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NewsGlasfaserausbau: Mehr als 20 Mrd. Euro für Inhaus-Verkabelung von Mehrfamilienhäusern
Typisch deutsche Art immer alles perfekt machen zu wollen, auch wenn es ultrateuer ist. "Fiber to the building" ist international anerkannt und weit verbreitet. Weil es vollkommen ausreichend ist. Die paar Meter Kupferkabel auszutauschen ist unverhältnismäßig bezogen auf Mehrwert vs. Kosten.
Klar doch.
Im Keller kommt Glasfaser an und bis zur Wohnung gehts mit CAT 7 weiter.
Ist bei mir auch so. Glasfaser kommt rein und geht dann über einen Wandler mit Kupfer an den Router.
Ist hier nix anderes, außer das die Strecke länger ist.
Keine Ahnung, weshalb sich soviele aufregen ueber den preis pro einheit.
Mehrparteien haeuser hatten fruehrer, fuer Kabel nur den Anschluss von der Post im Keller nicht in der Wohnung. Das Verlegen in die Wohnung kostete Extra und das nicht zu knapp und wenn keine Leerrohre vorhanden waren, war man darauf angewiesen das die nachbarn unter einem nett waren
Habe aber schon mal beim Betreiber nach den Preisen geschaut und die sind momentan noch sehr unattraktiv.
Der Glasfaservertrag würde etwa 20-30€ mehr als mein aktueller Kabelvertrag kosten, bei gleicher Leistung.
Du hast eine Mehrleistung. Coax ist ein Shared Medium. Die Netze sind ringförmig aufgebaut und je mehr Nutzer an einem Ring teilnehmen, desto geringer die Leistung. Wenn hier um 18/20 Uhr die Streaming-Dienste gestartet werden, viel gezockt oder hoch/runtergeladen wird, merkt man dieses sehr deutlich.
Das in 4x2x0,6 mm schaffen bestimmt auch 100 Mbit oder 1 Gbit. Nur kann die niemand garantieren, bei welcher Entfernung. 15 m und 100 Mbit gehen oder noch 1 Gbit. Kann sein, dass ab 20 m da Schluss ist. Da könne nur Praktiker was zu sagen, die es schon probiert haben.
Es läuft bei mir (und vielen anderen) praktisch seit vielen Jahren mit Gigabit über 100 meter und mehr absolut stabil über Klingeldraht.
Da muss nichts mehr ausprobiert werden.
Es wird sogar schon daran gearbeitet, 5 Gbit und mehr darüber zu bekommen.
Hier, ein Bild von Nokia zum Thema g.fast über Klingeldraht. Keine Theorie sondern Praxis:
Klar, deswegen 99%. Man muss aber erstmal die Gegenstelle haben, die überhaupt (wesentlich) mehr als 1 Gbit/s liefert. Aber warum sollen für diese paar Nutzer alle anderen die Kosten mittragen? Ich möchte nicht mit 20 Parteien im MFH die Leitung ausbauen und die Kosten teilen, weil ein Nutzer meint, er müsse jeden Tag Vollbackups in die Cloud schieben oder so.
rezzler schrieb:
M-Net bietet über G.Fast maximal 500 MBit/s an, wieso sollte man sowas heute noch neu verbauen?
Realitätcheck: Selbst in Großstädten gibt es Bereiche, in denen man nichtmal 100 MBit/s bekommt - oder nur fiktiv mehr über TV-Kabel, was dann zu Stoßzeiten völlig zusammenbricht.
rezzler schrieb:
Das schafft G.Fast ja nichtmal. Telekom bietet darüber maximal 200 MBit/s, während es bei den FTTH-Tarifen 500 MBit/s gibt.
Evtl. weden der Anzahl der Mietparteien an einem FTTH? Evtl. weil man die Qualität der Verkabelung im Haus vorher nicht kennt?
Offenbar bietet ja M-Net 500 an, die Telekom 200 - dein eigenes Besipiel zeigt also, dass G-fast auch in der Praxis mehr kann.
Du hast eine Mehrleistung. Coax ist ein Shared Medium. Die Netze sind ringförmig aufgebaut und je mehr Nutzer an einem Ring teilnehmen, desto geringer die Leistung. Wenn hier um 18/20 Uhr die Streaming-Dienste gestartet werden, viel gezockt oder hoch/runtergeladen wird, merkt man dieses sehr deutlich.
Hier nicht. Segmentauslastung um die 5%. Da muss ich schon meine beiden Gigabit-Tarife bündeln, um mit 2150Mbit/s Downloads die Segmentauslastung auf 70% zu treiben. Dabei haben hier im Segment über 30% einen Gigabit-Tarif. Wo soll da die "Mehrleistung" von Glasfaser sein...? Das müsste schon XGS-PON sein.
Und das MFH, in dem wir wohnen, hat tatsächlich sowohl für Kabel als auch für Telefon Leerrohre. Dieses Haus ist in den Neunzehndreissigern erbaut worden und ist seit Jahrzehnten nicht wirklich auf den aktuellsten Stand gebracht worden.
In einem EFH hätte schon ich schon immer dafür gesorgt, dass es für sämtliche Leitungen Leerrohre gibt.
Ergänzung ()
ChrisMK72 schrieb:
Die Luxusprobleme, wenn man schon einen recht zuverlässigen Kabelanschluss hat, der allen reicht.
Wir haben VDSL 100, könnten auch VDSL 250 haben und waren schon mit VDSL 50 zufrieden. Von daher war Glasfaser für uns nie mit einer besonders hohen Priorität versehen. Ausserdem müssten erst die Eigentümer des Hauses der GF Anbindung zustimmen, bevor wir Mieter Glasfaser bestellen könnten. Und ob irgendwer im Haus unbedingt die Glasfaserbandbreiten benötigt, unsere direkte Nachbarin ist 88 und nutzt mit ihrem Smartphone gerade mal gelegentlich das von mir extra für sie eingerichtete GastWlan, das wage ich fast zu bezweifeln.
Ich Wohne in einem Häuserblock aus den 1970 Jahre. Glasfaser habe sie in den Keller gelegt und seitdem hängt die Leitung da rum. Glaube nicht das einer Bock auf Baudreck oder Extrakosten hat für das das man auch nichts schnelleres bucht. Die hätten vor 25 Jahren daherkommen sollen. Jetzt wenn man 250Mbit Stabil herkriegt, warum da jetzt rumreißen.
Glasfaser im Verteilerkasten vorm Haus reicht völlig wenn die Kupferleitungen stabil 250Mbit liefert.
Natürlich kann g.fast auch deutlich mehr als 200 Mbit im Upload.
Es liegt am Provider ob er das will oder nicht.
G.fast ist eine interessante Technik, die z.b. erlaubt die zur Verfügung stehende Bandbreite komplett frei aufzuteilen. Sogar für jeden Anschluss individuell aus der Ferne, wenn sie wollten.
Mein g.fast Anschluss mit 212 MHz synct in Summe etwa mit 1,5 Gbit.
Aufgeteilt hat mein Provider den sync mit ~ 1200 Mbit down und ~360 Mbit Up.
Er könnte daraus mit ein paar Klicks auch 500 Mbit down und 1000 Mbit Up machen.
Ich sehe vorallem Probleme darin, dass nun unreguliert in der Netzebene 4 herumgepfuscht wird. Dadurch wird ein einst professionell errichtetes Netz zur Bastelbude.
Ich habe sowohl bei privat als auch von Elektrofachkräften verlegten Patchfasern eklatente Mängel festgestellt (Knicke, beschädigte Fasern, Biegeradien unterschritten, Steckerverunreinigung usw.), die Störungen und/oder Ausfälle verursacht haben. Die empfindlichen Fasern werden schlichtweg beim "durchstochern und drücken" in verengte Leerrohre, Schornsteine, Wanddurchführungen, vollen Kabelkanälen sichtbar/nicht sichtbar beschädigt. Wenn dies dann nicht sofort auffällt hat man teils jahrelang mit Störungen zu kämpfen.
Und der Kostendruck wird nicht dazu führen, dass die ausführenden Mitarbeiter besser geschult und das geeignete Material verwendet wird.
Ganz zu schweigen von einer Vor- und Nachmessung des Kabels.
Ich habe VDSL 100 und es reicht vollkommen. Btw selbst bei Vodafone vdsl50 vor einigen Jahren ist die Leitung täglich zur Primetime eingebrochen.
Nein aktuell würde Glasfaser lediglich nur eine Mehrbelastung darstellen. Ich habe es lediglich für die Zukunft gebucht damit die Glasfaser im Haus liegt - erst meine Kinder werden das mal zu schätzen wissen.
Wie soll das dann bei den ganzen 0815 User aussehen? Warum im Monat 20 Euro mehr bezahlen? Das kannst du denen nicht verkaufen.
Hier wollen die 3 anderen Mietparteien kein Glasfaser weil es eben mehr kostet und die aktuelle Versorgung mehr als ausreichend ist
Zum Thema Leerrohre.
Weder ich, meine Eltern oder meine Schwester haben in den Häusern Leerrohre. Das ist absolut nicht so der Standardfall wie hier gerne behauptet wird.
Zudem, wie damit CPON für Wifi 8+ im 60 GHz Band mit bis zu 100 GBit/s durchleiten?
Auch 6G außen im 60 GHz - Band könnte bis 100 GBit/s reichen - je Smartphone.
Nun technisch machbar, vielleicht aber unnütz und nicht marktgängig.
Nur, wer früh technische Limits verbaut ...
Man zahlt etwa 3-5.000€ je Dekade für Festnetz, da sind 1.000€ einmalig keine übertriebene Investition. Zudem je weniger aktive Bauteile im Gebäude desto geringer die Wartungskosten auf Jahrzehnt gerechnet.
Es gibt aber leider genügend Eigentümer, die schlicht keine baulichen Veränderungen oder Bauarbeiten am Haus haben wollen. Sei es, weil sie Angsta haben, die Handwerker machen dabei Irgendwas kaputt oder weil sie Aufputz-Verlegung aus optischen Gründen nicht wollen oder ...
Meine Frage zielte aber eher darauf ab, mit welchem Anschluss du denn die Erfahrung gemacht hast, dass GPON "immer mit der Gebuchten Geschwindigkeit läuft", denn das du einen solchen ha(tte)st, hast du noch nicht geschrieben...
In meinem Fall überlege ich tatsächlich ob ich ein Netzwerkkabel in den Keller verlege wenn die Verlegung von Glasfaser durch vorhandene Leerrohre so problembehaftet ist.
Die Verlegung ist nicht problembehaftet, die Anbieter wollen die Arbeiten nicht ausführen und legen daher merkwürdigste Regelungen fest.
Wenn ich schon Biegeradien lese... Die Kabel sind extrem flexibel, du kannst da auch einen Knoten reinmachen und es funktioniert weiterhin.
Wenn du eine vorhandene Zugmöglichkeit hast, umso besser, ansonsten kannst du die Faser auch an einen Draht oder ein anderes Kabel mit guter Konsistenz binden und versuchen, es durchzuschieben.
Es wird vielleicht nicht brechen, aber auch die optischen Eigenschaften ändern sich an einer Biegung. Wenn die zu eng ist, wird das Licht evtl. nicht mehr optimal reflektiert, sondern tritt zum Teil aus der Faser aus. Gibt aber durchaus Kabeltypen, mit denen Biegeradien < 1 cm möglich sind. Die haben dann um den Kern noch eine Glasschicht, die austretendes Licht wieder in den Kern zurück reflektiert.
Aber unabhängig vom verwendeten Kabel, wenn man strickt nach DIN verlegt, sollte man einen Biegeradius von 50 mm bzw. dem 10-fachen des Kabeldurchmessers nicht unterschreiten.
Wenn du eine vorhandene Zugmöglichkeit hast, umso besser, ansonsten kannst du die Faser auch an einen Draht oder ein anderes Kabel mit guter Konsistenz binden und versuchen, es durchzuschieben.
Bei einer sauber ausgeführten Leerverrohrung kannst Du Dir das Zugband sparen. Dann versiehst Du das einzuführende Ende des Glasfaserkabels mit einem Pfropf der das Leerrohr leicht abdichtet und saugst es dann mit einem handelsüblichen Staubsauger zum anderen Ende des Leerrohres. Einfacher gehts gar nicht.