CiTay
Lieutenant
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Skaiy schrieb:Das ist ein praxisnaher Test. In der Praxis benutzen 99 % der User ihre Smartphone-Kamera ohne Stativ. Die Bildqualität kann auf dem Stativ anders sein als aus der Hand heraus.
Ja klar, die kann anders sein vom Stativ aus, aber reproduzierbar! Aus der Hand geschossen hast du immer bei einem Handy mehr Bewegung drin gehabt und beim anderen Handy weniger Bewegung drin gehabt. Diese potenziellen Vor- und Nachteile bei der Bildschärfe, durch den Einfluss der Handbewegungen, willst du dann echt einfach dem jeweiligen Handy zuschreiben, weil das ja praxisnaher ist? Das ist Murks.
Skaiy schrieb:Ein kalibrierter Consumer-Monitor sagt nicht sehr viel aus, weil fast jeder Hersteller seine eigenen Screens benutzt. Selbst ein und dasselbe Modell kann Abweichungen haben. Stichwort: Panel-Lotterie.
Mit kalibriert meinte ich natürlich, beim Endkunden selber mit Colorimeter kalibriert. Ja, macht außer professionellen Nutzern natürlich kaum einer, weiß ich. Aber prinzipiell wäre das das Maß aller Dinge zum Beurteilen von Fotos, denn eine naturgetreue Darstellung ist durch diverse Normen und Empfehlungen ziemlich exakt definiert. Wenn sich in der Kette von Aufnahme bis Darstellung alle Geräte bestmöglich an diese Definitionen halten, hat man das optimale Endergebnis. Gäbe es diese Normen und Empfehlungen nicht, könnte man beim Kalibrieren ja gar nicht auf ein bestimmtes Ziel hinarbeiten.
Skaiy schrieb:Selbst ein Referenzbild mit einer Kamera sagt nicht viel aus. War es eine Nikon, eine Fujifilm oder eine Canon? Jeder Hersteller hat immer noch seinen eigenen Stil. Spiegelt jetzt das Foto der Nikon die Realität ab oder doch die Fuji? Beide werden verschieden aussehen, wenn man sie analysieren würde.
Es gibt Mittel und Wege, Referenzqualität zu erreichen. Was meinst du, was bei professionellen Photoshoots gemacht wird. Es wird eine Farbpalette fotografiert, dann guckt man am genau kalibrierten Monitor, was Sache ist.
Skaiy schrieb:Und selbst wenn zwei Menschen vor Ort sind, könnte Person A das Grün des Baumes heller finden als Person B, weil auch unsere Augen individuell sind.
Und? Trotzdem werden die verschiedenen Fotos dann dem von dem Menschen gesehenen Bild besser oder schlechter entsprechen. Denn auch die Fotos werden ja im selben Grad heller oder dunkler wahrgenommen. Also in sich wieder alles schlüssig.
Skaiy schrieb:Am Ende wird es trotzdem nicht exakt die Realität entsprechen, weil es viel zu viele Variablen gibt.
Ja genau, deshalb habe ich plädiert, die Variable der Handbewegungen zu eliminieren.
Skaiy schrieb:Ganz am Ende kommt dann noch das Endgerät, welches, selbst wenn es kalibriert ist, anders ausschaut, als auf andere kalibrierte Bildschirme.
Nein, die Farbdarstellung usw. kommen dann ganz gut hin, egal welche vernünftig kalibrierten Monitore oder sonstigen Geräte man nebeneinander stellt, wenn sie im selben Farbraum kalibriert sind. Das ist ja der Sinn der Sache, anhand von genauen Normen kann man alle möglichen Geräte auf die selbe Referenzdarstellung bringen in den allermeisten Punkten.
Die Bildschirmhelligkeit ist natürlich schon eher individuell und variabel (auch je nach Umgebungshelligkeit braucht man eigentlich eine andere Einstellung), aber die beeinflusst die Darstellung noch am Wenigsten.
Skaiy schrieb:Wie geschrieben gibt es so etwas wie Panel-Lotterie, d. h., dass selbst ein und dasselbe Modell keine Garantie dafür ist, dass das Foto am Ende gleich ausschaut.
Genau diese Panellotterie schließt man mit der Kalibrierung beim Endkunden aus. Man wird lediglich individuelle Korrekturen benötigen. Das Panel selber kann aber immer den gleich großen Farbraum darstellen, hat immer nur etwas schwankende Ausgangspositionen der Farbpunkte.