News Quartalszahlen von AMD: Ryzen und Radeon werden zum stärksten Pferd im Stall

Stefan wir bewerten Konzerne. Klar ist es für AMD ein Erfolg. Der sympathische Underdog mit guten Produkten aber immer kurz vor dem abkratzen. Die Höhen vom ersten Athlon und die Tiefen von BD. Ich sehe aber auch wo ATI mal war, erinnere mich an die Versprechungen von NUMA, OpenCL, Vega... und dann denke ich an das absolut unfähige Marketing mit Katastrophen wie Hawaii, poor Volta... Bei der Firma hätte so viel mehr sein können. Vor allem ist AMD nicht die Heilsarmee, als Konzern zocken die dich genau so gnadenlos ab.
 
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Botcruscher schrieb:
Was soll an den Zahlen gut sein? Gaming ist im Vergleich zur Konkurrenz lächerlich, KI enttäuscht komplett...
Im Vergleich zur Konkurrenz relativ schwach, aber im Vergleich zur vorherigem Status Quo recht gut.
Der Gamingumsatz stieg von 0,6 Milliarden auf 1,1 Milliarden. Insofern sollte AMD seinen dGPU Marketshare auf über 10% bekommen. Ich würde schätzen man ist wieder bei 12-13% statt 8%.
 
Krik schrieb:
Nvidia hat 36k Mitarbeiter und 130 Mrd. $ Umsatz.
AMD hat 28k Mitarbeiter und 26 Mrd. $ Umsatz.

Dann haben wir unterschiedliche Sichtweisen.
Ich erkenne bei einem Umsatz von 139 Mrd im Vergleich zu 26 Mrd nicht wirklich eine ernsthafte Konkurrenzsituation.
 
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Botcruscher schrieb:
Stefan wir bewerten Konzerne. Klar ist es für AMD ein Erfolg
Wir sind uns also doch einig :p
Botcruscher schrieb:
Bei der Firma hätte so viel mehr sein können.
Jo, aber bringt ja nichts, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Wenn man die gesamte Firmenhistorie von AMD bespricht, dann ja, aber bei jeden Quartalszahlen muss das ja auch nicht sein finde ich, zieht einen nur runter ;)
Botcruscher schrieb:
Vor allem ist AMD nicht die Heilsarmee, als Konzern zocken die dich genau so gnadenlos ab.
Eh klar, ich glaube hier hat auch keiner was anderes behauptet
 
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HerrRossi schrieb:
Es ist immer noch erstaunlich, welchen turnaround Frau Su hingelegt hat, absolut irre. AMD war klinisch tot...
Oder wie lange Intel schon die angezogene Handbremse nicht gelöst kriegt.
Oder welchen Einfluss darauf das Team der CPU Entwicklung hatte (hier auch immer wieder propagiert mit dem Heiland Jim Keller).
Oder die Zusammenarbeit mit Sony im Bezug auf die Grafikchips in der Playstation usw.
... als ob man das einer Einzelperson zuschreiben kann.

stefan92x schrieb:
Während AMD bislang eher nicht den besten Node gebucht hat, ist das bei Zen 6 schon der Fall und man ist plötzlich einer der ersten N2-Kunden.
Ist das schon so sicher? In einem Jahr gibts Zen6 12 Core Chiplets in N2?
 
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Gute Quartaszahlen sind ja schön AMD, aber wo bleibt Redstone? Wann werden die Pathtracing crashes unter CP2077 gefixed?
 
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ruthi91 schrieb:
Ist das schon so sicher? In einem Jahr gibts Zen6 12 Core Chiplets in N2?
Jein. Sicher ist, dass AMD schon einen der ersten N2-Tapeouts mit Chiplets für Venice (also Zen 6 Epyc) hatte, das wurde von AMD und TSMC mit großem Rummel gezeigt. Nicht sicher ist, welches Chiplet das ist. Es kann immer noch sein, dass nur das 32c-Chiplet in N2 kommt und das 12C in N3 (also ähnliche Aufteilung wie aktuell bei Zen 5, 8C in N4, 16c in N3).
 
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Zik0815 schrieb:
Puh! Der Gewinn ist ja nicht gerade rosig. Was bringt da er ganze Umsatz ? TSMC wird sich freuen!
Nicht umsonst hat intel lange selbst produziert!
Nun ja, es scheint sich aktuell ein Trend abzuzeichnen, dass es für Chiphersteller profitabler ist, die eigentliche Fabrikation auszulagern. Ausnahmen könnten die Regel bestätigen.
TSMC konzentriert sich ausschliesslich auf die Produktion von fremdentwickelten Chips, steckt all seine Recourcen in seine Fabs und ist damit aktuell extrem erfolgreich.
Nvidia und AMD haben keine eigene Produktion (mehr) und sind damit erfolgreich unterwegs.
Intel und Samsung, die ihre Chips (noch, aber auch nicht mehr ausschliesslich) selbst herstellen, sind dagegen aktuell beide am Schlingern.

Beide Sektoren, Chip-Entwicklung wie auch deren Fabrikation bedürfen unglaublich hoher Investitionen. Floppt ein Produkt, entstehen bei Intel und Samsung also wohl auch gleich in zwei Bereichen dadurch immens hohe Verluste.
 
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Naja das Problem bei AMD ist, wenn man Remote Management benötigt, dann muss man gleich zu den größeren Threadripper CPUs greifen, Ryzen 5/7/9 unterstützt das nicht. Ja und ich kenne keine Admins die gerne in den Serverraum laufen um ein Rechner wieder einzuschalten, vorallem in Zeiten von Home-Office.

Intel unterstützt dies bei der "gesamten" CORE* sowie XEON* Reihe.

Das war der Hauptgrund warum AMD in unserer Firma dieses Jahr schon wieder nicht für das Datacenter angeschafft wurde.

Das sollte AMD dringend ändern.
 
w1ldr3dx schrieb:
Ryzen 5/7/9 unterstützt das nicht. Ja und ich kenne keine Admins die gerne in den Serverraum laufen um ein Rechner wieder einzuschalten, vorallem in Zeiten von Home-Office.
Hm... ich bin nicht sicher ob ich dich richtig verstehe, denn wenn ich ein System wie ein Supermicro AS-3015MR-H10TNR (3U10N) kaufe, habe ich einen Server mit AM5-Sockel, komplettem IPMI und kann den mit ganz normalen Ryzen-Prozessoren bestücken. Dafür muss ich dann auch nicht in den Serverraum laufen.
 
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w1ldr3dx schrieb:
Remote Management
Meinst du damit das Intel vPro Pendant? Weil Server der üblichen Hersteller (HPE, DELL, Fujitsu, Lenovo, etc.) haben ja ihre eigenen Lösungen (HPE: iLO, DELL: iDRAC, Fujitsu: iRMC, Lenovo: IMM (Falls die es so von IBM übernommen haben, sonst heißt es da anders)).
 
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waxjee schrieb:
kannst ja mal Google dazu befragen.
Vielleicht versteht du es dann auch was gemeint ist
 
Botcruscher schrieb:
Nicht vergleichbar. Intel leidet an den eigenen Fehlentscheidungen insbesondere in der Fertigung.
Doch, finde ich schon, Intel ist nach wie vor der Hauptkonkurrent von AMD.
im Client Bereich sieht es besser aus, kommt halt drauf an was in den Q10 steht aber ASP und Stückzahl ist wohl gestiegen.
Data sieht bei AMD extrem bescheiden aus, das Epic die China Umsätze nicht auffangen kann, finde ich schon schwach, weniger Umsatz wie im Q1 ist schon übel, kann man nur Hoffen das die da extrem auf Marge verzichtet haben für einen Langzeitvertrag.

Data finde ich sogar abseits von dem KI extrem entäuschend.
Client sieht gut aus.
Gaming extrem gut 50% Q/Q ohne OEMs oder Mobil GPUs, die wohl auch nicht im Q3kommen denn Umsatz soll flach bleiben.
Embeddet geht wohl nun auch endlich mal wieder hoch.

alles im allen aber solide, ausblick ist schwach, aber es sind auch keinerlei MI308 umsätze mit drin, obwohl es wohl export Lizenzen geben soll, vielleicht sehen wir endlich mal wieder ein Q über der Prognose.
 
R4nd0 schrieb:
Die Zahlen sind dich gut. +14% bei Epyc und Instinct. Ist das nicht eine ziemlich verkrampfte Perspektive?
Ja und Nein, es kommt bei den Zahlen auf viele Faktoren, die hier rein spielen. Klar hat man 14 % mehr Umsatz gemacht, gleichzeitig jedoch die etwas margenschwächeren Produkte verkauft, wodurch "weniger" hängen bleibt.
Zik0815 schrieb:
Der Gewinn ist ja nicht gerade rosig.
Ein Wert um die 10 - 15 % am Ende des Jahres als Gewinn mitzunehmen, ist für viele Firmen ein sehr guter Werter und auch "gesunder" Wert, wenn man nach VWL-Maßstäben ran geht.

Die Gewinnmargen, die TSMC und Nvidia aktuell einfahren sind zwar für BWLer und Investmentbänker der feuchte Traum, gleichzeitig aus VWL Sicht nicht ganz so gut, weil dieses Geld erst mal dem "Kreislauf" entzogen wurde.
GeneralJules schrieb:
11% Nettogewinn ist eigentlich ein sehr guter Wert für ein Unternehmen.
Die 11 % sind ein sehr guter Wert, es entäuscht nur wenn man Nvidia und ein paar andere Größen daneben stellt.
Tzk schrieb:
Die haben doch teils Firmen aufgekauft und ich tippe das auch Personal eingestellt wurde.
Vorsichtig: Buchhaltung! Das ist an der Stelle komplexer, als man denkt. Der Kauf von Firmen wird nicht direkt in den Zahlen sichtbar, sondern teilweise über Umwege.

Dazu kommt halt auch, dass das, was hier als Gewinn ausgeschrieben ist, auch nur das ist, was am Ende nach weiteren auch "steuerlich" relevanten Abzügen überbleibt. Abschreibungen auf das Inventar und Co drücken den Gewinn zum Beispiel auch in der Buchhaltung, gleichzeitig hat man jedoch mehr eingenommen.
Botcruscher schrieb:
Was soll an den Zahlen gut sein? Gaming ist im Vergleich zur Konkurrenz lächerlich, KI enttäuscht komplett...
Bei KI enttäuschen aktuell quasi alle weiteren Anbieter bis auf Nvidia. Nur ist die aktuelle Situation für Nvidia im weiten gefährlicher als für AMD.

AMD fährt seit 2017 einen Kurs des nachhaltigen Wachstums und agiert strategisch zum Teil auch vorsichtig, deswegen konnten Sie ja während der Pandemi im weiten nicht so stark wachsen wie Intel. Gleichzeitig ist AMDs Wachstum jedoch nachhaltig.

Wenn AMD ihr Wachstum im AI-Markt sowie Gaming-Markt "nachhaltig" hin bekommt - als jetzt auch mit RDNA 5 / UDNA - und ihre Schwächen weiter angeht, dann kann das für Nvidia mit der Zeit durchaus - sowie aktuell für Intel - problematisch werden. Deswegen agiert Nvidia ja selbst aktuell auch eher vorsichtig, da sie wissen, dass sich was zusammen brauen kann.

Wenn AMD in den nächsten 5 - 10 Jahren bei Nvidia an dem AI-Markanteil immer sich so 1 - 2 % Punkte abknabbert, dann ist das ein nachhaltiges Wachstum für AMD und damit wertvoller für die Firma, als wenn sie jetzt kurzfristig mal 20 - 30 % holen und dann wieder absacken.
CDLABSRadonP... schrieb:
Das liegt unter anderem auch an dieser absurden Mischung aus einem Chipletdesign, das weiter ist als bei AMD
Bei dem Chiplet-Design ist die Frage, ob Intel wirklich weiter ist als AMD. AMD hat in den Jahren seit 2020 konstant an dem Design gearbeitet und nach und nach die Schwächen ausgemerzt und arbeitet auch an Verbesserungen.

Dazu entscheidet AMD auch unterschiedlich, welche "Chiplet-Designs" sie einsetzen. Man siehe sich MI300X und MI300A an und was da bereits möglich ist mit Stacking und co.

Intel aktuell fährt bei Chiplet-Design eher so etwas wie Gigantomanie aus. Ihre HPC-GPU waren wie viele Chiplets? 57? Jetzt Arrow-Lake mit 5(?). Man sieht hier eher, dass Intel irgendwie unter Zugzwang ist und versucht krampfhaft zu zeigen, dass sie es auch und besser können und rennen dabei in all die Fallstricke, die AMD durch die Evolution nach und nach ausgemerzt hat.
 
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jauns91 schrieb:
Woher kommt das erneute krasse Umsatzwachstum?

Würde mich nicht überraschen wenn durch OEMs mehr Umsatz gemacht wird. Subjektiv sehe ich inzwischen mehr Systeme mit AMD Hardware als noch vor einigen Jahren. Vielleicht hat Intel die OEMs mit den 13er und 14er CPUs auch zu sehr hängen lassen das dort nun mehr mit AMD gemacht wird.
 
Gute Zahlen, das freut mich auch sehr.
Aber dennoch wäre es schön wenn AMD bei den Grafikkarten wieder aufholen würde und wieder einige Marktanteile von Nvidia abknappert, und auch vor allem bei KI gibt es noch viel Potenzial.
 
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Scheint als hat AMD alles richtig gemacht mit dem Streichen der großen GPU Palette und erstmal quasi nur noch Mittelklasse anzubieten.
ElliotAlderson schrieb:
In die andere Richtung ging es ja kaum noch
Bei dem Kommentar musste ich lachen :D Recht hast du.
 
DevPandi schrieb:
Bei dem Chiplet-Design ist die Frage, ob Intel wirklich weiter ist als AMD.
Eventuell sollte man wirklich Design und Technologie gedanklich voneinander trennen. Die Packaging-Technologie, die für Arrow Lake genutzt wird, ist definitiv besser und "weiter" als die Lösung, die AMD bei allen Ryzen-CPUs und Epyc nutzt. Das Design der CPU an sich kann diesen Vorteil aber offensichtlich nicht voll ausspielen, sondern zeigt ähnliche Latenzen wie wir sie auch bei Ryzen sehen.
DevPandi schrieb:
Dazu entscheidet AMD auch unterschiedlich, welche "Chiplet-Designs" sie einsetzen. Man siehe sich MI300X und MI300A an und was da bereits möglich ist mit Stacking und co.
Und dann auch noch Strix Halo. Mittlerweile verkauft AMD drei verschiedene Arten Packaging, wenn man nur auf die Verbindung IOD/CCD achtet (via Substrat per SerDes bei Ryzen/Epyc, via Bridge bei Strix Halo und via Stacking bei MI300A/C).
DevPandi schrieb:
Intel aktuell fährt bei Chiplet-Design eher so etwas wie Gigantomanie aus. Ihre HPC-GPU waren wie viele Chiplets? 57?
Ponte Vecchio hatte 47. Aber ehrlich gesagt denke ich schon, dass Intel die Lektion verstanden hat und nicht mehr übertreibt, die Zahl der Chiplets ist wieder deutlich gesunken in folgenden Konzepten. Auch bei CPUs sehen wir das, Sapphire Rapids hatte 4, Granite Rapids nur noch 2, erst danach geht es wieder aufwärts - so langsam hat auch Intel dazu gelernt, wie man damit umgehen muss. Die Gigantomanie sehe ich nicht mehr, Ponte Vecchio war aber klarer Größenwahn des "alten Intel".
DevPandi schrieb:
Man sieht hier eher, dass Intel irgendwie unter Zugzwang ist und versucht krampfhaft zu zeigen, dass sie es auch und besser können und rennen dabei in all die Fallstricke, die AMD durch die Evolution nach und nach ausgemerzt hat.
Was kurios ist. Denn Intel hat seit 2020 CPUs mit Advanced Packaging (Lakefield) und damit länger als AMD (die zwar vorher schon Chiplets hatten, aber nur mit klassischem Packaging). Da hätte man eine gewisse Lernkurve erwarten dürfen.
 
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