nicht ganz trauen. Falls ich etwas vergessen habe, bitte her damit.
An steamOS hab ich auch gedacht - aber dann kamen mir andere Launcher, "freie" exes und Treiber in den Sinn; Bekommt man das alles wirklich ohne Kommandozeile geregelt?
Krik schrieb:
Unter Linux verwendet man generell nur einen der verfügbaren Paketmanager, egal ob das jetzt apt, Flatpak, Discover, Synaptic oder sonstwas ist. Dem einfachen Consumer kann das egal sein, da die Distro für gewöhnlich einen Standard vorgibt. Nur die Profis und Bastler scheren sich um die Unterschiede.
Funktioniert halt genau so lange, wie es die Software in dem Paketmanager auch tatsächlich gibt. Unter Windows kannst du praktisch jede Exe seit der Jahrtausendwende ausführen, solang du sie nur findest.
Krik schrieb:
Man lädt auch nicht einfach eine start.sh runter und führt sie aus. Das ist Windows-Verhalten und keines, das man unter Linux macht.
Kannst du erläutern, inwieweit das explizit Windows-Verhalten ist?
Ich dachte beim Tippen an einen Fall wie Git-Repos; Für Windows-Nutzer steht meist eine (oder ggf. x32/x64) exe bereit, und für Linux gibts zumeist nur ein tar Archiv, in dem man dann ein startup- oder setup-Script ausführen muss.
Aber so weit müssen wir gar nicht gehen; Wenn du dir bspw. nvidia Treiber lädst, dann bekommst du ja auch nur eine .run Datei, die per chmod eine Erlaubnis zum Laufen braucht.
Krik schrieb:
Völliger Quatsch!
Weißt du, wann ich das letzte Mal was ins Terminal geschrieben habe? Nein? Ich auch nicht.
Ne, weiß ich nicht. Aber weißt du, wann bspw. meine Eltern oder meine Schwester das letzte Mal etwas in die cmd oder PowerShell getippt haben? Ich schon:
Noch nie.
Termy schrieb:
Auch wenn viele Flatpaks gerade da imho zu freizügig sind - ich schrieb ja schon, dass man die Berechtigungen im Auge behalten sollte.
Also nutzt du kein FF und VLC in deinen Distros? Oder hast du da was von Hand konfiguriert? Mir erschließt sich noch nicht so ganz, wie das mit den "Berechtigungen im Auge behalten" in der Praxis dann aussieht, und was man abseits des Verzichts dann für Optionen hat.
rollmoped schrieb:
Ich habe auf PCs Linux Mint installiert, [...] Seltsamerweise kommen die Benutzer damit völlig problemlos klar.
Wenn jemand auf Linux das Terminal braucht, sitzt das Problem vielleicht vor dem Bildschirm.
Keine Erfahrung mit Mint, daher glaub ich dir das. Aber wäre auch der Nutzer selbst in der Lage gewesen, Mint auf dem Rechner einzurichten? Trotz GUI ist im Windows-Fall die Platten- und Partitionengeschichte noch eine relevante Hürde, aber sonst unterscheidet sich dessen Einrichtung nicht groß von der eines Smartphones.
Und klar; Wer eigentlich nur einen Browser mit angeschlossener KBM braucht, und diesen dann auch "Schlüsselfertig" in die Hand bekommt, hat sicherlich weniger Probleme, als jemand, der den PC auch tatsächlich als solchen ausnutzt.
Randnotiz schrieb:
Den Spieß kann man genauso umdrehen und sagen, dass Leute, die sich super wohl fühlen, auf dem Terminal, ein Mangel an Empathie aufweisen, zu begreifen, dass viele Menschen überfordert und verängstigt sind, wenn man ihnen direkt abverlangt, sich mit der Kommandozeile zu arbeiten,
Nebst der massiv höheren Lernkurve, die bash ggü. dem Klick/Doppelklick aufweist, ist das ein ziemlich relevanter Punkt abseits reiner Usability; Dem Widerstand, die Kommandozeile überhaupt nutzen zu wollen.
Die bringt nämlich den Flair von Admin/Programmierer/Hacker/Nerd mit sich, und die wenigsten sehen sich in dieser Sparte, obwohl es zumeist um triviale Sachen geht.
Aber die Angst ist nicht gänzlich unberechtigt, denn ein
format C: /Q /Y oder
chmod -R 000 / bekommt man per GUI dann doch nicht so schnell umgesetzt.
