@Rykar
Du machst Beruflich etwas mit IT??? Ernsthafte Frage. Denn ich kann mir echt nicht vorstellen, dass du als IT-ler nicht in der Lage bist, dich mit Linux anzufreunden. Das Wort gefrickel kenne ich zwar sehr gut von "selbsternannten" IT-lern, die mich dann fragen, wie sie etwas bei Windows zum laufen bekommen. Das sind aber keine echten IT-ler, sondern schlicht User, mehr nicht.
Wenn du Linux "probierst" musst du dir Zeit nehmen. Dasselbe gilt für Windows, denn das musstest du damals genauso. Vergessen nur die meisten gerne.
Kleiner Tipp, bei Linux findest eigentlich immer ein Wiki zum System und da sind auch fast alle Antworten auf deine Fragen anzutreffen. Ansonsten gibts Foren und da wirst du.. wenn du wirklich normal Nachfragst eine passende Antwort bekommen. Also genau das, was du nichtmal beim MS-Support bekommst mit passender Fehlermeldung. Nur so mal am Rande erwähnt.
Zur Umfrage:
Also ich fand damals win3,1 echt einen Meilenstein. Wenn ich aber die verschiedenen Versionen von Windows beurteilen müsste, wirds schwer. Win Vista war auch ein Meilenstein - im Versagen von MS! Wer zu blöde ist das Netzwerk richtig hinzubekommen, der hat den Shitstorm verdient. Ja, zu Beginn konnte man keinen anderen Windowsrechner im Netzwerk sehen. Immerhin haben sie nach gefühlter Ewigkeit dann nachgereicht.
Win10 war nicht von Anfang an gut, jedenfalls gabs auch da Probleme. Aber nicht so eklatante wie bei Win11, meiner Meinung nach.
Explorer friert ein nach einer Weile(Problem haben sie mittlerweile gelöst). Drucker funktionieren nicht mehr, da.. nuschel.. die Druckerhersteller die Treiber rechtzeitig geliefert haben, aber MS das nicht gebacken bekommt. So stehen private Nutzer da und kaufen sich einen neuen Drucker.
Und heute hab ich den Besten erleben dürfen. Rechner von nem Freund. Windows 24h2 drauf und Windows Update zeigt an, dass 25h2 da ist. Wollen sie es herunterladen und installieren? Ja - klick. Fehlermeldung!
ähm WTF? Fehlermeldung bei MS eingegeben, die sagen dazu:
"Sie sind nicht alleine. Wir kennen das Problem und arbeiten daran."
Ernsthaft? MS schafft es nichtmal mehr ein Update, dass die selbst anbieten herunterzuladen und zu installieren? Wirklich?
Lösung:
Win25h2 Herunterladen als iso. Doppelklicken - Setup ausführen. Daten behalten und Programme, anklicken und updaten lassen.
Ich muss zugeben, ich war fast ne viertelstunde am Lachen. Mein Freund fands nicht zum Lachen(er ist übrigens einer derer, die sich einen neuen Drucker kaufen mussten), da er sich weigerte nen USB-Stick mit Linux zu verwenden, auch nachdem ich ihm gezeigt habe, dass der Drucker mit Linux einwandfrei läuft.
Man kann Windows11 benutzen, wenn man will. Nur sollten hier manche mit dem Lügen aufhören.
"Ich nutze Windows seit 3,1 und hatte noch nie Probleme".. Da ist ein Pinoccio anwesend.
Denn KEINER, aber wirklich keiner hier kann behaupten, dass Windows xp zB niemals Probleme gemacht hätte. Nichtmal bei nem User der nur surfte lief das zu Beginn Problemlos. Da gabs urplötzlich einen Bluescreen, als man die Maus bewegte. Nur so als Gedächtnissstütze. Ab dem zweiten SB, soweit ich mich erinnere, wurds besser.
Das heisst ja nicht, dass Winxp total schlecht war, oder unbrauchbar. Es war damals ein Fortschritt, im Vergleich zu win2000, oder 98. Aber eben am Anfang wars echt.. herausfordernd für die Nerven.
Man sollte irgendwann mal damit aufhören, das OS als Fan zu betrachten und es etwas nüchterner sehen. Es ist ein Werkzeug und das benutzt man. Wenn man nur mit windows klarkommt, ist das auch ok. Wenn man aber etwas anderes will, gibt es Alternativen. Und ja, wenn halt mal ein Spiel nicht läuft, oder ganz spezielle Software eben nicht auf Linux läuft, dann ist das nunmal so. Es geht um eine Entscheidung, die man trifft. Und diese ist nunmal immer ein Kompromiss.
Entweder nutzt man Windows und nimmt die "gängelungen" mit HW-anforderungen und Ki-Gedöns, MS-Konto in Kauf, oder man nimmt in Kauf, dass ein Programm vielleicht nicht läuft. Das muss ein jeder selbst abwägen.
Ich kann nicht, denn ich "brauche" dieses oder jenes Programm.. ähm, das lasse ich nur gelten, wenn man damit arbeitet, wobei auch da sich die Frage aufdrängt, ob man dann damit leben kann, dass die Daten vielleicht bei MS landen(Kundendaten zB). Man könnte da auch ehrlich sein und sagen, ich will dieses Programm weiter nutzen und darum bleibe ich bei Windows. Damit hätte ich zB dann kein Problem mehr. Denn es liegt ja nicht an mir, irgendjemanden davon zu überzeugen, er müsste jetzt Linux nutzen. Was hätte ich auch davon.
Kurze Chronologie:
Durchsage, der PC-Markt schrumpft nach der Coronazeit.
MS macht die HW-Anforderungen für Win11 hoch.
Hat schon ein Geschmäckle. Auch wenn man bei TPM und Secure Boot durchaus Argumente dafür findet. Die aber für den Privaten User nicht wirklich wichtig sind. Für Firmen jedoch, machts eher Sinn. Selbst MS weicht ja die Sache selbst auf, indem man TPM nichtmal eingeschaltet haben muss. Schon irgendwie Shyzo, wenn man bedenkt dass es die Anforderung für ein eklatantes Mehr an Sicherheit war- laut MS.
Ganz anders sieht es mit dem MS-Konto aus. Oh super, ich brauch das garantiert.
Ich brauch auch eine Cloud von MS, die ist ganz superdolle sicher.
Immerhin hat man bei der Cloud die Enstscheidungsfreiheit - noch.
Irgendwie haben die meisten vergessen, oder verdrängt, dass ein OS nicht nur einfach laufen soll, sondern weitaus mehr kann. Ja, damit meine ich auch Windows, nicht nur Linux. Sie laden dazu ein, Dinge auszuprobieren. Sie ermöglichen es uns, Sachen zu tun, zu denen wir ohne Rechner nicht imstande wären. Bildbearbeitung, Filme schneiden und und und.
Man sollte nur nicht die Neugierde verlieren etwas auszuprobieren. Ich für meinen Teil kann die Fraktion nicht verstehen, die sagt: "Der Rechner muss einfach nur laufen und das tun, was ich will."
Ja, klar. Aber das kann -stand heute- kein einziges OS. Nein, Windows kann das auch nicht. Gleich vergessen die Illusion. Bei Windows sind wir schon damit bewandert. Also wir wissen, was wir tun sollen, damit es klappt/manchmal.
Bei einem anderen OS muss man das erst lernen. Das ist der Unterschied und das fällt logischer Weise schwer, wenn man gefühlt 100 Jahre nur Windows genutzt hat. Aus meiner Sicht, sollte man aber einen Blick darauf werfen, über den Hauseigenen Tellerrand. Denn es ermöglich neue Wege und neue Möglichkeiten. Und sei es nur die, das eigene System besser zu kennen.