News Linux-News der Woche: Lossless Scaling für Linux, GuideOS und viel X11

floTTes schrieb:
Ich kann das selbst, ich brauche keinen easy installer.
Ich bräuchte ihn schon, allerdings mache ich es mir anders einfach. Ich schalte einfach Secure Boot im Bios aus und da kann mir dieses Signierungs- und Schlüssel-Theater am Allerwertesten vorbeigehen.
 
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Randnotiz schrieb:
Bei aller Fairness, doch ich rolle mittlerweile auch nur noch mit den Augen, wenn eine neue Distro erscheint.
Ich muss zugeben, dass ich mich auch hin und wieder bei einem ähnlichen Gedanken erwische. Aber andererseits: Gleichzeitig verschwinden auch ebenso wieder welche, größere seltener kleinere öfter. Lohnt gar nicht, sich darüber Gedanken zu machen.
Randnotiz schrieb:
man liest zumindest kurzfristig wieder von noch einer Distro, die alles besser machen will.
Naja, irgendwie ist das ja auch das Wesen der ganzen Veranstaltung. Denn man hat ja nunmal die Möglichkeit, seine Idee auch umzusetzen womit und wann man will. Dass man dazu nicht erst ein Entscheider-Board überzeugen muss, ist doch gerade der freie Aspekt daran. Eine so umgesetzte Idee ist möglicherweise wieder Inspiration für andere, usw. Ehrlich gesagt sehe ich genau darin eigentlich eher Fortschritt als Stillstand durch Vielfalt.

Dass da irgendwelche Massen brüllen, geschenkt. Das ist das Internet, da fällt kein Sack Reis mehr um, ohne dass es wer bemerkt und sich unglaublich drüber aufregt, oder zumindest anderer Meinung ist. Vermutlich fände ich es gruseliger, wenn dem plötzlich nicht mehr so wäre...
 
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floTTes schrieb:
Durchgehende Zertifizierung (von Secure Boot bis Proton) wäre auch wünschenswert. Sowas kann ein kleines 5-Mann-Projekt ganz sicher nicht stemmen geschweige denn beschützen und bezahlen.
Warum sollte Proton von Jemandem anderen als Valve geprüft werden?

Was meinst du mit secure Boot Zertifizierung?
Secure boot wird von allen großen Distributionen umgesetzt.

Die ganzen kleinen Distributionen schaden nicht der Entwicklung, die sind praktisch egal weil sie nur eine etwas andere Zusammenstellung der selben Software umfassen.

Die Software der Linux Distros und die Standards werden bereits von den großen Linux Distros vorgegeben.
 
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Randnotiz schrieb:
Die Problematik ist, dass es keinen kleinen Einstieg gibt, der sagt, haltet Euch hieran, wenn Ihr warm geworden seid, könnt Ihr auch weiterziehen
Die Aussage finde ich gut. Ich habe 1,5 Tage damit verbracht, den Gamescope-Steam Modus auf CachyOS zu installieren und bin dran gescheitert. Ich habe das zwar relativ schnell hinbekommen, allerdings keine Lösung gefunden, wie ich zwischen dem Desktop und Gamescope wechseln kann.
Ja, ich verstehe nicht mal die Funktionsweise und was da so teilweise geschrieben steht, versteht man leider erst, wenn man bereits Grundwissen mitschleppt. Es hilft leider gar nicht, wenn man gar kein Grundwissen hat, eben jenes aufzubauen.
Man könnte meinen aktuell hilft einem ChatGPT dabei, allerdings hat mich das System, aufgrund von Annahmen, die es getroffen hat, in die Irre geführt, aus der ich erstmal wieder rauskommen musste.
Letztlich wollte ich nur eine Steam Machine bauen und habe dann doch Bazzite installiert, weil es eben genau diese Kernfeatures out of the box mitbringt.
Sicher wäre das auch mit jeder anderen Distribution gegangen, nur bekommt das Otto Normal Nutzer eben nicht so ohne weiteres hin. Und die erste Hürde zu nehmen um erstmal die Basis zu haben um überhaut mit der "Dokumentation" arbeiten zu können ist zum großen Teil schon zu heftig.

Auf der anderen Seite bin ich aber froh, dass es eben die hunderte Distributionen gibt, weil ich dann für meinen Usecase eben die passende wähle und dann eben nichts selbst basteln muß.
Ich habe mehrere Systeme, die unterschiedliche Anwendungsfälle haben. Die müssen auch nicht alle die gleiche Distribution installiert haben.

Etwas was mir seitens Windows definitiv ein Fortschritt bedeutet. Denn aktuell muß ich an einer Windows Installation erstmal lange herumfummeln, damit die so tickt, wie ich das haben will. Und das geht zum Teil nur mit Drittanbieter Software, die auch oft kein FOSS ist, also muß ich drauf vertrauen, dass der Drittanbieter, Windows nicht zerstört, was selbst Glücksspiel ist, weil Windows genauso wenig FOSS ist.

Abgesehen davon möchte ich auch wieder Herr meiner Daten auf meiner Hardware haben und keine Abhängigkeiten zu Großkonzernen aus anderen Ländern haben.
 
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Das hier sieht mal nach ner nicen News aus:
https://github.com/FEX-Emu/FEX

x86 Anwendungen auf ARM unter Linux. Läuft in der Demo im Video sogar mit Steam Games.
 
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floTTes schrieb:
MS ist eine CA, nicht die CA.
Da muss die FOSS-Community also zu MS rennen um sich shim zertifizieren zu lassen, anstatt selbst Zertifikate zu stellen. Erbärmlich.
Das Problem ist doch das nur von M$ signierte bootloader out of the box bei vielen PCs funktionieren soweit ich weiß.
 
Nordwind2000 schrieb:
Das stimmt so nicht. CachyOS ist schon merklich schneller als andere Distributionen. Im Vergleich zu Cachy ist Fedora KDE fast langsam, obwohl es gegenüber Windows schon flott ist.
Die schnellste Linux distribution was ich bisher ausprobieren durfte, war "Void Linux". Sollte es eine noch schnellere geben, dann lasst es mich bitte wissen.
 
pseudopseudonym schrieb:
x86 Anwendungen auf ARM unter Linux. Läuft in der Demo im Video sogar mit Steam Games.
Das Zeug wird sogar von Valve seit Beginn mitfinanziert, wie neulich bekannt wurde 🐿️

Gestern gab es dazu erst einen Beitrag, von einem der Entwickler, auf dem 39c3, wo er das ganze mit seinem ARM basierten ThinkPad unter openSUSE demonstriert hat.

https://media.ccc.de/v/39c3-breaking-architecture-barriers-running-x86-games-and-apps-on-arm

Bzw hier auf YouTube:
 
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Nerdpatrol schrieb:
Deplatziert. Das hat rein gar nichts mit Linux zu tun, sondern mit Vorgaben der Publisher und ihrem "anti-cheat", also invasiver spyware, die eben unter Linux nicht funktioniert, weil es ein besseres, sichereres System ist als Windows.
ich will mal sehen wie sicher Linux ist wen die Mehrheit erst einmal da ist, aktuell scheint es ja noch wenig interesse dran zu sein Linux irgend was an zu tun
 
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csch92 schrieb:
ich will mal sehen wie sicher Linux ist wen die Mehrheit erst einmal da ist,
Würde mich auch interessieren, wobei es gar keine Mehrheit, sondern nur einen guten Schwung an Nutzern braucht.

Bei macOS gibt es bis heute immer mal wieder Viren, mal schaut fünf Minuten hin, weil diese erwähnt werden und vergisst es wieder.
Zumindest wirkt es so mit meiner PC-Nutzer-Brille (Macs sind auch PCs, aber Kontext) immer.
 
JustAnotherTux schrieb:
Warum sollte Proton von Jemandem anderen als Valve geprüft werden?
Der komplette Stack (vom Kernel über Mesa bis hin zu Proton) muss gegen Datei-/Speicher-Modifikation, Pre-/Side-Loading und entsprechende Leserechte geschützt werden. Das Ganze muss nachgewiesen werden (Zertifizierung). Sonst ist Essig mit Anti-Cheat.

Der komplette Stack (vom Kernel über Mesa bis hin zum Browser) muss gegen Datei-/Speicher-Modifikation, Pre-/Side-Loading und entsprechende Leserechte geschützt werden. Das Ganze muss nachgewiesen werden (Zertifizierung). Sonst ist Essig mit DRM.

JustAnotherTux schrieb:
Das Problem ist doch das nur von M$ signierte bootloader out of the box bei vielen PCs funktionieren soweit ich weiß.
Ja, meine Rede. Das sollte man mal beheben. Dafür braucht man weder mit noch gegen MS zu reden. :freak:
 
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Randnotiz schrieb:
Gestern gab es dazu erst einen Beitrag, von einem der Entwickler, auf dem 39c3, wo er das ganze mit seinem ARM basierten ThinkPad unter openSUSE demonstriert hat.
Das ist das verlinkte Video in meinem Post :D
Hab bisher aber nur durchgespult. Wie auch immer, finde ich sehr spannend. Mein Ryzen-Ausflug für n Laptop war leider ein kompletter Reinfall, vielleicht dann mit so ner ARM-Kiste.
 
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riloka schrieb:
Welche Distro von Rang und Namen hat denn keine signierten Bootloader?
Arch Linux bzw. bei mir spezifisch EndeavourOS. Der GRUB-Bootloader aus den Repos hat keine gültige Signatur.
1766960827105.png


floTTes schrieb:
Oder es nimmt sich mal jemand in der FOSS-Community des Themas an und bastelt einen easy installer. Wäre ja kein Hexenwerk:
  • PK erstellen und installieren,
  • KEK erstellen, mit PK signieren und installieren,
  • KEKs von MS mit PK signieren und installieren,
  • eigenes Zertifikat (auch für DKMS nützlich) erstellen, zusammen mit den Zertifikaten von MS mit KEK signieren und in die DB installieren.
Fast schon zu einfach.
Eigentlich soll ja genau das sbctl (Arch Wiki | Github) machen. Es erstellt nach Anweisung automatisch die Schlüssel und Zertifikate, enrolled die Schlüssel ins NVRAM und signiert dann noch die EFI Images und den Kernel. Das Problem ist nur, dass es nicht mit jeder HW funktioniert laut Arch Wiki, was ich auch bestätigen kann, denn das Enrollen der Schlüssel hat mit meinem MAG X870E TOMAHAWK WIFI nicht funktioniert. Ich musste das mit der manuellen Methode machen.
 
floTTes schrieb:
Ich "muss" noch nVidia-580-for-debian fixen

Ich habe eben kurz alle FOSS Entwickler von Linux gefragt.

Du wirst es nicht glauben, aber die haben auch alle nur noch dieses eine Projekt bevor sie sich um Secure Boot kümmern wollen.

Mensch was ein Zufall! :)
 
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Hyourinmaru schrieb:
Das Problem ist nur, dass es nicht mit jeder HW funktioniert laut Arch Wiki, was ich auch bestätigen kann, denn das Enrollen der Schlüssel hat mit meinem MAG X870E TOMAHAWK WIFI nicht funktioniert. Ich musste das mit der manuellen Methode machen.
Secure Boot muss im Setup-Modus dafür sein. Dann sollte es gehen.
Andernfalls brauchst du den PK bzw. die KEKs, die man aber nicht bekommt. :evillol:

Debian signiert grub- und kernel-Pakete. Falls man kein DKMS benötigt, braucht es nur das eine Zertifikat.

|Moppel| schrieb:
Du wirst es nicht glauben, aber die haben auch alle nur noch dieses eine Projekt bevor sie sich um Secure Boot kümmern wollen.
Ja, es mangelt an Manpower. Ich weiß. Bisher ist weder 580.x (für debian) noch Secure-Boot-Support ordentlich anfängerfreundlich implementiert.

Da, SavageSkull ist doch ein gutes Beispiel. Secure Boot wird deaktiviert, statt es zum laufen zu bringen. Das machen dann alle ... und schimpfen auf EA, dass die so dreist sind und Secure Boot für ihr Anti-Cheat verlangen. :freak:

Refurbished PC und KVM kosten was? Keine ~300€? Das kann man für Linux schon mal investieren. Dann muss man auch sein "geliebtes" Windows nicht opfern. :evillol:

Übrigens vertragen sich lossless scaling und Anti-Cheat nicht. Unter Windows gilt ähnliches. :freak:

Man kann doch wohl nicht allen Ernstes erwarten, dass ein hochgradig modifizierbares Betriebssystem einen Freifahrtschein für's Cheaten bekommt?
Man könnte natürlich auch einem überprivilegierten Prozess Leserechte für alle Speicherbereiche (im Userspace) geben - das würde Linux' Sicherheitskonzept allerdings ad absurdum führen.

Wie hat es denn früher mit PunkBuster funktioniert? Müsste man mal schauen ...
 
Zuletzt bearbeitet:
pseudopseudonym schrieb:
den Kernel so kompilieren, dass der Kernel nicht mehr auf älteren Varianten läuft, aber auf neuere schneller:
https://de.wikipedia.org/wiki/X64#Weiterentwicklung
Grade bei Erweiterungen wie AVX muss ich zugeben, dass ich mir grade nicht vorstellen kann, wie die ein Betriebssystem beschleunigen.
Vielleicht für Desktop und Grafik. Genau da wäre das dann aber besonders ein Vorteil für Virtualisierungen, wenn Beschleunigungen der Grafiktreiber nicht vorhanden sind.
Aber merkt man das beim Nutzen des Betriebssystems? Meistens habe ich nicht den Eindruck, dass Lags aufgrund der Berechnung weniger grafischer Elemente entstehen.
 
ElGonzo schrieb:
Überlege CachyOS auf meinem letzten Windows PC zu installieren. Darauf wird nur gespielt (hauptsächlich CS2), daher blieb der immer auf Windows. Scheint soweit ich das überblicke aber nicht mehr nötig zu sein.

Denke ich werde das die Tage einfach mal machen.
Ich bin vor einiger Zeit auf CachyOS umgestiegen und kann es sehr empfehlen. Es läuft auch runder als z. B. Kubuntu, da alle Software nativ installiert wird, anstatt über Flatpak/Snap. Am besten mit Btrfs und Limine installieren, um automatisch Snapshots nach jedem Systemupdate zu bekommen, von denen man beim Start booten kann, falls etwas schiefgeht.
 
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AVX kann bei geeigneter Implementation viel genutzte kryptografische Verfahren extrem beschleunigen. Das hat schon bei normaler Nutzung spürbar positive Auswirkungen , da z.B. fast jede Webkommunikation heutzutage über TLS läuft.
 
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the_IT_Guy schrieb:
CachyOS scheint ja richtig abzugehen laut Distrowatch.
Was macht es so besonders?
Ich mag es tatsächlich gar nicht.
Aber hab generell mit Arch nicht viel am Hut und bin bei Ubuntu basierenden Distros Zuhause.
 
SavageSkull schrieb:
Die Aussage finde ich gut. Ich habe 1,5 Tage damit verbracht, den Gamescope-Steam Modus auf CachyOS zu installieren und bin dran gescheitert. Ich habe das zwar relativ schnell hinbekommen, allerdings keine Lösung gefunden, wie ich zwischen dem Desktop und Gamescope wechseln kann.
Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann hättest du doch einfach die CachyOS Handheld-Edition installieren können, oder nicht? Von der kannst du auch auf die Desktopvariante wechseln, wenn du möchtest, siehe hier z.B.
 
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