Bigeagle schrieb:
Liegt denke ich auch an den Tests. Soweit ich weiß merkt man das bei parallelen am besten noch gemischten Zugriffen bei den spitzenlatenzen.
Wie ein anderer User geschrieben hat, merkt man den Unterschied bei DRAM-less SSDs nur in Umgebungen, in denen der System-RAM nicht zum Auslagern der FTL genutzt werden kann, also z.B. beim Verwenden als Wechsellaufwerk (USB) oder im NAS. Ansonsten ist das keiner.
Bigeagle schrieb:
Wenn dann ausgerechnet der interaktive workload auf den man wartet ins stocken kommt störts vielleicht schon.
Daher hab ich für die erste SSD auch die SN850X genommen und wollte dann nach bedarf mit z.b. einer lexar nm790 ergänzen. Auf der zweiten liegen dann 'nur daten' und nicht auch das OS mit dem großteil der programmen, logs und ggf. temp dateien.
Im worst case schreiben gerade 16 BOINC Workunits ihren checkpoint, steam installiert ein 'auspacken, updaten, einpacken' update und ich will ganz eilig den Browser starten um was nachzugucken, während im Hintergrund ein Video transkodiert oder irgendetwas in ein zip gepackt wird. Zumindest ist mein eindruck dass Firefox und vermutlich auch andere aktuelle Browser beim start erstmal sehr viele verteilte Zugriffe haben.
Oder ganz banale Dinge wie Dateien umbenennen, da will ich nicht plötzlich ne sekunde warten. Das sollte quasi sofort funktionieren.
Wer aus irgendeinem Grund Musik produzieren will und dabei auf echtzeitwiedergabe angewiesen ist will auch keine multi-millisekunden schluckauf episoden. Beim hören ist man da noch viel empfindlicher.
Das sind alles keine Szenarien, die eine aktuelle SSD auch nur Ansatzweise belasten, nicht einmal alle zusammen! Bei all den Szenarien ist die CPU der Flaschenhals oder die Schreib-/Leserate so gering, dass es einfach egal ist. Das meiste wird wahrscheinlich sogar einfach vom System Cache im RAM aufgefangen.
Video transcoding schreibt/liest ziemlich linear im Bereich von ein paar hundert kB/s bis einstellige MB/s.
Musik ist auch nicht mehr, selbst lossless/unkomprimiert und mit vielen Spuren. In einer Millisekunde(!) hat eine aktuelle PCIE4 SSD gut 5 MB übertragen. Das sind selbst bei uncompressed Hi-Res und 8 Kanälen meherer Sekunden Spielzeit. Da setzt nichts aus. Beim Schnitt/Bearbeitung wird eh das meiste im RAM gehalten.
ZIP und ähnliche Späße sind hart von der CPU limitiert, schreiben/lesen ansonsten linear(!) mit wenigen MB/s (der 8-Kerner hier schafft gerademal 100 MB/s beim packen und 1000 beim entpacken mit 7zip, und falls Videotranskoding gleichzeitig läuft muss es sich die CPU-Zeit sogar noch teilen, wird also beides noch langsamer für die SSD)
Steam Installationen sind auch ein Low-End Szeario, denn die Daten werden parallel während des Downloads schon entpackt. Selbst bei einer Gigabit-Leitung sind das nur 100 MB/s, also im Worst Case vielleicht 200 MB/s Last auf der SSD.
Wenn im Explorer "Dateien umbenennen" hängt, dann liegt das fast immer an was anderem, als der SSD, einfach weil der technische Unterbau des Explorers gruselich schlecht und single-threaded ist. Da kann es schon reichen, wenn man mit der Maus mal versehentlich über ein Netzlaufwerk hovert, dass der klemmt.