pseudopseudonym schrieb:
Als Fachfremder kann man diese Meinung haben, sie ist aber leider völlig losgelöst von Fakten.
Das ist leider ähnlich wie ein Auto einfach sicher zu machen, damit man keinen TÜV und keine Wartung mehr braucht. Oder Menschen richtig gesund zu machen, damit niemand mehr stirbt und man keine Arztbesuche mehr braucht.
Ganz ehrlich. Deine Beispiele: Ein Auto verschleißt durch mechanische Beanspruchung, Wetter etc. pp. Das tut Software nicht. Ein Mensch altert durch biologische Prozesse. Das tut Software nicht.
Das passenste ist vielleicht, dass ein Mensch durch Krankheiten krank werden kann, und es gibt immer neue Krankheiten. Wegen mir.
Das Problem ist, dass die Softwareindustrie nicht einmal den Anspruch hat, ein fehlerfreies Produkt abzuliefern. Das interessiert die doch gar nicht. Und um beim Bild zu bleiben: Bei einem Menschen sagt man auch nicht irgendwann mitten im Leben (Windows 10 wird ja noch öfter verwendet als Windows 11, ist also mitten im Leben. Irgendwann wird Windows 10 vielleicht so gut wie niemand mehr verwenden, weil es kaum noch kompatible Hardware gibt, dann kann es so langsam sterben), dass man jetzt halt nicht mehr behandelt weil es ja jüngere Menschen gibt. Das ist Unsinn.
Das, was mich am meisten nervt, ist dass sie nicht müde werden kontinuierlich uns mit Zeug zwangszubeglücken, wonach niemand gefragt hat. Dafür haben sie Ressourcen. Die Software wird dadurch keinesfalls besser, nur immer mehr verbugged. Deswegen sage ich: Verkauft die neuen Features, bitte, nicht kostenlos automatisch. Aber das Ursprungsprodukt Windows 10, das "letzte Windows", ist nicht fertig. Und weil sie das nicht hinbekommen, rennen sie halt zum nächsten Projekt. Wie ein kleines Kind, das ab einem gewissen Punkt lieber ein neues Bild malt statt das alte zu Ende zu malen.
Und die Softwareindustrie hat es geschafft, immer noch dieses Recht des kleinen Kindes sich rausnehmen zu können, das einfach spielen darf und keine Verantwortung übernehmen muss.