Test WD Blue SN5100 SSD im Test: Mehr als nur Brot und Butter für die Daten

Und wie lange ist die SN5100 schon auf dem Markt? Laut Geizhals gelistet seit dem 01.08. und nirgendwo verfügbar. Natürlich kann sich da noch nichts am Preis getan haben! Einfach mal auf die effektiven Straßenpreise warten und dann nach Bedarf entscheiden. Das Gemotze hier ist echt unerträglich -.-*
 
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Schokolade schrieb:
Allerdings bleibt es einfach eine Sparmaßnahme der Hersteller [lokalen DRAM wegzulassen; Erg. Tsu]. Ich jeden Falls habe keine Lust auf Probleme, entweder gleich oder später die bei SSDs ohne DRAM auftreten bzw. auftreten können. (Mal von QLC abgesehen) Siehe z.B. hier https://github.com/openzfs/zfs/discussions/14793

Und kann mich der Konklusion lediglich anschließen und jedem klar abraten so eine SSD zu kaufen.
Da geht einiges durcheinander, das hat mit lokalem Buffer nicht zu tun, sondern mit ungeeigneten Datenstrukturen bei der Blockverwaltung in der Firmware. (Beispiel eines so ominösen Nachbesserns.)

Mit DRAM existiert das Problem, ist dir aber nur eine Zeit lang verborgen: Schaltest den Rechner währenddessen aus, dann kann es sogar zu Datenverlust kommen. Insbesondere wenn wg. „Performance“ der Controller darüber lügt, dass ein Block weggeschrieben (sync) worden ist.

Unter Windows kannst du das, glaube ich, im Taskmanager über „Aktivitätszeit“ bzw. command response-time Messungen nachvollziehen. Die sind irgendwann im hohen Millisekunden Bereich – und dann blockt entweder der Controller, sofern command queueing nicht unterstützt wird oder der Buffer voll ist, und/oder der keinen Buffer hat um das zu maskieren; oder ZFS das zu lange warten musste.

Zumindest im Enterprise-Umfeld geht der Abnahmetest auch so, dass man die Platte schlimmstmöglich fragmentiert (zu 90%+ voll schreiben, 7% löschen, schreiben, löschen…) und am Ende die Performance bei fragmentierten 90% Füllstand misst. Damit meine ich, Schreibraten, Latenz usw.

(Um unnötiges (hier: dreifaches!) reordering zu vermeiden sollte zumindest in der Entwicklung auch nicht mq-deadline o.ä. sondern elevator=noop oder =none gesetzt werden. Usw. usf.)
 
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Tsu schrieb:
Da geht einiges durcheinander, das hat mit lokalem Buffer nicht zu tun, sondern mit ungeeigneten Datenstrukturen bei der Blockverwaltung in der Firmware.

Mit DRAM existiert das Problem, ist dir aber nur eine Zeit lang verborgen: Schaltest den Rechner währenddessen aus, dann kann es sogar zu Datenverlust kommen. Insbesondere wenn wg. „Performance“ der Controller darüber lügt, dass ein Block weggeschrieben (sync) worden ist.

Wieso sollte der Block weg sein? Der DRAM auf der SSD ist explizit kein Cache für Lese/Schreibdaten des Nutzers. Das ist der RAM des Controllers sowie wie der DDR5 RAM von deiner CPU. Wenn ein Block laut Controller 'synced' ist, dann ist der auch 'sync'. Und ja, es gibt einige Modelle da kann man den DRAM auch teilweise als Cache nutzen, aber das ist ein Sonderfall.
 
JumpingCat schrieb:
Wieso sollte der Block weg sein? Der DRAM auf der SSD ist explizit kein Cache für Lese/Schreibdaten des Nutzers.
Korrekt, denn der DRAM oder alternativ HMB dient primär als Speicher für diverse Verwaltungsdaten des SSD-Controllers. Also bspw. anhand einer dort abgelegten Lookup-Tabelle die angeforderten Daten schnell in den Speicherzellen wiederfinden zu können oder auch, um zu wissen, wo gerade noch freie Zellen für zu speichernde Daten sind.

Ganz ohne DRAM/HMB müsste der Controller diese Daten mit im Flash-Speicher ablegen. Der ist von den Zugriffen aber langsamer als DRAM oder HMB (was letzlich ja nur externer DRAM ist), weswegen damalige Sata-SSDs ohne DRAM auch so stark eingebrochen sind mit der Geschwindigkeit.
 
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Wer soll diesen unterirdischen QLC-Kram kaufen, wenn es für dasselbe Geld TLC+DRAM gibt?
Wo sind die günstigen 16TB QLC-SSDs?
 
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Grauenvoll QLC Speicher und dann noch ohne Dram wer kauf den sowas ... ?

frankkl
 
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MichaG schrieb:
Man muss dazu sagen, dass ein solcher Workload in der Praxis wohl sehr selten vorkommt.
Dann gebe ich mal eine Einordnung ab wie Sie in der Desktop-Kaufberatung Anwendung finden wird.

"Die SN5100 ist eine QLC NVME mit den typischen Mängeln dieses NAND Typus.
Von einer Verwendung als Systemlaufwerk wird dringenst abgeraten, in anbetracht der zu erwartenden Marktpreise ist eine klare Kaufwarnung auszusprechen sowohl als Primär- als auch Sekundärlaufwerk.

Kurzum:
(Das wäre meiner Meinung nach die passendere Kurzfassung für euren Test.)
Die SN5100 ist ein Rohkrepierer der in die Fußstapfen der NV3 tritt, Sie als Müll zu bezeichnen ist noch freundlich."

Wie eure Einschätzung derart abweichen kann könnt nur Ihr wissen, derartige Hardware gehört kritischer eingeordnet, hier müsste eine schriftliche Artikelohrfeige an den Hersteller erteilt werden doch Fehlanzeige.
 
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Es sollte vielleicht nicht unerwähnt werden:
die knapp 400 MB/s im QLC-Modus werden erreicht, während der Controller Daten vom Host entgegennimmt und gleichzeitig Daten vom SLC-Cache umschaufelt.
Würde auf einen SLC-Cache verzichtet (meinetwegen einstellbar über das Dashboard oder über nvme-cli) und würde direkt als QLC geschrieben wäre die erreichbare Schreibleistung recht sicher deutlich höher.
Aber, 500 GB bei einer leeren 2TB SSD müssen auch erst einmal irgendwo mit der hohen Geschwindigkeit herkommen um überhaupt den Cache vollzubekommen.
 
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JumpingCat schrieb:
Das ist im Bereich von Low End Anforderungen für z.B. Betrieb mit Office und Webbrowing ok.
Jo, genau. Zum Beispiel das klassische Low End Szenario "Schnitt für 4 Youtube Kanäle machen, mit hunderten von GB an 4k30 Daten pro Projekt". SN770er machen das alles problemlos mit. Eine Weile benutzt, weil damals günstig bekommen. Nicht einmal was schnelleres gebraucht. QLC, SLC, TLC Diskussion, meinetwegen. Aber bei DRAM/DRAMless kann man die Kirche im Dorf lassen und es nicht so maßlos übertreiben. Pauschal kann man auch das nicht einfach stehenlassen. Sorry, dass ich hier bissel sarkastisch war, aber ... come on. ;)
 
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Nero FX schrieb:
Durch HMB ist DRAM kaum noch relevant, hilft aber nix wenn der QLC Speicher unter HDD Schreibgeschwindigkeit fällt.
Hast du eine Leseverständnis-Störung oder den Test nicht gelesen?
Zeig mir mal eine HDD, die dauerhaft 400 MB/s macht

Nero FX schrieb:
HMB ist keine Notwendigkeit, die SSD funktionieren auch ohne, schon damals zu SATA Zeiten (z.B. mit dem SandForce Controller).
Also mein SandForce Controller in der OCZ Vertex 2 120GB hatte definitiv DRAM

Yosup schrieb:
Genau diese Aussge bricht in sich zusammen, wenn eine SSD mal tatsächlich was zu tun hat.
Wer eine WD Blue kauft und dann große Datenbanken drauf packt hat's aber auch drauf angelegt. Dafür gibt es enterprise SSDs.

Mit dem üblichen Consumer-Krams kommt die SN5100 klar.

theGucky schrieb:
Damit würde die 4TB ja doppelt so schnell kaputtgehen wie eine 1TB...
MichaG schrieb:
Aber nicht das erste mal, dass die so "asynchron" ausfallen. Mir fällt grad kein andere Beispiel ein, aber die gab es bereits.
Mir fällt da die Micron 5210 ION noch spontan ein.

Wenn ich mir dort das Datenblatt anschaue hatte ich den Eindruck, dass der Controller nur mit einer bestimmten Anzahl an Pages klar kommt und damit bei den größten Modellen die Page Size über 4KB liegt, womit diese natürlich schlechter mit kleinen Writes klar kommt.
1756308374715.png
 
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Rickmer schrieb:
Wer eine WD Blue kauft und dann große Datenbanken drauf packt hat's aber auch drauf angelegt. Dafür gibt es enterprise SSDs.

Mit dem üblichen Consumer-Krams kommt die SN5100 klar.
Mag sein, dass man damit "klarkommt". Aber irgendwie lieferst auch Du kein Argument, warum man nicht dennoch eine bessere SSD kaufen sollte, wenn einem der Aufpreis von 30-40 € nicht wehtut und man die damit einhergehende Flexibilität, Langlebigkeit, Performance (in allen Lagen) zu schätzen weiss - meinetwegen auch nur subjektiv.

Tatsächlich gehören meine SSDs (und HDDs) zu den Komponenten, die ich am längsten in Verwendung habe. Wenn ich mir jetzt eine 8 TB SSD holte, dann dürfte die eine prognostizierte Einsatzdauer von 15 Jahren haben, eventuell auch mehr. Ein Server hier hat eine SSD als Bootdrive von 2013 - was interessiert mich, ob die damals nen Zwacken mehr gekostet hat, wenn sie mir die letzten 12 einfach mal nicht auf die Nüsse gegangen ist? Das ist viel mehr wert bezüglich der vielzitierten "TCO".
Wenn eine aktuelle M.2 nach 10 Jahren dann in einem externen USB-Gehäuse landet, dann bin ich froh, einfach den DRAM heute mitbezahlt zu haben... usw.

Klar, wenn einem QLC-Drives hinterhergeworfen würden, dann würden Stimmen wie ich schnell verstummen. Mit Sicherheit würde ich mir ne 16 TB-QLC für 250€ in den Server stecken, wahrscheinlch sogar 4. Das Preisgefüge ist aber gegenteilig dazu.
 
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Ahoi,

ich behaupte: die meisten die hier schreiben: ohne DRAM nicht brauchbar und kein QLC, würden es nicht mal merken wenn die Platte im Rechner steckt.

Grüße!
 
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theGucky schrieb:
Das kommt mir komisch vor.

Denke die Nand-Chips werden selektiert.

Die schlechtesten kommen in USB-Sticks, dann das 4-Terabyte Modell (die gesamte Haltbarkeit ist dem Hersteller ja ausreichend), ...
 
Andere Testberichte gelesen und alle kommen zum selben Schluss, es ist eine gute SSD trotz QLC. Sieht gut aus, werde sie im Auge behalten, zwecks Preis
 
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MichaG schrieb:
Genau wie damals TLC ist QLC gekommen um zu bleiben. In ein paar Jahren wird es vielleicht sogar schon der neue Standard sein.
Spätestens wenn PLC marktreif wird, wird TLC langsam aussterben - genau so wie es mit MLC passiert ist als QLC gekommen ist.

Bis dahin wird es bei QLC sicher noch paar Verbesserungen geben und da PCIe6 für uns wahrscheinlich noch in sehr weiter Ferne liegt wird sich die Leistung von QLC der von TLC weiter angleichen.
Die potentiellen physikalischen Nachteile von QLC werden aber immer bestehen bleiben.

Mich würde bis heute eine umschaltbare SSD-Firmware interessieren wo man den Betriebsmodus selbst bestimmen kann (technisch wäre es ja kein Problem).
 
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Corpus Delicti schrieb:
Die schlechtesten kommen in USB-Sticks, dann das 4-Terabyte Modell (die gesamte Haltbarkeit ist dem Hersteller ja ausreichend), ...

Wo in dieser Nahrungskette stehen die SD-Karten? :mussweg:
 
Nero FX schrieb:
Power-Loss-Protection hat kaum noch eine SSD, auch nicht die Modelle mit DRAM

Ich habe mir eine mit Power-Loss Protection geleistet: Kingston DC2000 mit 960GB um WIMRE EUR180 (letzten November). Die Frage ist, ob's das wirklich bringt. Ich habe in den letzten Jahren nichts ueber Datenverluste bei billigen SSDs nach Stromausfall gehoert, also haben die es die Firmware-Entwickler der Billig-SSDs offenbar hinbekommen, dass die Daten danach konsistent sind, wenn vielleicht auch die letzten paar Writes nicht auf der SSD landen (was mir aber egal ist, ich betreibe ja keinen Webshop o.ae., wo nach der Rueckmeldung an den Kaeufer die Daten auch nach einem Stromausfall noch da sein sollten).

Ein Nachteil dieser DC2000:

Code:
Temperature:                        56 Celsius
Temperature Sensor 2:               67 Celsius
[/quote]

Bei der anderen SSD (Billig-SSD WD SN580 2TB):

[code]
Temperature:                        22 Celsius
Temperature Sensor 1:               35 Celsius
Temperature Sensor 2:               22 Celsius

Wobei die Raumtemperatur gerade 26 Grad C ist, also sind die 22 Grad wohl etwas niedrig gegriffen.
 
@JumpingCat
Mit meiner SN 770 hab ich bisher keine Probleme gehabt obwohl sie kein DRAM hat, auch bei großen Dateien und recht vollem Füllstand.
 
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