News Linux-News der Woche: LMDE 7 erschienen und Fedora 43 verzögert sich

Man kann sich ein System ja selber zusammenstellen. Das ist der große Vorteil bei Linux. Ich bleib auch noch ne ganze Weile bei X11. Wayland steht mir persönlich eher im Weg, als es mir nützt.

Und ich finde die LMDE Versionen auch interessanter, als die normalen Mints. Darauf würde ich mich eher einlassen, wenn ich nicht schon mit Arch happy wäre. :)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: floTTes, Tanzmusikus und SirSinclair
Kuristina schrieb:
Wirkt auf mich stellenweise schon fast wie die Linux-Variante von der aktuellen Windows 10 vs 11 Debatte.

In "unserem" Fall aber so, dass die fehlende Abstraktion zwar der Sicherheit schaden kann, im Benutzeralltag dafür allerdings einfache Interaktion zwischen Discord und dem Desktop, oder bei Dir mit Eventloggern, oder in meinem Fall InputLeap funktionieren.

Ich sehe auf beiden Seiten Vorteile und Wayland entwickelt sich ständig weiter, was schon beachtlich ist, wenn man es sich immer wieder ansieht und auch für Multi-Display-Betrieb kann es an sich besser sein.
Trotzdem gibt es noch Punkte, wieso Xorg noch lange weiterleben wird und wieso ich die Nutzung davon bei Mint und Mint Debian auch als ganz gelassen sehe.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: floTTes, Tanzmusikus und Kuristina
Naja, wenn der WM auf X11 basiert und nicht auf Wayland portiert wurde... Hier ist es halt so, das es weiterhin Support gibt - das unterscheidet das von Win10.

Ich für mich brauch X11 derzeit nicht - bei Screensharing und Color Picking hatte ich zuletzt keine Probleme, würde aber klar auch mal die Session wechseln falls nötig - hab halt OBS schon länger nicht mehr offen gehabt, daher weiß ich nicht wie der status da ist.
 
netzgestaltung schrieb:
hab halt OBS schon länger nicht mehr offen gehabt, daher weiß ich nicht wie der status da ist.
Ich bin daheim nur unter Wayland zu Gange und streame idR Regel auch mit OBS problemlos.

Das Browser Widget verweigert unter Wayland den Dienst, aber sonst läuft alles, zumindest unter openSUSE.
 
Randnotiz schrieb:
Wirkt auf mich stellenweise schon fast wie die Linux-Variante von der aktuellen Windows 10 vs 11 Debatte.
Könnte man meinen, aber der Kern ist ja ein anderer. Wayland selbst ist ja auch schon ziemlich alt, wenn man so will. 2008 ist halt auch schon bald 2 Dekaden her. Die Entwicklung davon war ja mit dem Wort gemächlich äußerst wohlwollend umschrieben. Woher kommt also dieses alt gegen neu Gefühl?

Meine These hier ist, dass durch die Konzeption von Wayland (die DE rendert das Bild selbst) eben eine Abkürzung geschaffen wurde neue Technologien schneller umzusetzen als in Xorg, und damit hier auch mehr Dynamik derzeit herrscht. Xorg selbst krankt leider an seiner eigenen Behäbigkeit. Eine Entrümpelungskur und Refactoring sind da offenbar bisher nicht im großen Stil erfolgt, weil da auch angeblich so viel uralt Spaghetti-Code drin ist, an den sich keiner so richtig ranwagt. Dass man dabei aber vom schlafend rückwärts torkelnden Wayland in der Entwicklung überholt wird, zeigt, dass hier eben auch echt was im Argen liegt.

Das schmälert aber natürlich nicht die Nützlichkeit und Reifegrad, bei dem Xorg Wayland noch vieles vorraushat. Manche reden Xorg ja regelrecht in die Unbenutzbarkeit weil angeblich EOL, das ist totaler Unsinn. Nichts desto trotz hat sich Xorg in diese Situation, dass es so wahrgenommen wird, selbst manövriert.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Tanne, floTTes, Deinorius und 3 andere
Grimba schrieb:
Das schmälert aber natürlich nicht die Nützlichkeit und Reifegrad, bei dem Xorg Wayland noch vieles vorraushat. Manche reden Xorg ja regelrecht in die Unbenutzbarkeit weil EOL, das ist totaler Unsinn. Nichts desto trotz hat sich Xorg in diese Situation, dass es so wahrgenommen wird, selbst manövriert.
Ich bemerke die Thematik vorrangig bei manchen Linux YouTubern, wo Wayland regelrecht propagiert und Xorg als alt und nutzlos abgestempelt wird.
Dazu noch, wenn Leute von außen auf Linux schauen und mit dem berühmt gefährlichen Halbwissen (no offense, ist leider so, wenn man sich irgendwo einlesen will, oft so) das ganze als Argument auflisten, wieso Linux jetzt wieder auf der Stelle stehen bleibt.

Für mich ist Fakt, ich kann prinzipiell mit beidem.
Daheim allerdings funktioniert mein Triple Screen Setup besser mit Wayland und Valve selbst lässt ja Plasma auch noch in einer X-Session auf dem Deck laufen.
Wayland ist da wenn nur für die DeckUI Session, oder für Spiele im Desktop-Modus am rödeln.

Trotzdem, Dinge wie entspanntes Screen Sharing, Remote Desktop und das teilen von Maus und Tastatur sind so Dinge, welche ich zwar auf keiner täglichen Basis benötige, die für mich aber eben auch zum modernen Gebrauchsalltag eines PCs dazu zählen.
Und genau hier sind die Wayland-Entwickler sich leider noch sehr uneinig.
Fensterregeln, wo welches Fenster mit welcher Geometrie startet, geht auch eher semi gut.

Trotzdem schön, dass bisher nur Gnome so einen radikalen Umstieg macht und einem an anderer Stelle noch die Option gelassen wird.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: floTTes, Tanzmusikus, netzgestaltung und eine weitere Person
Kuristina schrieb:
Hatte ich hier mal beantwortet und gilt immer noch.
Also das einzige ist eigentlich, daß man sich via ssh (oÄ) eine Applikation "remote" aufmacht? Naja, da gibts z.b. waypipe. Ist also schon längst gelöst. Noch dazu wo das X11 forwarding extrem langsam ist und Bandbreite braucht.
 
gaelic schrieb:
Also das einzige ist eigentlich, daß man sich via ssh (oÄ) eine Applikation "remote" aufmacht?
Nein. Keine Ahnung, wie du darauf kommst.

Ich finde es bisserl schade, wenn Linux User einen der größten Vorteile von Linux versuchen schlechtzureden. Die Freiheit eben nicht an etwas zwingend gebunden zu sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Tanzmusikus, Caramon2 und netzgestaltung
Kuristina schrieb:
Ich finde es bisserl schade, wenn Linux User einen der größten Vorteile von Linux versuchen schlecht zu reden. Die Freiheit eben nicht an etwas zwingend gebunden zu sein.
Das ist nachvollziehbar, führt beim aktuellen Tenor von Desktop Linux, allen voran befördert durch GNOME und Canonical indirekt mit, dazu, dass Xorg als das dargestellt wird, was man oft hört/liest.

Bei Projekten wie XLibre bin ich da erst skeptisch, das wirkt wie eine Xkcd Standards Situation, wieder mal, die keiner haben will.
 
Kuristina schrieb:
Ich finde es bisserl schade, wenn Linux User einen der größten Vorteile von Linux versuchen schlecht zu reden. Die Freiheit eben nicht an etwas zwingend gebunden zu sein.
Das stimmt natürlich, man sollt das nicht schlecht reden, sondern Pragmatisch sehen.

Bin selber erst seit KDE Plasma 6 auf wayland, vorher lief es IMO nicht Stabil genug.
Erst jetzt lauft es zumindest mit KDE so gut, das es wegen der schon in meinem anderen Post genannten Gründe für mich angenehmer ist.

Sollte ich doch mal ein Szenario haben wo X11 besser passt, würde ich halt das wieder einsetzen.
Aber ja die Wayland Entwicklung geht halt schneller voran, weil es bei X11 eigentlich gar keine Entwicklung mehr gibt, was ja angeblich an der inzwischen immer schlecht werden Wartbarkeit liegt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: floTTes
MonteDrago schrieb:
Aber ja die Wayland Entwicklung geht halt schneller voran, weil es bei X11 eigentlich gar keine Entwicklung mehr gibt, was ja angeblich an der inzwischen immer schlecht werden Wartbarkeit liegt.
Die Entwicklung von X11 geht inzwischen im Xlibre Fork ( https://github.com/x11libre ) weiter denn die Xorg Devs (die ja auch Wayland Devs sind und größtenteils IBM/Redhat Mitarbeiter) lassen ja keine Weiterentwicklungen an Xorg mehr zu, Xorg ist für sie nur noch im Maintenance Mode.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Randnotiz und Caramon2
@SirSinclair
Ja das mit x11libre habe ich auch mitbekommen.
Aber ich zitiere mal von der github Seite:
Striving to improve the existing code base while maintaining backward compatibility to make X11 a viable choice for the future.
Das hat in meinen Augen keine Zukunft.
Nur alleine / mit wenigen zu versuchen den bestehenden Code zu pflegen, klingt nicht sehr erfolgversprechend.
Zumal wenn die bisherigen Entwickler nicht beteiligt sind, weil diese zu Wayland gegangen sind.

Aber warten wir mal ab was da kommt.🤔
 
MonteDrago schrieb:
Aber warten wir mal ab was da kommt.🤔
Ja wie du schon sagst warten wir es ab, wenn du dir den Changelog anschaust ist der Hauptentwickler (übrigens ein Deutscher der auch schon zum Linux Kernel beigetragen hat, also ein sehr erfahrener Entwickler) sehr aktiv (letzte Änderung war vor wenigen Minuten), insofern bin ich deutlich zuversichtlicher als du daß das was werden kann.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Tanzmusikus
LACT klingt sehr interessant, weiß jemand ob man damit auch ohne Coolbits die Lüfter steuern kann? Oder funktioniert das nur mit Coolbits über Nvidia-settings?
 
SirSinclair schrieb:
Meinetwegen könnte Mint auch die Ubuntu Variante abschaffen und nur noch direkt auf Debian setzen, oder noch besser auf Devuan.
Das habe ich schon zu LMDE 5 im LMU-Forum geschrieben (und dann an den Clement weiterleite, weil die sich dort zu blöd anstellten), als ich dort den Ventoy-Bug des Installers melden wollte.

Ich hatte auch vorgeschlagen, dass man ja weiter zweigleisig fahren kann: Mit stable und sid als Basis. Für jeden das passende. :)

Randnotiz schrieb:
Bei Projekten wie XLibre bin ich da erst skeptisch, das wirkt wie eine Xkcd Standards Situation, wieder mal, die keiner haben will.
Kkcd sagt mir nichts: Was meinst du damit?

Ich habe vor einem Monat mein Artix-Xfce-Runit auf Xlibre umgestiegen und das hat auf Anhieb geklappt.

Zwei Macken sind mir bisher aufgefallen:
  1. wenn bei AVIdemux die Darstellung auf Xvideo steht, stürzt nach dem öffnen eines Videos rel. häufig das ganze DE ab und ich bin beim Login - Seit dem ich AVIdemux auf OpenGL umgestellt habe, gibt es keine Probleme mehr.
  2. Wenn ich das System per KVM in einer VM boote (wie im hier angehängten Screenshot), wird der Mauszeiger (DMZ weiß - nicht mit auf dem Screenshot) vertikal um die Hälfte gestaucht angezeigt, lässt sich aber noch normal nutzen. Also rein kosmetisch.
Abgesehen davon funktioniert es vollkommen unauffällig.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Tanzmusikus
Das Projekt soll sicherstellen, dass Linux Mint fortgesetzt werden kann, selbst wenn Ubuntu eingestellt wird.

Ähm wait what?! :o
Ist das wirklich ein realistisches Szenario?? Wenn ja, warum? :confused_alt:
Muss wohl total an mir vorbei gegangen sein, ich bin seit vielen Jahren leidenschaftlicher Ubuntu und Linux Mint User. Warum sollte es mit Ubuntu ein Ende nehmen?
Ergänzung ()

Cr4y schrieb:
Großartig, die ewige Diskussion "x11 vs Wayland" und direkt das typische Totschlagargument "wenn dir das nicht passt, ist vielleicht eher Windows was für dich" und das in unter 10 Posts.

Das ist halt leider das typische Problem der Linux Community...
Erst will man den 08/15 DAU von Linux überzeugen sein kommerzielles Closed Source Windows Gefängnis durch Open Source Software zu tauschen und wenn die Leute es dann tun und "dumme" Fragen oder Kritik haben, wird sofort bissig und garstig geantwortet.

Cr4y schrieb:
Wo kommt diese Argumentationslogik eigentlich her?
-Jemand kritisiert Linux
-die Kritik geht in eine Richtung, in der Windows ggf. besser/passender wäre (im Notfall diesen Sachverhalt einfach einbilden)
-"vielleicht solltest du lieber windows nutzen!"

Peinlich.

Kann ich nur so unterschreiben.
Oft halt auch gepaart mit einer "dann mach's doch besser und bring dich in die Entwicklung ein!!" Haltung - was bei Nicht-Entwicklern ja auch mega Sinn macht :rolleyes:

Es schreckt die Leute ab, die dann wie vorgeschlagen wieder zurück zu Windows gehen.
Anschließend regen sich die FOSS-Jünger wieder auf warum die Leute alle Windows statt Linux nutzen - ein ewiger Teufelskreis. Die Katze beißt sich selbst in den Schwanz.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Tanne, floTTes, zhompster und 3 andere
Zurück
Oben