@Mimir
Das ist ein lieb gemeinter Ratschlag, vielen Dank - ich gehe aber dennoch mal kurz auf die einzelnen Punkte ein:
Mimir schrieb:
Das problem mit Detail Reduktion oder niedrigerer Auflösung ist, dass du einerseits unnötig die Qualität der Spiele reduzierst und andererseits die Leistungsaufnahme deiner GPU dann nur deswegen runter geht, weil du bei hohen FPS ins CPU Limit kommst, wo dann nebenbei die Frametimes deutlich ungleichmäßiger als im GPU Limit werden.
Ich verzichte ja nicht "unnötig" auf Qualität der Spiele, weil ich damit den für mich "notwendigen" Schritt einleite, die Leistungsaufnahme zu reduzieren. Zudem machen die Einstellungen, die ich treffe, in den allerseltensten Fällen überhaupt einen visuell wahrnehmbaren Unterschied im normalen Spielverlauf.
Der Ansatz mit dem CPU-Limit ist etwas daneben. Wieso sollte ich jemals im CPU-Limit spielen? Dann verbrenne ich ja wieder unnötig Leistung. Ich reduziere meine FPS sinnvoll via VSync auf die am Bildschirm eingestellten 100 Hz - in jedem Spiel, ohne wenn und aber. Mir ist flüssiges Gaming (bei eben besagten 100 Hz & FPS) derart wichtig, dass ich liebend gern von 4K UHD herunter auf nur 2560x1440 inkl. DLSS Performance gehe und auf ein wenig Bildschärfe verzichte, als dass ich mit "nur" 60, 70, 80 FPS spiele und schwankende FPS+Frametimes hinnehmen muss.
Das mag jeder anders sehen, aber wenn das Bild sichtbar vor sich hinzuckelt, bekomme ich die Krise.
Als Beispiel:
Vergangene Woche habe ich in einem recht neuen und modernen Kino (Kinopolis Bad Homburg) den neuen Avatar geschaut - nicht des Filmes wegen, es war eher ein Happening unter uns Arbeitskollegen. Dennoch gab's "volle Hütte" - also D-Box-Sitze, 3D-Geläpp und "HFR", also "High Frame Rate".
Ich war scheinbar der einzige, dem das permanente Gewechsel zwischen 60 FPS und 24 FPS aufgefallen ist und den das tierisch gestört hat. Bin da stellenweise wahnsinnig geworden (innerlich, hab aber ruhig auf meinem Platz gesessen

).
Mimir schrieb:
Außerdem garantiert deine Maßnahme nicht, dass die Leistungsaufnahme dauerhaft reduziert ist.
Doch, das tut sie - indem ich meine (neuen) Spiele mit aktiviertem Afterburner/RTSS/HWInfo-Overlay einmalig einstelle und dann sicher sein kann.
Mimir schrieb:
Wenn du z.B. Cyberpunk mit Pathtracing spielst, dann musst du schon extrem viel abschalten, um die Leistungsaufnahme der GPU zu reduzieren.
Ja, z.B. unnötiges Pathtracing
Mimir schrieb:
Pathtracing aus, Raytracing aus und dann noch die Auflösung runter. Anders bekommst du die Karte kaum von 300+Watt weg.
Und um stabil (über) 100 FPS zu erreichen, tue ich das liebend gern.
Mimir schrieb:
Wenn deine CPU schnell genug ist, wird selbst das nicht reichen.
Die CPU ist bei sinnvoll gesetztem FPS-Limit, sofern locker erreichbar, vollkommen irrelevant.
Mimir schrieb:
Das Powerlimit kannst du auch einfach in der Nvidia App völlig ohne extra tools einstellen. Hier einfach Max Leistung auf 80 stellen, den rest unangetastet lassen.
Das kann ich tun, dann ist es aber GLOBAL und fest eingestellt und ich kann eben bei Bedarf NICHT mal kurz im Spiel das FPS-Limit aufheben, Regler umstellen und Unterschiede feststellen, etc. Mit meiner Methode kann ich das tun und bei Bedarf eben sehr wohl die volle Leistung der Grafikkarte abrufen.
Mimir schrieb:
Das ist mMn. der sauberste Weg, weil du das Problem direkt an der Wurzel anpackst statt indirekt.
Für mich wäre das der eingeschnürteste und unflexibelste Weg.
Mimir schrieb:
Schöner Nebeneffekt ist, dass die RTX4000 Karten selbst dann wenn 100% von einem Spiel ausgenutzt werden, bei 80% nur minimal Leistung verlieren. Bei mir sinds rund 1-2% je nach Spiel. In Pathtraced spielen vielleicht maximal 3-5%. Man erhöht damit also auch tatsächlich die Effizienz der GPU, völlig ohne Undervolting und damit potenziellem Stabilitätsverlust.
Und dennoch bliebe es dabei, dass z.B. bei einer ComputerBase-Benchmark-Session wieder Leistung fehlen würde, die vielleicht nicht spür- aber definitiv messbar wäre. Also müsste man auch in diesem Fall wieder daran denken, das Limit herauszunehmen. Andernfalls schaut man hinterher evtl. dumm aus der Wäsche, wenn plötzlich jedes andere User-Ergebnis mit selbiger/vergleichbarer Hardware deutlich vor dem eigenen Wert liegt.
Dabei geht es mir um keinen "Wer hat den Längeren"-Vergleich, sondern schlichtweg nur darum sicherzustellen, dass die eigene Hardware in dem Rahmen performed, wie es zu erwarten wäre.
Wie gesagt, wenn das für dich (und viele anderen auch) so okay ist, einfach das Powerlimit über den Treiber zu limitieren, dann tut das ruhig - ich beschäftige mich gerne mit den Settings der Spiele und empfinde es auch durchaus als spannend, dort mit gezieltem Tuning mehr Leistung aus dem Spiel zu holen und gleichzeitig die Leistungsaufnahme der GPU dadurch zu senken.
Als ganz simples Beispiel:
Der Leistungszuwachs bewegt sich zwar nur im Bereich von 0,5%-1%, aber dennoch kannst du alleine das schon bei Satisfactory gewinnen, wenn du einfach nur den Nebel abschaltest. Das wiederum funktioniert nur über Konsolenbefehle. Dennoch sieht das Spiel (meiner Meinung nach) mit der so immens erhöhten Weitsicht und ohne Horizont-Trübung deutlich besser aus.
Derlei Tuningpotenzial bietet nahezu jedes Spiel, man muss sich eben nur etwas damit beschäftigen.
Ich kann aber verstehen, wenn das für viele eher stressig ist und man einfach nur losspielen möchte.